DE98428C - - Google Patents

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DE98428C DENDAT98428D DE98428DA DE98428C DE 98428 C DE98428 C DE 98428C DE NDAT98428 D DENDAT98428 D DE NDAT98428D DE 98428D A DE98428D A DE 98428DA DE 98428 C DE98428 C DE 98428C
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  • Harvesting Machines For Root Crops (AREA)

Description

KAISERLICHES
Siilräjcö SßrttcittaJnt.
eon £>uber. [16246]
Die Kartoffelerntemaschine nach Graf Münster'scher Bauart ist zur sicheren Führung und genauen Einstellung auf die Kartoffeldamme in bekannter Weise mit einer Deichsel versehen, welche in dem Punkte α gelenkig befestigt und mit dem Vorderende des Fahrgestelles mittelst der Kniehebelpaare b c derart verbunden ist, dafs letztere bei dem Auseinanderweichen das Gestell der Maschine nach vorn neigen und hierbei das Hintcrende des Fahrgestelles und das Schar aus dem Boden heben. .
Die Kniehebelpaare b c sind an ihren äufseren Enden einestheils mit dem Maschinengestell, anderenteils mit der Deichsel beweglich verbunden und werden durch die Drehung der Achse e geöffnet oder geschlossen. Die unteren Hebel c sind auf der Achse e festgezogen, und der die Drehung bewirkende und mit der Achse e ebenfalls fest verbundene Handhebel d zwingt bei dem Auseinanderweichen das Maschinengestell in eine nach vorn geneigte Lage oder beim Schliefsen der Kniehebel das Maschinengestell in die waagrechte oder Arbeitsstellung zurück. Hierbei schwingt das Maschinengestell um die Fahrradachse und die ■Deichsel um den Punkt a. In Fig. 1 sind die vorbeschriebenen Stellungen in ausgezogenen und puiikiirten Linien dargestellt.
Nach Fig. 2 ist mit dem Neigen des Gestelles nach vorn und dem Heben des Schares aus dem Boden gleichzeitig das Aufwärtsrichten des Schares verbunden. Das Aufwärtsrichten der Scharspitze verhindert beim Querfahren das Eingreifen in die Kartoffeldämme, -das Mitnehmen von Kartoffelkraut und Boden; das Schar bleibt bis ' zur Neueinstellung auf dem Damm frei und kürzt hierdurch die Arbeit ab. Das gleichzeitige Kippen der Maschine nach vorn, Heben des Schares aus dem Boden und gleichzeitiges Neigen der Scharspitze nach oben wird durch das in Fig. 2 dargestellte Parallelogramm bewirkt, und zwar ebenfalls durch die Drehung der Achse e, an welcher der Hebel f theilnimmt. Eine mit dem Scharstiele bei g mit dem Hebel f verbundene Zugstange Ii bewirkt bei der durch den Handhebel d hervorgerufenen Drehung, dafs der Scharstiel im Punkte i schwingt, oben nach hinten und unten nach vorn gedrückt wird, und hiermit gleichzeitig die Scharspitze eine nach oben gerichtete Neigung erhält. Fig. 2 zeigt die Arbeits- und Fahrstellung in ausgezogenen und punktirten Linien.
In Fig. 3 ist die Zusaminenwirkung der zwei vorerwähnten Auslösungen ebenfalls in der Arbeits- und Fahrstellung veranschaulicht und aufserdem die bekannte Regelung des Schares auf Tiefgang mittelst der im Segmente Ic angeordneten Stellschraube dargestellt.
In Fig. 4 ist die Kartoffelerntemaschine in der Aufsicht dargestellt; die Figur zeigt die mit den vorbeschriebenen zwei Auslösungen sich gleichzeitig vollziehende-dritte Auslösung, nämlich die Ausschaltung des Schlägerrades Der Antrieb erfolgt, wie bei den bekannten. Maschinen nach Münster'scher Bauart, durch ein von der Fahrradachse angetriebenes Kegel-· räderpaar. In die an der Nabe des antreibenden grofsen Kegelrades befindlichen Zähne greift eine auf der Fahrradachse sich waagrecht verschiebende Mitnehmerklaue / ein,

Claims (3)

welche in bekannter Weise durch eine Feder angedrückt wird. Der in eine Nuth der Mitnehmerklaue / eingreifende, in dem Punkte η schwingende Ausrückhebel m verursacht das Ein- und Auslösen der Kupplung. Die Hebelbewegung wird hervorgerufen durch den auf der Achse e angeordneten Ausrücker o. Das Schlägerrad wird hierdurch in Bewegung gesetzt oder zum Stillstand gebracht. Der Handhebel d wird in der Fahr- wie in der Arbeitsstellung in bekannter Weise festgestellt. Durch die vorbeschriebene Erfindung wird demnach durch einen Handgriff gleichzeitig
1. Neigen der Maschine nach vorn und , Heben des Schares aus dem Boden,
2. Schwingen des Scharstiels und das dadurch bedingte Richten des Schares nach oben und
3. Auslösen bezw. Stillstehen des
rades
erreicht.
Um für die Stellung des Schares auf Tiefgang den nöthigen Spielraum zu gewinnen, mulste in der Zugstange h etwas todter Gang geschaffen werden. In den Fig. 1 bis 3 ist dieser todte Gang durch einen Schlitz in der Zugstange It beim Punkte ρ hergestellt. Hierdurch erhält, die Auslösung nach Fig. 1 eine Voreilung, so dafs das Kippen der Maschine beginnt, bevor sich das Schar nach vorn richtet und das Schla'gerrad zum Stillstand gelangt; somit erhalten die zwei letzten Auslösungen eine Verzögerung. Dieser Umstand ist in sofern von Bedeutung, als hierdurch die Auslösungen in einer noch nicht bekannten und für die Praxis wichtigen Reihenfolge vor sich gehen. Bei der Aufserbetrieb-
Schla'gersetzung wird zuerst das Schar aus dem Boden gehoben, dann die Scharspitze nach oben gerichtet und zuletzt das Schla'gerrad zum Stillstand gebracht. Bei dem Wiedereinrücken erfolgt zuerst die Bewegung des Schlä'gerrades, dann das Richten der Scharspitze nach unten und zuletzt die waagrechte Einstellung des Fahrgestelles; also das Schla'gerrad wird beim Ausrücken sich frei- und beim Einrücken vorarbeiten können, im Gegensatze zu anderen Maschinen, bei welchen das Schla'gerrad gleichzeitig oder etwas später in Bewegung gera'th, als das Schar arbeitet. Das Anziehen der Maschine wird durch diese neue Anordnung deshalb erleichtert, weil der Uebergang der arbeitenden Theile von der Ruhe zur Bewegung nicht gleichzeitig, sondern allma'lig erfolgt, wie es die Praxis bedingt.
Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R υ c η :
Eine Kartoffelerntemaschine mit gelenkig befestigter Deichsel, bei welcher durch Drehung der Achse (e) mittelst des Handhebels (d) sich ein Ausrücken der Maschine in der Weise und Reihenfolge vollzieht, dafs zunächst durch Oeffnen der Kniehebelpaare (b c) das Fahrgestell mit dem Schar aus dem Boden gehoben , dann mittelst eines Parallelogramms (efgi) der Scharstiel um den Zapfen i gegedreht und die Spitze des Schares zur Vermeidung des Eingreifens in den Boden und Mitnahme von Kartoffelkraut aufwärts gerichtet und hierauf durch die Einwirkung eines Anschlages (0) auf den Ausrückhebel (m) die Mitnehmerklaue (I) ausgerückt und das Schlägerrad zum Stillstand gebracht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1215991B (de) * 1962-08-22 1966-05-05 Fella Werke Gmbh Heuwerbungsmaschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1215991B (de) * 1962-08-22 1966-05-05 Fella Werke Gmbh Heuwerbungsmaschine

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