DEP0009817DA - Stromanschlußstreifen für elektrische Wickelkondensatoren mit Kunstfolien-Dielektrikum - Google Patents
Stromanschlußstreifen für elektrische Wickelkondensatoren mit Kunstfolien-DielektrikumInfo
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Description
Bekanntlich haben Kunststoffe zum Teil ausgezeichnete dielektrische Eigenschaften, sodass man zur Auswertung dieser dielektrischen Eigenschaften seit einiger Zeit elektrische Kondensatoren mit derartigen Stoffen als Dielektrikum aufbaut. Der Aufbau erfolgt zunächst in der für Kondensatoren üblichen Weise, indem man endlose Bänder zusammen mit Metallbelegungen oder auch Metallisierungen auf den dielektrischen Bändern zusammen aufwickelt und als Kontaktanschluss Anschlusstreifen in den Wickelkörper einlegt, wie es von jeder, beispielsweise bei Papierkondensatoren üblich ist.
Aus verschiedenen Gründen, beispielsweise um einen eindeutigen Temperaturgang der Kapazität zu gewährleisten oder auch um die mechanischen Werte des Dielektrikums in gewünschter Weise zu ändern, werden derartige Kondensatoren zum Teil nach ihrer Fertigstellung einer Erwärmung unterzogen, die etwa höher liegt als die höchste betriebsmässig auftretende Erwärmung. Selbst wenn keine vorgesehen sein sollte, ist aber zumindest während des Betriebes mit einer Erwärmung zu rechnen. Es ist dabei möglich, dass je nach der Art des verwendeten Kunststoffdielektrikums Lösungsmittelreste, Weichmacher oder irgendwelche sonstigen in dem Dielektrikum enthaltenen Stoffe mindestens in der ersten Zeit Gas abgeben. Dies führt nun, wie Beobachtungen an derartigen Kondensatoren zeigten, zu sehr unangenehmen Auswirkungen. Es können nämlich Kontaktunterbrechungen zwischen den eingelegten Stromzuführungsstreifen und dem Belag eintreten, weil sich zwischen beiden Gasreste absetzen. Insbesondere wurden derartige
Erscheinungen bei Kondensatoren beobachtet, deren Dielektrikum aus Benzylcellulose bestand. Vermutlich wird bei der Erwärmung Dibenzyläther abgegeben, der in Gasform die Unterbrechung zwischen Kontaktstreifen und Belag hervorruft, so daß beispielsweise zwei auf dem gleichen Belag angeordnete Stromzuführungsstreifen keine elektrische Verbindung mehr miteinander besitzen. Durch die Maßnahme der Erfindung kann dieser Fehler in einfacher Weise dadurch verhindert werden, daß jeder in den Wickelkörper eingelegte Kontaktstreifen innerhalb des Wickels nach einer oder beiden Seiten in Richtung des Wickelumfanges verlaufende Fortsätze besitzt, d.h. der Kontaktstreifen wird in seiner Auflagefläche vergrößert und dadurch die Sicherheit gegeben, daß mindestens an einer Stelle seiner Kontaktfläche eine elektrische Verbindung mit dem Belag bestehen bleibt. Wie systematische Untersuchungen ergaben, genügt es, die Fortsätze eine halbe, bis eine Windungslänge lang auszubilden. Es liegt hierbei im Sinne der Erfindung, die Fortsätze in einer größeren Breite auszubilden, als den herausgeführten Teil des Anschlußstreifens, sie beispielsweise nahezu so breit zu gestalten, wie der Belag des Kondensators ist.
Wenn die beobachtete Erscheinung zunächst auch nur in der Hauptsache Bedeutung für solche dielektrischen Stoffe hat, die wie Benzylcellulose mit Sicherheit bei Erwärmung Gas abgeben, so empfiehlt es sich doch, die gekennzeichnete Form des Anschlußstreifens grundsätzlich bei allen Kunstfolien-Kondensatoren in Anwendung zu bringen, um hinsichtlich der Kontaktgabe unter allen Umständen Sicherheit zu verbürgen.
In der Zeichnung sind zwei mögliche Ausführungsformen von Stromzuführungsstreifen, wie sie für Kunstfolien-Kondensatoren benutzt werden können, angegeben. In der Figur 1 bedeutet a das aus dem Wickelkörper herausgeführte Stromanschlußstück, während b einen im Innern des Wickelkörpers in einer Richtung verlaufenden Fortsatz größerer Breite darstellt. In der Abb. 2 bedeutet c ebenfalls wieder den aus dem Wickelkörper herausgeführten Anschluß, während d den in diesem Fall nach beiden Seiten verlaufenden Fortsatz größerer Breite darstellt. Die Länge von b bzw. d soll, wie bereits bemerkt, eine halbe, bis eine Wicklungslänge betragen.
Claims (5)
1. Stromanschlußstreifen für elektrische Wickelkondensatoren mit Kunstfolien-Dielektrikum, dadurch gekennzeichnet, daß der in dem Wickelkörper eingelegte Kontaktstreifen innerhalb des Wickels nach einer oder beiden Seiten in Richtung des Wickelumfanges verlaufende Fortsätze besitzt.
2. Stromanschlußstreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fortsätze eine halbe bis eine Wicklungslänge lang sind.
3. Stromanschlußstreifen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fortsätze größere Breite als der herausgeführte Teil des Anschlußstreifens, aber kleinere Breite als die Belegungen des Kondensators haben.
4. Anwendung der in den Ansprüchen 1 bis 3 gekennzeichneten Stromanschlußstreifen für elektrische Kondensatoren mit Kunststoff-Dielektrikum, die fertigungs- oder betriebsmäßig durch Übertemperaturen beansprucht werden.
5. Anwendung der in den Ansprüchen 1 bis 3 gekennzeichneten Anschlußstreifen für elektrische Kondensatoren mit einem Dielektrikum aus Benzylcellulose.
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