DEE0000239MA - Kettenbaumständer - Google Patents
KettenbaumständerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Ständer mit endlosen, über obere und untere Scheiben laufenden Ketten zum Heben und Senken von Kettenbäumen, Zettelwalzen, Webgeschirren, Stoffballen, Gummiwalzen o.dgl., dessen oberes Kettenrad durch einen am Ständer abgestützten Elektromotor über Zahnräder und Schneckengetriebe angetrieben wird. Bei den bekannten Ständern dieser Art ist der Antrieb vollkommen starr, was bei Einschalten des Elektromotors eine außerordentlich hohe Belastung ergibt, da die momentan zu beschleunigende Masse sehr groß ist, die durch die in dem Ständer gelagerten schweren Kettenbäume, Walzen u.dgl. gebildet wird. Diese hohe schlagartige Belastung gefährdet das Getriebe und den Ständer. Da die mit diesen Ständern angestrebte Magazinierung in senkrechter Richtung verläuft und je nach zur Verfügung stehender Raumhöhe teilweise sehr große Höhen erreicht, können bei auftretenden Zerstörungen oder auch nur Verbiegungen große Schäden an Material und gegebenenfalls sogar an Menschenleben auftreten. Die Ständerkonstruktion muß überdimensioniert werden, was eine Verteuerung und Erhöhung des Gesamtgewichts mit sich bringt. Ein zerstörtes Zahnrad kann nicht so leicht ausgewechselt werden und bedarf meist einer Nachbestellung bei einer Spezialfirma.
Zur Vermeidung dieser Mängel wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß bei einem Ständer der erwähnten Art der Motor seine Antriebsleistung über zweckmäßig kurze und keilförmige Riemen abgibt. Ein solcher Keilriemen kann bei auftretenden hohen Überlastungen rutschen und bildet somit eine Sicherung gegen irgendwelchen Bruch oder Überbeanspruchungen des Getriebes und des Ständers. Er stellt somit den gerade für derartige Magazinierung notwendigen Unfallschutz dar. Er selbst ist das schwächste Glied im Zuge des Antriebs und kann infolgedessen durch allmählichen Verschleiß infolge seiner Sicherungsbetätigung als Rutschkupplung schließlich mal zu Bruch gehen. Sein Ersatz macht dann aber keinerlei Schwierigkeiten, weil er überall erhältlich und sehr billig ist, zumal bei kurzen Längen. Durch das Schneckengetriebe bleibt die Selbstsperrung des Antriebs in jeder Stellung gewährleistet. Durch die Begrenzung der Belastung wird der Ständer geschont und braucht nicht überdimensioniert zu werden. Die Lagerung des Motors im Verhältnis zum Zahnrad- oder Schneckengetriebe braucht nicht so genau wie bisher
zu sein, zumal nicht, wenn der Motor schwingbar abgestützt ist, sodaß er den Riemen spannt.
Ein derartiger Keilriemenantrieb ist in der Technik vielfach bekannt, z.B. bei Einzelantrieb von Werkzeugmaschinen. Doch sind hier die Wechselwirkungen, die mit ihm erreicht werden, teilweise ganz andere. Bei dem Ständer, auf den sich die Erfindung bezieht, handelt es sich um eine Transporteinrichtung in senkrechter Richtung, also eine Art Fahrstuhl oder Paternoster, bei der der Unfallschutz bei größtmöglicher Raumausnutzung, bzw. Raumersparnis zu vervollkommnen ist, der sich auf den Gesamtaufbau des Ständergestells selbst auswirkt. Deshalb sind auch die Riemenantriebe nicht mit der Erfindung vergleichbar, die schon für in waagerechter Richtung magazierende Kettenbaumständer vorgeschlagen worden sind, ganz abgesehen davon, daß dort der Motor auf dem Boden steht und seitlich des Ständers über lange Flachriemen in die Höhe treibt. Solche Riemen gefährden ihrerseits selbst die Bedienungsleute, wenn auf raumsparende enge Anordnung Wert gelegt wird, wie sie dem Sinne dieser Magazinierung entspricht. Diese Gefährdung durch offen laufende Riemen ist bei der Erfindung ausgeschlossen, da sich der Motor in der Nähe des oberen Kettenrades befindet, wo er sich infolgedessen völlig außer der Reichweite des Bedienungsraumes befindet. Außerdem liegen bei der Erfindung diesem bekannten Kettenbaumständer gegenüber die Verhältnisse auch insofern völlig anders, als bei ihr infolge der teilweise sehr großen Höhe der Ständer die Lagerung der einzelnen Kettenbäume nicht mehr ohneweiteres zu übersehen ist, sodaß irgendwelche Verlagerungen, die zu Verhakungen o.dgl. Unregelmäßigkeiten führen können, bei der Inbetriebsetzung nicht erkennbar sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Abb. 1 eine Stirnansicht,
Abb. 2 eine Seitenansicht.
Der Ständer besteht aus den senkrechten Stützen 1 mit seinen Querverstrebungen 2 und 3 und trägt untere Kettenräder 4 und obere 5 zur Führung der beiden Ketten 6. Der Antrieb erfolgt von dem oberen Kettenrad 7 aus gleichmäßig auf beide Ketten infolge Verbindung durch eine Welle 8, die mit dem Schneckenrad 9 verbunden ist. Von dieser Welle 8 geht der Antrieb rechts und links über Kettenräder 10 und 111 und zwischengeschaltete Ketten 12.
Die Schnecke 13 ist über die Welle 14 mit der Keilriemenscheibe 15 verbunden, die über zwei Keilriemen 17 von der auf der Welle des Elektromotors 18 sitzenden Keilriemenscheibe 16 angetrieben wird. Der Motor 18 sitzt auf der um das Gelenk 20 am Ständer 1 schwingbaren Wippe 19 und erzeugt mit seinem Gewicht die Riemenspannung. Die Kettenbäume 21 hängen an den Tragstäben 22, die zwischen den beiden Ketten 6 aufgehängt sind.
Claims (2)
1.) Ständer mit endlosen, über obere und untere Scheiben laufenden Ketten zum Heben und Senken von Kettenbäumen o.dgl., dessen oberes Kettenrad durch einen am Ständer abgestützten Elektromotor über Kettenräder und Schneckengetriebe angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor seine Antriebsleistung über, zweckmäßig kurze und keilförmige, Riemen abgibt.
2.) Ständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor schwingbar abgestützt ist, sodaß er den Riemen spannt.
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