DED0013778MA - - Google Patents

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DED0013778MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 5. Dezember 1952 Bekanntgemacht am 29. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die üblichen Tennisbälle bestehen aus einer aufgetriebenen Gummihülle mit einem Bezug eines verfilzten Gewebes, wobei sich an den Rändern der vorverfilzten Gewebezuschnitte beim Aufbringen auf die Gummihülle Stoßränder ergeben. Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zum Herstellen von mit einem Stoffbezug versehenen Tennisod. dgl. Spielbällen, das zu einem Ball mit nahtlosem Bezug führt, der eine längere Gebrauchsdauef als die bekannten1 Bälle hat.
Nach der Erfindung besteht das neue Verfahren zum Herstellen von mit einem verfilzten Bezug auf einer Gummihülle versehenen Tennis- od. dgl. Spielbällen darin, daß auf die aufgetriebene Gummihülle eine Zwischenschicht eines schmelzbaren oder löslichen Stoffes aufgebracht, auf diese eine Schicht verfilzbarer Fasern, aufgetragen und diese unter Verflüssigen und Austreiben der Zwischenschicht auf die Gummihülle aufgefilzt wird.
Als Zwischenträger können dabei solche Stoffe verwendet werden, die sich durch Schmelzen verflüssigen lassen, wie beispielsweise Eis oder solche Stoffe, die sich in einem Lösungsmittel, beispielsweise Wasser, lösen. Hierzu werden als Beispiele Seife, Leim, Gelatine, Natriumalginat oder ein Zelluloseäther genannt.
509 699/460
D 13778 X/39a
Zweckmäßig findet der Zwischenträger in geschäumtem Zustand Anwendung, so daß eine ausreichend' starke Überzugsschicht mit geringstem
·'■■'■ Stoff aufwand hergestellt werden kann.
.5 So kann der Zwischenträger etwa aus einer ' Mischung von 12 Gewichtsteilen Seife, 20 Gewichtsteilen Hautleim, 3 Gewichtsteilen Gummimikh und 65 Gewichtsteilen Wasser bestehen, wie auch andere Mengenverhältnisse, die zu einer
ίο Gelbildung führen, gewählt werden können. Das Gemisch wird für 20 Minuten schaumig geschlagen und dann in zwei, halbkugelförmige Formschalen mit zentrisch dazu ausgerichtet gehaltenen halbkugelförmigen Kernen eingefüllt, in denen es sich im Verlauf von 6 bis S Stunden setzt und Halbkugelschalen bildet. Die Abmessungen. der Formschalen sind so gewählt, daß der Außendur'chmesser der erhaltenen Formlinge etwa 88 mm beträgt, während der Innendurchmesser dem Außendurchmesser einer Gummihülle für einen Tennisball, also etwa 65 mm beträgt. Zwei dieser Halbkugelschalen werden an den Außenseiten mit eimern Gummimilchfilm überzogen, auf dien eine Lage Streichwolle aufgelegt wird,, die völlig mit der Gummimilch durchfeuchtet ist. Diese Wollschicht beträgt etwa ein Viertel derjenigen Gewichtsmenge, die für die Fertigstellung des Balles notwendig ist. Die so überzogenen Halbkugelschalen werden dann auf die Gummihülle eines Tennisballes, die mit einer Gummilösung überzogen ist, aufgesetzt, worauf die Restmenge der Wolle in Form eines 25 mm breiten Streifens um den Ballkörper gewickelt wird.
Der auf diese Weise hergestellte Ballkörper wird mit Wasser von 40 bis 45° angefeuchtet und dann einem Walkvorgang zum Verfilzen der Wolle unterzogen, wobei er öfters in Wasser eingetaucht wird, um die Seife und den Leim herauszuwaschen. Mit der Beendigung der Verfilzung ist die Seife völlig herausgewaschen, und die Wolle bildet auf der Gummihülle eine dichte, gleichmäßige Bezugsschicht. Der Ball wird dann in handwarmem Wasser ausgewaschen und getrocknet, dann in Naphta getaucht und in Vulkanisierformen auf den Fertigdurchmesser vulkanisiert, wobei der Abdruck der Schließfuge der Form entfernt wird.
Das Gewicht der Wolle richtet sich nach derjenigen Menge, die notwendig ist, um unter Berücksichtigung der beim Verfilzen ^eintretenden Verluste einen Ball mit einem bestimmtem Fertiggewicht herzustellen. Die Stärke des Zwischenträgers bestimmt sich nach dem Ausmaß des Schrumpfen« der Wollechicht beim Verfilzen.
An Stelle 'der Hautleimmisehung kann auch eine Gelatine-Seife-Mischung verwendet werden, wie auch die aufgetriebene Gummihülle, die mit einem Klebstoffauftrag versehen ist, in zwei Halbkugelschalen aus Eis eingeschlossen werden kann. Über das Eis wird dann ein lockerer Streifen Streichwolle in der erforderlichen Stärke aufgewickelt, der nach Behandlung mit einer Seifenlösung durch Walken verfilzt wird. Das Eis schmilzt unter dem Walkvorgang und wird dabei ausgetrieben, während die Wolle zu einer sich fest auf die Gummihülle legenden Filzschicht verdichtet wird. Der Ball wird dann, wie vorbeschrieben,, vulkanisiert und fertiggestellt.

Claims (5)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zum Herstellen nahtloser Tennisbälle od. ä. mit Filz überzogener Spielbälle, dadurch gekennzeichnet, daß auf die aufgetriebene Gummihülle eine Zwischenschicht eines schmelzbaren öder löslichen Stoffes aufgebracht, auf diese eine Schicht verfilzbarer Fasern aufgetragen und diese unter Verflüssigen und Austreiben/der 1 Zwischenschicht < auf die Gummihülle auf gefilzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Zwischenschicht ein geschäumter Stoff verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Zwischenschicht aus einem geschäumten und verfestigten Gemisch von Haütleim, Seife und Gummimilch in Wasser.
4. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Zwischenschicht aus einem niederschmelzbaren Stoff, beispielsweise Eis.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht in Form zweier Halbkugelschalen auf die Ballhülle aufgebracht, um diese dann eine Lage eines Streifens verfilzbarer Wolle gelegt und diese verfilzt wird. ,
© 509 699/460 3. 56

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