DEP0002530DA - Stanzmesser - Google Patents
StanzmesserInfo
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Description
Stanzmesser werden entsprechend ihrer Form und Grösse, insbesondere, wenn es sich um sogenannte Oberledermesser handelt, mit Versteifungsstegen versehen, die dem Stanzmesser beim Stanzen einen grösseren Halt geben sollen. Die eigentliche Umrissform eines derartigen Stanzmessers, die durch die Schneiden begrenzt wird, bezeichnet man als Blatt, Seitenteil usw.
Bisher benutzte man zum Einbau der Versteifungsstege verhältnismässig stark dimensionierte Profile, die eine besonders hohe Steifigkeit, insbesondere in der wagerechten Ebene des Blattes besassen. Man nahm hierbei irrtürmlicherweise an, dass bei der Verwendung von verhältnismässig kräftigen Versteifungsstegen die Lebensdauer eines Stanzmessers erhöht werden müsse. Die Befestigung dieser Versteifungsstege an der oberen Kante der Schneidermesser erfolgte für gewöhnlich durch Schweissen.
Entgegen der Annahme, dass besonders kräftige Versteifungsstege die Lebensdauer der Stanzmesser heraufsetzen, zeigte sich jedoch, dass je nach der Form der Stanzmesser in der Nähe der Verbindungsstellen zwischen den Versteifungsstegen und den Messerprofilen in der Messerschneide selbst Brüche auftraten. Diese
Brüche konnten immer wieder bei verschiedenen Formen der Stanzmesser an denselben Stellen festgestellt werden. Andererseits konnte aber auf die Anbringung von Versteifungsstegen nicht verzichtet werden. Die auf Grund der Brüche angestellten Ueberlegungen führten zu der Ueberzeugung, dass das Missverhältnis zwischen den Abmessungen der Versteifungsstege und der Messerprofile in Verbindung mit den Schweisstellen der Grund für die erwähnten Mängel sei. Versuche führten dann zu der Erkenntnis, dass die Elastizität der Versteifungsstege derjenigen der Messerprofile angepasst werden müsse, weil durch den Kräftefluss von dem starken Versteifungssteg zu dem Messerprofil erhebliche Spannungserhöhungen in dem Messerprofil unmittelbar an den Verbindungsstellen auftreten müssen, die einen vorzeitigen Bruch der Messer an dieser Verbindungsstelle herbeiführen.
Nach der Erfindung wird deshalb bei der Herstellung von Stanzmessern von dem Grundsatz ausgegangen, dass das Trägheitsmoment der Versteifungsstege bezogen auf ihre senkrechte Achse etwa der Grössenordnung des Trägheitsmomentes der Messerprofile bezogen auf ihre senkrechte Achse entsprechen muss. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Elastizität der Versteifungsstege etwa derjenigen der Messerprofile entspricht. Die Elastizität der Versteifungsstege kann ausserdem durch die Verwendung von einfachen oder mehrfachen Krümmungen erhöht und insbesonders feiner Weise der Elastizität der Messerprofile angepasst werden. Bei besonders komplizierten Formen der Messer ist es ferner mögich, die Versteifungsstege mit veränderlichem Querschnitt zu versehen, zum Beispiel derart, dass die Querschnittsfläche des Versteifungssteges in der Nähe der Schweisstellen verringert wird.
Zur Aufnahme von Vorstechern erhalten die Versteifungsstege lediglich Verdickungen, die die Elastizität nicht verringern.
In besonderen Fällen können auch Ansätze vorgesehen werden, die auf die Elastizität der Versteifungsstege praktisch überhaupt keinen Einfluss ausüben.
In den beiliegenden Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele dargestellt, aus denen die bekannte und die erfidungsgemässe Ausführungsform der Stanzmesser hervorgeht.
Abb. 1 zeigt eine Ausführungsform der bekannten Art.
Abb. 2 ist eine Schnittansicht gemäss Schnitt I-II in Abb. 1.
Abb. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform der bekannten Art.
Abb. 4 zeigt eine Schnittansicht gemäss Schnitt III-IV in Abb. 3.
Abb. 5 zeigt eine verbesserte Ausführungsform gegenüber der in Abb. 1 gezeigten.
Abb. 6 zeigt eine Schnittansicht gemäss Schnitt V-VI in Abb. 5.
Abb. 7 zeigt eine zweite verbesserte Ausführungsform gegenüber der in Abb. 3 dargestellten.
Abb. 8 zeigt eine Schnittansicht gemäss Schnitt VII-VIII in Abb. 7.
Abb. 9 - 11 zeigen drei verschiedene Detailansichten für die Ausführungsformen gemäss der Erfindung.
In der Abb. 1 ist das Messerprofil mit 1, der Versteifungssteg mit 2 bezeichnet, während die Schweisstellen die Kennzeichnung 3 erhalten haben. Stanzmesser der Abb. 1 dargestellten Ausführungsform gingen bisher fast regelmäßig an den mit A bezeichneten Stellen zu Bruch.
In der in Abb. 3 gezeigten bisher bekannten Ausführungsform ist das Messerprofil mit 5 und der Versteifungssteg mit 6 bezeichnet. Die Schweisstellen haben die Bezeichnung 7 erhalten.
In der Abb. 5 ist das erste Ausführungsbeispiel für ein Stanzmesser dargestellt, bei dem die Grundsätze der Erfindung
verwirklicht wurden. Entsprechend der Kennzeichnung in Abb. 1 ist hier das Messerprofil mit 1' und der Versteifungsteg mit 2' bezeichnet. Die Schweisstellen haben die Kennzeichnung 3' erhalten. Wie aus dem Vergleich der Abb. 1-5 deutlich hervorgeht, ist der in Abb. 1 dargestellte sehr starre Versteifungssteg 2 durch zwei Versteifungsstege 2' ersetzt worden, deren Querschnittsfläche erheblich verringert wurde. Zur Erhöhung der Elastizität haben ausserdem die Versteifungsstege eine Krümmung erhalten. Zur Aufnahme der Vorstecher 4' sind die Versteifungsstege 2' mit kleinen Verdickunge versehen, die auf die Elastizität keinen Einfluss haben. Es ergibt sich bei dieser Ausführungsform, abgesehen von der grösseren Elastizität der Versteifungsstege 2', auch noch der Vorteil, dass der Umfang der Schweissnaht erheblich herabgesetzt werden konnte, sodass die Spannungen durch das Schweissen von vornherein auf ein Mindestmass beschränkt bleiben. Die grössere Elastizität des Versteifungssteges bedingt ausserdem, dass das Nachrichten der Messer nach dem Härten der Schneiden bedeutend erleichtert ist. Dagegen war bei der Ausführungsform nach Abb. 1 das Nachrichten der Messer mit grossen Schwierigkeiten verknüpft.
In der Ausführungsform nach Abb. 7, die eine Verbesserung der Ausführungsform nach Abb. 3 bedeutet, ist das Messerprofil mit 5' und der Versteifungssteg mit 6' bezeichnet. Die Schweissstellen haben die Bezeichnung 7' erhalten. Wie aus der Abb. 7 deutlich hervorgeht, ist der starre und geradlinige Versteifungssteg 6 in der Abb. 3 durch einen elastischen und doppelt gekrümmten Steg 6' ersetzt worden. Zur Aufnahme des Vorstechers 8' ist ein besonderer Ansatz vorgesehen, der die Elatizität des Versteifungssteges nur gering beeinflusst.
Abb. 9 zeigt eine Ausführungsform, bei der zwei Vorstecher 12' relativ dicht nebenienander angeordnet werden müssen. Zur Lösung
dieser Aufgabe ist der Versteifungssteg zweiteilig ausgeführt, und zwar sind die Teile 10' und 11' aneinander geschweisst. Die Schweisstellen haben die Kennzeichnung 13' erhalten. Das Messerprofil ist mit 9' bezeichnet.
Abb. 10 zeigt eine Ausführungsform, bei der durch entsprechende Biegungen oder Kröpfung des Versteifungssteges auch weiter auseinanderliegende Vorstecher in den Steg aufgenommen werden können, ohne dass die Elastizität des Steges beeinträchtigt wird. In dieser Abbildung ist das Messerprofil mit 14', der Versteifungssteg mit 15' bezeichnet. Die Vorstecher haben die Bezeichnung 16', die Schweisstellen die Bezeichnung 17' erhalten.
Abb. 11 zeigt einen elastischen Versteifunssteg 19', der durch eune Abbiegung an der Schweisstelle gleichzeitig als Träger für einen Vorstecher 20' dient. Das Messerprofil ist in dieser Abbildung mit 18' bezeichnet. Die Schweisstellen haben die Kennzeichnung 21' erhalten.
Claims (4)
1. Stanzmesser, insbesondere für das Stanzen von Oberleder, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Versteifungsstege (2', 6', 10', 11', 15', 19') eine derartige Querschnittsfläche erhalten, dass die Elastizität der Versteifungsstege, bezogen auf die senkrechte Achse etwa in derselben Grösse ist, wie die Elastizität des Stanzmesserprofils, ebenfalls bezogen auf die senkrechte Achse, sodass beim Stanzvorgang bedeutende Spannungserhöhungen in der Stanzschneide vermieden werden.
2. Stanzmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstege zusätzlich eine oder mehrere Krümmungen zur Erhöhung der Elastizität erhalten.
3. Stanzmesser nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstege Verdickungen oder Ansätze zur Aufnahme von Vorstechern (4', 8', 12', 16', 20') erhalten, derart, dass die Elastizität der Stege garnicht oder nur sehr gering beeinflusst wird.
4. Stanzmesser nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstege eine veränderliche Querschnittsfläche erhalten.
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