DEP0035667DA - Verfahren zur Imprägnierung von in der Erde stehenden Hölzern, unter Verwendung von wasserlöslichen Imprägnierungssalzen und Bandagen. - Google Patents
Verfahren zur Imprägnierung von in der Erde stehenden Hölzern, unter Verwendung von wasserlöslichen Imprägnierungssalzen und Bandagen.Info
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Description
Es ist bekannt, unter Verwendung von wasserlöslichen Imprägnierungssalzen vorzugsweise zur Nachimprägnierung von in der Erde stehenden Hölzern, in erster Linie zur Nachimprägnierung von hölzernen Masten, Bandagen zu verwenden. Diese Bandagen werden in der Erd-Luftzone, also dort, wo die Masten der Gefahr einer Fäulnis besonders stark ausgesetzt sind, bisher in der Weise angebracht, dass der aufgegrabene freigelegte Mast mit dem Imprägniermittelanstrich auf eine Länge versehen wird, der etwa 30 cm unter der Bodengleiche liegt. Dieser Imprägniermittelanstrich wird dann mit einer wasserdichten Bandage umgeben. Das aufgegrabene Erdreich wird anschliessend wieder eingeebnet. Als Imprägniermittelanstrich verwendet man eine mit Wasser oder Öl versetzte streichfähige Paste, in welcher die wasserlöslichen Imprägnierungssalze sich mehr oder weniger in einem halb gelösten Zustand befinden.
Die Imprägniermittelsalze enthalten Bestandteile, die auch für das Weidevieh eine gesundheitsschädliche Wirkung haben. Obwohl nun dieser Imprägniermittelanstrich bei den bekannten Bandagen mit einer besonderen Umhüllung versehen ist, lehrt die Erfahrung, dass das Weidevieh den Imprägniermittelanstrich gerne ableckt. Das Weidevieh zerstört hierbei die Umhüllungsbandage.
Durch die Zerstörung der Umhüllungsbandage oberhalb der Bodengleiche und durch die wenigstens teilweise Entfernung des Imprägniermittelanstriches oberhalb der Bodengleiche kann die durch die Bandage angestrebte Nachimprägnierung der in der Erde stehenden Hölzer nicht eintreten.
Der Zweck der Erfindung besteht darin, eine Imprägnierbandage unter Verwendung von wasserlöslichen Imprägnierungssalzen für in der Erde stehende Hölzer zu schaffen, die eine volle Ausnutzung der angestrebten Imprägnierwirkung gestattet und bei welcher insbesondere für das Weidevieh kein Anreiz besteht, die Imprägnierungsanordnung oberhalb der Bodengleiche zu beschädigen oder zu zerstören. Demzufolge besteht die Erfindung in erster Linie darin, dass der von der Bandage zu überdeckende Imprägniermittelanstrich nur bis zur Bodengleiche aufgetragen ist, und dass oberhalb der Bodengleiche nur eine wasserdichte Umhüllung erfolgt. Sind die Imprägniermittel nur unterhalb der Bodengleiche an dem zu schützenden Mast vorgesehen, so ist die Gefahr ausgeschaltet, dass das Weidevieh diesen Imprägniermittelanstrich angreift. Würde nun der Imprägniermittelanstrich ausschliesslich unterhalb der Bodengleiche vorgesehen werden, bleibt der Mastteil oberhalb der Bodengleiche ohne Schutz, d.h. der mit der Imprägnierung angestrebte Erfolg wird nicht erreicht, denn die Fäulniszone reicht bis etwa 30 cm über die Bodengleiche. Die Anbringung eines Imprägniermittelanstriches ausschliesslich unterhalb der Bodengleiche ohne einen Schutz oberhalb der Bodengleiche gibt vielmehr für die Erhaltung der Lebensdauer des zu schützenden Mastes schlechtere Voraussetzungen, als wenn überhaupt kein Schutz des Holzes in der Erd-Luftzone stattfindet. Die gemäss der Erfindung angestellten Versuche haben jedoch ergeben, dass es bei Anbringung des Imprägniermittelanstriches ausschliesslich unterhalb der Bodengleiche und der gleichzeitigen Anbringung lediglich einer wasserdichten Umhüllung oberhalb der Bodengleiche erreicht wird, dass die Imprägnierungsmittel nicht nur radial in das Holz innerhalb der Bandage eindringen, sondern sich auch longitudinal unterhalb derselben bis zum Fussende und oberhalb bis über die wasserdichte Umhüllung der Bodengleiche auswirken.
Die wasserdichte Umhüllung oberhalb der Bodengleiche kann in einfachster Weise aus einem wasserdichten Anstrich vorzugsweise aus einem gut deckenden Teer- oder Bitumenanstrich bestehen.
Als zweckmässig hat es sich erwiesen, die wasserdichte Umhüllung oberhalb der Bodengleiche z.B. mit Teer- ode Bitumenanstrich auf einer Länge von etwa 40 cm vorzusehen. Eine derartige wasserdichte Umhüllung reicht vollständig aus, um das vorzeitige Abdampfen der von der Bodenzone des Mastes aufsteigenden Feuchtigkeit zu verhindern. Es empfiehlt sich, dass die den Imprägniermittelanstrich überdeckende Bandage um ein geringes Mass, etwa 5 cm, über die Bodengleiche hinausragt, und dass auch dieser Teil der Bandage mit einem wasserdichten Anstrich versehen ist. Hierdurch wird die Fuge zwischen dem wasserdichten Anstrich und dem Imprägniermittelanstrich so überdeckt, dass keine Holzfeuchtigkeit abdampfen kann.
Die eigentliche Imprägniermittelbandage unterhalb der Bodengleiche kann in verschiedenster Weise ausgestaltet sein. Am einfachsten und zweckmässigsten empfiehlt sich die Verwendung einer an sich bekannten Wickelbandage. Dadurch, dass die wasserdichte Umhüllung oberhalb der Bodengleiche aus einem wasserdichten Anstrich bestehen kann, wird an dem sonst erforderlichen Bandagenmaterial gespart, ohne dass die Wirkung der Imprägnierbandage nachteilig beeinflusst wird.
Auf der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel eine Bandage an einem Holzmast in Längsrichtung dargestellt. Der Holzmast 1 steht mit seinem Fuss in dem Erdreich3 und das Erdreich wird in einer Länge von etwa 60 cm um den Mast herum ausgegraben, so dass eine Vertiefung 4 entsteht. Unterhalb der Bodengleiche 5 erfolgt ein Imprägniermittelanstrich unter Verwendung von wasserlöslichen Imprägnierungssalzen, etwa in einer Länge von 50 cm, so dass dieser Imprägniermittelanstrich bis zur Bodengleiche reicht. Dieser Imprägniermittelanstrich wird von einer wasserdichten Wickelbandage 6, z.B. einem Dachpappenstreifen überdeckt. Die Wicklung dieser Bandage erfolgt so, dass die Bandage noch etwa 5 cm über die Bodengleiche 5 herausragt. Alsdann erfolgt ein Teer- oder Bitumenanstrich 7, der etwa eine Länge von 40 cm über der Erdbodengleiche erhält, und auch den über die Bodengleiche herausragenden
Teil der Wickelbandage 6 überdeckt. Nach Anbringung dieses Anstriches wird die Vertiefung 4 mit dem zuvor ausgegrabenen Erdreich wieder eingeebnet.
Claims (5)
1.) Verfahren zur Imprägnierung von in der Erde stehenden Hölzern, unter Verwendung von wasserlöslichen Imprägnierungssalzen und Bandagen, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Bandage zu überdeckende Imprägniermittelanstrich nur bis zur Bodengleiche aufgetragen wird und dass oberhalb der Bodengleiche nur eine wasserdichte Umhüllung erfolgt.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als wasserdichte Umhüllung oberhalb der Bodengleiche ein wasserdichter Anstrich, vorzugsweise ein Teer- oder Bitumenanstrich, verwendet wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserdichte Umhüllung oberhalb der Bodengleiche in einer Länge von etwa 40 cm angebracht wird.
4.) Verfahren nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die den Imprägniermittelanstrich überdeckende Bandage etwa 5 cm über die Bodengleiche hinausragt, und dass auch dieser Teil der Bandage mit einem wasserdichten Anstrich versehen wird.
5.) Verfahren nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Bandage eine an sich bekannte Wickelbandage verwendet wird.
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