DEP0003477DA - Radachsenanordnung an Modellbahn-Fahrzeugen - Google Patents

Radachsenanordnung an Modellbahn-Fahrzeugen

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DEP0003477DA
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Germany
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wheel axle
axle arrangement
bearings
wheel
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Expired
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English (en)
Inventor
Hans Thorey
Original Assignee
Gebr. Märklin & Cie GmbH, Göppingen
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Description

Ein wesentlicher Nachteil an den bisher bekannten Fahrzeugen von Modellbahnen besteht darin, dass ihre Achslager an den Fahrgestellen fest angebracht sind. Beide Achsen des Fahrzeugs sind demzufolge dauernd parallel gelagert und bleiben daher auch beim Befahren von Gleiskrümmungen parallel zueinander, so dass sie in Bezug auf das Gleis in Spiessgangstellung gelangen. Hierdurch treten Nachteile auf, die sich insbesondere bei starker Krümmung der Gleise bemerkbar machen. Es entstehen zusätzliche Fahrwiderstände, und beim Ueberfahren von Weichen tritt leicht ein Zwängen der Spurkränze ein, die infolgedessen dazu neigen, auf die Radlenker hinaufzuklettern, die die Spurkränze beim Ueberfahren von Weichen führen.
Die Erfindung hat nun demgegenüber eine solche Anordnung der Achslager an den Fahrzeugen zum Gegenstand, dass selbst bei masstäblich richtig verkleinerten Modellbahn-Fahrzeugen starke Gleiskrümmungen und Weichen ohne Zwängen der Spurkränze oder sonstige Nachteile befahren werden können. Dies wird dadurch erreicht, dass die Achslager nicht mehr fest am Fahrzeugrahmen angeordnet, sondern um senkrechte Achsen schwenkbar sind. Dadurch ist es den Achslagern eines Fahrzeugs möglich, sich beim Befahren einer Kurve selbsttätig und unabhängig voneinander so einzustellen, dass die Achsen senkrecht zu den Gleisen stehen und die bei fester Anordnung der Achslager bekannten Betriebsstörungen nicht mehr auftreten können.
Damit sich die Radachsen beim Einfahren in gerade Gleise selbsttätig wieder parallel ausrichten, sind die Achslager mit Rückstelleinrichtungen verbunden. Eine einfache und vorteilhafte Rückstelleinrichtung ist zum Beispiel eine den beiden Achslagern des Fahrzeugs gemeinsame Feder, etwa eine Zugfeder, die zwischen die beiden Achslager gespannt ist und sie beim Einfahren in gerade Gleise selbsttätig wieder in parallelachsige Lage, d.h. in Mittellage schwenkt.
Die Schwenkbewegung der Achslager kann auch dazu benutzt werden, die Fahrzeugkupplungen selbsttätig in Gleismitte zu bringen. Dadurch wird einerseits ein einwandfreies Einkuppeln der Fahrzeuge in Gleiskrümmungen erzielt, und andererseits befinden sich beim Schieben der Fahrzeuge die meist zugleich als Stossvorrichtung dienenden Kupplungen zweier aufeinanderfolgender Fahrzeuge in einer gegenseitig günstigen Lage. Zu diesem Zweck sind die Kupplungen mit den Achslagern bewegungsschlüssig verbunden, so dass sie gemeinsam mit diesen um die Schwenkachsen schwenken, indem sie durch Anschläge der Achslager mitgenommen werden.
Der Träger der Kupplungen läuft zu diesem Zweck zwischen zwei als Mitnehmer dienenden Anschlägen der Achslager spielfrei hindurch und ist ebenfalls um die Schwenkzapfen der Achslager schwenkbar. Die als
Rückstelleinrichtung dienende Feder greift zweckmässig an den Kupplungsträgern an, die die Rückstellwirkung auf die Achslager übertragen.
Damit, zum Beispiel bei Spurerweiterung oder bei grossen Schiebekräften, die Achslager nicht zu weit ausschwenken, wird die Schwenkbewegung durch ortsfeste, am Fahrzeugrahmen vorgesehene Anschläge begrenzt. Diese Anschläge sind zweckmässig derart angeordnet, dass die Kupplungsmittel nicht über die Gleismitte hinausschwenken können, bezogen auf einen Gleisbogen mit dem kleinsten vorkommenden Krümmungshalbmesser.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise dargestellt.
Abb. 1 zeigt das Fahrgestell von unten beim Befahren eines geraden Gleises und
Abb. 2 beim Befahren einer Gleiskrümmung.
Abb. 3 ist ein senkrechter Längsschnitt durch das eine Achslager.
Die Achslager a eines Modellbahn-Fahrzeugs mit den Radachsen b sind gemäss der Erfindung um einen senkrechten Bolzen c schwenkbar, der am Fahrzeuggestell d nach unten stehend angeordnet ist. Beim Befahren einer Kurve stellen sich die Radachsen b selbsttätig radial zur Krümmung der Gleise ein, wie Abb. 2 zeigt.
Um die Achslager a beim Einfahren in gerade verlaufende Gleise wieder so zurückzuschwenken, dass ihre Achsen b parallel liegen, ist eine Rückstelleinrichtung vorgesehen, und zwar haben die beiden Achs- lager a eines Fahrzeugs zweckmässig eine gemeinsame Rückstelleinrichtung. Sie besteht beim Ausführungsbeispiel aus einer Zugfeder e, die mit ihren beiden Enden an den beiden Achslagern a angreift und sie in die Mittellage zieht, insbesondere beim Einfahren aus einer Kurve in ein gerades Gleis in die parallelachsige Lage der Abb. 1 zurückgeschwenkt. Anstatt einer Zugfeder e könnten auch andere Einrichtungen gleicher Wirkung vorgesehen sein, zum Beispiel Blattfedern o.dgl.
Die üblichen selbsttätigen Fahrzeugkupplungen f sind mit ihren Achslagern a bewegungsschlüssig verbunden, so dass sie deren Schwenkbewegung mitmachen. Die Träger g der Fahrzeugkupplungen f sind ebenfalls um die Schwenkbolzen c schwenkbar und laufen spielfrei zwischen zwei nach unten stehenden Fingern h der Achslager a hindurch. Beim Schwenken der Achslager a werden sie daher von den Fingern h zwangsläufig mitgenommen. Beim Rückstellen derselben werden durch diese Anordnung auch die Träger g, d.h. die Kupplungen f, in die Mittellage zurückgeschwenkt. Ueberdies greift die Rückstellfeder e unmittelbar an den Trägern g an.
Der Durchgang des Schwenkbolzens c durch den Träger g der Kupplung f ist als Langloch i ausgebildet, so dass sich die Kupplung f längs bewegen kann. Dadurch wird das Anfahren schwerer Züge erleichtert.
Um ein zu weitgehendes Schwenken der Achslager a und der Kupplungen f zu verhindern, sind an dem Fahrzeuggestell d, und damit ortsfest, zwei nach unten stehende Anschläge k vorgesehen, zwischen denen der Träger g hindurchläuft und die seine Schwenkbewegung begrenzen. Diese Anschläge k sind zweckmässig so angeordnet, dass die Kupplungsmitten nicht über die Gleismitte hinausgeschwenkt werden können in Bezug auf den kleinsten vorkommenden Krümmungshalbmesser des Gleises.
Um ein leichtes Schwenken der Achslager a herbeizuführen, sind an ihrer Grundplatte l auf der dem Fahrzeuggestell d zugekehrten Seite einzelne Erhöhungen, vorzugsweise Nocken m vorgesehen, auf denen der Fahrzeugrahmen d aufliegt, wodurch die Reibung verringert wird. Als dritte Auflage dient ein aus dem Fahrzeugrahmen d nach unten gepresstes Auge n, das gleichzeitig der versenkten Lagerung des Schwenkbolzens c dient (Abb. 3).

Claims (12)

1.) Radachsenanordnung an Modellbahn-Fahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass die Lager (a) der Radachsen (b) je um eine senkrechte, vom Fahrzeuggestellboden nach unten stehende Achse schwenkbar sind.
2.) Radachsenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachsen ausserhalb der Radachsen (b), und zwar auf der der Fahrzeugmitte zugekehrten Seite liegen.
3.) Radachsenanordnung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Achslager (a) mit einer Rückstelleinrichtung versehen sind.
4.) Radachsenanordnung nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Achslager (a) eines Fahrzeugs eine gemeinsame Rückstelleinrichtung besitzen.
5.) Radachsenanordnung nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstelleinrichtung aus einer gemeinsame Feder, zum Beispiel einer Zugfeder (e), besteht.
6.) Radachsenanordnung nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeugkupplungen (f) mit ihren Achslagern (a) in Bezug auf deren Schwenkbewegung bewegungsschlüssig verbunden sind.
7.) Radachsenanordnung nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungen (f) mit ihren Achslagern (a) längsverschiebbar verbunden sind.
8.) Radachsenanordnung nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbolzen (c) der Achslager (a) durch den Träger (g) der Kupplungen (f) lose hindurchgeht und für den Durchgang ein Langloch (i) vorgesehen ist.
9.) Radachsenanordnung nach Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstelleinrichtung an den Kupplungen (f, g) angreift.
10.) Radachsenanordnung nach Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Schwenkbewegung der Achslager (a) durch feste Anschläge (k) des Fahrzeugrahmens (d) begrenzt wird.
11.) Radachsenanordnung nach Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die festen Anschläge (k) des Fahrzeugrahmens (d) so angeordnet sind, dass die Kupplungen (f, g) bei grösster Schwenkung der Achslager (a) nur bis in Gleismitte des am stärksten gekrümmten Gleisbogens geschwenkt werden.
12.) Radachsenanordnung nach Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Achslager (a) auf der dem Fahrzeuggestell (d) zugekehrten Seite mit reibungsmindernden Erhöhungen versehen sind, die auf der Unterfläche des Fahrzeuggestells (d) gleiten.

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