DEC0010221MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. November 1954 Bekannitgeniaclit am 25. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Beim Aufschließen von, Rohphosphaten, insbesondere ungeglühten Rohphosphaten, mit 50-bis
6o°/oiger Salpeter säure, wie sie bei der
Ammonaakverbrennung1 in, großtechnischem Maßstab
anfällt, treten, bekanntlich bei diskontinuierlicher Verfahrensweise: erhebliche Stickstoffverluste,
die 4 bis 6 °/o der angewandten H N O3-Menge betragen, können, auf. Die Stickstoffverluste
steigern sich, noch beträchtlich, wenn der Aufschluß mit Salpetersäure und Schwefelsäure erfolgt, und
zwar um SO' mehr, je höher die Konzentration, dler
angewandten, Schwefelsäure und ihr Anteil an der Gesamtmenge der Aufschlußsäure ist.
Es sind kontinuierliche Verfahren, zum Aufschließen von Rohphosphaten nut Salpetersäure
allein oder zusammen mit Schwefelsäure oder/und Phosphorsäure bekannt, bei denen durch geeignete
Maßnahmen die oben beschriebenen, hohen Stickstoffverluste herabgesetzt: werden. Dies geschieht
einmal dadurch, daß durch Kühlung die schädliche Temperaturerhöhung ■ des Reaktionsgemisches vermieden
wird, und zum andern auf die Weise, dlaß man den Aufschluß ;unter Einhaltung besonderer
Mengenverhältnisse durchführt, z. B. in einem großen Vorlagevolumen von. fertigem Aufschlußgemisch.
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Bei den vorgenannten kontinuierlichen Verfahrensweisen
werden, zwar die Stickstoffverluste gegenüber der diskontinuierlichen Verfahrensweise
vermindert) doch haben die kontinuierlichen Veirfahrensweisen, wie von den Erfindern erkannt
wurde, den wesentlichen Nachteil, daß die Salpetersäure allein oder im Gemisch mit Schwefelsäure
zusammen, mit dem Rohphosphat in die Vorratslösung des Aufschlußbehälters oder — falls davon
ίο mehrere vorhanden ■— in die des ersten und/oder
zweiten Aufschlußbehälters gelangen. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, daß sich, Strähnen
konzentrierter Säure in dem Reaktionsgemisch bilden,
die zugleich als Strähnen, erhöhter Temperatur oxydierend auf die, organischen Bestandteile des
Rohphosphats wirken, wodurch erhöhte Stickstoffverluste verursacht werden.
Es wurde nun ein kontinuierliches Verfahren zum Aufschließen von Rohphosphaten, insbesondere
ungeglühten. Rohphosphaten, mit Salpetersäure allein oder zusammen mit Schwefelsäure
oder/und Phosphorsäure gefunden,, welches — unter \7ermeidung der zuletzt genannten Nachteile -gestattet,
die Stickstoff Verluste noch, weiter herabzusetzen, und zwar bis auf 0,2 bis 0,5 °/o der angewandten
HNOg-Menge. Das ernndungsgemäße
Verfahren, wird, in, mehreren, vorzugsweise zwei bis drei hintereinandergeschalteten Rührbehältern
durchgeführt, die von dem Aufschlußgemisch durchströmt werden. Jeder nachfolgende Behälter
ist je nach dta Betriebserfordernissen mit einem oder mehreren der vorhergehenden Behälter durch
Rücklaufleitungen verbunden, wodurch es möglich ist, die jeweils gewünschte Menge an Rücklauf in
den jeweilig gewünschten Behälter zurückzuführen. Das wesentliche Merkmal der vorliegenden Erfindung
besteht darin, daß das Rohphosphat in den ersten oder/und zweiten Behälter eingetragen wird,
während, die zum. Aufschluß des Rohphosphats benötigte Salpetersäuremenge — entsprechend dem
zeitlichen Ablauf der Rohphosphataufgabe — in den Rücklauf zwischen, dem letzten bzw. einem der
vorhergehenden. Behälter und dem ersten bzw. dem ersten und/oder zweiten Behälter eingeführt wird.
Der erzielte Effekt, besteht — wie bereits oben erwähnt
— hauptsächlich darin, daß die'Stickstoffverluste
auf eine minimale Menge herabgesetzt werden. Das wird offenbar dadurch erreicht, daß
die konzentrierte Salpetersäure erst nach weitgehender Verdünnung und Homogenisierung mit
fertiger Aufschluß lösung, die im wesentlichen aus Phosphorsäure, Calciumnitrat und Wasser, gegebenenfalls
auch noch, aus freier Salpetersäure und, suspendiertem Calciumsulfat, besteht, auf das
Rohphosphat trifft.
Für den, Fall, daß außer der Salpetersäure auch Schwefelsäure zum Aufschließen des Rohphosphats
verwendet wird, verfährt man, erfindungsgemäß vorteilhaft derart, daß man die Schwefelsäure, für
sich allein, oder mit der Salpetersäure vermischt, dem Rücklauf zwischen dem, letzten bzw. einem
der vorhergehenden. Behälter und dem ersten bzw.
dem ersten und/oder zweiten Behälter zuführt. Man kann, aber auch derart verfahren, daß man die
Schwefelsäure, für sich allein oder mit dem Rohphosphat vermischt, dem ersten Behälter bzw. dem
ersten und/oder zweiten Behälter direkt zuführt. Die Zugabe der Salpetersäure erfolgt, falls sie
nicht mit der Schwefelsäure vermischt wird, in der oben beschriebenen Weise.
Für den weiteren Fall, daß außer Salpetersäure auch Phosphorsäure zum Aufschließen, des Rohphosphats
benutzt wird, kann, man einmal in der Weise verfahren, daß man, die Phosphorsäure, gegebenenfalls
mit: der Salpetersäure vermischt, dem Rücklauf zwischen dem letzten bzw. einem der
vorhergehenden Behälter und, dem ersten, bzw. dem ersten und/oder zweiten Behälter zuführt. Man
kann aber auch in der Weise vorgehen, daß man die Phosphorsäure, für sich allein oder mit dem
Rohphosphat vermischt, direkt in den ersten bzw. in den ersten und/oder zweiten Behälter gibt. Die
Zugabe der Salpetersäure erfolgt, falls sie nicht mit der Phosphorsäure vermischt wird, in, der oben
angegebenen Weise. .
Wenn zum Aufschließen alle drei vorgenannten Säuren, verwendet werden, vermischt man vorteilhaft
die Schwefelsäure zunächst mit der Phosphorsäure und gibt das erhaltene Gemisch dem Rücklauf
zwischen dem letzten bzw. einem der vorhergehenden. Behälter und dem ersten bzw. dem ersten
und/oder zweiten Behälter zu. Man kann das Gemisch auch, direkt in den ersten und/oder zweiten
Behälter geben. Im letzteren Fall kann die Zuführung auch im Gemisch mit dem Rohphosphat erfolgen.
Statt die. obenerwähnten, aus Rohphosphat und Schwefelsäure, Rohphosphat und Phosphorsäure
oder Rohphosphat, Schwefelsäure und Phosphorsäure erhaltenen Gemische dem ersten bzw. dem
ersten und/oder zweiten Behälter direkt hinzuzufügen, kann man auch die aus dien vorgenannten
Gemischen entstehenden Reaktionsprodukte dem ersten, bzw. dem ersten und/oder zweiten Behälter
direkt hinzufügen;. ,
Die pro Zeiteinheit geförderte Menge an. Rücklauf hängt: von der Art, Konzentration und der pro
Zeiteinheit aufgegebenen Menge Aufschlußsäuire ab. Sie ist in Hinsicht auf die angestrebte Verdünnung
und. Homogenisierung der Aufschlußsäure mit dem Aufschlußgemisdi im allgemeinen, um so
größer, je höher die Konzentration, und je größer die pro Zeiteinheit aufgegebene Menge Aufschlußsäure
ist.
Schließt man beispielsweise 100 Gewichitsteile
Rohphosphat mit 115 Gewichtsteilen Salpetersäure,
24 Gewichtsteilen Phosphorsäure und 10 Gewichtsteilen
Schwefelsäure, als wasserfreie Säuren berechnet, auf, soi beträgt die pro Zeiteinheit geförderte
Menge an Rücklauf das 9- bis i8faehe der pro Zeiteinheit aufgegebenen. Menge HNO3 (H2 0-frei.),
das 80- bis röofache der pro Zeiteinheit aufgegebenen
Menge H2SO4 (H2O-Im)', das 40-bis
Sofache der pro Zeiteinheit aufgegebenen Menge H3PO4 (H2O-frei), wobei die Konzentration,
der angewandten. Salpetersäure 56%, die
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der Schwefelsäure 8o% und die dier Phosphorsäure 69% beträgt. . '.
Die Temperatur des Aufschlußgemischeis wird
bei dem ernndungsgemäßen Verfahren, ohne An-■
wendung besonderer Kühlmaßnahmen auf 50 bis 700 gehalten. Sie kann, falls dies mit Rücksicht darauf,
daß das Calciumfluoirid; unaufgeschlossen bleiben
soll, auch durch geeigneteMaßniahmen auf 20 bis 500
gesenkt werden.
■ Die Schaumbildung, wie sie bekanntlich beim Aufschluß von ungeglühten Rohphosphaten auftritt,
wird, bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wirkungsvoll durch geeignete Maßnahmen, z. B.
durch Anwendung von Intensdvrührern, vorzugsweise
in dem ersten bzw. in dem ersten und zweiten Behälter, ferner durch. Anwendung vom Schaunizentrifugen,
Einbauten u.a., unterdrückt, ohne daß durch die Intensivrührung eine sich verbietende
Erhöhung der Stickstoff Verluste eintritt. Überdies
wird infolge der durch die Intensivrührung in dem Reaktioinsgemisch erzeugten Turbulenz und
raschen Homogenisierung die Umsetzung des
, Rohphosphats mit der Aufschlußsäure gefördert.
Es sind bereits Verfahren, zum Aufschließen von Rofaiphosphaten mit Salpetersäure und mit
Schwefelsäure od. dgl. in mehreren hinitereinandergeschalteten,
durch Rücklauf leitungen verbundenen Rührbehältern, die von dem Aufschlußgemisch
durchströmt werden, bekannt, nach, welchen die Aufschluß säure dem letzten bzw. einem der vorhergehenden
Behälter zugeführt wird,, während das Rohphosphat in, den, ersten Behälter gegeben, wird.
So beschreibt z. B. die deutsche Patentschrift 660 561 ein Verfahren, bei dem Salpetersäure nebst
dem Rohphosphat in einer im Kreislauf geführten Menge ungetrennter Reaktionsprodukte in, den
ersten Reaktionsbehälter, die zum Fällen, des Kalks angewendete Schwefelsäure in einen der letzten
Behälter gegeben wird,
Demgegenüber wird beim erfindungsgemäßen
Verfahren die Salpetersäure ausschließlich, dem Rücklauf zwischen dem letzten bzw. einem der
vorhergehenden Behälter und, dem ersten, bzw. dem ersten, und/oder zweiten Behälter zugeführt. Wird
beim erfindungsgemäßen Verfahren Schwefelsäure zusammen mit Salpetersäure zum Aufschließen
verwendet, so< werden beide1 Säuren, in den, vorgenannten.
Rücklauf gegeben, die Schwefelsäure kann aber auch, gegebenenfalls mit Rohphosphat
vermischt, unmittelbar in den ersten und/oder zweiten Behälter gegeben werden.
Die, deutsche Patentschrift 541 565 beschreibt
ein Verfahren für einen, reinen SchwefeilsäureaufSchluß,
während beim erfindungsgemäßen· Verfahren Salpetersäure allein oder zusammen mit
Schwefelsäure und/oder Phosphorsäure zum Aufschluß verwendet wird, Bei dem in der vorgenannten
deutschen Patentschrift beschriebenen, Verfahren wird das beim Konzentrieren des FiItrats vom
Aufschlußgemisch ausfallende Calciumsulfat: kontinuierlich in den Laugungsprozeß zurückgeführt.
Dagegen wird beim erfindungsgemäßen. Verfahren ein. aus unfiltriertem Aufschlußgemisch bestehender
Rücklauf gefördert, in dem die zum Aufschließen verwendete Salpetersäure eingeführt wird.
Ferner wird, durch die französische Patentschrift ι 001 557 ein Verfahren vorgeschlagen, bei
dem die zum Aufschließen verwendete Salpetersäure in das einen geringen Wassergehalt aufweisende
Aufschlußgemisch, gegeben wird, ohne daß sie vorher mit Aufschlußgemisch verdünnt
wird. Sie hat; bei ihrem Eintritt in, das Aufschlußgemisch beispielsweise eine Konzentration von
über 90%. Demgegenüber wird, beim erfindungsgemäßen.
Verfahren die zum Aufschließen verwemd'ete
Salpetersäure mit Aufschlußgemisch durch Einführen in den Rücklauf verdünnt und gelangt
erst dann in den ersten oder/und zweiten Aufschlußbehälter.
Ein Rücklauf von, flüssigem Aufschlußgemisch, wie dies beim erfindungsgemäßen Verfahren der
Fall ist, ist beim Verfahren der vorgenannten, französischen, Patentschrift deswegen, ausgeschlossen,
weil das letztere unmittelbar zu festen Produktein (Nitrophosphate) · führt. Dementsprechend, wird
kein flüssiges Aufschlußgemisch, sondern das beim Sieben des Fertigproduktes anfallende Über- und
Unterkam in die Aufschluß tröge bzw. in den Granulator
zurückgeführt, und zwar zu, dem Zweck, um eine schnellere Verfestigung bzw. Granulierung
der Masse zu erzielen.
Bei einem weiterhin in der französischen. Patentschrift
698 155 beschriebenen, Verfahren wird·Rohphosphat mit Salpetersäure aufgeschlossen, wobei
die Säure unmittelbar dem Aufschlußgemisch zugegebem wird. Demgegenüber wirdbeim erfindungsgemäßen
Verfahren die Salpetersäure dem aus Aufschlußgemisch bestehenden, Rücklauf zugegeben
und gelangt, — mit Rücklauf vermischt — in den
Aufschlußbehälter.
Bei dem Verfahren, der vorgenannten französischen Patentschrift fügt man, dem Aufschlußgemischeine
Lösung, welche Phosphorsäure, ein Ammoniumsalz oder beide enthält, hinzu,, um die Bildung von
Doppelsalz beim Ausfällen des Ca. mit K2SO4 zu
verhindern. Als phosphorsäurehaltiges Gemisch kann: hierbei das beim Aufschließen von Rohphosphat
mit Schwefelsäure erhaltene Gemisch, verwandt werden, Die beim Auswaschen des abfiltrierten
CaSO4 erhaltene Waschlauge wird in den Prozeß zurückgeführt, und zwar einmal zu dem
Schwefelsäureaufschluß und zum anderen in die Stufe der Gipskristallisatiion, Ein aus Aufschlußgemisch
schlechthin bestehender Rücklauf, dem die zum Aufschließen verwendete Salpetersäure und
gegebenenfalls auch, die zum Aufschließen, verwandte
Schwefelsäure zugegeben werden, wie dies ein wesentliches Merkmal des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist, findet bei dem in der vorgenannten französischen, Patentschrift beschriebenen Verfahren
nicht statt.
Bei einem in der britischen Patentschrift 602 268 vorgeschlagenen Verfahren wird das Rohphosphat
in einem einzigen Behälter mit Salpetersäure allein oder in Mischung mit anderen Säuren inmitten
einer großen Menge Fertiggut der gleichen Art,
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die aus einem vorhergehenden Arbeitsgang des gleichen Verfahrens herrührt, aufgeschlossen.
Die Zusammensetzung in. dem einzigen. Aufschlußbehälter
bleibt im ganzen Verlauf des Verfahrens stets die gleiche. Das ist beim erfindungsgemäßen
Verfahren nicht der Fall, da hierbei die Zusammensetzung des Gemisches im ersten. Au£-
schlußbehälter eine andere ist als in jedem der nachfolgenden Behälter. Das gleiche! gilt auch für
ίο den zweiten Behälter usf.
Beim Verfahren der vorgenannten britischen
Patentschrift findet auch, kein Rücklauf von Aufschlußgemisch
statt, wie dies beim ernndungsgemäßen Verfahren der Fall ist, wo- Aufschlußgemisch,
aus dem letzten bzw. einem der vorhergehenden Behälter in den ersten bzw. den. ersten
und/oder zweiten Behälter zurückgeführt wird. Beim Verfahren der vorgenannten britischen
Patentschrift wird ein einziger Überlaufbehälter zum Aufschließen verwendet, in welchen, die Ausgangsstoffe
in eine darin enthaltene größere Menge Fertigprodukt eingetragen werden,
Zusammenfassend kann; gesagt werden, daß sich das erfindungsgemäße Verfahren von den bekannten
Verfahren dadurch unterscheidet, daß die beim Aufschließen, verwendete Salpetersäure nicht unmittelbar
in einen, der vorgenannten Behälter ge-. geben, sondern dem Rücklauf zwischen dem letzten
bzw. einem der vorhergehenden.-Behälter und: dem
ersten bzw. dem ersten, und/oder zweiten Behälter zugeführt wird, so daß sie, mit !Rücklauf vermischt,
erst im, den ersten und/oder zweiten. Behälter gelangt. Dasselbe gilt auch für Schwefelsäure oder/
und Phosphorsäure, falls diese Säuren, zusammen mit Salpetersäure zum Aufschließen verwendet
werden. Gegenüber Salpetersäure können. Schwefelsäure oder/und Phosphorsäure beim erfindungsgemäßen
Verfahren a,uch unmittelbar dein ersten und/oder zweiten Behälter, gegebenenfalls mit
Rohphosphat vermischt, zugeführt werden.
Die Zeichnung erläutert in, schematischer Weise eine zur Durchführung des erfindungsgemäß en
Verfahrens geeignete Vorrichtung.
Der Aufschluß des Rohphosphats wird, in dian hintereinandergeschalteten. Rührbehältern 1, 2 undt 3
durchgeführt. Die Behälter 1 und. 2 sind, mit Intensivrührern,4,
der Behälter3 ist mit einem einfachen Rührer 5 ausgerüstet. Durch die Überläufe i4a bzw.
i4& fließt Aufschlußgemisch aus dem Behälter 1 in
den Behälter 2 bzw. aus dem Behälter 2 in dien,
Behälter 3 über. Durch dien Überlauf 14,. fließt
1 Aufschlußgemisch aus dem Behälter 3 zur Weiterverarbeitung
ab. In den. Überlauf I4a ist eine
Schaumzentrifuge 15 eingebaut. Durch die Leitung 7 wird mit Hilfe dar Pumpe 6 Aufschlußgemisch
aus dem Behälter 2 in, den. Behälter 1 zurückgeführt. Durch, die Leitung 9 wird mit Hilfe
der Pumpe 8 Aufschlußgemisch. aus dem Behälter3 in den Behälter 2 oder/und Behälter 1 zurückgeführt.
Durch die Leitung 11 wird. Salpetersäure,
durch die Leitung 12 Schwefelsäure und durch die Leitung 13 Phosphorsäure: in. die Rücklauf leitung 9
bzw. 7 eingeführt. Durch die Leitung 16 bzw. 17 kann die Schwefelsäure bzw. die Phosphorsäure
unmittelbar in den Behälter ι oder/und 2 einfließen.
Das Rohphosphat wird mittels der Fördervorrichtung 10 in, den Behälter 1 oder/und 2 gegeben.
1. Der Aufschluß des Rohphosphats wird in den
Behältern 1, 2 und 3, von denen jeder ein Nutzvolumen
von etwa 10 m3 hat, durchgeführt, wobei auf ioo' Gewichtsteile ungeglühtes Marokkophosphat
(32,5% P2O5) 203 Gewichtsteile Salpetersäure
(53°/oig) angewandt werden. Der Aufschluß wird in kontinuierlicher Verfahrensweise derartig
durchgeführt, daß die Behälter 1,2 und 3 ständig vom Aufschlußgemisch durchflossen' werden, während
Aufschlußgemisch ständig aus dem Behälter 3 in die Behälter 2 und 1 zurückgeführt und fertiges
Aufschlußgemisch ständig am Behälter 3 abgezogen werden. Zwei Drittel der gesamten. Rücklaufmenge
werden in den. Behälter 2 und ein Drittel in den Behälter 1 geleitet. Auf 1 t aufgegebenes Rohphosphat
werden etwa 9,5 m3 Rücklauf gefördert.
Das Rohphosphat, wovon stündlich. 3,5 t. aufgegeben
werden, wird dem Behälter 1 zugeführt. Die Salpetersäure wird durch, die Leitung 11 in die
Rücklauf leitung 9 eingeführt und' gelangt entsprechend der oben angegebenen! Verteilung des
Rücklaufs zu etwa zwei Dritteln der aufgegebenen Menge in den. Behälter 2 und. zu. einem Drittel in
den Behälter 1. Am Überlauf 14,- des Behälters 3
werden stündlich etwa 10,5 t Aufschlußgemisch mit einem Gehalt vom rund 11% P2O5 zur Weiterverarbeitung,
insbesondere auf Mehrnährstoffdüngemittel, abgezogen. Die Temperatur des Aufschlußgemisches
beiträgt etwa. 60 bis 630. Die Stickstoffverluste belaufen sich auf etwa, 0,33%
der aufgegebenen N-Menge.
2. Bei. dem Aufschluß des Rohphosphats, der in der gleichen Apparatur wie im Beispiel 1 in, kontinuierlicher
Verfahranisweise durchgeführt wird:, werden, auf 100Gewichtsteile ungeglühten. Marokkophosphats
(33% P3 O5) 220 Gewichtsteile Salpetersäure
(52%ig), 36 Gewichtsteile Phosphorsäure (69%ig) und. 13 Gewichtsteile Schwefelsäure
(8o°/oig) angewandt.
Das Rohphosphat, wovon stündlich. 3,6 t aufgegeben werden, wird dem Behälter 1 zugeführt.
Die Salpetersäure und. die Schwefelsäure werden durch die Leitung 11 bzw. 12 in die Rücklaufleitung
9 eingeführt. Beide Säuren, werden, mit Rücklauflösung vermischt, in den. Behälter 2 geleitet.
Die Rücklaufmenge beiträgt etwa 8 m3, bezogen
auf ι t aufgegebenes Rohphosphat. Die Phosphorsäure fließt durch die Leitung 17 unmittelbar
in den Behälter 1 ein.. Es werden stündlich
etwa 13 t Aufschlußgemisch mit einem Gehalt von rund 14%· P2O5 am Überlauf 14^ des Behälters
3 zur Weiterbearbeitung, insbesondere auf Mehrnährstoffdüngemittel, abgezogen.. Die Temperatur
des Aufschluß gemisches beträgt 58 bis 6i°. Die Stickstoffverluste belaufen, sich auf etwa 0,30%
der angewandten N-Menge.
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3. Bei dem in kontinuierlicher Verfahrensweise
durchgeführten Aufschluß, wobei die gleicheAppa,-ratur wie im Beispiel ι benutzt wird., werden auf
ioo Gewichtsteile ungeglühtes Marokkophosphat (32,8 % P2O5) 280 Gewichtsteile Salpetersäure
(52,80AUg) und 66 Gewichtsteile Phosphorsäure
(69°/oig) angewandt.
Das Rohphosphat, wovon stündlich, 3,5 t aufgegeben
werden, wird, mit: Phosphorsäure in dem oben angegebenen, Verhältnis vermischt, dem Bel·-
hälter 1 zugeführt. Die Salpetersäure wird durch die Leitung 11 in die Rücklauf leitung 9 eingeführt
und, mit Rücklauf vermischt, ebenfalls dem Behälter ι zugeführt. Es werden, auf 1 t aufgegebenes
Rohphosphat etwa 7 m3 Rücklauf gefördert. Am Überlauf 14C des Behälters 3 werden stündlich etwa
15,4 t Aufschlußgemisch mit einem Gehalt von rund ι S % P2 O5 zur Weiterverarbeitung1, insbesondere
auf Mehrnährstoffdüngemittel, abgezogen.
Die Temperatur des Aufschlußgemisches beträgt bis 560. Die Stickstoffverluste belaufen sich auf
etwa 0,28 % der angewandten N-Menge.
Claims (9)
1. Verfahren zum Aufschließen von Rohphotiphiaten,
insbesondere ungeglühten Rohphosphaten, mit Salpetersäure allein oder zusammen
mit Schwefelsäure oder/und Phosphorsäure in mehreren hmtereinaindergeschalteten,
durch Rücklaufleitungen, miteinander verbundenen Rührbehältern, die von dem Aufschluß gemisch
durchströmt werden, dadurch, gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Salpetersäure
allein, diese dem Rücklauf zwischen, dem letzten, bzw. einem, der vorhergehenden Behälter
und dem ersten bzw. dem ersten und/oder zweiten Behälter zugeführt wird, während, das Rohphosphat
in. den. ersten Behälter bzw. in den ersten und/oder zweiten. Behälter gegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei zusätzlicher Verwendung von Schwefelsäure zum Aufschließen, des Rohphosphate
diese für sich allein oder mit der Salpetersäure vermischt dem Rücklauf zwischen
dem letzten bzw. einem der vorhergehenden Behälter und dem ersten und/oder zweiten. Behälter
zugeführt wird.
3. Verfahren, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei zusätzlicher Verwendung von Schwefelsäure zum Aufschließen des Rohphosphats
diese für sich allein oder mit dem Rohphosphat vermascht dem ersten Behälter
bzw. dem ersten, und/odler zweiten Behälter
direkt zugeführt wird.
4. Verfahren nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei zusätzlicher Verwendung von Phosphorsäure zum Aufschließen des Rohphosphats
diese für sich allein oder mit der Salpetersäure vermischt dem Rücklauf zwischen
dem, letzten bzw. einem der vorhergehenden Behälter und dem ersten bzw. dem ersten
und/oder zweiten Behälter zugeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge^
kennzeichnet, daß bei zusätzlicher Verwendung von Phosphorsäure zum Aufschließen des Rohphosphats
diese für sich allein, oder mit dem Rohphosphat vermischt, dem ersten. Behälter
bzw. dem ersten und/oder zweiten, Behälter direkt zugeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei zusätzlicher Verwendung von Schwefelsäure und! Phosphorsäure zum
Aufschließen, des Rohphosphats diese Säuren . einzeln, oder vermischt dem Rücklauf zwischen
dem, letzten bzw. einem der vorhergehenden Behälter und dem ersten bzw. dem ersten
und/oder zweiten Behälter zugeführt werden.
7. Verfahren nach, Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei zusätzlicher1 Verwendung von Schwefelsäure und Phosphorsäure zum
Aufschließen des Rohphosphats diese Säuren einzeln, oder vermischt dem ersten bzw. dem
ersten und/oder zweiten Behälter zugeführt werden, wobei die Zuführung auch im Gemisch
mit dem Rohphosphat erfolgen kann.
8. Verfahren nach, Ansprüchen, 3, 5 und 7,
dadurch gekennzeichnet, daß man, die durch Vermischung von Rohphosphat und Schwefelsäure
bzw. Rohphosphat und Phosphorsäure bzw. Rohphosphat, Schwefelsäure und Phosphorsäure
erhaltenen Reaktionsprodukte dem ersten bzw. dem ersten und/oder dem zweiten
Behälter direkt hinzufügt.
9. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Ansprüchen 1 bis 8 mit untereinander verbundenen
Rührbehältern für das Aufschlußgemisch., gekennzeichnet: durch in den Rührbehältern,,
vorzugsweise in- dem ersten bzw. in dem ersten, und zweiten. Behälter, angeordnete
Intensivrührer.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften. Nr. 660 561, 541565; französische Patentschriften, Nr. 1 001 557,
112, 698 155;
Deutsche Patentschriften. Nr. 660 561, 541565; französische Patentschriften, Nr. 1 001 557,
112, 698 155;
britische Patentschrift Nr. 602 268.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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