DE645597C - Vorrichtung zum Vorbereiten von Zigarettentabak - Google Patents
Vorrichtung zum Vorbereiten von ZigarettentabakInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A24B—MANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
- A24B3/00—Preparing tobacco in the factory
- A24B3/04—Humidifying or drying tobacco bunches or cut tobacco
Landscapes
- Drying Of Solid Materials (AREA)
Description
Die Erfindung richtet sich auf das Vorbereiten von Tabak durch Zerkleinern der
Tabakblätter und Überführen des zerschnittenen Tabaks in einen Zustand, wo er zum
Bilden von Zigaretten in üblichen Strangzigarettenmaschinen geeignet ist.
Die Erfindung benutzt eine an sich bekannte Schneidvorrichtung mit ineinandergreifenden
Scheibenmessern zum Zerschneiden der nicht entrippten Tabakblätter sowie eine Trokkenkammer,
worin der zerschnittene Tabak in an sich bekanntem Gegenstrom zur Trokkenluft gestaffelt übereinanderliegende Förderer
durchläuft, und sie macht hiervon in der Weise Gebrauch, daß an den Enden der Förderer
Schaufelräder zum Auflockern und Wenden des Tabaks beim Übergang von
einem Förderer zum nächsten und zugleich zum Beseitigen der Mittelrippenstücke angeordnet
sind, die durch die Räder in Sammelkästen geschleudert werden.
Beim Durchführen des zerschnittenen Tabaks
durch die Trockenkammer mittels übereinanderliegender Förderer wird der Trockenes
Vorgang verbessert, indem der Tabak, statt ohne weiteres von dem Ende eines Förderers
auf den nächsten überzugehen, vielmehr während dieses Übergangs noch in eine lockere
Schicht zerstreut wird. Dieser durch die Schaufelräder erzielte Vorgang wird weiter
noch dazu ausgenutzt, die Stücke des Stieles oder der Mittelrippe zu beseitigen, indem
man sie durch die Schaufeln in Sammelbehälter werfen läßt.
Somit wird vermöge der Schaufelräder in der Trockenkammer zunächst eine verbesserte
Trockenwirkung erlangt, und indem man sie zum Beseitigen der Mittelrippenstücke benutzt,
vermeidet man die Notwendigkeit, die Mittelrippe vor dem Zerschneiden zu entfernen,
so daß man die hierfür erforderliche teuere Entstielvorrichtung entbehren kann..
Die Schaufelräder wirken mit der Lüfttrocknung
eng zusammen. Denn indem sie den von Förderer zu Förderer gelieferten
Tabak lockern und wenden, wird er der Einwirkung der Trockenluft besser ausgesetzt.
Das Entfernen der Mittelrippenstücke vermöge der Schaufeln steht auch im Zusammenhang
mit der Art des Zerschneiden durch die
Vorrichtung mit ineinandergreifenden Scheibenmessern, da diese Form der Schneidvor-
richtung, welcher die Blätter einzeln zugeführt werden oder auf jeden Fall doch
nicht in Bündeln wie bei einer Schneidvorrichtung nach Art einer Guillotine, ein Zerschneiden
ohne vorausgehendes Entfernen der Mittel rippe gestattet.
Es besteht also eine bestimmte Beziehung zwischen der Verwendung von Schaufelrädern
zum Lockern des Tabaks und gleichzeitigen Entfernen der Mittelrippe in der Trockenkammer sowie der Hindurchführung
des zerschnittenen Tabaks durch eine Lufttrockenkammer mit übereinanderliegenden
Förderern einerseits und der besonderen Art des Zerschneiden der Tabakblätter mittels
einer \rorrichtung mit ineinandergreifenden
Scheibenmessern anderseits.
Zweck der Erfindung ist eine Behandlung, durch welche der geschnittene Tabak eine
bessere Beschaffenheit erhält, besonders was die Farbe anbelangt.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise schematisch veranschaulicht.
Es wird zunächst ein verhältnismäßig geringes Maß an Feuchtigkeit den in Bündelform
befindlichen Tabakblättern zugeführt. Dann werden die Blätter in beliebiger Weise
getrennt und einer Schneidvorrichtung mit ineinandergreifenden umlaufenden Messerscheiben
3 und 4 zugeführt, wobei die Blätter ohne Entfernen der Mittelrippe durch die
Schneidmaschine gehen; die Rippe wird daher auch mit in Stücke zerschnitten.
Beim Zerschneiden der Blätter in einer derartigen Maschine wird praktisch kein Druck
auf sie ausgeübt; es findet also kein Quetschen statt, und das schädliche Dunkelwerden
des geschnittenen Tabaks ist vermieden.
Bei der bevorzugten Form des Trockners ist eine Kammer 6 vorgesehen, durch die vorgetrocknete
oder ganz trockene Luft strömt. Die Luft kann kalt sein; vorzugsweise aber ist sie durch Heizvorrichtungen 7 am Lufteintritt
8 vorgewärmt. Die Heizvorrichtun-4S gen können aus Dampfrohrschlangen, Gasbrennern
oder elektrischen Erhitzern bestehen, über welche die Luft streicht. Außerdem
oder statt dessen kann die Luft bei ihrem Durchströmen durch die Trockenkammer mit-So
tels gleichartiger Vorrichtungen erhitzt werden. Der geschnittene Tabak kann der Trokkenkammer
ö unmittelbar von der Schneidmaschine 3, 4 zugeführt werden, oder es kann
ein Band oder ein sonstiger Förderer den Tabak von der Schneidmaschine in den Einlaß
s der Trockenvorichtung speisen. Innerhalb der Kammer befindet sich eine Reihe
endloser Förderer 9, 10, 11, 12 und 17, die
gestaffelt übereinander angeordnet sind und vorzugsweise waagerecht liegen. Der dem
obersten Förderer 9 zugeführte Tabak gelangt von da auf den nächsten Förderer 10 unter
ihm und läuft jetzt in der entgegengesetzten Richtung; so geht es weiter, so daß der
Tabak die Kammer auf einer geschlängelten Bahn durchsetzt. Die Trockenluft fließt im
Gegenstrom zum Tabak; es sind Prallplatten oder Scheidewände ΐΓ>
vorgesehen, die dies sicherstellen.
Am Abgabeende jedes der Förderer 9 und 10 ist eine Sichtvorrichtung vorgesehen, bestehend
aus einem mit hoher Geschwindigkeit umlaufenden Schaufelrad 13, auf das der
Tabak jeweils von dem Förderer her gelangt.
Das Schaufelrad schleudert die schweren '5 Stücke der Mittel rippe in einen abgeteilten
Raum 14 am Kammerende, von wo die Stücke von Zeit zu Zeit mittels geeigneter Abschlüsse
in der Kammerwand entfernt werden können. Die Schaufelräder besitzen ferner die Wirkung, den geschnittenen Tabak zu
lockern und zu wenden, indem sie ihn auf den nächsttieferen Förderer niederschütten. Daher
werden sämtliche Tabakteile dem Einfluß der Trockenluft gehörig ausgesetzt.
An den Vorderenden jedes Förderers sitzen Platten i6a, welche die Lücke zwischen
Förderer und Kammerwand abschließen. Diese Platten können geneigt sein, so daß Tabak, der sich auf ihnen fängt, auf den Forderer
rutscht. Auch für die Förderer 11 and 12 sind Schaufelräder 15 vorgesehen, die den
Tabak lockern und wenden.
Von dem letzten Förderer der Reihe aus wird der behandelte Tabak dem Auslaß 18
zugeleitet.
Der dem Lufteinlaß 8 benachbarte Auslaß 18 für den Tabak kann mit selbsttätig arbeitenden
Türen versehen sein, die den Luftaustritt verhindern.
Diese Vorrichtung besteht aus einem Trichter mit zwei Klappen 19 und 20 übereinander,
die eine Schleuse für die Luft bilden. Der Tabak sammelt sich auf der oberen Klappe
19, die bei einer bestimmten Belastung auf- »05
geht und den Tabak durchläßt. Während der Tabak auf die untere Klappe 20 fällt, schließt
sich die obere 19 wieder.
Nimmt man das Sichten vor dem Trocknen vor, so empfiehlt sich eine weitergehende
Überlappung der Förderer als dargestellt.
Zu beachten ist, daß, da den Blättern vor dem Schneiden nur ein verhältnismäßig
kleiner Feuchtigkeitsgehalt zugesetzt wurde, die Trockenzeit bis zur Erreichung des günstigsten
Feuchtigkeitsgehalts für die Zigarettenmaschine wesentlich kürzer ausfällt, im Vergleich mit derjenigen Trockenzeit, welche
bei dem bisher üblichen Verfahren erforderlich war. So sind die Nachteile von über- iao
mäßiger Feuchtigkeit und verhältnismäßig starker Erhitzung beim Trocknen beseitigt.
Feuchtigkeitsmesser 2i und Thermometer 22 können zur Anzeige der jeweils herrschenden
Zustände vorgesehen sein.
Weiter kann man eine Einrichtung zum selbsttätigen Überwachen des Feuchtigkeitsgehaltes
des geschnittenen Tabaks anbringen; eine solche" Vorrichtung, die auf den Feuchtigkeitsgehalt
des dem Trockner zugeführten Tabaks anspricht, kann die Einstellung
a") der Geschwindigkeit der Förderer 9, io,
ii, 12 und τγ (Regelung der Behandlungszeit)
,
. b) des Erwärmens der Kammer vermöge Durchströmens warmer Luft und
1S c) der durch die Kammer strömenden
Menge vorgetrockneter oder ganz trockener Luft
regeln. Die Regelung kann sich auf die Vorgänge a, b und c einzeln oder in beliebiger
Zusammenstellung erstrecken.
Die der Trockenkammer zugeführte Luft
läßt sich zum Zweck des Abführens der Feuchtigkeit aus der Kammer in beliebiger
Weise behandeln. So kann sie durch Trokkenkammern geleitet werden, die mit einem
geeigneten hygroskopischen Mittel gefüllt sind, z. B. Silicagel.
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Vorbereiten von Zigarettentabak, dadurch gekennzeichnet, daß eine an sich bekannte Schneidvorrichtung (3, 4) mit ineinandergreifenden Scheibenmessern zum Zerschneiden der nicht entrippten Tabakblätter vorgesehen ist, ferner eine Trockenkammer (6) mit gestaffelt übereinanderliegenden Förderern (9 bis 12), durch welche der zer- schnittene Tabak abwärts im an sich bekannten Gegenstrom zur Trockenluft geleitet wird, und daß endlich an den Enden der Förderer Schaufelräder (13) zum Auflockern und Wenden des Tabaks beim Übergang von einem Förderer zum nächsten und zugleich zum Beseitigen der Mittelrippenstücke angeordnet sind, die durch die Räder (13) in Sammelkasten (14) geschleudert werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB645597X | 1934-05-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE645597C true DE645597C (de) | 1937-06-01 |
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ID=10489788
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA76020D Expired DE645597C (de) | 1934-05-26 | 1935-05-15 | Vorrichtung zum Vorbereiten von Zigarettentabak |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE645597C (de) |
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1935
- 1935-05-15 DE DEA76020D patent/DE645597C/de not_active Expired
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