DE387436C - Verfahren und Vorrichtung zum Klengen von Nadelholzsamen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Klengen von Nadelholzsamen

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DE387436C
DE387436C DEM73533D DEM0073533D DE387436C DE 387436 C DE387436 C DE 387436C DE M73533 D DEM73533 D DE M73533D DE M0073533 D DEM0073533 D DE M0073533D DE 387436 C DE387436 C DE 387436C
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seeds
cones
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heat
softwood
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Expired
Application number
DEM73533D
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English (en)
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KUNO VON PENTZ
Moeller & Pfeifer
Original Assignee
KUNO VON PENTZ
Moeller & Pfeifer
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B17/00Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement
    • F26B17/001Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement the material moving down superimposed floors
    • F26B17/002Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement the material moving down superimposed floors with floors which may rotate and turn over as a whole or in part, e.g. around a horizontal axis

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Klengen von Nadelholzsamen. Eingehende forstliche Untersuchungen haben ergeben, daß beim Klengen von Nadelholzsanien die Zapfen, besonders anfangs in baumfeuchtem Zustande, vorsichtigste Behandlung hinsichtlich der Höhe der Wärmegrade erfordern, weil der Samen in diesem Zustande schon durch geringe Überhitze wesentliche Einbuße an Keimkraft erleidet, während gegen Ende des Klengvorganges cline Schaden auch höhere Wärmegrade zur Anwendung kommen können. Diesem Umstand ist bei den üblichen Verfahren zur künstlichen Klengung nicht oder nur ungenügend Rechnung getragen.
  • Die nach Art der Malzdarren früher gebauten Bodendarren ergaben außer gesundheitschädlicher, schwerer Arbeit in den heißen Darräumen sehr ungleichmäßige Darrung wegen mangelhafter Luftführung; sie können daher den heutigen Ansprüchen nicht genügen. Auch die später aufgekommenen Alllagen finit größerer Zahl 1?inzelhorden im geineinsamen Darraum über und nebeneinander erfordern beträchtlichen Zeitaufwand für das Füllen und Entleeren und damit Verluste an Wärme und nutzbarer Klengzeit bei schwieriger und gesundheitschädlicher Bedienung. Vberdies bleiben die bereits freigelegten Samen unnötig der weiteren Wärmeeinwirkung ausgesetzt.
  • Die bekannte kleine Troninieldarre will diesen Nachteil durch Anordnung einer großen Anzahl Trommeln in einem gemeinsamen Raum über- und nebeneinander vermeiden. Beträchtliche Zeitverluste bei der Füllung und 1-ntleerung nebst anstrengender und ungesunder Bedienung müssen indessen auch bei diesen Anlagen in Kauf genommen werden.
  • Allen diesen Anlagen haftet der grundsätzliche Mangel an, daß die stärkste Hitze an die "Zapfen gelangt, während diese noch ihre volle Feuchtigkeit haben, und infolgedessen eine geringe, über das zulässige Maß hinausgehende Wärmesteigerung die Keimkraft beeinträchtigt oder vernichtet.
  • Nach dem neuen Verfahren soll der Darrgang in drei oder mehr Stufen zerlegt werden. Die frischen Zapfen werden zunächst einer Vordarre oder Anklenge zugeführt, auf der sie während eines vollen Klengabschnittes durch die von den unteren Darren aufsteigende, noch darrfähige Abwärme vorgedarrt werden. Das Auftreten übermäßiger Wärmegrade ist in diesem Abschnitt verhindert, weil die Trockenluft, bevor sie zu dieser Anklenge Zutritt erhält, andere Abteilungen wärmeabgebend durchstreichen muß. Damit wird auch eine Gefährdung des Samens in diesem Abschnitt vermieden.
  • Nach Ablauf der festgelegten Klengzeit werden die "Zapfen aus der Vordarre durch Umklappen jalousieartig eingerichteter Siebhorden einer darunterliegenden Mitteldarre Wider bei weitergehender -Unterteilung nacheinander den folgenden Mitteldarren zugeführt, wodurch zunächst eine wirksame Umschichtung der Zapfen und daher gleichmäßig fortschreitende Darrung erzielt wird. Auf diesen Mittelrlarren verbleiben die Zapfen wiederum während eines oder mehreren Klengabschnitten und werden in diesem Zeitraum von stärker erwärmter oder weniger abgekühlter Darrluft durchstrichen, wobei sie ihre Feuchtigkeit bis auf wenige Beträge abgeben und in diesem Abschnitt schon ein weitgehendes Aufplatzen der Zapfen und Freilegen des Samens erfolgt.
  • Schließlich werden die Zapfen voll der Mitteldarre in die von Hand oder mechanisch bewegten Siebtrommeln abgeführt; dabei fallen die freigelegten Samen sogleich in Ableitungstrichter und werden der Wärmewirkung entzogen, während die Zapfen nochmals einen vollen Klengabschnitt hindurch der festgesetzten zulässigen Höchstwärme ausgesetzt werden.
  • Hierdurch fallen auch die letzten, wirtschaftlich noch gewinnbaren Samen während des Trommelumlaufes aus und werden somit ebenfalls der Einwirkung dieser hohen Wärmegrade entzogen.
  • Die beschriebene Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel im Längsschnitt und Querschnitt schematisch veranschaulicht.
  • Die frischen Zapfen gelangen aus dein Meßkasten a auf die obere Anklenge h, wo sie von der abziehenden, bereits heruntergekühlteii Abluft durchstrichen werden. Bei folgendem Füllungswechsel fallen die Zapfen, welche die Baumfeuchtigkeit nunmehr verloren haben, durch Umlegen der jalousieartigen Gitterhorden auf die nachfolgende Mittelklenge c, wobei sie durchgreifend geschichtet werden. Hier werden die Zapfen von dem den Trommeln oder den nachfolgenden Stufen aufströinenden höher erwärmten Luftstrom durchstrichen. Beim nächsten Füllungswechsel laufen die Zapfen beim Umlegen der Horden wiederum selbsttätig den weiteren Klengstufen zu oder fallen durch eine Füllöffnung d in die Gittertrommel e, in welcher sie nunmehr der Höchstwärme ausgesetzt und-gleichzeitig durch Drehen der Trommel ausgiebig bewegt werden. Hierdurch erfolgt die vollständige Trennung der Samen in den aufgeklengten Zapfen, und die Samen werden sofort über die Gitterroste f abgeleitet, um unter dem Auslauf g in Säcken aufgefangen zu werden. Nach voller Abklengung werden dann die Zapfen nach dem Öffnen der Trominel und des Schiebers h über die Auslaufrutsche i abgelassen, `vorauf die Neufüllung der Trommel von der Gitterhorde c, Umschüttung der Zapfen von b nach c und Beschickung der oberen Anklenge b aus dem Meßkasten a erfolgt. Die Stufenzahl kann durch Einschaltung weiterer Klenghorden unter c noch gesteigert werden. Durch das Umschichten der Zapfen beim Übergang von einer Horde zur darunterfolgenden wird ein gleichmäßiger Klengfortsehritt aller Zapfen gesichert, während bei ruhiger Lage die unteren Schichten gegen die oberen mehr Wärme erhalten und ohne Umschichtung vorauseilen würden. Es wird daher keine Verlängerung der Klengdauer mit Rücksicht auf verspätete Zapfen erforderlich, wie dies bisher unvermeidlich war.
  • Die Klengluft kann durch natürlichen Auftrieb oder künstliche Lüftung bewegt -,verden. Die frische Luft tritt durch regelbare öffnungen k unter die Heizung, an deren Heizfläche L sie sich erwärmt, um sodann durch die überdeckten Öffnungen nz zum Trommelraum zu gelangen, in dem eine gleichmäßige, genau einstellbare Wärme gehalten wird. Durch die Gittertrommel tritt die Luft weiterhin nacheinander unter die verschiedenen Gitterhorden, hierbei jeweils die Zapfenfüllung durchstreichend und einen Teil ihrer Wärme abgebend, so daß bis zur obersten Vorstufe der Wärmegrad so weit herabgesetzt ist, daß eine Schädigung der Samen nicht eintreten kann. Selbst fahrlässige Wärmeüberschreitungen im Trommelraum, welche bei bisherigen Verfahren die Keimkraft beeinträchtigten oder vernichteten, sind auf diese Weise unschädlich gemacht, zumal in den Trommeln selbst nur noch der letzte Teil der Samen geklengt-werden, während die schon vorher freigelegte Hauptmenge ohne Aufenthalt abgeführt wird. Der Abzug der Luft erfolgt durch verteilte, mehr oder minder weit geöffnete Abzüge o, wodurch der Luftstrom über die ganze Hordenfläche gleichmäßig verteilt wird.
  • Das neu; Klengverfahren setzt die Klengdauer auf einen Bruchteil der früher benötigten Zeit herab, da die Zapfen, der Anzahl' der Klengstufen entsprechend, während der Brei-oder mehrfachen Zeit der Wärmeein-,virkung unterliegen. Die Bedienung ist auf das geringste Maß beschränkt; die Zapfen laufen durch alle Stufen selbsttätig, und nur die leichte Handhabung der Stellvorrichtungen für die Gitterhorden und die Trommel beim Füllungswechsel ist erforderlich. Dadurch «-ird die Zeitdauer des Füllungswechsels gegenüber früheren Anlagen erheblich verkürzt und eine Auskühlung der Klengräume vollständig vermieden. Hierdurclt._sow ie durch die volle Ausnutzung der Wärme der abziehenden Klengluft wird überdies eine große Ersparnis an Heizstoff erzielt.
  • Das beschriebene Klengverfahren verbindet somit die von der Forstwirtschaft angestrebte höchste Samengüte mit einer erhöhten Wirtschaftlichkeit durch niedrige Betriebsaufwendungen und beseitigt gleichzeitig das gesundheitschädliche Arbeiten in heißen Klengräumen durch bequeme Handhabung äußerer Stellglieder.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Klengen von Nadelholzsamen, dadurch gekennzeichnet, daß die frischen Zapfen in mehreren Stufen auf umlegbaren unterteilten Horden (b, c) bei milder Abfuft vorgedarrt und sodann in der drehbaren Trommel (e) höheren Wärmegraden ausgesetzt werden, wodurch die freigelegten Samen fertig geklengt uns von den Zapfen getrennt und sodann beide gesondert abgeführt werden. a. Klengvorrichtung zum Verfahren nach Anspruch r, gekennzeichnet durch die Vereinigung von zwei oder mehreren übereinander angeordneten klappbaren Gitterhorden (b, c) mit einer Gittertrommel (e), durch welche die Warmluft im Gegenstrom von unten nach oben geführt wird.
DEM73533D Verfahren und Vorrichtung zum Klengen von Nadelholzsamen Expired DE387436C (de)

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