DE483392C - Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von salzausscheidenden Laugen mittels Luft - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von salzausscheidenden Laugen mittels Luft

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DE483392C
DE483392C DEM88100D DEM0088100D DE483392C DE 483392 C DE483392 C DE 483392C DE M88100 D DEM88100 D DE M88100D DE M0088100 D DEM0088100 D DE M0088100D DE 483392 C DE483392 C DE 483392C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen von salzausscheidenden Laugen mittels Luft Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, um salzausscheidende Laugen durch einen Luftstrom, der durch natürlichen Zug oder durch einen Ventilator oder durch beides zusammen hervorgerufen wird, in der Weise zu kühlen, daß die zu kühlende Flüssigkeit mit ein und demselben Luftstrome mehrfach in Berührung gebracht wird, und zwar so, daß die heißeste Flüssigkeit mit der bereits am «-eitesten erwärmten- Luft in Berührung kommt, daß die bereits etwas abgekühlte Flüssigkeit mit der etwas kühleren Luft und claß schließlich die am weitesten abgekühlte Flüssigkeit mit der Luft, die noch am kältesten ist, in Berührung gebracht wird.
  • Solche Kühlvorrichtungen sind für Wasser bereits bekannt. Bei diesen bekannten Vorrichtungen durchströmt die Luft: einen wagerechten -Kanal, in .dem die einzelnen Kühlstufen in der Weise betrieben werden, daß (las zu kühlende Wasser aus dem Auffangbehälter der einen Kühlstufe durch eine Kreiselpumpe in den Aufgebebehälter der folgenden Kühlstufe gefördert wird. Diese Ausführung ist für die Abkühlung salzausscheidender Lau-(Teil unbrauchbar, weil es unzulässig ist, die Salzausscheidungen in den Auffangbehältern der--einzelnen Kühlstufen zurückzulassen, ebenso unzulässig aber auch, sie durch die Kreiselpumpen herauszufördern. -;ach vorliegender Erfindung wird die zu kühlende salzabscheidende Lauge durch je einen Mischluftheber aus dem Auffangbehälter der einen Kühlstufe dein Aufgebebehälter der folgenden Kühlstufe zugeführt. Hierbei kann durch den Mischluftheber das in der einen Kühlstufe schon ausgeschiedene Salz mit in die folgende Kühlstufe gefördert werden, ohne daß Verstopfungen, oder unzulässiger Verschleiß der Einrichtung zu befürchten ist. Da zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Kühlstufen immer dieselbe Förderhöhe zu überwinden ist, kann bei Anwendung beliebig vieler Kühlstufen ein einziger Kompressor für die Versorgung aller Mischluftheber benutzt werden, ohne daß es nötig ist, den Mischluftheber an einzelnen Stellen zu drosseln. Wenn schon im allgemeinen die Förderung durch Mischluftlieber mehr Energie erfordert wie die unmittelbare Förderung durch Pumpen, so bietet die Anwendung der Mischluftheber bei solcher Kühleinrichtung besondere Vorteile, die den achteil des höheren Energiebedarfes vermindern. Die eingeblasene Luft sättigt sich an der heißen Flüssigkeit mit Wasserdampf. Dadurch wird einerseits die-Abkühlung der Flüssigkeit unterstützt, anderseits wird das Volumen der Mischluft wesentlich vergrößert, so daß im Kompressor nur ein Teil des in den Mischgashebern wirkenden Gases verdichtet werden braucht.
  • Die Zeichnung stellt die Vorrichtung in Abb. r im Längsschnitte, in Abb. 2 in der Draufsicht dar. Die zu kühlende Flüssigkeit wird durch die Rinne a zugeführt und verteilt sich von dieser in die Rinnen b, aus denen-,sie nach unten durch Röhrchen in, an sich bekannter Weise austritt, um auf Spritzteller c zu treffen, auf denen sie fein zerstäubt. Die Flüssigkeitströpfchen fallen quer durch den Luftstrom, der durch den Ventilator d hervorgerufen wird, herunter, werden dabei gekühlt und sammeln sich gegebenenfalls zusammen mit dem Salz, welches sich beider Abkühlung ausscheidet, im Behälter e, in welchem das Salz im untersten Teile sich sammelt. Dies Gemisch von Salz und Flüssigkeit wird durch den Mischluftheber f, dem die Druckluft aus dem Sammelrohr g durch das Zweigrohr h zugeführt wird, gehoben und der Rinne i zugeführt. Aus der Rinne i gelangt das Gemisch von Salz und Flüssigkeit in die Zweigrinnen h, aus denen es in gleicher Weise austritt wie aus den Rinnen b. Auf Spritztellern wird wieder eine Verteilung der Flüssigkeit erreicht, worauf die Flüssigkeit wiederum quer zum Luftstrome, der an dieser Stelle noch kälter ist als unterhalb der Rinnen b, herabfällt, um vom Behälter in gesammelt zu werden. Aus diesem Behälter fördert der Mischluftheber iz, dem die Luft durch die Zweigleitung o zugeführt wird, das Gemisch von Salz und Flüssigkeit in die Rinne p. Von dieser Rinne aus verteilt sich die Flüssigkeit in :die Querrinnen g, um wiederum über Spritzteller quer zum Luftstrome, der an dieser Stelle wiederum kälter ist als oberhalb des Flüssigkeitsfanges in, niederzufallen. Der Flüssigkeitsfang Y fängt die Fl'üssig'keit auf. Aus ihm wird das Gemisch von Flüssigkeit und Salz durch den Mischluftheber s, dem die Druckluft durch die Zweigleitung t zugeführt wird, gehoben und abgeführt.
  • Die vom Ventilator d geförderte Kühlluft erwärmt sich oberhalb der Flüssigkeitsfänge r, in und e stufenweise immer höher und zieht schließlich durch den Schlot i( nach oben ab. Dabei bringt dieser Schlot iz noch eine Saugwirkung hervor, welche die Wirkung des Ventilators unterstützt.
  • Bei der in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung wird die zu kühlende Flüssigkeit in drei Stufen abgekühlt. Die Zahl dieser Stufen kann, wenn es erwünscht ist, beliebig erhöht werden. Je mehr Stufen man anwendet, um so vollkommener ist die Kühlung.
  • Man hat es ohne weiteres in der Hand, mittels des Mischlufthebers f eine größere Flüssigkeitsmenge zu fördern, als durch die Rinne a zufließt. Dadurch gelangt die zu viel geförderte Flüssigkeit durch die überlaufrinne v aus der Rinne i zur Rinne a zurück und strömt infolgedessen nochmals durch die Verteilungsrinne b dem Flüssigkeitsf:ange e zu. Das entsprechende gilt für die Förderung des Mischlufthebers iz. Wird durch ihn zu viel Flüssigkeit gefördert, so kann sie aus der Rinne p durch die Überlaufrinne zu zur Rinne i zurückgelangen. Durch das kleine Überfallwehr x und das etwas höhere Überfallwehr y ist die Möglichkeit vorgesehen, daß, falls in den Flüssigkeitsfang in zeitweilig mehr Flüssigkeit hineingelangt, als der Mischluftheber n fordert, ein Rückfluß von einem Teil der Flüssigkeit über das Überfallwehr x nach dem Flüssigkeitsfange e stattfinden kann. Ebenso kann aus dem Flüssigkeitsfange r nötigenfalls ein Teil der Flüssigkeit zum Flüssigkeitsfange in zu- rückgelangen.
  • Der Flüssigkeitsfang r kann mit einer Überlaufrinne versehen sein, so daß der Mischluftheber s nur einen Bruchteil der Flässigkeit, soweit es nötig ist, um das abgeschiedene Salz hinauszuschaffen, zu fördern braucht, um dies Gemisch von Flüssigkeit und Salz der abfließenden Flüssigkeit beizumischen. Dadurch kann man leicht erreichen, daß alle Flüssigkeitsbehälter r, in und e stets mit Flüssigkeit gefüllt bleiben, was unter Umständen wichtig ist, um das Antrocknen von Salzablagerungen zu verhindern.
  • Schließlich kann man die Einrichtung leicht so treffen, daß der Luftzufluß durch die Leitungen h, o und t selbsttätig in Abhängigkeit vom Flüssigkeitsspiegel der Flüssigkeitsfänge geregelt wird, indem ein Schwimmer z, der in der Zeichnung nur für die Leitung h dargestellt ist, in gleicher Weise aber auch bei den Leitungen o und t vorgesehen sein kann, auf Regelorgane in den Luftleitungen einwirkt, damit nur so viel Luft zu den Mischlufthebern strömt, wie nötig ist, um gerade eine Flüssigkeitsmenge hinaufzuschaffen, die der frisch hinzukommenden Flüssigkeitsmenge entspricht. Damit sich kein Salz auf den Schwimmern ablagert, kann man ihnen eine spitze Gestalt geben, wie die Zeichnung dies zeigt.
  • An Stelle der Verteilungsrinnen a, i und p mit ihren Zweigrinnen b, k und q kann man die ganze Decke des Luftkanales durch einen großen Flüssigkeitstrog bilden, der durch Trennwände derart unterteilt ist, daß sich die Flüssigkeitsmengen, die den einzelnen Flüssigkeitsfängen e, in und r zugeführt werden sollen, sich nicht ohne weiteres vermischen können. An Stelle der Überlaufrinnen v und w treten dann einfache Überfälle dieser Trennwände.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum stufenweisen Kühlen von salzausscheidenden Laugen mittels Luft, die einen Kanal wagerecht durchströmt, in dem die Lauge hintereinander in mehreren Kühlstufen so herabregnet, daß die Luft mit der heißesten Flüssigkeit zuletzt und mit der in den vorangehenden Kühlstufen bereits abgekühlten Lauge zuerst in Berührung kommt, dadurch gekennzeichnet, daß die Lauge durch Misch-Itiftheber aus dem Auffangbehälter der einen Kühlstufe in den Aufgebebehälter der folgenden Kühlstufe gehoben wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Mischlufthebern zuviel geförderte Lauge durch einen Überlauf aus dem Aufgebebehälter der folgenden Kühlstufe in den Aufgebe-Z" derselben Kühlstufe zurückfließt, aus deren Auffangbehälter der Mischluftlieber sie entnommen hat.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch z und a, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitsfänge der einzelnen Kühlstufen so angeordnet sind, daß sie erforderlichenfalls zum Flüssigkeitsfang der vorhergehenden Stufe überfließen können.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitsfang der letzten Stufe mit einem Oberlauf versehen ist, durch den der Hauptteil der Flüssigkeit abströmt, während ein kleiner Teil der Flüssigkeit zusammen mit dein sich an tiefster Stele sammelnden Salz von einem Mischluftheber der Ablaufrinne der Flüssigkeit zugeführt wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen Schwimmer und ein Regelorgan, welche die Fördermenge der Mischluftheber in Abhängigkeit von der Lage des Flüssigkeitsspiegels des betreffenden Flüssigkeitsfanges regeln.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Decke des Luftkanales, den die zu kühlende Flüssigkeit fein verteilt durchfällt, durch einen in einzelne Abteilungen unterteilten Trog gebildet wird, aus dem die Flüssigkeit in an sich bekannter Weise durch eine große Zahl von Auslauföffnungen auf Spritzteller niedei-strömt.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3326779A (en) * 1963-02-05 1967-06-20 Pactide Corp Liquid transfer between drops of relatively different radius of curvature
US4038129A (en) * 1975-07-09 1977-07-26 Wreszinski Rolf W Method and apparatus for concentrating liquids

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3326779A (en) * 1963-02-05 1967-06-20 Pactide Corp Liquid transfer between drops of relatively different radius of curvature
US4038129A (en) * 1975-07-09 1977-07-26 Wreszinski Rolf W Method and apparatus for concentrating liquids

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