DEC0008481MA - - Google Patents

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DEC0008481MA
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methyl
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aminobenzene
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. November 1953 Bekaniitgeniacht am 2. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 22a GRUPPE 1 INTERNAT. KLASSE C09b
C 8481 IVb/22a
Dr. Paul Rhyner, Dr. Rudolf Rüegg und Dr. Robert Wittwer,
Basel (Schweiz)
sind als Erfinder genannt worden
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Splanemann, Patentanwalt, Hamburg 36
Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe
Die Priorität der Anmeldung in der Schweiz vom 27. November 1952 ist in Anspruch genommen
Es wurde gefunden, daß man zu neuen, wertvollen Monoazofarbstoffen gelangt, wenn man Diazoverbindungen aus Aminen der Formel
NH2
worin eines der beiden X eine — S O2 C H3-Gruppe und
das andere ein Chlor- oder vorzugsweise ein Wasserstoffatom bedeutet, mit Verbindungen der Formel 15
'„-xC^Ha,^
N-C2H4OH
C2H4OH
(2) 20
CH3
vereinigt, worin η eine ganze Zahl im Werte von 25 höchstens 2 bedeutet.
609 577/411
C 8481 IVb/22a
Die beim vorliegenden Verfahren als Ausgangsstoffe dienenden Aminobenzol-mono-methylsulfone der Formel (i) können durch Methylieren (z. B. mit Dimethylsulfat) der entsprechenden Nitrobenzolmonosulfmsäuren bzw. deren Alkalisalzen und nachträgliche Reduktion der Nitrogruppe der erhaltenen Nitrobenzolmethylsulfone zur Aminogruppe hergestellt werden. Sie können auch erhalten werden aus den entsprechenden Nitro-thiophenolen, wenn
ίο man letztere methyliert, die erhaltenen Methylthioäther zu Methylsulfonen oxydiert und schließlich die in den erhaltenen Nitrobenzolmethylsulfonen vorhandene Nitrogruppe in an sich bekannter Weise in eine Aminogruppe überführt. Man kann sie auch nach dem Verfahren der französischen Patentschrift 829 926 herstellen. Als Beispiele von so erhältlichen Ausgangsstoffen seien die folgenden erwähnt: 2-Chlöri-aminobenzol-4-methylsulfon, · 4-Chlor-i-aminobenzol-2-methylsulfon und insbesondere i-Aminobenzol-4-methylsulfon und i-Aminobenzol-2-methylsulfon. Als Azokomponenten kommen beim vorliegenden Verfahren 1 - Di - (ß - oxyäthyl) - amino-3-methy !benzol und i-Di-(/S-oxyäthyl)-amino-3-methyl-6-methoxybenzol in Betracht.
Die Diazotierung der erwähnten Aminobenzolmethylsulföne kann nach an sich bekannten Methoden, z. B. mit Hilfe von Mineralsäure, insbesondere Salzsäure und Natriumnitrit, erfolgen.
Die Kupplung kann ebenfalls nach an sich bekannter Weise, z. B. in neutralem bis saurem Mittel, gegebenenfalls in Gegenwart von Natriumacetat oder ähnlichen die Kupplungsgeschwindigkeit beeinflussenden Puffersubstanzen, vorgenommen werden.
Nach erfolgter Kupplungsreaktion können die gebildeten Farbstoffe aus dem Kupplungsgemisch leicht, z. B. durch Filtration abgetrennt werden; da sie in Wasser nur wenig löslich sind.
Die so erhaltenen Monoazofarbstoffe sind neu. Sie entsprechen der Formel
X Ofl-1 Cm-IH2Jj-!
X
N = N
CH3
-N-C2H4OH
C2H4OH
worin η eine ganze Zahl im Werte von höchstens 2, eines der beiden X eine —S O2 C H3-Gruppe und das andere X ein Chlor- oder vorzugsweise ein Wasser-Stoffatom bedeutet. .
Diese neuen Monoazofarbstoffe, insbesondere die chlorfreien Farbstoffe, · eignen sich sehr gut zum Färben und Bedrucken von Gebilden, z. B. Fasern und Geweben aus Celluloseestern und -äthern, vor
,·■ allem aber zum Färben von Acetatkunstseide und Gebilden aus Superpolyurethanen und Superpolyamiden, beispielsweise synthetische, lineare Polyamide und Polyurethane, sowie auch Mischgeweben aus Polyamid- und Acetatkunstseidefaden.
,-. : Die auf solchen Gebilden mit diesen neuen Farbstoffen erzeugten Färbungen zeichnen sicrf durch die besondere Reinheit und Lebhaftigkeit ihres Färbtones und durch gute Allgemeinechtheitseigenschaften, insbesondere durch eine hohe Lichtechtheit und eine gute Sublimierechtheit aus. ,-
Gegenüber den aus der britischen Patentschrift 560 298 bekanntgewordenen Farbstoffen weisen die gemäß vorliegendem Verfahren erhältlichen nächstvergleichbaren neuen Farbstoffe den Vorteil einer größeren Ausgiebigkeit und eines besseren Ziehvermögens bei 50° auf. Die neuen Farbstoffe besitzen ein besseres Ziehvermögen bei 50 ° als der gemäß Beispiel 8 der USA.-Patentschrift 2 151 857 erhaltene bekannte Farbstoff, welcher übrigens auf Polyamidfasern Färbungen ergibt, die eine weniger gute Sublimationsechtheit besitzen als diejenigen, die man mit den neuen, gemäß vorliegendem Verfahren erhältlichen Farbstoffen erhalten kann.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente.
Beispiel 1
17 Teile i-Aminobenzol-4-methylsulfon, 25 Teile einer 4 n-Natriumnitritlösung und 30 Teile Eis werden in 40 Teilen Wasser mit 25 Teilen konzentrierter Salzsäure versetzt. Durch Kühlung von außen wird die Temperatur während der Diazotierung zwischen 0 bis 5° gehalten. Die Diazolösung ist vollständig klar und schwachgoldgelb gefärbt. Man läßt sie langsam zu 22,5 Teilen i-Di-(/?-oxyäthyl)-amino-3-methyl-6-methoxybenzol, welches in 40 Teilen 2 η-Salzsäure gelöst ist, fließen. Es entsteht eine dunkelrote Lösung, aus welcher der Farbstoff durch Neutralisieren mit gesättigter Natriumacetatlösung ausfällt. Der abgenutschte und getrocknete Farbstoff stellt ein rotes Pulver dar, welches sich in Schwefelsäure mit braunroter Farbe löst und Acetatkunstseide und Polyamidfasern in scharlachorangeroten Tönen von hoher Lichtechtheit färbt.
' Beispiel 2
20,5 Teile 2-Chlor-i-aminobenzol-4-methylsulfon werden portionsweise in 60 Teilen konzentrierter Schwefelsäure, in welcher 6,9 Teile Natriumnitrit gelöst wurden, eingetragen. Durch Ausgießen auf 400 Teile Eis entsteht eine klare, goldgelbe Lösung. Die so erhaltene Diazolösung läßt man langsam in nc eine Lösung von 22,5 Teilen i-Di-(^-oxyäthyl)-amino-3-methyl-6-methoxybenzol und 40 Teilen 2 η-Salzsäure fließen. Aus der entstandenen dunkelroten Lösung fällt der Farbstoff durch Zugabe von gesättigter Natriumacetatlösung als scharlachrotes Pulver aus, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit braunroter Farbe löst und Acetatkunstseide und Polyamidfasern in lebhaften roten Tönen färbt.
In der folgenden Tabelle sind weitere Farbstoffe aufgeführt, welche nach der in den Beispielen 1 und 2 angegebenen Methode aus den in Kolonne I und II erwähnten Komponenten erhältlich sind. In Kolonne III ist jeweils die Farbe des getrockneten Farbstoffpulvers und in Kolonne IV die damit auf Acetatkunstseide und Polyamidfasern erhaltene Färbung angegeben. , . : .
«09-577/411
C 8481 IVb/'22a
I II III IV
Diazokomponente Azokomponente Farbe des Farbstofis Färbungen auf Acetat
kunstseide und Poly
amidfasern
I I-Aminobenzol-4-methyl-
sulfon
l-Di-(/3-oxyäthyl)-amino-
3-methylbenzol
Orangerot Orange
2 2-Chlor-i-aminobenzol-
4-methylsulfon
ι -Di- (/3-oxy äthyl) -amino-
3-methylbenzol
Scharlachrot Scharlachrot
3 i-Aminobenzol-2-methyl-
sulfon
i-Di-(/3-oxyäthyl)-amino-
3-methylbenzol
Orangerot Orange
4 desgl. i-Di-(jS-oxyäthyl)-amino-
3-methyl-6-methoxybenzol
Weinrot Scharlachrot
5 i-Amino-4-chlorbenzol-
2-methylsulfon .
ι -Di- (/S-oxy äthyl) -amino-
3-methylbenzol
Orangerot Rotorange

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man Diazoverbindungen aus Aminen der Formel
    worin eines der beiden X eine — SO2CH3-Gruppe und das andere X ein Chlor- oder Wasserstoffatom bedeutet, mit Verbindungen der Formel
    N-C9H4OH
    C2H4OH
    CH,
    vereinigt, worin η eine ganze Zahl im Werte von höchstens 2 bedeutet.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man chlorfreie Diazoverbindungen verwendet.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Azokomponente ι -Di- (^-oxyäthylj-amino-s-methyl-o-methoxybenzol verwendet.
  4. 4. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung in schwach saurem Mittel vorgenommen wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 560 298; USA.-Patentschrift Nr. 2 151 857.
    609 577/4-11 7. 56

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