DEM0000826MA - Masten-Tiefimprägnierung durch Einschnitte in den Holzkörper - Google Patents
Masten-Tiefimprägnierung durch Einschnitte in den HolzkörperInfo
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Description
Die vorstehende Erfindung hat den Zweck, an besonders durch Fäulnis gefährdeten Stellen von Hölzern, z.B. eines Leitungsmastes, durch Einschnitte in das Holz ein tiefes Eindringen eines Imprägnierstoffes zu erzielen. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass diese Einschnitte rings um den ganzen Aussenrand des Querschnittes in einer der gewünschten Schutzzone entsprechenden Länge so angeordnet sind, dass die von jedem Einschnitt ausgehende Diffusion des Imprägnierstoffes sich mit dem vom benachbarten Einschnitte ins Holz eindringenden Imprägnierstoff berührt, bzw. überschneidet, dergestalt, dass eine geschlossene, tiefgehende Imprägnierzone am Aussenrand des Holzquerschnittes gebildet wird.
Es ist bekannt, dass z.B. jeder natürliche, beim Trocknen eines Holzes entstehende Luftriss, bei der zur Imprägnierung im Tauchbad oder im Kesseldruckverfahren vollkommen von der zur Imprägnierung verwendeten Lösung ummantelt wird.
Genau ebenso werden auch künstlich erzeugte Einschnitte oder Risse nun von dieser Imprägnierlösung ummantelt.
Fig. 1 der anliegenden Zeichnung zeigt z.B. den Teil eines hölzernen Leitungsmastes in der ganz besonders durch Fäulnis gefährdeten Gegend des Erdbodens mit den längs des Mastes verlaufenden Einschnitten. Diese werden so lang gestaltet, dass sie dem Mast mindestens eine Schutzzone in der erfahrungsgemässen Länge von etwa 40 cm unterhalb und 30 - 40 cm oberhalb des Erdbodens geben.
Fig. 2 zeigt den Querschnitt dieses Maststückes mit seinen Einschnitten und der inneren, die Eindringtiefe bezeichnenden Grenzlinie, welche durch die von den einzelnen Einschnittsenden halbkreisförmig ausgehende Diffusion der Imprägnierlösung gebildet wird.
Fig. 3 stellt einen Ausschnitt aus einem Mastquerschnitt in der durch Einschnitte tiefimprägnierten Zone dar, in welchem die von 2 benachbarten Einschnitten ausgehende Diffusion des Imprägnierstoffes in stark schraffierter Form angedeutet ist. Da diese Diffusion ziemlich gleichartig nach allen Richtungen vor sich geht und somit rechteckige einzelne Imprägnierzonen mit einem Halbrundkopf bilden, die sich, wie die
Schraffierung zeigt, zum Teil überschneiden, so entsteht durch das Aneinandergrenzen bzw. Überschneiden der einzelnen benachbarten Imprägnierzonen eine Gesamtimprägnierzone von einer Tiefe, welche die Eindringtiefe des Imprägnierstoffes bei nicht eingeschnittenen Hölzern bei weitem übertrifft.
Diese erzielte Imprägniertiefe ist abhängig von der Tiefe der Einschnitte und erreicht die Imprägniertiefe von im Kesseldruckverfahren im Osmoseverfahren und im Saftverdrängungsverfahren imprägnierten Hölzern, vermeidet aber die schwierige Beschaffung saftfrischer Hölzer für die beiden letzten Verfahren.
Im normalen Trogtränkeverfahren werden bekanntlich bei Verwendung von Schutzsalzgemischen nur Eindringtiefen der Imprägnierlösung von 10 - 15 mm Tiefe erzielt, während bei der vorliegenden Erfindung solche von 30 - 40 mm ohne weiteres erreichbar sind. Die Imprägnierung von Hölzern, die nach dem Einschnittverfahren, z.B. im Tauchbad erzielt wird, hat folgendes Bild: das Gesamte Holz erhält eine Imprägnierung, die sich auf 10-15 mm in Innere erstreckt, darüber hinaus erhalten die mit den Einschnitten versehenen besonders fäulnisgefährdeten Teile, also etwa Erdaustritt und etwa Zopf, eine weit besserte, tiefer gehende Imprägnierung. Hiermit wird z.B. der Wunsch aller Holzmastverbraucher erfüllt, den besonders gefährdeten Teilen der Maste auch eine stärkere Imprägnierung, als den weniger gefährdeten Mastteilen geben zu können.
Fig. 4 stelle einen hölzernen Mast dar, an dem gezeigt ist, wie die Einschnitte am Mast und damit die Erzielung der Tiefimprägnierung gedacht sind und wo die Einschnitte vorzugsweise angebracht werden sollen.
Ausführungsbeispiel:
Die Mastenhölzer werden zunächst, wie jeder andere Mast vor der Imprägnierung gut geschält und geschnitzt, d.h. sie werden von Rinde und Bast befreit und an der Oberfläche geebnet. Die Diffusion der Imprägnierlösung kann somit von der Mastperipherie aus wie bei jedem Mast erfolgen. Nach dem Schälen werden mittels geeigneter Werkzeuge die Einschnitte bzw. Schlitze in den Mast an der vorgesehenen Stelle angebracht, d. i. etwa 30 und mehr cm unterhalb bis 30 und mehr cm oberhalb des Mastpunktes, der beim Aufstellen des Mastes sich in Höhe der Erdoberfläche befindet. Dieser Punkt ist durch die Vorschriften des VdE für die einzelnen Mastgrößen bestimmt.
Nachdem diese Schlitze in der sogenannten Gefahrenzone angebracht sind, was in der beabsichtigten Tiefe durch eine Schlitzmaschine oder von Hand geschehen kann, wird der Mast entweder im Trogtränkeverfahren oder im Kesseldruckverfahren oder im Osmoseverfahren in bekannter Weise imprägniert.
Je nach dem Feuchtigkeitsgehalt der zu imprägnierenden Stangen geht die Diffusion der Salze sowohl in radialer Richtung als auch in konzentrischer Richtung, also den Jahrensringen parallel (von den Einschnitten aus), tiefer oder weniger tief vor sich. Die günstiges Zeit der Imprägnierung ist die, sofort nach der Anfuhr der Maste zum Imprägnierwerk folgende.
Bei Stangen, welche früh und demgemäß noch ziemlich feucht zum Imprägnieren kommen, werden die Schlitze einen größere Abstand von einander haben und bei den später zum Imprägnieren kommenden, also bei trockneren Stangen, werden sie enger aneinander gelegt werden müssen.
Hierfür wird folgende Tabelle empfohlen:
Nach der Imprägnierung werden die Stangen 14 Tage bis 3 Wochen regensicher gelagert, damit die eingedrungenen Salze die Möglichkeit haben, sich bei der Holzfaser schwer auslaugbar zu verbinden, sofern bei der Imprägnierung sogenannte U- bzw. UA-Salze verwendet wurden.
Claims (1)
- Masten-Tiefenimprägnierung durch Einschnitte in den Holzkörper, dadurch gekennzeichnet, dass von diesen Einschnitten aus, genau wie bei natürlichen Luftrissen, durch seitliche Diffusion des Imprägnierstoffes, mit dem die Imprägnierung vorgenommen wird, Imprägnierzonen entstehen, die sich nachbarlich berührend, bzw. überschneidend eine durch die Tiefe der Einschnitte bedingte, grössere Imprägniertiefe des Imprägnierobjektes in der ganzen Länge der Einschnitte erzielen, als sie der übrige teil des Imprägnierobjektes hat, wodurch ein erhöhter Schutz dieser mit Einschnitten versehenen Teile des Imprägnierobjektes geschaffen wird.
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