DEP0030840DA - Winde, insbesondere zum Einholen von Treibnetzen - Google Patents
Winde, insbesondere zum Einholen von TreibnetzenInfo
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Description
Bisher ist üblich, die Treibnetze z.B. auf Heringsloggern von Band über sog. Geestrollen einzuholen, die zwischen zwei, gewöhnlich im Schanzkleid an beiden Seiten des Vorderschiffes, angeordneten Geesten gelagert sind. Diese Art des Einholens der Netze stellt bekannterweise übernormale Forderungen an die Arbeitskraft der betr. Besatzungsmitglieder, so dass gerade hierdurch viele Loggermatrosen veranlasst werden, ihren Beruf aufzugeben und Arbeitskräftemangel an Besatzungen für Heringslogger vorhanden ist.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einen wesentlichen Teil dieser übernormalen Arbeitsanforderung an die Besatzungen der Heringslogger abzunehmen und dadurch zusätzliche Arbeitskräfte einzusparen bzw. für andere Arbeiten, z.B. Verarbeiten des Fanges usw. während der Zeit des Einholens der Treibnetze, einzusetzen. Dies wird erfindungsgemäß durch eine Winde erreicht, deren auf Zapfen gelagerte, elektrisch angetriebene Trommel zwischen zwei - gewöhnlich im Schanzkleid an beiden Seiten des Vorderschiffes eingebauten - Geesten angeordnet wird, innerhalb welcher ein
Elektromotor sowie ein Untersetzungsgetriebe vorgesehen ist. Die Trommel besteht zweckmäßig aus einem in seinen Abmessungen meistens festliegenden mechanischen Teil, in dem der Motor und das Getriebe untergebracht sind, und aus einem Teil, welcher in seiner Länge der jeweiligen Größe und Art des Schiffes angepasst wird. Beide Teile werden fest miteinander verbunden. An ihrem einen Lagerzapfen an der Getriebeseite der Trommel ist eine Reibkupplung o.dgl. vorgesehen, durch welche der Lagerzapfen mit seiner Geeste verbunden und getrennt werden kann. Die Kupplung besteht aus einer auf Zapfen der Geeste verschiebbaren Bremsscheibe, die durch Verdrehen eines Handrades getrennt wird. Die Stromzufuhr erfolgt zweckmäßig über den anderen, mit seiner Geeste verbundenen Lagerzapfen am Trommelteil. Der Strom wird hierbei durch innerhalb der Trommel angeordneten Bürsten auf den Motor übertragen.
Bei eingeschalteten Motor und angezogener Bremsscheibe ist die Winde in Arbeitsstellung; bei gelöster Bremsscheibe in Leerlaufstellung.Durch entsprechende Schaltung des Drehsinns des Motors kann der Antrieb der Trommel auch in beiden Drehrichtungen wirksam gemacht werden. Die Winde lässt sich auch ohne besondere Veränderungen zum Einholen der Netze auf Lagerräume im Landbetrieb der Fischereien verwenden. Dabei muss dann lediglich der Antriebsmotor den jeweiligen örtlichen Stromverhältnissen angepasst werden.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind in der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Winde im Schnitt dargestellt ist, zu ersehen.
Die Winde ist in der Ausführung den Bordverhältnissen und den fischereitechnischen Notwendigkeiten weitgehend angepasst. Sie besteht aus einer Trommel 1, 2, die mit ihren Lagerzapfen 8 und 14 in Geesten 3, 4, d.h. Lagerböcken, die gewöhnlich im Schanzkleid an beiden Seiten des Vorderschiffes eingebaut sind, drehbar gelagert ist. Innerhalb der elektrisch angetriebenen Trommel ist ein Gleichstrommotor 5 in geeigneter Leistung und ein Untersetzungsgetriebe 6 angeordnet. Motor und Getriebe sind in nicht dargestellten separaten Kammern öl- und wasserdicht eingebaut. Die Trommel selbst besteht aus einem in seinen Abmessungen meistens festliegenden mechanischen Teil 1, mit dem Motor sowie dem Getriebe, und aus einem Teil 2, welcher in seiner Länge der jeweiligen Größe und Art des Schiffes angepasst werden kann. Beide Teile sind fest miteinander verbunden. Der eine Lagerzapfen 8 an der Getriebeseite der Trommel ist in seiner Geeste 3 in Pendelkugellagern 11, 12 gelagert und kann durch eine an der Geeste vorgesehene Reibkupplung mit dieser verbunden oder getrennt werden. Diese Kupplung besteht beispielsweise aus einer auf Zapfen 18 der Geeste 3 verschiebbaren Bremsscheibe 9, die durch Verdrehen eines Handrades 10 auf dem Lagerzapfen 8 gegen die Geeste gepresst oder von dieser getrennt werden kann. Zweckmäßig ist zwischen der Geeste und der Bremsscheibe noch eine Reibscheibe 15 eingelegt. Die Stromzufuhr erfolgt über das Kabel 16 durch den anderen, durch eine Mutter 19 mit seiner Geeste 4 verbundenen, in Pendelkugellagern 13 ruhenden Lagerzapfen 14 am Trommelteil 2, wobei der Strom durch innerhalb der Trommel angeordneten Bürsten 7 und durch das Verbindungskabel 1 auf dem Motor übertragen wird.
Bei eingeschalteten Motor wird zum Inbetriebsetzen der Winde, also z.B. beim Einholen der Netze, der an der Getriebeseite liegende Lagerzapfen 8 durch Drehen des Handrades 10 bzw. Anpressen der Scheiben 9 und 15 mit der Geeste 3 fest verbunden und dadurch die Trommel zu bewirken, muss die Reibkupplung durch Drehen des Handrades in entgegengesetzter Richtung und dadurch erfolgendes Lösen der Scheiben 15 und 9 von der Geeste 3 entkuppelt werden. Dadurch kann die Trommel auf ihren Lagerzapfen in beiden Drehrichtungen lose bewegt werden. Es ist auch möglich, den Antrieb der Trommel in beiden Drehrichtungen durch entsprechende Schaltung des Drehsinnes des Motors wirken zu lassen. Das Aussetzen der Netze kann daher entweder durch das Wechseln der Drehrichtung des Elektromotors erfolgen und in Leerlaufstellung der Trommel geschehen, wobei dann das Drehen derselben durch das Eigengewicht der Netze bewirkt wird. Ein großer Vorteil der Winde liegt darin, dass es z.B. bei Störungen irgendwelcher Art sofort möglich ist, den Antrieb durch Stellen auf Leerlauf auszuschalten und mit der gleichen Trommel im Handbetrieb weiterzuarbeiten. Hierbei wird sich der größere Trommeldurchmesser als der bisher von Hand betriebenen Trommeln bzw. Geestrollen und die bessere Lagerung beim Einholen der Netze von Hand besonders günstig auswirken.
Um niedrigen Einholgeschwindigkeiten bei schweren Fängen gerecht zu werden, lässt sich die Drehzahl des Antriebsmotors in beliebigen Stufen durch z.B. Leonhard- oder Widerstands-Schaltung regeln. Die Trommelwinde lässt sich auch ohne Schwierigkeiten mit der Reepwinde auf dem Vorderdeck synchron schalten, wodurch sich
die Geschwindigkeit im gleichen Umfange wie die der Reepwinde regeln lässt. Die stufenweise Einschaltung der Winde kann z.B. durch die Steuerwalze der Reepwinde, über Betätigung Fußhebels oder eines Handrades im zugänglichen Bereich der Bedienungsmannschaft erfolgen.
Außer für den beschriebenen Zweck lässt sich diese Winde vorteilhaft auch zum Einholen der Netze auf Lagerräume im Landbetrieb der Fischereien einsetzen. Dabei muss selbstverständlich der Antriebsmotor den jeweiligen örtlichen Stromverhältnissen angepasst werden.
Die Konstruktion der Trommelwinde einschließlich der Geesten ist so gehalten, dass sie bei Nichtgebrauch durch Lösen weniger Schrauben abgeschraubt und verstaut werden kann. Störungen sind im eigentlichen Betrieb der Winde so gut wie ausgeschlossen und liegen auf keinen Fall höher als bei einem gewöhnlichen Elektromotor. Dieser ist aber leicht so unterzubringen, dass er weder durch Seewasser, Feuchtigkeit, Gel oder Erschütterungen Schaden erleiden kann.
Durch die Verwendung der Winde gemäß der Erfindung wird, wie die Praxis ergeben hat, 75% der Kraft, die bisher durch Menschenhand ausgeführt werden musste, jetzt durch die Trommelwinde übernommen. Weitere Ersparnisse an Arbeitskraft lassen sich natürlich durch geschickte Bedienung der Winde erzielen. Beim Einholen der Netze lassen sich nunmehr mindestens drei Mann Bedienungspersonal einsparen, die sich in der gleichen Zeit für andere Arbeiten, z.B. Verarbeitung des Fangs usw., einsetzen lassen.
Ebenso wesentlich ist aber, dass der Arbeitsaufwand der restlichen Männer beim Einholen der Netze bedeutend niedriger liegt als beim Einholen von Hand. Dadurch wird die harte Arbeit des Loggermatrosen, die oft zur Aufgabe des Berufes geführt hat, erheblich verringert und gleichzeitig ein Anreiz zu weiteren und größeren Leistungen, die jetzt ohne zusätzliche Aufwendungen an Körperkraft geleistet werden können. Bei Beibehaltung derselben Besatzungsstärken wirkt sich die Erfindung für die Reedereien dahingehend aus, dass der Fang schneller eingesalzen und somit ein qualitativ besserer Hering angelandet wird, dass auch größere Fänge gekühlt angelandet werden können, und dass weiterhin größte Fänge vom Schiff selbst geborgen, verarbeitet und am gleichen Tag die Netze wieder zu Wasser gebracht werden können. Dadurch kann auch die Netzlänge pro Schiff von 40 bis zu 50% erhöht werden, was selbst unter Fortfall der Berücksichtigung der Qualitätssteigerung mit einer 40 bis 50%igen Ertragssteigerung gleichbedeutend ist. Hierbei ist die durch schnelleres Reisen zu erwartende Betriebskostensenkung noch nicht berücksichtigt.
Claims (5)
1.) Winde, insbesondere zum Einholen von Treibnetzen z.B. auf Heringsloggern o.dgl., gekennzeichnet durch eine zwischen zwei Geesten (Lagerblöcken)(3, 4), die gewöhnlich im Schanzkleid an beiden Seiten des Vorderschiffes eingebaut sind, auf Zapfen (8, 14) gelagerte, elektrisch angetriebene Trommel (1, 2), innerhalb welcher ein Elektromotor (5) sowie ein Untersetzungsgetriebe (6) angeordnet sind.
2.) Winde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel aus einem in seinen Abmessungen meistens festliegenden mechanischen Teil (1) mit dem Elektromotor (5) sowie dem Untersetzungsgetriebe (6) und aus einem Teil (2) besteht, welcher in seiner Länge der jeweiligen Größe und Art des Schiffes angepasst wird, wobei beide Teile (1, 2) fest miteinander verbunden sind.
3.) Winde nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an ihrem einen Lagerzapfen (8) an der Getriebeseite (1) der Trommel eine Reibkupplung o.dgl. vorgesehen ist, durch welche er mit der Geeste (3) kuppelbar ist.
4.) Winde nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung aus einer auf Zapfen (8) der Geeste (3) verschiebbaren Bremsscheibe (9) besteht, die durch Verdrehen eines Handrades (10) auf dem Lagerzapfen (8) gegen den auf Zapfen (8) festsitzenden Bremsflansch (15) gepresst oder von diesem getrennt wird.
5.) Winde nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromzufuhr über den anderen, mit seiner Geeste (4) verbundenen Lagerzapfen (14) am Trommelteil (2) erfolgt, wobei der Strom durch innerhalb der Trommel angeordneten Bürsten (7) auf den Motor übertragen wird.
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