DEC0003411MA - Verfahren zur Erzeugung eines Knirschgriffes auf Zellwolle aus regenerierter Cellulose - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines Knirschgriffes auf Zellwolle aus regenerierter Cellulose

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DEC0003411MA
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DE
Germany
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crunch
regenerated cellulose
producing
rayon
fibers
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English (en)
Inventor
Wilhelm Krefeld Brasseler
Kurt Dr. Krefeld Götze
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Stockhausen GmbH and Co KG
Original Assignee
Chemische Fabrik Stockhausen GmbH
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Description

Es ist bekannt, Zellwolle aus regeneriertem Cellulose vor dem Verspinnen mit verschiedenartigen Produkten zu behandeln, die den Fasern einen knirschenden Griff erteilen und gleichzeitig die spinntechnischen Eigenschaften der Fasern verbessern.
Das älteste bekannte Verfahren besteht in der Behandlung der Fasern mit Seifen von ungesättigten Fettsäuren und Ausscheidung der Fettsäuren auf dem Fasergut entweder durch Zusatz von Säure zum Behandlungsbad oder durch Nachbehandlung der mit Seifen imprägnierten Fasern mit Säuren oder schließlich bei Anwendung von Ammoniumseifen durch Verflüchtigung des Ammoniaks durch scharfes Trocknen des Fasergutes. Diese Methode zeigt verschiedenartige Nachteile. So stört bei der Behandlung der Fasern die starke Schaumbildung der Seifen sowie deren Unbeständigkeit gegen die Härtebildner des Wassers. Die auf dem Fasergut ausgeschiedenen Fettsäuren bilden bei der Berührung mit Metallen leicht Metallseifen, die infolge ihrer Schwerlöslichkeit in der späteren Ausrüstung zu katalytischen Schädigungen der Fasern sowie auch zu färberischen Schwierigkeiten führen können.
Eine Abwandlung des vorstehenden Verfahrens beruht auf der Anwendung emulgierter Fettsäuren. Abgesehen von der Schwierigkeit, Fettsäuren in eine stabile Emulsionsform überzuführen, besteht auch bei der Anwendung emulgierter Fettsäuren die Möglichkeit der Erdalkali- und Metallseifenbildung mit allen daraus sich ergebenden Schwierigkeiten bei der späteren Veredlung.
Ein Verfahren neuerer Art zur Erzeugung eines knirschenden Griffes auf Zellwolle aus regenerierter Cellulose besteht in der Behandlung des Fasergutes mit Äthylenoxydkondensationsprodukten von gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren, z.B. den Kondensationsprodukten von 1 Mol Stearinsäure oder Ölsäure mit 3-6 Mol Äthylenoxyd. Diese Produkte ergeben zwar einen guten Knirschgriff, doch zeigen die behandelten Fasern in vielen Fällen eine zu geringe Glätte, außerdem lässt die Anwendung der genannten Produkte nur geringe Variationsmöglichkeiten der Avivage hinsichtlich der Stärke des Knirschgriffes sowie der Glätte und Haftfähigkeit zu.
Es wurde gefunden, dass man eine hervorragende verspinnbare knirschende Zellwolle aus regenerierter Cellulose dann erhält, wenn man die Fasern mit Emulsionen chemisch unveränderter Fettalkohole behandelt. Durch die Auswahl des Fettalkohols hat man es in der Hand, Knirscheffekte und Glätte der Fasern in weiten Grenzen zu variieren. Allgemein gilt hierbei die Regel, dass bei gleichem Molekulargewicht des Fettalkohols mit steigender Jodzahl der Knirscheffekt zu- und die glättende Wirkung abnimmt. Den geringsten Knirscheffekt bei gleichzeitig höchster glättender Wirkung zeigen die unter der Sammelbezeichnung "Wachsalkohole" bekannten hochmolekularen gesättigten Fettalkohole.
Neben der großen Variationsfähigkeit des Griffes bietet das vorliegende Verfahren noch verschiedene weitere Vorteile. Sofern als Emulgatoren Produkte verwendet werden, die selbst nur wenig schäumen, zeigen auch die damit hergestellten Emulsionen der Fettalkohole keine störende Schaumbildung. Die Fettalkohole sind indifferent gegen die Härtebildner des Wassers sowie auch gegenüber Metallen und Metallsalzen. Sie lassen sich auch mit neutralen Waschflotten sowie bei Anwendung von hartem Wasser ohne Schwierigkeiten auswaschen. Die mit den Fettalkoholemulsionen avivierte Zellwolle kann in den meisten Fällen ohne besondere Vorwäsche direkt ausgefärbt werden.
Zum Emulgieren der Fettalkohole können sämtliche bekannten Emulgatoren, wie Seifen, sulfonierte Öle und Fette, Fettalkoholsulfonate, Äthylenoxydkondensationsprodukte und dergleichen, ver- wendet werden. Die Herstellung der Emulsion erfolgt im allgemeinen derart, dass man den Fettalkohol mit dem Emulgator, gegebenenfalls in der Hitze, mischt und dann kaltes oder warmes Wasser einrührt.
Die Zellwolle wird vorzugsweise mit Emulsionen behandelt, die 2 bis 50 g Fettalkohol und 0,5 bis 15 g Emulgator im Liter enthalten.
Beispiel 1
Eine frisch hergestellte, noch feuchte, entschwefelte Viskosezellwollflocke wird 10 Minuten bei 35° in einer Emulsion behandelt, die 3 g pro Liter eines Mischproduktes aus 80 Teilen eines Cetylalkohols mit der Jodzahl 18 und 20 Teilen des Kondensationsproduktes aus 1 Mol Octadecylalkohol und 20 Mol Äthylenoxyd enthält. Die Zellwolle weist nach dem Trocknen und Konditionieren einen schwach knirschenden Griff und das daraus hergestellte Faservlies eine Haftfähigkeit von 230 g auf.
Beispiel 2
Eine frisch hergestellte, noch feuchte, entschwefelte Viskosezellwollflocke wird 10 Minuten bei 35° in einer Emulsion behandelt, die 3 g im Liter eines Mischproduktes aus 80 Teilen Octenol der Jodzahl 70/75 und 20 Teilen des Kondensationsproduktes aus 1 Mol Octadecylalkohol und 20 Mol Äthylenoxyd enthält. Die Flocke weist nach dem Trocknen und Konditionieren einen starken Griff und das daraus hergestellte Faservlies eine Haftfähigkeit von 320 g auf.
Beispiel 3
Ein Kardenband aus Kupferzellwolle wird mit 10% einer Emulsion besprüht, die 50 g pro Liter einer Mischung aus 30 Teilen Natriumoleat und 70 Teilen Laurinalkohol mit der Jodzahl 18 enthält. Das Kardenband erhält durch diese Behandlung einen schwach knirschenden Griff und zeigt eine gute Verzugsfähigkeit.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Erzeugung eines Knirschgriffes auf Zellwolle aus regenerierter Cellulose, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zellwolle vor dem Verspinnen mit Emulsion chemisch unveränderter Fettalkohole behandelt.

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