DEP0004568DA - Gerät zur Prüfung der Hörschärfe durch Messung der Hörschwelle und/oder der Schmerzschwelle bei verschiedenen Frequenzen - Google Patents
Gerät zur Prüfung der Hörschärfe durch Messung der Hörschwelle und/oder der Schmerzschwelle bei verschiedenen FrequenzenInfo
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Description
Die Auswahl von Schwerhörigengeräten und ihre richtige Bemessung für den einzelnen Fall setzt eine genaue Kenntnis der Hörverlustkurve des Patienten voraus. Unter Hörkurve ist dabei die in Abhängigkeit von der Frequenz aufgetragene Erhöhung des Schalldrucks (in logarithmischen Maß) zu verstehen, die gegenüber dem für einen normal Hörenden erforderlichen Schalldruck im Einzelfall notwendig ist. Diese Hörverlustkurve muss daher mit irgendeiner geeigneten Vorrichtung aufgenommen werden; da der Mensch indessen kein exakt reproduzierendes Gedächtnis für Lautheitswerte hat, muss man die Messung an die Grenzen des Hörbereichs verlegen, also die untere und die obere Hörschwelle messen. Nur dort sind genaue Messungen möglich. Einigermaßen reproduzierbare Werte erhält man auch bei Aufnahme einer Kurve für die "angenehmste Lautstärkeempfindung".
Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Prüfung der Hörschärfe durch Messung der unteren Hörschwelle und/oder der Schmerzschwelle (der oberen Hörschwelle) bei verschiedenen Frequenzen und besteht darin, dass ein Frequenz- und amplitudenstabilisierter Röhrensender, dessen Frequenz in kleinen Stufen veränderbar ist, auf einen Spannungsteiler arbeitet, dessen Ausgangsspannung einem Schallwiedergabeorgan zugeführt wird. Mit Hilfe dieser Vorrichtung lässt sich für eine beliebige Zahl von einstellbaren und genau eingehaltenen Frequenzen der Wert des Schalldrucks feststellen, die der Patient eben noch wahrnimmt, bzw. am angenehmsten oder bereits als schmerzhaft empfindet. Am besten geschieht dies für jedes Ohr des Patienten getrennt, in der Art, dass ein Umschalter zur wahlweisen Einschaltung von Schallwiedergabegeräten für ein einzelnes Ohr vorgesehen ist.
Es kann also außerdem festgestellt werden, welches Ohr des Patienten für die Anbringung des Hörhilfsgerätes geeigneter ist, z.B.
infolge besserer allgemeiner Empfindlichkeiten oder infolge günstigeren, also etwa gleichmäßigeren Verlaufs der Hörverlustkurve über den hörbaren Frequenzbereich.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird die Senderfrequenz in Stufen verändert, wobei für die Erzeugung der einzelnen Frequenzen jeweils Kondensatoren verschiedener Größen mittels eines Stufenschalters eingeschaltet werden. Die Größe der Kondensatoren wird dabei am besten so gewählt, dass sich beim stufenweisen Weiterschalten für den Patienten die Tonhöhe um jeweils gleiche Intervalle ändert. Weiterhin wird zweckmäßig ein Umschalter vorgesehen, mit dem es möglich ist, die Höhenlage aller mit dem Stufenschalter einstellbaren Sonderfrequenzen um ein bestimmtes ebenfalls gleiches Intervall zu verschieben, das kleiner ist,als das Intervall zwischen zwei Stellungen des Stufenschalters. Diese Anordnung hat insbesondere folgenden Vorteil:
Bei der Aufnahme von Hörkurven nimmt man zunächst die Hörschwelle des Patienten bei einer Lage des Umschalters durch sämtliche Stellungen des Stufenschalters hindurch auf, indem man z.B. bei der kleinsten Frequenz anfängt und stufenweise aufwärts schaltet. Nach der Aufnahme in der letzten Stellung des Stufenschalters wird der Umschalter umgelegt und nun abwärts wieder in jeder Stellung des Stufenschalters gemessen. Die beim Abwärtsschalten des Stufenschalters ermittelten Werte liegen in ihrer Frequenz dann zwischen je zwei beim Aufwärtsschalten des Stufenschalters festgestellten Werten und man erhält auf diese Weise sehr einfach eine Kontrolle der beim Aufwärtsschalten gemessenen Werte, weil eine gewisse Stetigkeit der erhaltenen Kurve den Beweis für die Richtigkeit der Messung ergibt.
In schweren Fällen von Schwerhörigkeit ist es mitunter erforderlich, dem Patienten während der Messung irgendwelche Anweisungen zu geben oder Fragen an ihn zu stellen. Der Sender wird daher zweckmäßig so ausgeführt, dass er durch einfache Umschaltung für einen Verstärker verwandelt werden kann. Die Kondensatoren, die für die Bestimmung der Senderfrequenz vorgesehen sind, können in diesem Fall dazu benutzt werden, einen Einfluss auf den Frequenzgang des Verstärkers zu erzielen, also z.B. Frequenzbereiche, auf denen der Patient besonders schlecht hört, stärker anzuheben, so dass die Verständigung mit dem Patienten besser wird.
Es können ferner zu Verbesserung der Hörbarkeit des Tones im Schallwiedergabegerät, also zur Herabsetzung der Anforderungen
an die Aufmerksamkeit des Patienten, zusätzliche Schaltmittel vorgesehen werden, die die Gleichförmigkeit des Tones stören, insbesondere z.B. die jeweils eingestellte Grundfrequenz periodisch ändern oder ganz unterbrechen. Um eine Kontrolle über die Lautstärke des Tones im Schallwiedergabegerät zu haben, bringt man am Ausgang des Senders ein Instrument an, das die Ausgangsspannung des Senders, vor dem die Lautstärke verändernden Potentiometer misst. Im Falle der Schaltung des Senders kann damit auch der erforderliche Verstärkungsgrad eingestellt werden, und zwar sowohl für die Verständigungsvorrichtung zwischen dem die Hörverlustkurve aufnehmenden Arzt und dem Patienten, als auch für den gegebenenfalls gewünschten Anschluss eines Schwebungssummers zur Erzeugung von Zwischenwerten zwischen den durch den Stufenschalter einstellbaren festen Frequenzen. Eine solche Einschaltung eines Schwebungssummers wird insbesondere dann von Vorteil sein, wenn in der Hörkurve des Patienten größere Unstimmigkeiten auftreten, z.B. selektiver Hörschwund in verhältnismäßig engen Frequenzbereichen, an deren Rändern die Form der Kurve genauer festgestellt werden soll.
Eine Anzeigevorrichtung, bestehend aus einem Druckknopfschalter und einem Lämpchen, kann mit Vorteil dazu verwendet werden, dem prüfenden Arzt die Wahrnehmungen des Patienten zu signalisieren. Es geschieht dies z.B. in der Weise, dass der prüfende Arzt für jede Stellung des Stufenschalters für die Frequenz des die Lautstärke regelnde Potentiometer einige male auf und ab regelt und der Patient jeweils solange den Druckknopf betätigt, als er einen Ton wahrnimmt oder umgekehrt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung gemäß der Erfindung im Schaltbild dargestellt. Das gezeigte Ausführungsbeispiel arbeitet mit einem zweistufigen Röhrensender, dessen Röhren R(sub)1 und R(sub)2 über einen Übertrager U aufeinander rückgekoppelt sind. Im Anodenkreis der Röhre R(sub)2 ist außer dem Übertrager U noch eine über den Stufenschalter S(sub)1 wahlweise anschaltbare Reihe von Kondensatoren C(sub)1 bis C(sub)6 vorgesehen, während im Gitterkreis der Röhre R(sub)1 eine ähnliche Reihe von Kondensatoren C(sub)7 bis C(sub)12 über den mit dem Schalter S(sub)1 mechanisch starr gekoppelten Schalter S(sub)1 wahlweise anschaltbar vorgesehen ist. Weiterhin liegt im Gitterkreis der Röhre R(sub)1 der Schalter S(sub)2, der die Induktivität L dieses die Frequenz des Senders bestimmenden Schwingungskreises teilweise zu überbrücken gestattet, um auf
diese Weise die Gesamtheit der mit dem Stufenschalter S(sub)1 und S(sub)1' einstellbaren Frequenzen um ein jeweils bestimmtes Intervall zu verschieben. Ein kleines Glühlämpchen im Gitternetz der Röhre R(sub)1 dient weiterhin zur Amplituden- und Frequenzstabilisierung des Senders, und ein Umschalter S(sub)3 gestattet den Sender als Verstärker mit den Eingangsklemmen E zu betreiben, an die z.B. ein Schwebungssummer oder ein Mikrofon zur Verständigung mit dem Patienten angeschlossen werden kann. Die Ausgangsspannung des Senders bzw. des Verstärkers wird mit dem Instrument J über die beiden Gleichrichter 0(sub)1 und 0(sub)2 gemessen, und zwar in der vorliegenden Schaltung von den beiden Enden einer Wicklung des Übertragers U gegen die Mitte dieser selben Wicklung. P ist das im vorliegendem Fall aus acht Einzelwiderständen bestehende Potentiometer, von dem über dem Schalter S(sub)4 die Nutzspannung abgegriffen und den Ausgangsklemmen A(sub)1 bzw. A(sub)2 über den Wahlschalter S(sub)5 zugeführt wird. Die doppelte Ausführung der Spannung über zwei Klemmenpaare A(sub)1 und A(sub)2 und den Schalter S(sub)5 ermöglicht entweder den Anschluss von zwei Einzelhörern für jedes Ohr des Patienten oder die wahlweise Einschaltung eines Luftschallhörers und eines Knochenleitungshörers.
Claims (11)
1. Gerät zur Prüfung der Hörschärfe durch Messung der Hörschwelle und/oder Schmerzschwelle bei verschiedenen Frequenzen, dadurch gekennzeichnet, dass ein frequenz- und amplitudenstabilisierender Röhrensender, dessen Frequenz in kleinen Stufen veränderbar ist, auf einen Spannungsteiler arbeitet, dessen Ausgangsspannungen einem Schallwiedergabeorgan zugeführt werden.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Umschalter zur wahlweisen Einschaltung von Schallwiedergabegeräten für ein einzelnes Ohr vorgesehen ist.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Senderfrequenz durch Einschalten von Kondensatoren verschiedener Größe in jeweils gleichen Intervallen veränderbar ist.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Umschalter vorgesehen ist, mit dem die Höhenlage aller mit dem Stufenschalter einstellbaren Frequenzen um ein bestimmtes jeweils gleiches Intervall verschoben werden kann, das kleiner ist, als das Intervall zwischen zwei Stellungen des Stufenschalters.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender als Verstärker für über besondere Eingangsklemmen zugeführte fremde Spannungen benutzbar ist.
6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dass die Schaltung so getroffen ist, dass als Quelle für die Fremdspannung ein einfaches Kohlemikrophon verwendbar ist.
7. Gerät nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass beim Betrieb des Senders als Verstärker der zum Einschalten verschiedener Kondensatoren dienende Stufenschalter zur Änderung des Frequenzganges des Verstärkers benutzt ist.
8. Gerät nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich Schaltmittel vorgesehen sind, die die Gleichförmigkeit des dem Schallwiedergabeorgan zugeführten Tones stören.
9. Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Störung der Gleichförmigkeit durch eine die zur Wiedergabe eingestellte Frequenz periodisch ändernde Schalteinrichtung bewirkt ist.
10. Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Störung der Gleichförmigkeit durch einen Unterbrecher bewirkt ist.
11. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein die Senderausgangsspannung vor dem Spannungsteiler anzeigendes Messinstrument.
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