DE320288C - Verfahren und Apparate zur Herstellung von Iosem, trockenem Zucker oder chemischen Produkten - Google Patents

Verfahren und Apparate zur Herstellung von Iosem, trockenem Zucker oder chemischen Produkten

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DE320288C
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    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B30/00Crystallisation; Crystallising apparatus; Separating crystals from mother liquors ; Evaporating or boiling sugar juice
    • C13B30/02Crystallisation; Crystallising apparatus
    • C13B30/022Continuous processes, apparatus therefor
    • C13B30/023Continuous processes, apparatus therefor having rotatable means for agitation or transportation

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Description

  • Verfahren und Apparate zur Herstellung von losem, trockenem Zucker oder chemischen Produkten. Die Erfindung betrifft Verfahren 'und Vorrichtungen zur Umwandlung einer kristallisierbaren Lösung in ein loses, trockenes Produkt ohne Restablauf.
  • In dem Patent 22I I99 ist bereits ein solches Verfahren für Zuckerlösungen beschrieben, bei welchem die auf eine hohe Siedetemperatur eingedickte Zuckerlösung mit solchen Mengen losen Zuckers versetzt wird, daß ein heißer Zuckerteig entsteht, der durch Behandlung mit Luft in einer geeigneten Transportvorrichtung in losen, trockenen Zucker zerfällt.
  • Bei der vorliegenden Erfindung, die ein kontinuierlich arbeitendes Verfahren zur Umwandlung kristallisierbarer Lösungen überliaupt, soweit es deren Lösungsverhältnisse gestatten, in ein loses, trockenes Produkt betrifft, wird ebenfalls der Einwurf eines losen, trockenen Produktes in eine hochkonzentrierte Lösung und die Luftwirkung auf das feuchte, warme Gut angewendet, jedoch unterscheidet sich das vorliegende Verfahren von demjenigen des Patentes. 22ii99 dadurch, daß die Erzeugung des Produktes in weitere voneinander getrennte Arbeitsperioden zerlegt und noch andere angegliedert bzw. eingeschaltet werden.
  • Bei der Ausführung des Verfahrens nach Patent 221I99 ist nicht vorgesehen und auch nicht möglich, die verschiedenen Faktoren bei der Umwandlung der Lösung in einen Teig bzw. bei der Umwandlung des Teiges in ein loses Produkt entsprechend .der Veränderung der Qualität der Lösung, wodurch oft große Schwierigkeiten entstehen, zu wechseln und einzeln zu regeln.
  • Solche hochkonzentrierten Lösungen verhalten sich nämlich oft in ganz verschiedener Weise bei Veränderung ihrer Beschaffenheit oder Reinheit. Das Einwerfen eines losen Produktes in eine große Menge Lösung oder das stetige Zufügen von einer nicht regelbaren Menge Einwurfsgut in eine gewisse wechselnde Menge Lösung kann ein gewaltiges Schäumen mit mechanischen Verlusten hervorrufen. Bei Umwandlung des Teiges in ein loses, trockenes Produkt muß man insbesondere die Luft in ganz verschiedener Menge mit verschiedener Geschwindigkeit, Sättigung und Temperatur je nach der Reinheit der ursprünglichen Lösung einwirken lassen. Das Überführen des Teiges in Klumpen, dann in ein loses, feuchtes Gut und endlich in trockenes Endprodukt muß ebenfalls verschiedenartig geschehen, je nach der Qualität der Lösung, und es ist für ein industrielles Gelingen des Verfahrens nötig, daß möglichst viele Phasen des Umwandlungsprozesses für sich getrennt beobachtet und geregelt werden können.
  • Dies ist der Zweck und die Eigentümlichkeit des vorliegenden Verfahrens.
  • Es besteht darin, daß auf die in stetigem Lauf fließende heiß konzentrierte Lösung das lose Gut fortlaufend in solchen Mengen, als zur Ausfällung der Substanz und Bildung eines heißen Teiges erforderlich ist, eingebracht wird, wobei die Zuführung des Gutes entsprechend der Konzentration und Menge der Lösung geregelt wird, und daß hierauf eine Durchmischung und Knetung des entstandenen Teiges in einem besonderen Apparat erfolgt, und zwar unter Vermeidung der Abkühlung des Teiges. Hierauf erfolgt die Umwandlung des Teiges in das lose, trockene Produkt in zwei voneinander getrennten Perioden, wobei in der ersten Periode nur die Behandlung des Teiges unter Einwirkung von warmer und teilweise mit Wasser gesättigter Luft ohne starke Durchmischung erfolgt, während in der zweiten Periode (las vorgetrocknete Gut unter stärkerer- Bewegung und Durchmischung und unter Durchführen von kühler Luft vorgenommen wird.
  • Zur automatischen Regelung der Konzentration der Lösung während der Verdampfung sowie der Menge der Einwurfsubstanz in die Lösung wird der Druck des Heizdampfes im stetig arbeitenden Verdampfer in bekannter Weise auf gleicher Höhe gehalten und hierbei durch die Menge der jeweils aus dem Verdampfer ablaufenden Lösung einerseits die Menge der in den Eindicker eintretenden Lösung eingestellt, anderseits die Menge der losen Substanz, welche der konzentrierten Lösung stetig zugeführt wird, bemessen, und zwar derart, daß, sobald sich die Menge der aus dein Verdampfer ablaufenden Lösung steigert, der Eintritt der Lösung in den Verdampfer verringert und der Einwurf erhöht wird und bei ''errriinderung der Menge der konzentrierten Lösting die entgegengesetzte Einstellung erfolgt.
  • Soll das Produkt gesiebt werden, so wird entweder die Einwirkung der Luft auf das Gut unterbrochen, wenn dieses noch warm ist, und nach dessen Sieben, falls erforderlich, die weitere Behandlung mit kälter Luft vorgenommen oder das getrocknete, kühle Gut wird erwärmt, gesiebt und abgekühlt.
  • Um das trockene, lose Gut mit seiner hygroskopischen Feuchtigkeit zu versehen, wird es mit feuchter Luft behandelt, 'Wie- dies bereits zum Befeuchten von Dextrin bekannt ist. Dies kann z. B. dadurch geschehen, daß man das Gut durch einen mit Wasser gesättigten warmen Luftstrom fallen läßt, wobei die Feuchtigkeit an Kühlflächen kondensiert wird.
  • Durch das vorliegende Verfahren werden gegenüber demjenigen des Patentes :2aiigg wesentliche Vorteile erreicht und eine kontinuierliche Arbeit überhaupt ermöglicht. Die einzelnen nacheinander folgenden Arbeitsvorgänge können mit Sicherheit entsprechend der Reinheit der zu verarbeitenden Lösung und dem Produkt, welches man erhalten will, geregelt und verändert werden, dergestalt, daß die Fällung der gelösten Substanz, die Temperatur und die- Konsistenz des Teiges, die Menge, Temperatur und die Einwirkung der Luft in den verschiedenen Stadien der Umwandlung des Teiges in das lose Produkt jeweils am günstigsten geregelt werden und so jeder Teil der Anlage in sich und schließlich die ganze Anlage viel leistungsfähiger wird.
  • Die Erzeugung des heißen Teiges durch Einwurf von loser Substanz in die heiß konzentrierte Lösung und die hierdurch hervorgerufene Ausfällung des Zuckers bzw. der gelösten Substanz sowie die Herstellung eines heißen Teiges geschieht ebenso wie bei dem Verfahren der Patentschrift,22iigg in zwei getrennten Arbeitsvorgängen. Der in den Ausfäller einlaufenden Lösung werden stetig und gleichmäßig' die entsprechenden Mengen der Substanz, wie z. B. loser Zucker, zugeführt, was zweckmäßig mittels 'einer besonderen Meßvorrichtung vorgenommen wird, welche die lose Substanz auf die sich vorwärts bewegende Flüssigkeit verteilt. Es wird dadurch vermieden, daß Teile der Masse durch zu große Mengen von Einwurfsubstanz zu sehr abgekühlt werden, was zur Knotenbildung Veranlassung gibt, 'und andere zu wenig, wodurch die Ausfällung nicht genügend vor sich geht. Es wird hierdurch weiter die Brüdenentwicklung während der Ausfällung der Substanz möglichst vermieden, welche eine zu starke Abkühlung der ganzen Masse herbeiführt. Es ist nämlich für den Arbeitseffekt erwünscht, daß die ganze innere Wärme der Masse möglichst erhalten bleibt, da diese Wärme eine große Rolle bei der weiteren Durchführung des Verfahrens spielt und, auch nicht durch andere von außen zugeführte Wärme zu ersetzen ist.
  • Die Einstellung der Enddichte der Lösung, welche aus dem Verdampfer abläuft, sowie die automatische Regelung des Fällungs-. mittels im Verhältnis zur Lösungsmenge kann in der Weise-vorgenommen werden, daß man bei gleichbleibendem Dampfdruck im Eindicker, der in bekannter Weise durch ein automatisch wirkendes Regulierventil eingestellt wird, die Veränderung der zeitlich erhaltenen eingedicktenFlüssigkeitsmenge einerseits zur Veränderung der Menge der in den Eindicker eintretenden dünnen Lösung, anderseits zur Verstellung der Vorrichtung, welche das Fällmittel- stetig zumißt, benutzt.
  • Die' einzudickende Lösung wird zumeist für eine bestimmte Qualität. eine ziemlich gleichmäßige Dichte haben.- Wird also bei gleichbleibendem Dämpfdruck und gleichbleibender Konzentration der einzudickenden*Lösung die Menge der stetig ablaufenden Lösung größer, dann ist deren Konzentration gesunken, -im anderen Falle gestiegen. Dies kann aus verschiedenen Gründen selbst bei gleichmäßiger Einzügsinenge eintreten; z. B. infolge von Schaumbildung, die .leicht bei der hier einzuhaltenden hohen Dichte eintritt. Mittels einer Einrichtung, welche durch. die Veränderung der jeweils durch den Eindicker konzentrierten Lösungsmenge beeinflußt wird, z. B. einer solchen, wie sie später beschrieben ist, wird im ersteren Falle die Zuführung des Fällmittels erhöht und die Menge der dem Eindicker zugehenden Lösung verringert. Im letzteren Falle tritt der umgekehrte Vorgang ein.
  • Die Ausfällung der Substanz geht unter Innehaltung der vorstehend angegebenen Arbeitsform in ganz gleichmäßiger Weise vor sich. Es wird hierbei nur eine leichte Durchmischung des Gutes und der Flüssigkeit vorgenommen bzw. -diese weitergeführt, wobei die Ausscheidung der Substanz sehr schnell vor sich geht.
  • Die heiße Masse gelangt dann stetig in einen Kneter, in welchem die eigentliche Bildung des heißen Teiges erfolgt und wobei unter Durcharbeitung der Masse kleine Schwankungen in der Arbeit des Ausfällens ausgeglichen und unschädlich gemacht werden, sowie die Masse in einen homogenen Teig umgewandelt wird. Der Kneter bildet gleichzeitig eine Reserve zwischen dem Ausfäller und den Apparaten, Welche dem Kneter nachfolgen. Bei dem Kneten soll eine Abkühlung des Teiges möglichst vermieden werden. ' Die Umwandlung des heißen Teiges in ein loses, trockenes Produkt mittels Behandlung durch Luft wird ebenfalls in zwei aufeinanderfolgenden Vorgängen und mit verschiedenen Apparaten bewerkstelligt, um die Behandlung des-Teiges entsprechend der bei den Uinwandlungsvorgängen wechselnden Konsistenz der -lasse und dem wechselnden Widerstand, der beim Fördern der Masse eintritt, in den verschiedenen Stadien ihres Zerfallens und Trocknens vorzunehmen.
  • Der den Kneter verlassende Teig bildet eine beinahe in ununterbrochenen Strähnen sich ziehende feste Masse, die sich schwer in horizontaler Richtung durch ein rotierendes Transportmittel befördern läßt. In diesem Stadium soll die Austrocknung mit Luft nur eine langsam fortschreitende sein-, man läßt daher eine geringere Luftmenge auf das Gut einwirken, und es- empfiehlt sich, um eine ungleichmäßige Trocknung zu vermeiden', einen wärmen und, mit Wasser teilweise gesättigten Luftstrom zu benutzen.
  • Wenn bei dieser Behandlung ein Teil der Feuchtigkeit und der Wärme aus dem Teig entfernt ist, zerfällt dieser leicht in Klumpen von immer . kleiner werdender Größe- und schließlich in das feine, trockene Produkt. In dieser zweiten Periode wird ein stärkerer und kühlerer Luftstrom angewendet, denn in diesem Stadium soll die Entfernung der Feuchtigkeit und Wärme schnell geschehen: Zweckmäßig wird man im ersten Teil des Trockenvorganges den Teig auf horizontalen oder schrägen Flächen, gegebenenfalls unter zeitweisem Hindurchfallen des Teiges durch die Luft, vorwärts bewegen, wobei der Luftstrom hauptsächlich nur über die Oberfläche des Gutes streicht. Im zweiten Teil der Trocknung dagegen, bei dessen Beginn das Gut schon teilweise gelockert ist und in kleinere Klumpen. zerfällt, wird das Gut schneller befördert und kräftig gerührt, wobei die Luft gezwungen wird, energisch durch das Gut hindurchzuströmen. In diesem letzten Teil des Arbeitsvorganges wird das lose Gut trocken und abgekühlt gewonnen.
  • je nach dem losen Gut, das man zu erhalten wünscht, wird die Arbeit in diesen beiden Trocknungsvorgängen längere oder kürzere Zeit vorgenommen oder durch Einstellung der Luftmengen und der Lufttemperatur oder auch durch Einwirkung von kälterer Luft im ersten Teil der Trocknung und heißer Luft im letzten Teil derselben ein ganz trokkenes oder mehr oder weniger noch feuchtes, loses bzw. ein noch warmes Gut erzeugt.
  • Die Einwirkung von heißer Luft ist von besonderer Wichtigkeit für ein leichtes Sieben. Außerdem ist sie in 'Verbindung mit der darauffolgenden Einwirkung von feuchter Luft eine Bedingung für die gute Lagerfähigkeit des Gutes.
  • Zucker oder chemische Produkte, die nach diesem Ausfällungsverfahren hergestellt sind, lassen sich in kaltem Zustande meistens sehr schlecht sieben, selbst wenn sie nur eine sehr geringe Feuchtigkeit besitzen. Die Siebfläche wird rasch durch die feinen staubförmigen Kristalle verstopft. Ist das Produkt jedoch wärmer, besitzt es z. B. eine Temperatur von 4.o bis 6o°, scs läßt sich das trockene Gut mit den - gewöhnlichen Siclitern leicht sortieren, ohne daß ein Reinigen der Siebfläche dabei erforderlich ist.
  • Man kann die warme Luft, wie schon gesagt, während der letzten Periode des Trocknens selbst anwenden. Zweckmäßiger ist es aber, in dein Trockner kalte bzw. eine soweit erwärmte Luft anzuwenden, daß sir, mit Wasser untersättigt ist.' Hierbei gelangt das Gut trocken und etwas «-arm aus dein Apparat. Das Gut kann, falls notwendig, vor dem Sieben noch in einem besonderen Apparat mit heißer Luft weitererwärmt werden.
  • Wird jedoch das Gut in zu trockenem Zustande verpackt und eingelagert, besonders wenn es noch warm ist, so ballt es sich in den Säcken zusammen und verliert an seiner Verkaufsfähigkeit. Diese Erscheinung beruht auf einer starken Adhäsion der vollständig trockenen Kristalle, die auftritt, wenn nicht eine kleine Schicht von Luft und Feuchtigkeit die einzelnen Teile umhüllt.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren wird dieser Übelstand dadurch vermieden, daß dem gesiebten Gut unter Abkühlung eine Feuchtigkeit bis zu einer Höhe verliehen wird, «-elche seiner hygroskopischen Feuchtigkeit entspricht.
  • Nach dem Verfahren wird also das Gut zuerst wärmer und trockener hergestellt als für den Verkauf notwendig ist, gesiebt und dann abgekühlt und wieder feucht gemacht, (1. h., es wird dem fertigen Produkt ein Teil der Feuchtigkeit, die es bei seiner Herstellung besessen hat, wieder zugeführt. Diese letztere :1"rbeitsweise hat den doppelten Vorteil, daß sie eine bequemere wird und außerdem die Endfeuchtigkeit beliebig eingestellt werden kann, wie sie für die Lagerfähigkeit des Gutes am günstigsten ist.
  • Die Abkühlung und Befeuchtung des Zuckers kann durch einen mit Feuchtigkeit ,gesättigten kalten Luftstrom erfolgen. Es kann aber auch ein warmer, stark gesättigter Luftstrom benutzt «-erden, wobei die «-arme Luft und das betreffende Produkt in einem Bühl- und Befeuchtungsapparat der Wirkung einer Kühlfläche ausgesetzt wird. Als warme, gesättigte Luft kann die aus dem Trockner strömende feuchte Luft mit Vorteil wieder benutzt werden.
  • Soll bereits getrocknetes kühles Gut dem Verfahren unterworfen werden, so wird das Gut entweder vorgewärmt und dann mit der feuchten Luft unter Abkühlung behandelt oder aber die Erwärmung mit nachfolgender lsühlung vorgenommen, wobei gleichzeitig bei beiden Vorgängen die Behandlung mit warmer, feuchter Luft erfolgt.
  • Die Erwärmung des Gutes kann hierbei durch die Luft selbst geschehen, öder es werden in den hierfür erforderlichen Apparaten außer den Kühlflächen besondere Erwärrnungsflächen vorgesehen und außerdem ein Luftstrom einwirken gelassen, der die Zuführung der hygroskopischen Feuchtigkeit in (las Gut bewirkt. Zweckmäßig wird hierbei (las die Kühlflächen durchströmende Kühlmitte,1 niedriger gehalten als die Temperatur des sie unmittelbar bestreichenden Luftstromes.
  • Bei der Erwärmung kann das mehr oder weniger kalte Gut zuerst an einer geheizten Metallfläche angewärmt und dann einem Zug von ungesättigter Luft ausgesetzt werden, der die Verdunstung fördert, und zwar wird dieses zweiseitige Wirken von direkt übertragener Wärme und Luftzug abwechselnd und öfter wiederholt, wobei Temperatur, Sätcigungsgrad der Luft und deren Menge mit Vorteil gewechselt bzw. in den verschiedenen Teilen des Apparates verschieden geregelt wird.
  • In ähnlicher Weise wird beim Kühlen und Befeuchten verfahren. Die Metallfläche wird dann gekühlt und die durchstreichende Luft, anstatt ungesättigt, wird stark gesättigt genommen.
  • In den Zeichnungen sind einige Ausführungsformen von Apparaten dargestellt und im nachstehenden näher beschrieben, welche zur Durchführung der vorliegenden Verfahren Verwendung finden können.
  • In Fig. i ist ein Apparat dargestellt, der zur automatischen Regelung der konzentrierten-Flüssigkeit einerseits und anderseits des Fällmittels, das dieser zugesetzt wird, zu verwenden ist.
  • In dem Auslauf des Eindickers ist ein Gefäß a eingeschaltet, in welchem die Lösung durch eine Öffnung b, die in der Zeichnung am Boden des Gefäßes angebracht ist, eintritt.
  • An das Gefäß a schließt sich das Gefäß c an, das durch die untere Öffnung d mit ersterem in Verbindung steht. Das Gefäß c ist durch eine Wand e in zwei Abteilungen f und g geteilt, welche durch eine Öffnung h miteinander verbunden sind. Diese Öffnung besitzt eine besondere Form (Fig. i a), um zu erreichen, daß bei Veränderung der Safthöhe in dem Apparat eine gleiche Durchflußgeschwindigkeit der durch die Öffnung h abgehenden Flüssigkeit gewahrt bleibt. Die Berechnung des relativen Querschnitts der Öffnung ist durch die bekannten Gesetze für die Austrittsgeschwindigkeiten von Flüssigkeiten gegeben.
  • Die Abteilung g besitzt unten den Abfluß i für die Flüssigkeit und oben die Entlüftung h. Im Gefäß a befindet sich ein Schwimmer 1, der einerseits in bekannter Weise, z. B. durch den Zug zsa, ein Regulierventil in der Zuleitung der Lösung in den Eindicker beeinflußt, anderseits die Vorrichtung, durch welche die :Menge des losen Fällmaterials (Zucker oder ein anderes Material), das in die konzentrierte Lösung eingeführt wird, in geeigneter Weise reguliert, z. B. falls die nachstehend beschriebene Streuvorrichtung benutzt wird, dadurch, daß durch den Schwimmer der Antriebriemen auf konischen Scheiben verstellt wird oder dieser bei .Benutzung eines Elektromotors als Antrieb auf dessen Anlasser entsprechend einwirkt.
  • Die in das Gefäß a vom Eindicker eintretende Lösung steigt durch - Öffnung d in die Kammer f über und läuft bei Erreichung eines entsprechenden Flüssigkeitsstandes durch die öffnung h. nach Kammer g und von dieser ab.
  • Wie vorher gesagt, bleibt die Durchflußgeschwindigkeit der Lösung durch die Form der Üffnung lt auch bei verschiedener Safthöhe gewahrt.
  • Da der Dampfdruck im Verdampfer gleichbleibend gehalten ist, so wird in der Zeiteinheit eine bestimmte Menge des Lösungsmittels verdampft werden, und es wird sich, wenn man die Konzentration der einzudickenden« Lösung in gleicher Höhe hält, ein gewisses Verhältnis zwischen der in den Verdampfer ein- bzw. aus diesem auslaufenden Losung einstellen bzw. bei- Einstellung der Menge die Konzentration der eigentlichen Lösung sich verändern. ' Wird z. B.. die Menge- der ablaufenden Lösung größer und damit deren Konzentration 1.eringer, so steigt der Saftstand iin Gefäß a und damit der Schwimmer 1, der den Antrieb für die Fällmittelzufubr so verstellt, daß durch die Erhöhung- der Tourenzahl der Vorrichtung die :Menge des zur Lösung zugeführten Mittels sofort entsprechend dem Sinken der Konzentration der Lösung erhöht wird. Gleichzeitig wird aber durch den Schwimmer 1 die Zuleitung der' dünnen Lösung zum Eindicker mehr geschlossen, also weniger Lösung in diesen eingeführt und hierdurch die Konzentration der Endlösung wieder steigen und deren Menge sich verringern, wodurch der Saftstand und der Schwimmer wieder sinkt.
  • Zur gleichmäßigen Einführung des Fallmittels in den Ausfäller ic kann nachfolgende Einrichtung dienen (Fig. 2).
  • Unterhalb der mit Ausfalltrichtern ii. verselienen Kasten o befindet sich ein Trog p, in welchem Schneckengänge mit Rechts- und Linksgewinde r das Gut zu den verschiedenen .-\tisfallöffnungen s befördern, durch die es in den Ausfäller ir verteilt fällt. Zur Verstellung der Tourenzahl der @ Transportvorrichtung können in bekannter Weise an dessen Welle und der Antriebswelle konische Scheiben t angebracht sein. Der Antriebsriemen wird durch den Schwimmer auf den Scheiben t- verschoben, wodurch die Tourenzahl der Schnecken verändert und mehr oder weniger Gut in die Ausfäller gebracht wird An Stelle der konischen Riemenscheiben kann auch eine andere Tourenveränderung an der Welle der Schnecken r angeordnet sein.
  • Die :Mengen von Lösung und losem Gut, welches die Ausfällung der gelösten Substanz in dieser bewirkt, «-erden also mit Hilfe der vorstehend angegebenen Einrichtungen fortlaufend in kontinuierlichem Betrieb in solchen Mengen- . zusammengebracht, wie es für das Erhalten des gewünschten Endproduktes notwendig ist.
  • Der Ausfäller is wird derart konstruiert, daß eine gute Durchmischung der Lösung und des Einwurfsmaterials bei gleichzeitigem Weitertransport der Masse eintritt. Das Einwurfsmaterial wird zweckmäßig wenigstens in dem ersten Drittel des Apparates in die Lösung eingebracht (aufgestreut). Sollen außerdem bei der Herstellung des Produktes feste zersetzbare bzw. flüssige oder gasförmige Mittel angewandt .«-erden, um die Beschaffenheit, Farbe, Nährwert o. dgl. de:; Gutes zu beeinflussen, so werden diese durch besond.ereVorrichtimgen oder Leitungen, z. B. in ähnlicher Weise wie das lose, trockene Gut, in den Ausfäller eingebracht.
  • Bei dem stetigen Zusammenbringen von hochkonzentrierter Lösung und Ausfallmittel wird fortlaufend die Ausfällung der gelösten Substanz eintreten und bei dem Weitertransport sich, wie vorher angegeben, der heiße Teig bilden. der- nunmehr in einem Kneter durchmischt und durchgearbeitet wird.
  • Ein solcher Apparat ist in der Fig.3 und'. 3 a: abgebildet.
  • In einem zweckmäßig oben offenen Trog r, der an den Seiten durch die Böden 5 geschlossen ist, sind auf einer Welle z Knetelemente angeordnet, «-elche die Wandung des Troges i bestreichen. Jedes dieser Elemente besteht aus einem Stück Bandschnecke 3 mit geringer Steigung und von etwa ein Viertel Ganghöhe oder auch darunter, welche an ihren Enden an zwei radial gestellten Armen .I auf der Welle befestigt sind. Diese Arme sind als Flacheisen so gestaltet, daß sie den Teig in dem Kneter in einer zur Achse vertikal liegenden Ebene schneiden. Jedes dieser Eleinente-wird gegen den nächsten um 9o° versetzt, so daß der letzte Arm des einen Bandstückes in derselben vertikalen Ebene liegt, wie der erste Arm des folgenden, und beide um 9o° versetzt sind.
  • r Durch diese Anordnung wird eine gründliche Knetwirkung in einer horizontal vollarbeitenden Maische bei geringem Kraftaufwand erzielt, wobei ein Vorwärtstransport der Masse stattfindet, sobald in der Förderrichtung der Elemente das Gut durch eine ' öffnung aus dem Trog austreten kann. Hierzu ist -in dem Boden 5 eine Öffnung 6 vorgesehen, welche mit einem Schieber oder Deckel 7, an dem eine Verstellvorrichtung i angebracht ist, mehr oder weniger verschlossen werden kann, um die Menge des Teiges; die zeitlich aus dem Kneter zur weiteren Behandlung austreten soll, einzustellen-In dem Patent 221199 ist in Fig. 3 und 4 eine Vorrichtung zum Einmaischen des Zukkers in die Lösung und zur Umwandlung dieser Mischung in einen Teig abgebildet. Die hierbei benutzten, mit Kratzern versehenen Arme durchmischen das Gut und befördern es nach der Ausflußöffnung.
  • Bei dem vorher beschriebenen Kneter dagegen wird das Gut außerdem zusammengeknetet, nach vorn und rückwärts geschoben und hierbei umgewendet, so daß eine äußerst rasche und homogene Mischung erfolgt.
  • Der in Fig.4 und 4a dargestellte Apparat kann zur ersten Behandlung des Teiges mit der mehr oder weniger warmen Luft dienen.
  • In einem stehenden Gefäß 8 sind etagenweise horizontale Teller g angeordnet, welche abwechselnd Öffnungen am Rande des Gefäßes und in der Mitte desselben besitzen. Spiralförmig gebaute Rührflügel io bewegen das Gut auf den Tellern abwechselnd nach der Mitte und nach dem Rande des Gefäßes zu. Die spiralförmigen Flügel werden zweckmäßig schräg gestellt; sie zerdrücken die sich bildenden Teigklumpen während des Transportes auf den Blechen. Das Gut verläßt den Apparat durch die untere Öffnung ii.
  • Die zur Behandlung des Gutes dienende Luft wirkt zweckmäßig im Gegenstrom auf das Gut ein; sie wird unten durch Öffnung 12 eingeführt und oben bei 13 abgeleitet. Um zu verhindern, daß die Luft nach oben durch den Einfall des Gutes austritt, kann am Gefäß ein trichterförmiger Ansatz 14 angeordnet werden, in welchem auf der Welle für die Bewegungsflügel einzelne Flügel von schaufelförmiger Form 15 angeordnet sind', welche das in den Trichter einfallende Gut zusammendrücken. Hierdurch wird ein Abschluß des Gefäßes 8 nach oben hin erreicht.
  • Die weitere Zerteilung des Teiges geschieht in einem horizontal liegenden Zylinder 16 (Fig.5). Die Rühr- und Transporteinrichtung in dem Zylinder besteht aus zwei einfachen Elementen. Das eine ist ein Schiebeflügel 17, bestehend aus einer dreieckigen Fläche, die schräg gegen eine normal zur Achse vertikale Ebene liegt und ebenfalls schräg gegen eine vertikal in der Achse verlaufende Ebene ist. Die erste Schräge hat die Wirkung, daß das Gut nach vorn geschoben wird, während es durch die zweite Schräge in die Höhe gehoben wird, um zurückzufallen. Das zweite Element i8 hat die Form eines Löffels oder Schöpfers (stark gekrümmte Schaufel).
  • Diese Schaufel folgt dem vorherigen Schnekkenstück 17 um etwa go°, nimmt den Zucker, der am tiefsten Punkte des Troges liegt, und den aus dem Schiebeflügel herunterfallenden Zucker weiter in die Höhe und wirft ihn auf die entgegengesetzte Seite des Zylinders. ' Auf diese Weise ist der Zylinder gleichmäßig mit dem Gute beschickt; außerdem fällt das Gut dauernd von oben herunter in den ganzen Durchmesser des Troges, so däß die Luft eine vollständig gleichmäßige Wirkung auf das Gut auszuüben vermag. Je nachdem man diese Elemente, Schiebeflügel und scharf gekrümmte Schaufel, miteinander kombiniert, d. h. aufeinanderfolgen bzw. nacheinander wirken läßt, kann man eine verschiedene Wirkung erhalten, und es wird naturgemäß sein, in den verschiedenen Abteilungen. des Zylinders das Transport- und Schaufelelement so '@ zueinander anzuordnen, daß es dem jeweiligen Zustande des Gutes am besten entspricht. Dort wo der Teig noch wenig zerfallen ist, kann man außerdem noch mitrotierende Messearg anordnen, welche den Teig zerschneiden; die Messer werden so angebracht, daß sie direkt vor dem Schiebeflügel 17 zur Wirkung kommen (Fig. 5a).
  • In Fig.6 und 6a ist ein Anfeuchter mit äußerem, sich drehendem Zylinder 2o dargestellt; .an diesem Zylinder sind: Becher bzw. kurvenförmige Leisten 21 in gerader oder in Schraubenlinie angebracht, die das Gut in die Höhe heben, um. es sodann auf der ganzen Breite der Trommel in verteiltem Zustande herunterfallen zu lassen. Im Innern der Trommel 20 liegt ein feststehender Zylinder 22 mit Mantel 23; der Raum zwischen diesen ist durch Querwände 24 in verschiedene Kammern geteilt. Durch die mit Ventilen versehenen Rohre 25, 26, 27 wird ein Kühlmittel in die Räume des .Zylinders 22,23 in einstellbarer Menge eingeführt und durch 28, 29, 30 dasselbe abgeführt. In die durch die Querwände 24 gebildeten Kammern können weitere Ouerwände eingesetzt sein, um eine Zirkulation des Kühlmittels zu erhalten. An dem Zylinder 22 werden zweckmäßig Blechkränze 31 senkrecht zur Achse befestigt, so daß der Raum zwischen der äußeren Trommel und dem inneren Zylinder einigermaßen in Kammern oder Zonen geteilt ist. Die rotierende Trommel ist durch die feststehenden, an ihrem Umfange gedichteten Stirnwände 32, 33 seitlich abgeschlossen; darin ist 34 der Lufteingang und 35 der Luftausgang. Bei Anfeuchten und Kühlen des Gutes wird zweckmäßig die Luft im Gleichstrom zum Gute geführt. Durch Schlot 36 wird das Gut eingeführt, und am entgegengesetzten Ende verläßt es durch 37 den Apparat. Um ein Anhaften des Gutes an dem Zylinder 22 zu verhüten, können an dem rotierenden Zylinder Kratzer oder Bürsten 38 verteilt angeordnet werden, welche'die Wandung des Zylinders 22 bestreichen.
  • Wird der Apparat zum Kühlen und An-'@ feuchten des Produktes benutzt, so wird in den Doppelboden von 22 ein Kühlmittel eingeführt. In den Apparat wird feuchte, höchst gesättigte Luft eingeleitet; es ist sogar zweckmäßig, die Luft warm wegen ihres bei höherer Temperatur größeren Sättigungsvermögens einzubringen. Das durch Schlot 36 eingeführteGut fällt beimRotieren des Zylinders 2o dauernd auf den gekühlten Mantel des Zylinders 22, wird hierbei abgekühlt und rutscht an dieser Zylinderfläche nach unten bzw. wird von den Bürsten 38 heruntergeschoben. Während seines Falles wird es vom Luftstrom getroffen und da sich dieser an dem Gut und der Kühlfläche abkühlt, wird die Feuchtigkeit aus der Luft ausgeschieden; das Gut nimmt di-, Feuchtigkeit auf. Zweckmäßig wird man die Luft in den Apparat wärmer als das Gut eintreten und wärmer als dieses austreten lassen. Durch Einstellung der Luftmenge und deren Feuchtigkeitsgehalt einerseits und der Kühlung anderseits ist man in der Lage, die Menge der Feuchtigkeit, welche das Gut erhalten soll, zu regeln.
  • Es ist zweckmäßig, die nicht vom Gut berührten Teile der Kühlflächen zu isolieren, weil sonst die Feuchtigkeit an ihnen in Tropfen kondensiert wird, die dem Gut scbädlich sind. Die Feuchtigkeit der Luft kann durch die bekannten Mittel erhöht werden, wie durch Einspritzen von fein verteiltem Wasser oder durch Expandieren von Dampf usw., so daß die Luft in Nebenform eintritt.
  • In den Fig. 7, 7a und 7b ist ein Apparat schematisch dargestellt, bei dem dasselbe Prinzip wie bei Fig.6 Anwendung findet. Der innere Zylinder mit Doppelboden ist hier durch schräg liegende, feststehende, hohle Platten ersetzt, die in mehreren Reihen (nach der Zeichnung fünf Reihen) von je drei Platten 39, d0, 41 aufgestellt sind. Jede Reihe ist für sich durch die mit Ventilen versehenen Rohre q2, 43, q¢, 4.5, .46 mit der Zuführung für das Kühlmittel verbünden. Die Platten der einzelnen Reihen sind durch Rohre miteinander in Verbindung gesetzt. Das Kühlmittel wird durch das gemeinsame Rohr .47 abgeführt. Es kann auch für jede Reihe Platten je ein Abführungsrohr vorgesehen werden. Die rotierende Trommel mit Ein-und Ausfuhr für das zu behandelnde Gut, mit Luftein- und -ausgang und den an dem Mantel angebrachten Transportvorrichtungen ist dieselbe wie in Fig.6. Die Hebe- und Transportvorrichtungen sollen jedoch zweckmäßig so eingerichtet sein, daß mehr Gut über die Platte 39 geschüttet wird, weil der Weg des über diese Fläche und hierauf über die Platten 4.o, 41 herunterlaufenden Gutes ein längerer ist als derjenige für das Gut, das auf die Platte ¢i direkt auffällt, die im tieferen Teile der Trommel liegt. Dies ist durch die in Fig. 7 gezeichneten Becher 48 angedeutet, welche verschiedene Größen haben, und zwar ist derjenige Becher, welcher das Gut auf den oberen Teil der Platte 39 aufwirft,, größer als derjenige, welcher das Gut nur auf die Platte 41 aufbringt. Zwischen diesen sind Becher von abnehmender Größe angebracht. Die Platten einer Reihe sind denjenigen der nächsten Reihe gegenüber etwas versetzt, damit jede Reihe einen Widerstand und einigermaßen einen Verschluß gegen die Luftströmung bietet und ebenfalls, wie in der Ausführung nach Fig. 6, der Apparat in Luftkammern geteilt wird.
  • Bei den in den Fig. 6, 6a, 7, 7 a und 7b dargestellten Apparaten können als Kühlmittel Wasser oder Gase benutzt werden. Die Luft kann durch andere Gase. auch Abgase, ersetzt werden.

Claims (7)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung von losem, trockenem Zucker oder chemischen Produkten, bei welchem eine konzentrierte Lösung durch mehrere Arbeitsvorgänge in eine lose, trockene Substanz ohne Restablaujf umgewandelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der in stetigem Lauf fließenden heißen, konzentrierten Lösung das lose Gut fortlaufend in solchen entsprechend der Konzentration und Menge der Lösung geregelten Mengen, als zur Ausfällung der Substanz und Bildung eines heißen Teiges erforderlich ist, zugeführt wird, daß hierauf eine Durchmischung und Kneteng des entstandenen Teiges in an sich hekannter Weise erfolgt unter Vermeidung der Abltühlung des Teiges, und schließlich die Umwandlung des Teiges in das lose, trockene Produkt in zwei voneinander getrennten Perioden bewirkt wird, derart, daß in der ersten Periode nur die Behandlung des Teiges unter Einwirkung von «-armer und teilweise mit @#.Tasser gesättigter Luft ohne starke Durchmischung erfolgt und in der zweiten Periode das vorgetrocknete Gut unter stärkerer Bewegung und. Durchmischung und unter Durchführen von kühler Luft vorgenommen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i zur automatischen Regelung der für die Ausfällung der Substanz aus der Lösung erforderlichen Menge des Fällmittels, dadurch gekennzeichnet, daß in dem unter atmosphärischem oder höherem Druck arbeitenden Verdampfer der Druck des Heizdämpfes in bekannter Weise gehalten wird und hierbei durch die Menge der jeweils ablaufenden konzentrierten Lösung einerseits die Menge der in den Eindicker eintretenden Lösung, anderseits die Menge der losen Substanz, «-elche die Ausfällung bewirkt, derart eingestellt wird, daß bei steigender Ablaufmenge der Eintritt der einzudampfenden Lösung verringert, der Einwurf aber erhöht wird, und! bei Verringerung der konzentrierten Lösung die entgegengesetzte Einstellung erfolgt.
  3. 3. Abätrderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekerrnzeichrnet, daß der Trockenvorgang nach der Behandlung mit warmer Luft unterbrochen, (las Gut gesiebt und so(lann mittels kalter Luft nachbehandelt wird.
  4. Verfahren nach den Ansprüchen a und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das getrocknete, noch warme oder das vorgewärmte Gut nach dem Sieben zwecks Einführung der hygroskopischen Feuchtigkeit mit feuchter Luft behandelt wird, wobei die Kondensation der Feuchtigkeit der Luft durch vorn Gute berübrte Kühlflächen erfolgen kann.
  5. Apparat zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, (aß in einem in dem Ablauf des Eindickers eingeschalteten Gefäß eine die Abflußgeschwindigkeit regelnde Ablauföffnung (lt) vorgesehen ist und, durch einen im Gefäß angeordneten Schwimmer (1) j e nach der Ablaufmenge der Lösung einerseits die Zuführung der einzudickenden Lösung in den Verdampfer, anderseits die Menge des losen Fällmaterials durch Beeinflussung der Zuführungsvorrichtung für dieses, wie Schneckengänge (r) o. dgl., geregelt wird (Fig. i und a).
  6. 6. Ein Kneter zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Trog auf einer Welle Knetelemente befestigt sind, die aus mit geringer Steigung und kurzer Ganghöhe bestehenden Schneckenteilen und radial gestellten Armen bestehen, wobei jedes Element um etwa 9o° gegeneinander versetzt angeordnet ist, zum Zwecke, die Masse während ihrer Fortbewegung zu durchmischen und gleichzeitig vollständig zu durchkneteIl (1.'1g.3).
  7. 7. Einrichtung zum Fertigtrocknen der vorbehandelten Masse mittels Luft, dadurch gekennzeichnet, daß zur Befördertutr des Gutes in einem Gefäß abwechselnd Rühr- und Transportelemente in an sich bekannter Weise benutzt werden, von denen das eine aus Schiebeflügeln besteht, deren Fläche einerseits schräg gegen eine normal zur Achse vertikale Ebene und anderseits schräg gegen eine vertikal in der Achse verlaufende Ebene liegt, das andere eine in der vertikalen Ebene gebogene Fläche (stark gekrümmter Schaufel) bildet (Fig. 5). B. Vorrichtung zumKühlen undBefeuchten des Gutes nach den Ansprüchen 3 und., dadurch gekennzeichnet; daß in einer rotierenden Trommel, welche in bekannter Weise mit Hebevorrichtungen für das Gut und mit Zu- und Abführungen für die Luft oder ein Gas und das Gut versehen ist, ein doppelmanteliger, stillstehender Zylinder angeordnet ist, dessen Doppelmantel in Unterabteilungen geteilt ist, denen ein Kühlmittel getrennt zugeführt wird, wobei zum Reinhalten der Zylinderfläche an der Trommel mitrotierende Schaber oder Bürsten vorgesehen sein können (Fig.6). g. Apparat nach den Ansprüchen 3 und d., dadurch gekennzeichnet, daß in der rotierenden Trommel feststehende, schräg liegende hohle Kühlplatten angeordnet sind, die in einzelnen Reihen und gegeneinander versetzt sind, wobei die an der rotierenden Trommel angebrachten Hebevorrichtungen für das Gut zweckmäßig derart ausgebildet sind, daß auf die obenliegenden Platten die größte, auf der untersten die kleinste Menge von Gut auf--eworfen wird (Fig: 7).
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