DE528307C - Verfahren zur Verbesserung der Backfaehigkeit von Mehl - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Backfaehigkeit von Mehl

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DE528307C
DE528307C DEF66054D DEF0066054D DE528307C DE 528307 C DE528307 C DE 528307C DE F66054 D DEF66054 D DE F66054D DE F0066054 D DEF0066054 D DE F0066054D DE 528307 C DE528307 C DE 528307C
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flour
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DEF66054D
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ERNEST ARTHUR FISCHER
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ERNEST ARTHUR FISCHER
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21DTREATMENT OF FLOUR OR DOUGH FOR BAKING, e.g. BY ADDITION OF MATERIALS; BAKING; BAKERY PRODUCTS
    • A21D6/00Other treatment of flour or dough before baking, e.g. cooling, irradiating or heating
    • A21D6/003Heat treatment

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verbesserung der Backfähigkeit von Mehl Zum Verbessern von Mehl verwendet man heiße Trockenluft oder feuchte Gase, wie Dampf, um dem Mehl einen bestimmten Feuchtigkeitsgrad geben zu können oder um das Mehl zu sterilisieren. Man hat auch schon versucht, zerstäubtes Mehl, das vorher erhitzt war, beim Absetzen durch feuchte Nebel gleicher Wärme zu verändern. Diese Verfahren haben den Nachteil, daß sie mehrere verhältnismäßig große Behälter und mehrere Arbeitsstufen besitzen, in denen die Behandlung an sich bei höheren Temperaturen verhältnismäßig lange dauert.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren, bei dem ein heißer, feuchter Luftstrom im Kreislauf rundfließt, wobei Feuchtigkeit und Wärme vor Beginn des Kreislaufes durch. an sich bekannte Einrichtungen regelbar sind. Das Mehl wird diesem Luftstrom durch Aufwirbelung in Wolken zugeführt, von diesem mitgerissen und gleichzeitig während einer kurzen Förderzeit bis zum Absetzen in einen Behälter ohne wesentlichen Feuchtigkeitsverlust der Einwirkung der Wärme des Luftstromes bestimmten Feuchtigkeitsgrades ausgesetzt, so daß sich seine Eigenwärme in Grenzen von 55 bis 8o' C hält. Man erhält so einen wesentlich verkürzten, aber selbsttätig fortlaufenden Arbeitsgang bei geringem Wärme- und Raumbedarf.
  • In der beiliegenden Zeichnung ist die für das Verfahren erforderliche Einrichtung dargestellt. Aus der Zeichnung ist zu ersehen, daß das Mehl aus einem Sammelbehälter a über irgendeine bekannte, regelmäßig zuführende Einrichtung, über eine Schütte b, auf eine Scheibe c läuft, welche unterhalb des Endes der Schütte b in der Kammer d außerordentlich rasch umläuft, so dä,ß das Mehl aufgewirbelt und fein zerstäubt wird. Ein erhitzter feuchter Luftstrom, der am unteren Ende e eintritt, Hießt nach aufwärts über die Scheibe c mit solcher Schnelligkeit, daß das Mehl mitgerissen wird. Luft und Mehl treten von der Kammer d durch die Leitung f in einen Expansionsbehälter g, wie er bei Staubabscheidern verwendet wird, wo das Mehl sich absetzt: Die Luft strömt dann aus dem Abscheider g über einen Gewebefilter oder eilte Prallplatte j, wo die feinsten Mehlteilchen, die vorher nicht abgesunken sind, aufgefangen werden. Die Luft kann dann über Erhitzer, ßefeuchtigungs- und Regeleinrichtungen wieder zurückgeleitet werden. Von dem Abscheider g wird das Mehl durch eine Fördereinrichtung k in den gegen Wärme isolierten Behälter oder einen weiter nicht dargestellten kleinen Kasten abgeführt, wo es verbleibt, bis die Behandlung vollendet ist.
  • Die für die Behandlung erforderliche Höchstzeit ist sehr kurz und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Feuchtigkeitsgehalt und der Temperatur des Mehles.
  • Bei der Kontrolle des Vorganges ist es sehr wichtig, daß die Luftfeuchtigkeit beim Austritt aus dem Abscheider, wo das Mehl sich absetzt, sehr hoch ist, am besten über 9o%, ein Zustand, der erreicht wird, wenn man der Zufuhrreglung des Mehles, der Wärmefeuchtigkeit und Schnelligkeit der eintretenden Luft besonderes Augenmerk schenkt. Auf diese Weise wird nur ein geringer oder gar kein Feuchtigkeitsverlust des Mehles während der Behandlung stattfinden, aber das Maß der Verbesserungen kann vergrößert werden, ebenso wie die Zeit verkürzt werden kann.
  • Bei Mehl geringer Qualität, z. B. als Ausschuß aus der. Mühle, was etwa i 5 % des gesamten Mehldurchganges bedeutet, ist die Temperatur der den Abscheider verlassenden Luft 63° C und die relative Feuchtigkeit ,9o%. Nur ein einziger Durchgang durch die Einrichtung und i o Minuten Lagerung in dem Absatzkasten erzeugen eine wesentliche Verbesserung der Mehlqualität. Die im Mehl erreichte Wärme beträgt etwa 6o° C, und der Feuchtigkeitsgehalt ( 14 bis 141/2 % ) hatte sich durch die Behandlung so gut wie nicht verändert.
  • Nach der Behandlung des Mehles kann es entweder durch eine Fördereinrichtung i. in eine zweite Vorrichtung gebracht werden, wo es gekühlt wird, indem angefeuchtete Luft in der gleichen Weise durchgeblasen wird, oder 2. in eine Kammer gebracht werden, wo es durch kalte Luft und fein verteiltes Wasser sowohl gekühlt als auch angefeuchtet werden kann, oder 3. kann das Mehl auf irgendeine andere Weise gekühlt werden.
  • Das Verfahren kann nicht nur an fertigem Mehl angewandt, sondern auch an allen Zwischenarten im Mehlverfahren verwendet werden, etwa an Grießmehl, Mittelmehl und Feinmehl, von denen die Keime und die Kleie in der Hauptsache entfernt sind, ebenso wie bei allen anderen Sorten, aus denen das Endprodukt durch Mischen hergestellt wird. Dies ist wichtig, da nicht alle Teile einer Mehlmenge die Behandlung benötigen. Durch Unterteilung der Zufuhr in geeigneter Weise kann jede Sorte oder Gruppe nach-Wunsch behandelt werden. Die Verbesserung des Mehles nach dieser Behandlung besteht darin, daß i. eine Erhöhung der Teigfestigkeit, 2. erhöhte Wasseraufnahme beim Teigkneten, 3. mehr Brot, .
  • 4. besser geformtes Brot als in Büchsen, 5. häufig eine bessere Brotfarbe erreicht werden. Es ist kein Bleichvorgang, da die Farbe des ausgezogenen öles davon nicht berührt zu werden scheint.
  • Diese Verbesserungen sind im wesentlichen solche, wie sie durch Zugabe chemischer Hilfsmittel zum Mehl erreicht werden. Nicht alle Mehle können mit chemischer Beigabe oder durch Hitzebehandlung verbessert werden. Weichere Mehle können aber bis zu einem bestimmten Ausmaß durch diese Behandlung härter gemacht werden.
  • Ein wesentlicher Vorteil des neuen Verfahrens ist, daß es zum Sterilisieren des Mehles verwendet werden kann, d. h. in dem Sinne der Zerstörung von Acariden oder Milben (Aleurobius farinae). Das Verfahren kann in erster Linie zu diesem Zweck und dann auch zur Verbesserung des Mehles angewandt werden. So hat man z. B. gefunden, daß ein ziemlich mit Milben durchsetztes Mehl, das auf die gleiche Weise wie Mehl von geringer Qualität, wie oben geschildert, behandelt worden ist, frei von lebenden Milben unmittelbar nach der Behandlung war und auch keine mehr bei der nachfolgenden Lagerung gefunden wurden, was beweist, daß das Mehl wirksam sterilisiert worden ist und daß auch die Eier und Larven ebensogut wie die ausgewachsenen Schädlinge vernichtet waren.

Claims (2)

  1. hA'fl?iNTANSY1tÜC11Ii: i. Verfahren zur Verbesserung und zum Sterilisieren von Mehl unter Zerstäubung und unter Erhitzung mit heißer, feuchter Luft, dadurch gekennzeichnet, daß in einem im Kreislauf rundgießenden, heißen, in bestimmten Grenzen geregelten feuchten Luftstrom zugeführtes Mehl in Wolken aufgewirbelt, mitgerissen, während dieser kurzen Strömungszeit ohne wesentlichen Feuchtigkeitsverlust beeinfiußt (55 bis 8o° C) und einem Absatzbehälter zugeführt wird.
  2. 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d'aß in einem von einem Luftstrom gewünschter Feuchtigkeit und Temperatur durchströmten Behälter (d) eine das Mehl zuführende Schleuder (c) o. dgl. angeordnet ist, wobei der Behälter durch eine Übergangsleitung (f) mit einem Nachbarbehälter (g) mit Absatzkasten und Ableitung (j) der Heißluft in Verbindung steht, welch letztere (j) über Zwischeneinrichtungen wieder zum ersten Behälter (d) zurückführt.
DEF66054D 1927-06-10 1928-05-13 Verfahren zur Verbesserung der Backfaehigkeit von Mehl Expired DE528307C (de)

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DE (1) DE528307C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1002255B (de) * 1953-01-13 1957-02-14 Brabender O H Verfahren und Vorrichtung zum Verbessern der Backeigenschaften von Brotgetreidemahlprodukten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1002255B (de) * 1953-01-13 1957-02-14 Brabender O H Verfahren und Vorrichtung zum Verbessern der Backeigenschaften von Brotgetreidemahlprodukten

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