DEF0010122MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. Oktober 1952 Bekanntgemacht am 12. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
- Für die verschiedensten Zwecke, unter anderem
auch für photographische Kopiergeräte, sind Zeitschalter bekannt, bei denen ein über einen Regelwiderstand
zeitabhängig aufladbarer Kondensator eine an ihn angeschlossene Glimmlampe, d. h. eine
Zweielektrodenröhre mit Edelgasfüllung, z. B. Neon, zündet, sobald die bei der Aufladung steigende
Spannung am Kondensator gleich der Zündspannung der Glimmlampe ist. Der hierbei über die
Glimmlampe fließende Entladestrom des Kondensators schaltet mittels eines Relais die Belichtung
aus, z. B. durch Abschalten der Kopierlampe. Die Glimmlampe hat unter anderem den Vorteil, daß
sie den Stromweg sicher sperrt, solange die Zündspannung noch nicht erreicht ist, und ihn dann
schlagartig freigibt, so daß die im wesentlichen durch die Speisespannung der Anlage, die eingestellte Größe des Regelwiderstandes und die Größe
des Kondensators bestimmte Zeitdauer, die bei der praktischen Ausführungsform nur mittels des
Regelwiderstandes geändert wird,, genau eingehalten wird, wie es insbesondere für photographische
Kopiergeräte unerläßlich ist.
Es wurde nun gefunden, daß es in einfacherer Weise als bei den bekannten, mit mehreren Relais
und einer großen Zahl von Schaltern und Umschaltern ausgerüsteten Ausführungsformen möglich
ist, einen sehr zuverlässigen und dabei auch
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sehr preiswerten Zeitschalter mit Einstellung auf alle vorkommenden Zeitwerte und für automatische
Betätigung nach Zeit und zugleich für Betätigung von Hand mit beliebiger Einschaltdauer
zu schaffen, wenn das mit der Glimmröhre in Reihe liegende Relais sich'bei Erregung auf einen Haltestromkreis
mit Unterbechertaste schaltet und den Kondensator kurzschließt, so daß die Lampe abgeschaltet
bleibt, bis das Relais durch Drücken der
ίο Unterbrechertaste abfällt und sich zur Einleitung
eines neuen Schaltvorganges an die Glimmröhre anschaltet.
Während bei einer bekannten Anordnung die Steuerung der Kopierlampe über ein Zwischenrelais
erfolgt, welches Seinerseits den Schalter des , Lampenkreises betätigt, findet hier die Steuerung
unmittelbar statt, so daß sich keine zeitlichen Verzögerungen durch Vervielfachung der Kontaktgabe
ergeben können. Die Anordnung hat daher
ao den Vorteil, daß lediglich ein einziges Relais mit
nur einer Wicklung erforderlich ist, das den Schalter im Lampenkreis unmittelbar betätigt. Die
Schaltung ist auch wie die bekannten Zeitschalter von Schwankungen der Netzspannung unabhängig,
da bei niedriger Netzspannung sich automatisch eine Erhöhung der Belichtungszeit ergibt, während
bei höherer Netzspannung die Belichtungszeit kürzer wird.
Vorzugsweise ist ferner ein Handschalter vorgesehen, durch den die Zeitschalteinrichtung ohne
Unterbrechung des Kopierlampenstromkreises vom Netz abgeschaltet und die Kopierlampe somit auf
Dauerbetrieb geschaltet werden kann.
Der Entladungskondensator wird unmittelbar nach Erreichung der Zündspannung der Glimmlampe
kurzgeschlossen, so daß der zeitabhängig wirkende Kondensator unbedingt wieder auf das
Potential Null gebracht wird. Es treten daher auch bei sehr raschen Schaltfolgen keine Zeitdifferenzen
auf. Ein in Reihe liegender ohmscher Widerstand verhindert die Bildung von Funken am Kurzschlußschalter.
.
Zweckmäßig wird parallel zum Relais ein stabilisierender
Kondensator geschaltet. Ferner empfiehlt es sich, parallel zu der Reihenschaltung aus Regelwiderstand
und Entladungskondensator einen stabilisierenden ohmschen Widerstand einzufügen und
in Reihe zu dieser Gruppe von Schaltungsgliedern einen Vorwiderstand zur Begrenzung des Stromes
im Potentiometer auf einen Höchstwert von 0,8 mA anzuordnen. Gegebenenfalls ist auch ein Glättungskondensator
parallel zum Netz hinter der Netzsicherung bzw. dem bei Wechselspannung erforderlichen
Gleichrichter vorzusehen.
An den Klemmen 1, 2 liegen die Netzspannung sowie der Schalter 3 und die Sicherung 4. Hinter
dem Schalter folgen Gleichrichters, falls an den , Klemmen 1, 2 Wechselspannung liegt. Der Glät-
tungskondensator 6 z. B. von 0,5 μΈ verbindet die
von den Klemmen-1, 2 zur Zeitschalteinrichtung
führenden Netzleiter 7 und 8.
Am Leiter 7 hängt ein Vorwiderstand 9 z. B. von 20 Kiloohm, der über den Stabilisierwiderstand 10
von z.B. 5 Megohm mit dem Leiter8 verbunden
ist. Parallel zum Widerstand 10 liegt der Regelwiderstand 11, zweckmäßigerweise ein Schichtpotentiometer
von etwa 6 Megohm. An dessen einstellbaren Abgriff 12 sind der Entladungskondensator
13 z.B. von 4/^F sowie ein Kurzschlußschalter
14 in Reihe mit dem Löschwiderstand 15 und
die Glimmlampe 16 angeschlossen, deren anderer Pol an dem einen Kontakt 17 des Umschalters 18
liegt, dessen anderer Kontakt 19 über die Ruhekontaktbandtaste 20 mit dem Netzleiter 7 verbunden
ist. Am Umschalter 18 liegt das Relais 21, dem ein Stabilisierkondensator 22 parallel geschaltet
ist. Der Entladungskondensator 13, der Löschwiderstand 15, das Relais 21 und der Stabilisierkondensator
22 liegen mit ihren anderen Polen an dem Netzleiter 8.
In dem gezeichneten Schema gehört der Schalter 23 zum Relais 21 und wird von diesem gesteuert.
Dieser Schalter schaltet die Kopierlampe 24 ein und aus. Diese hängt über den Anschlüssen 25, 26
am. Netz. '
Der Zeitschalter hat folgende Wirkungsweise: Nach dem Schließen des Schalters 3 erhält der Kondensator
13 über den Vorwiderstand 9 und den Regelwiderstand 11 Strom; er lädt sich auf in einer
Zeit, welche durch den Abgriff 12 des Regel-Widerstandes bemessen wird. Der Kuzschlußschalter
14 ist offen, die Handtaste 20 geschlossen, der Umschalter 18 liegt am Kontakt 17, das Relais ist
zunächst noch spannungslos, mithin nicht erregt. Der Schalter 23 ist bei diesem Zustand des Relais
indessen geschlossen, so daß die Kopierlampe 24 brennt.
Hat die beim Aufladen des Kondensators 13 steigende Spannung an ihm einen Wert erreicht,
welcher die Glimmlampe 16 auf ihre Zündspannung bringt, so gibt die Lampe dem Strom den
Weg zum angeschalteten Relais 21 frei. Das nunmehr erregte Relais öffnet den Schalter 23 und
schaltet damit die Kopierlampe 24 aus und legt den Umschalter 18 vom Kontakt 17 auf den Kontakt 19
unrund wird über die Ruhestromtaste 20 weiter, und zwar jetzt aus dem Netz erregt, gegebenenfalls
über einen Gleichrichter. Die Glimmlampe ist nun stromlos, der Kondensator 13 über den vom Relais
betätigten Schalter 14 kurzgeschlossen.
Durch Drücken der Taste 20 wird das Relais wieder stromlos, der Lampenschalter 23 schließt
sich, die Lampe brennt. Zugleich legt sich der Umschalter 18 auf den Kontakt 17 zurück, und der
Kurzschluß schalter 14 wird geöffnet, so daß sich der Kondensator 13 von neuem aufladen kann.
Die Kopierlampe erlischt dann von neuem, sobald der Entladungskondensator nach der eingestellten
Zeit erneut die Glimmlampe zur Zündung bringt und damit das Relais erregt, so daß sich der
Lampenschalter öffnet.
Durch Öffnen des Schalters 3 ist die automatische Schalteinrichtung abgeschaltet und die
Kopierlampe auf Dauerbetrieb eingeschaltet, weil der Schalter 23 geschlossen ist. Ein Gesamtausschalter
sowohl für die automatische Schaltein-
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richtung als auch für den Dauerbetrieb ist wie bei den gebräuchlichen Geräten vorgesehen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Zeitschalter für photographische Vergrößerungs- und Kopiergeräte mit einem über einen Regelwiderstand aufladbaren Kondensator, dessen Entladung über eine Glimmröhre erfolgt und mittels eines mit der Glimmröhre in Reihe liegenden Relais den für die Dauer der Kondensatorladung geschlossenen Lampenstromkreis unterbricht, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (21) sich bei Erregung auf einen Haltestromkreis mit Unterbrechertaste (20) schaltet und den Kondensator (13) kurzschließt (Schalter 14), so daß die Lampe (24) abgeschaltet bleibt, bis das Relais durch Drücken der Unterbrechertaste (20) abfällt und sich zur Einleitung eines neuen Schaltvorganges an die Glimmröhre (16) anschaltet.
- 2. Zeitschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitschalteinrichtung durch einen Handschalter (3) ohne Unterbrechung des Kopierlampenstromkreises vom Netz abschaltbar ist, so daß die Kopierlampe auf Dauerbetrieb geschaltet ist.
- 3. Zeitschalter nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zum Relais ein Stabilisierungskondensator (22) liegt.Angezogene Druckschriften:
Fotomagazin, Heft i, 1952, S. 51.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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