DE99862C - - Google Patents
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- DE99862C DE99862C DENDAT99862D DE99862DA DE99862C DE 99862 C DE99862 C DE 99862C DE NDAT99862 D DENDAT99862 D DE NDAT99862D DE 99862D A DE99862D A DE 99862DA DE 99862 C DE99862 C DE 99862C
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- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08C—TRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
- G08C19/00—Electric signal transmission systems
- G08C19/38—Electric signal transmission systems using dynamo-electric devices
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Juli 1897 ab. Längste Dauer: 10. Oktober 1911.
Bei den in der Patentschrift Nr. 93912 aufgeführten Ausführungsformen waren im Allgemeinen
Geber und Empfänger gleichartig hergestellt. Geber und Empfänger erhalten
hiernach von der gleichen Maschine Wechselstrom- oder Drehstromerregung. .Es ist nun
nicht erforderlich, beide Theile, Geber und Empfänger, direct zu magnetisiren. Entsprechend
den Eigenthümlichkeiten des Wechselstromes kann die Erregung des einen Theiles des Gebers oder des Empfängers auch durch
Induction erfolgen. Es wird hierdurch der Vortheil erreicht, dafs die Anzahl der erforderlichen
Drähte vermindert wird und dafs Schleifringe für den einen Apparat fortfallen, da dem
beweglichen Theile dieses Apparates direct Strom nicht zugeführt wird.
Besitzt ein Apparat (Fig. 1) mit einem feststehenden
und einem beweglichen Theile auf beiden Theilen Wickelungen mit den Endklemmen AB und CD, so werden bei Magnetisirung
des feststehenden Theiles A B durch Wechselstrom in der Wickelung C D elektromotorische
Kräfte inducirt. Wird die Wickelung kurz geschlossen, so stellt sich der bewegliche
Theil auf minimalen Strom in der kurz geschlossenen Wickelung ein.
' Werden durch irgend welche Hilfsmittel die Pole im feststehenden Theile verschoben, so verschiebt sich dementsprechend auch die Stellung des beweglichen Theiles.
' Werden durch irgend welche Hilfsmittel die Pole im feststehenden Theile verschoben, so verschiebt sich dementsprechend auch die Stellung des beweglichen Theiles.
In Fig. 2 ist dies für den Apparat zur Uebertragung von Bewegungen benutzt.
P ist der Geber, S der Empfänger. Das Spulenpaar A B des Gebers P wird von einer
beliebigen Wechselstromquelle gespeist. In den Spulenpaaren CD und EF werden elektromotorische
Kräfte inducirt, die von den Winkeln abhängen, die die Windungsebenen dieser Spulenpaare mit denen des Spulenpaares A B
bilden. Der Empfänger 5 enthält auf dem einen Theile zwei Spulenpaare G H und JK,
entsprechend den Bewickelungen CD und EF des Gebers P. Der andere Theil des Empfängers
S enthält eine in sich kurz geschlossene Bewickelung L M.
Werden die Spulenpaare CD mit GH, EF
mit KJ elektrisch leitend verbunden, so entsteht
durch die combinirte Wirkung der beiden Spulenpaare ein combinirtes Feld, dessen Lage
von der Gröfse' der Einzelspannungen an den Klemmen CD und EF des Gebers abhängt.
Da die Gröfse dieser Spannungen von der relativen Stellung des feststehenden Theiles des
Gebers zu dem beweglichen Theile abhängt, so hängt die Lage des Feldes im Empfänger,
d. h. die Lage der durch die Spulen GH und J K gebildeten Pole von der relativen Lage
Früheres Zusatz-Patent .Nr. 98053.
des beweglichen Theiles zum festen im Geber ab. Wenn die Bewickelungen CD und EF,
ebenso G H und J K gleich sind, so ist die Feldstärke
im Empfänger der Gröfse nach constant, die auftretenden Pole ändern jedoch ihre Lage
entsprechend der Bewegung des beweglichen Theiles im Geber. Ist die Spule L M des
Empfängers kurz geschlossen, so sucht sich dessen beweglicher Theil stets auf minimalen
Strom in der kurz geschlossenen Wickelung einzustellen. Dreht man demnach den· beweglichen
Theil des Gebers, so verschieben sich die Pole im Empfänger und dementsprechend dreht sich der Empfänger. Es können somit
Bewegungen vom Geber auf den Empfänger übertragen werden. Umgekehrt wird auch eine Bewegung des Empfängers auf den Geber
übertragen.
Es können natürlich bei Geber und Empfänger fester und beweglicher Theil vertauscht
werden. Geber und Empfänger können, anstatt wie in Fig. ι dargestellt, zweipolig hergestellt
zu sein, auch mehrpolig sein. Es können von den vier Verbindungsleitungen des Gebers mit dem Empfänger zwei, etwa CE
und GH, vereinigt werden, so dafs nur drei Verbindungsleitungen erforderlich sind. An Stelle
von zwei sich kreuzenden Spulenpaaren können auch mehrere verwendet werden, die nach Art
von Drehstrombewickelungen verkettet sein können.
In Fig. 3 ist eine derartige Anordnung dargestellt. M und m sind zwei Wechselstrommotoren,
deren bewegliche Theile Wickelungen für einphasigen Wechselstrom, deren feststehende
Theile Dreiphasenstrombewickelung haben. M sei der Geber. Die beiden Enden
der Bewickelung des beweglichen Theiles führen zu zwei Schleifringen S1S2, an die die
Leitungen von der Primärmaschine angeschlossen sind. Die freien Enden der in Sternoder
Dreieckschaltung verketteten Bewickelung des festen Theiles führen zu drei Klemmen
ABC, die mit den entsprechenden Klemmen
abc des Empfängers m verbunden sind. Die
Bewickelung des beweglichen Theiles des Empfängers m ist in sich kurz geschlossen; dieser
Apparat braucht deshalb kleine Schleifringe. Jede Bewegung der Welle des Gebers M wird
auf die Welle des Empfängers in übertragen, und umgekehrt. Es verhalten sich daher die
beiden Apparate, wie wenn sie (federnd) mechanisch gekuppelt wären.
Nach den erwähnten Ausführungen ist es für die Bethätigung des Apparates nur erforderlich, die Pole des Empfängers zu verschieben.
In den durch Fig. 2 und 3 dargestellten Anordnungen geschieht dies durch einen Motor.
In Fig. 4 ist eine Anordnung dargestellt, bei der vermittelst einer Inductionsspule oder eines
Transformators und eines Umschalters die Ver-Schiebung der Pole im Empfänger hervorgerufen
wird.
T ist ein Transformator, der an den Klemmen P1 und p2 durch Wechselstrom von der
Maschine P gespeist wird. Es ist hierbei beispielsweise angenommen, dafs der Empfänger M
einer höheren Spannung benöthigt, als die Primärmaschine liefert. Die Wickelung des
Transformators ist in einzelne unter einander ungleiche Abtheilungen zerlegt. Die Gröfse
der einzelnen Theilspannungen ist aus dem Diagramm Fig 5 ersichtlich. Die Theilspannungen
ab, ac, ad, ae, af, ag verhalten
sich wie die Projectionen der Radien a r2, a r3,
α r4, ar-, ar6 auf den Radius α g, wobei die
Winkel T1 ar», rx ar2 = r.2 ar3 u. s. w. sind.
Von den Klemmen abcdefg des Transformators T führen Verbindungsleitungen zu
dem Umschalter U (s. Fig. 4). Der Umschalter besitzt vier sich rechtwinklig kreuzende Contactarme
K1 K2 K3 Kt und fünf Contactringe.
Der äufsere Contacting besteht auf der einen Hälfte aus Contactsegmenten, zu denen der
Reihe nach die Verbindungsdrähte geführt sind. Die Contactarme vermitteln die elektrische Verbindung
mit den Contactringen h1h.2h3hi. Die
am Umschalter U entsprechend den Polklemmen des Transformators T mit abcdefg
bezeichneten Contactsegmente können einen so grofsen isolirenden Zwischenraum von einander
haben, dafs beim Drehen des Contactkreuzes K1 K0 K3 K4 beim Uebergang von
dem einen Contactsegment zum anderen entweder der Strom unterbrochen wird, oder es
können die Contacte, wie in Fig. 4 gezeichnet, so angeordnet sein, dafs in bekannter Weise
beim Uebergang von einem Segment zum nächsten die betreffende Spulenabtheilung des
Transformators zunächst durch einen Widerstand w geschlossen wird. Von den Contactringen
führen Verbindungsleitungen zu den Schleifringen S1 s.>
S3 S4 des Empfängers, der in
einem asynchronen Wechselstrommotor M besteht. Die Schleifringe S1 s2 sind mit der
einen, S3 S4 mit der anderen, die erstere senkrecht
kreuzenden Wickelungsabtheilung verbunden. Die Bewickelung des feststehenden Theiles des Motors ist an den Klemmen k} k.2
kurz geschlossen. Durch Bewegung des Contactkreuzes des Umschalters werden die Spannungen
an den Schleifringen S1 S2 und S3 S4
verändert, dementsprechend ändern sich auch die durch die einzelnen Spannungen -erzeugten
Magnetfelder. Das resultirende Magnetfeld im beweglichen Theile behält, wenn die Theilspannungen
entsprechend dem Diagramm Fig. 3 gewählt werden, constante Stärke, ändert aber je nach der Gröfse der Spannungen an den
Schleifringen S1S2 und S3 st, also je nach der
Stellung des Contactkreuzes seine Lage. Der bewegliche Theil stellt sich nun stets so ein,
dafs der Strom in der in Zc1 k, kurz geschlossenen
Wickelung des festen Theiles ein Minimum wird, dafs also die Felder im festen und beweglichen Theile sich rechtwinklig
kreuzen.
Es entspricht demnach jeder Bewegung des Contactkreuzes von einem Contactsegment zum
nächsten eine bestimmte Bewegung des Empfängers. Gegenüber den in den Fig. 2 und 3
beispielsweise dargestellten Anordnungen hat die in Fig. 4 dargestellte Anordnung den Vortheil,
dafs primär nur die Reibung des Contactkreuzes überwunden zu werden braucht, um secundäre Bewegungen mit beliebiger Kraftäufserung
hervorzubringen. Die Untertheilung der Spannung ag kann in beliebigem Grade
erfolgen. Je mehr die Spannung ag untertheilt
ist, um so kleinere Stellungsänderungen können am Empfänger M erzielt werden.
Es kann natürlich der Empfänger auch mehrere sich kreuzende Bewickelungen haben.
Der Umschalter mufs dann dementsprechend angeordnet werden.
Die beschriebenen und in den Fig. 2 bis 4 dargestellten Anordnungen sind namentlich dann
von Vortheil, wenn die Anzahl der Verbindungsleitungen vom Geber zum Empfänger nicht grofs sein darf. Sie finden für Uebertragung
von langsarnen Bewegungen praktische Verwendung, wobei die durch die Bewegung des beweglichen Theiles erzeugten elektromotorischen
Kräfte gegen die von aufsen her inducirten elektromotorischen Kräfte nicht in Betracht kommen.
Claims (2)
1. Empfänger zur Ausübung des durch Patent
Nr. 93912 geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dafs die feststehenden oder
beweglichen Spulen, die durch Wechselstrom von aufsen gespeist werden, durch feststehende oder bewegliche, in sich kurz
geschlossene Spulen oder Spulengruppen ersetzt werden, welche für sich nur geeignet
sind, pulsirende, aber nicht rotirende Felder zu erzeugen.
2. ' Bei Anordnungen zur Ausübung des durch
Patent Nr. 93912 geschützten Verfahrens, bei dem der Empfänger mit in sich kurz
geschlossenen Spulen oder Spulengruppen hergestellt ist, die Abänderung des Gebers
entsprechend der in dem Patent-Anspruch des Zusatz-Patentes Nr. 98053 näher gekennzeichneten
Abänderung dahin, dafs der Geber durch eine Inductionsspule (oder einen Transformator) in Verbindung mit
einem Umschalter ersetzt wird, durch die die Wechselstromspannungen im beweglichen
Theile in Amplitude so geändert werden, dafs im Empfänger sich die Lage der Pole und dementsprechend die Stellung
der in sich kurz geschlossenen Spule so verändert, dafs die Bewegungen des Empfängers
denen des Gebers entsprechen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99862C true DE99862C (de) |
Family
ID=370705
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99862D Active DE99862C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99862C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE741724C (de) * | 1940-02-29 | 1943-11-16 | Theodor Buchhold Dr Ing | Elektromotorischer Regler fuer grosse Verstellkraefte |
| DE754973C (de) * | 1939-03-02 | 1952-10-13 | Siemens Schuckertwerke A G | Schalteinrichtung fuer Wechselstrom |
-
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- DE DENDAT99862D patent/DE99862C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE754973C (de) * | 1939-03-02 | 1952-10-13 | Siemens Schuckertwerke A G | Schalteinrichtung fuer Wechselstrom |
| DE741724C (de) * | 1940-02-29 | 1943-11-16 | Theodor Buchhold Dr Ing | Elektromotorischer Regler fuer grosse Verstellkraefte |
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