DE99767C - - Google Patents

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DE99767C
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  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

Pateντ-Anspruch:
Verfahren zur Abschwächung der Reactionsfähigkeit des elektrolytisch dargestellten Chlorgases, zum Zwecke, dasselbe zur Herstellung von Chlorkalk etc. geeignet zu machen, dadurch gekennzeichnet, dafs das Chlorgas, eventuell nach vorhergehender Trocknung, einer Erhitzung und darauffolgenden Abkühlung ausgesetzt wird.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.

Claims (1)

  1. KAISERLICHES
    PATENTAMT.
    PATENTSCHRIFT
    Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Januar 1898 ab.
    Wie bekannt, kann das auf elektrolytischem Wege dargestellte Chlor nicht zweckmäfsig zur Herstellung von Chlorkalk verwendet werden. Es ist festgestellt worden, dafs auf chemischem Wege dargestelltes Chlor den Kalk in anderer Weise beeinflufst als das elektrolytische Chlor. Dies mufs nach den vom Erfinder angestellten Untersuchungen davon herrühren, dafs das elektrolytische Chlor oder ein Theil davon eine so viel gröfsere Affinität besitzt, dafs es im Stande ist, den im Kalk enthaltenen Sauerstoff aus dessen Verbindungen auszutreiben, so dafs man an Stelle des den Chlorkalk kennzeichnenden Hypochlorits Chlorid erhält. Der Procefs beim Austreiben des Sauerstoffs geht nämlich event, in der folgenden Weise vor sich:
    Ca(O H)2 + Cl2 = CaO + 2 HCl + O = CaCL2 + H2 O + O,
    während der Procefs in der folgenden Weise vor sich gehen sollte:
    Ca (O H)2 + Cl2 = Ca Cl2 O + H2O.
    Diese veränderte Wirkungsweise des Chlorgases, welche von einer Aenderung in seiner molecularen Structur herzurühren scheint, kann, wie der Erfinder constatirt hat, durch die Einwirkung einer hohen Temperatur auf das Gas beseitigt werden.
    Der Erhitzungsprocefs kann in der Weise ausgeführt werden, dafs man das Chlorgas zuerst durch einen Apparat leitet, welcher die Feuchtigkeit des Gases absorbirt, wonach das Gas durch erhitzte Röhren oder eine Heizkammer geleitet wird. Nach stattgefundener Erhitzung wird das Chlorgas wieder abgekühlt, um bei einer für den betreffenden Procefs zweckmäfsigen Temperatur Verwendung zu finden. Der Erhitzungsprocefs kann selbstredend in Verbindung mit anderen Processen, welche bezwecken, das Gas von eventuellen Verunreinigungen, wie z. B. Kohlensäure und dergleichen, zu befreien, vorgenommen werden.
    Das Verfahren ist vom Erfinder in der nachstehend beschriebenen Weise ausgeführt worden:
    Das elektrolytisch gewonnene Chlor, welches in der Regel mit Kohlensäure und Wasser verunreinigt ist, wurde zunächst, um es zu trocknen, durch einen Chlorcalcium-Trockenapparat geleitet; von hier passirte das Chlor ein erhitztes Rohr, das auf einer Temperatur von 700 bis 800 ° C. gehalten wurde. Dieses Rohr war mit einer Kühlvorrichtung gewöhnlicher Art direct verbunden, woselbst das Chlor auf gewöhnliche Temperatur gebracht wurde. Hiernach passirte das Chlor einen mit Chlorkalk beschickten Apparat von ähnlicher Construction, wie die des Chlorcalcium-Trockenapparates, in welchem Apparat die Kohlensäure absorbirt wurde, so dafs das resultirende Gas als reines Chlor von passender Temperatur und Affinität in die Absorptionskammern zur Chlorkalkbildung geleitet werden konnte.
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