DEP0028771DA - Grubenausbauverfahren - Google Patents
GrubenausbauverfahrenInfo
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Description
Bekanntlich besteht der Grubenausbau in Strecken von Bergwerken einerseits aus in der Querrichtung in passenden Abständen angeordneten Bogenstücken und andererseits aus Längseisen von geringen Abmessungen mit einem viereckigen oder kreisförmigen Querschnitt, den sogenannten Verzugeisen, die an jedem Ende derart gebogen sind, dass sie mit zwei anliegenden Bogenstücken hakenförmig verbunden werden können.
Diese Art des Grubenausbaus weist folgende Nachteile auf:
1.) Die verschiedenen Arten von verwendeten Bogenstücken erfordern auch Verzugeisen von verschiedenen Längen.
2.) Die Haken der Verzugeisen verformen sich leicht und lassen dem Gebirge eine grosse Bewegungsmöglichkeit, die sich durch ein wellenförmiges Aussehen der Streckenwände äussert.
3.) Das Rauben der Bogenstücke bringt notwendigerweise mit sich, dass die Haken verbogen werden und dass die Verzugeisen ferner oft mit dem Gebirge einstürzen und verloren gehen.
Die vorliegende Erfindung hat zum Gegenstand einer-
seits ein Ausbauverfahren, durch welches die obigen Nachteile vermieden werden und andererseits ein Verzugsystem, das die Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung ermöglicht.
Das Ausbauverfahren nach der Erfindung besteht darin, dass die Verzugeisen derart endweise miteinander verbunden werden, dass sie auf der ganzen Länge der Strecke ununterbrochene Läufer bilden, die durch die Bogenstücke gegen die Wände angedrückt werden.
Durch dieses Verfahren, das jedes Anhaken der Verzugeisen an den Bogenstücken vermeidet, ist es möglich, Verzugeisen von gleich bleibender Länge zu verwenden und zwar ohne Rücksicht auf die Art der verwendeten Bogenstücke. Da weiter nichts nötig ist, als die entsprechenden Enden der beiden aneinanderliegenden Verzugeisen in abnehmbarer Weise miteinander zu verbinden, so können diese Enden eine solche Ausbildung erhalten, dass jede Gefahr einer Verformung vermieden wird.
Das Rauben wird ausserordentlich einfach, das die Verzugeisen sich leicht wiedergewinnen lassen. Beim Rauben eines Bogenstückes schwingen nämlich sämtliche freigegebenen Verzugeisen um die hakenförmigen Befestigungsmittel der noch in ihrer Stellung gebliebenen Verzugeisen mit denen die erstgenannten Verzugeisen in Eingriff sind und hängen an den Enden der letztgenannten Verzugeisen.
Der Ausbauverzug nach der Erfindung kennzeichnet sich durch folgende Merkmale, die einzeln oder in Verbindung in Betracht gezogen werden können.
a) Das Verzugeisen von gleichbleibender Länge weist an einem Ende ein hakenförmiges Befestigungsmittel auf, wie
z.B. eine Öse und am anderen Ende ein zusammenwirkendes Befestigungsmittel wie z.B. einen Haken.
b) Die beiden miteinander zusammenwirkenden Befestigungsmittel, z.B. Haken, sind identisch.
c) Jedes Verzugeisen besitzt an jedem Ende einen schraubenförmigen Haken.
Die Vorrichtung mit einem schraubenförmigen Haken widersteht ohne Verformung den in Frage kommenden Beanspruchungen, ermöglicht ein leichtes Anhaken und ein Verschwenken ohne Gefahr, dass die beim Rauben freigegebenen Verzugeisen sich aushaken.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Grubenausbaues gemäss der Erfindung zeigt die Zeichnung in einem schematischen Mittellängsschnitt der Strecke.
Die Abstützung besteht aus den Stützen P mit den Bogenstücken C, welche Toussaint-Heinzmann-Profile aufweisen. Die in der Längsrichtung verlaufenden Verzugweisen Q(sub)1, Q(sub)1', Q(sub)1'' und Q(sub)2, Q(sub)2', Q(sub)2'' stehen miteinander durch schraubenförmige Haken in Verbindung und werden zwischen der Wand und den Bogenstücken verkeilt. Die letzten Verzugweisen Q(sub)1''' und Q(sub)2''' bleiben nach Entfernung des vorhergehenden, in der Zeichnung nicht mehr dargestellten Bogenstückes C mit seinen Stützen P an den Enden der Verzugeisen Q(sub)1'' und Q(sub)2'' hängen.
Claims (4)
1.) Grubenausbauverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzugeisen derart aneinander befestigt werden, dass sie längs der Strecken ununterbrochene Läufer bilden, die durch die Bogenstücke längs der Wände angedrückt werden.
2.) Grubenausbauverzug zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verzug, der eine gleichbleibende Länge aufweist, an einem Ende mit einem Anhakemittel wie z.B. einer Öse, und am anderen Ende mit einem zusammenwirkenden Anhakemittel, z.B. einem Haken, versehen ist.
3.) Grubenausbauverzug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden zusammenwirkenden Anhakemittel identisch sind und beispielsweise aus Haken bestehen.
4.) Grubenausbauverzug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Verzugeisen an jedem Ende mit einem schraubenförmigen Haken versehen ist.
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