DE976387C - Roentgenuntersuchungsgeraet mit motorisch verstellbarer Drehbuehne bzw. Patientenlagerstatt - Google Patents

Roentgenuntersuchungsgeraet mit motorisch verstellbarer Drehbuehne bzw. Patientenlagerstatt

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DE976387C
DE976387C DER5432A DER0005432A DE976387C DE 976387 C DE976387 C DE 976387C DE R5432 A DER5432 A DE R5432A DE R0005432 A DER0005432 A DE R0005432A DE 976387 C DE976387 C DE 976387C
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B6/00Apparatus or devices for radiation diagnosis; Apparatus or devices for radiation diagnosis combined with radiation therapy equipment
    • A61B6/04Positioning of patients; Tiltable beds or the like
    • A61B6/0407Supports, e.g. tables or beds, for the body or parts of the body
    • A61B6/0421Supports, e.g. tables or beds, for the body or parts of the body with immobilising means
    • A61B6/0428Patient cradles

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Description

  • Röntgenuntersuchungsgerät mit motorisch verstellbarer Drehbühne bzw. Patientenlagerstatt Mit Hilfe der vollmotorischenRöntgendrehbühne nach der Erfindung soll die jetzt wohl an allen Instituten erstrebte »fließende Rotation« gewährleistet werden. Die »fließende Rotation« ist zur gegenauen Diagnosestellung, die sich durch die laufenden Verhesserungen der Apparate ergibt, unbedingt erforderlich. Bisher werden die diesbezüglichen Untersuchungen im allgemeinen wie folgt durchgeführt: I. Ein Patient, der in den verschiedenen Strahlengängen durchleuchtet werden soll, muß von den untersuchenden Röntgenologen mit den Händen in die gewünschte Lage gebracht werden. Auf diese Weise ist in den seltensten Fällen eine achsengleiche Drehung erzielbar. Die einzelnen Abschnitte der Brust- und Bauchhöhle, insbesondere krankhafte Veränderungen, können durch die bei der Drehung unvermeidlichen Verwackelungen kaum genau verfolgt und beobachtet werden. Der untersuchende Arzt muß den Leuchtschirm zeitweilig loslassen, um die Drehung durch Anfassen des Patienten zuwege zu bringen. Dabei muß er seine Hände oftmals der Röntgenstrahlung aussetzen, abgesehen von schwerfälligen oder schwerhörigen Patienten, die der manuellen Führung erst nach mehrmaligen Versuchen folgen. Das gleiche gilt für die Untersuchungen bei waagerecht gestelltem Gerät, also am liegenden Patienten, wo die angeführten Mängel und Schwierigkeiten erst recht auftreten.
  • 2. Bei der Drehung des Patienten in die verschiedenen Strahlengänge muß auch die Strahlenhärte entsprechend verändert werden. In den meisten Instituten wird sie durch eine Assistentin am Schalttisch willkürlich, entsprechend den Zurufen des Untersuchers, eingestellt. Durch diese Willkür in der Strahlenhärteeinstellung, vor allem bei gezielten Aufnahmen in verschiedenen Durchmessern beim gleichen Patienten, entstehen oft nicht vergleichbare Bilder dadurch, daß durch zu weiche oder zu harte Strahlen nicht die gleichen Voraussetzungen gegeben sind.
  • 3. Soll ein während der Durchleuchtung festgestellter besonderer Befund - etwa eine Geschwulst, die hinter dem Herzschatten liegt - durch eine Spezialaufnahme in einem bestimmten Schrägdurchmesser festgehalten werden, so muß die Hilfsperson auf Grund einer Angabe, wie beispielsweise »leichter erster schräger« oder »stark im zweiten schrägen Durchmesser«, versuchen, die vom Untersucher gemeinte Einstellung zu treffen. Das unterliegt natürlich in jedem Falle der individuellen Auffassungsgabe der betreffenden Hilfsperson, da ja der schräge Durchmesser für röntgenologische Begriffe eine erhebliche Strecke darstellt. Wiederholungen solcher Aufnahmen, verbunden mit vermeidbarem Filmverbrauch, abgesehen von den unnötigen An- und Abtransporten der Kranken, sind die Folge.
  • Alle diese Mängel soll die vollmotorische Röntgendrehbühne nach der Erfindung beseitigen.
  • Es ist zwar bereits ein Lagerungsgerät für Untersuchungen mittels Röntgenstrahlen bekannt, bei dem zwecks Drehung des Patienten um seine Längsachse die Lagerstatt aus einem stark durchhängenden Band besteht, das zwischen zwei seitlich des Patienten und parallel zu ihm verlaufenden Tragwalzen verläuft. Die Tragwalzen und eine für den Patienten als Fußstütze vorgesehene Drehscheibe können dabei durch einen mit einem Fußschalter gesteuerten Motor angetrieben werden.
  • Weiter ist ein Röntgenuntersuchungsgerät vorbekannt, bei dem die Stützwand für den Patienten um ihre Längsmittelachse drehbar in einem Rahmen gelagert ist, der um eine dazu senkrechte Achse drehbar an einem zweiten Rahmen befestigt ist, wobei der zweite Rahmen in einem Fußgestell kippbar gelagert ist.
  • Schließlich gehört zum Stande der Technik noch eine Apparatur für Röntgendiagnostik, bei der eine automatische optimale Einstellung der Röhrenbetriebsbedingungen in Abhängigkeit von der Dicke des Objekts dadurch erreicht wird, daß zwangläufig mit der Verstellung des Leuchtschirm-Kassetten-Trägers bei verschieden dicken Patienten eine Änderung der Heizstromstärke der Röhre, der Röhrenspannung, der Belichtungszeit vorgenommen wird, wobei bei Unterbringung der Regelorgane für die Betriebsbedingungen in einem gesonderten Schalttisch die Verbindung zwischen Gerät und Schalttisch durch eine die freie gegenseitige Beweglichkeit des Schalttisches und des Gerätes wahrende Übertragungsvorrichtung, z. B. einen Bowdenzug, eine biegsame Welle oder Gliederwelle, hergestellt sein kann.
  • Diese vorbekalmten Geräte können aber nicht die oben geschilderten Mängel beseitigen. Dies wird bei einem Röntgenuntersuchungsgerät mit motorisch verstellbarer Drehbühne bzw. Patientenlagerstatt, wobei die Drehbühne bzw. Patientenlagerstatt zur Durchführung von Untersuchungen in gegenüber dem Zentralstrahl des Röntgenstrahlenbündels voneinander unterschiedlichen Drehlagen um die Längsachse des Patienten mittels einer fußbedienbaren Schaltvorrichtung drehbar ist, erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zur Erleichterung der Vorbereitungen für die Röntgenuntersuchungen die Drehbühne mit Lichtmarken versehen und die während der Röntgendurchleuchtung eingestellte Drehstellung der Drehbühne bzw. Lagerstatt mit Hilfe von Vorrichtungen zur Stellungsfernübertragung und -fernanzeige am Leuchtschirm und auf dem Apparateschalttisch laufend mittels auch im dunklen Raum ablesbarer Anzeigeglieder fernanzeigbar ist.
  • Dabei werden die Lichtmarken, die zunächst einmal das Auftreten des Patienten auf die Drehbühne erleichtern, so gewählt, daß sie nur dann, wenn die Drehbühne in ihrer Ausgangsstellung steht und der Patient eine vorbestimmte Grundstellung eingenommen hat, abgedeckt sind, so daß dadurch automatisch eine Kontrolle hinsichtlich einer richtigen Ausgangsstellung für die Untersuchung gegeben ist.
  • Durch die Erfindung ist erreicht, daß bei motorischer Einstellung der Drehbühne für den Patienten jede Schrägstellung an Hand einer Gradeinteilung sowohl für den Untersucher als auch für die Hilfskraft am Schalttisch des Röntgenapparates genan erkennbar und bei festgelegter Grundstellung des Patienten jederzeit reproduzierbar ist.
  • Ein Ausführungsb ei spiel einer Röntgendrehbühne bzw. Patientenlagerstatt gemäß der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt.
  • In dem wie bisher horizontal verschiebbaren Gehäuse (von der Größe eines normalen Trittbrettes) der Röntgendrehbühne ist die mit einem Getriebe versehene Achse 3 der Drehscheibe I gelagert. Durch einen mit dem Getriebe unmittelbar gekuppelten, in der Drehrichtung wahlweise veränderlichen Elektromotor 2 erfolgt der Antrieb der Drehscheibe I.
  • Die Inbetriebnahme des Gerätes sowie die Steuerung des Antriebsmotors geschieht durch die Betätigung des Druckschalters 6a oder der entsprechenden Pedale 6 c, 6 d des Fußschalters. Direkt verbunden mit der Achse 3 der Drehscheibe ist ferner ein bekannter »Geber« 5, 7, der die Stellung der Drehscheibe auf ein Anzeigegerät überträgt.
  • Bei der Röntgendrehbühne sind zwei Empfänger (Drehmelder) 8 a und 8 b vorgesehen. Der Empfänger ob ist an das Regelorgan für die Röhrenspannung im Schalttisch angeschlossen (s. Abb. 2).
  • Er betätigt einen Zeiger auf einer Winkelskala. Der Empfänger 8 a ist am unteren Rahmen des Leuchtschirmes angebracht (s. Abb. 2). Auch er bewegt einen Zeiger entsprechend der Winkelstellung der Drehscheibe. Die Skaleneinteilung, über die der Zeiger läuft, sowie der Zeiger selbst sind mit Leuchtfarbe ausgelegt, so daß ohne störende Blendung ein genaues Ablesen der Zeigerstellung während der Untersuchung gewährleistet ist. Die Drehscheibe I sowie die Skalen Sa und Sb haben eine normale 360°-Einteilung, wobei jedoch nur jeder fünfte Grad angegeben ist. Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Röntgendrehbühne ist so berechnet, daß eine ganze Umdrehung in einem Zeitraum von 30 Sekunden ausgeführt ist.
  • Die gleiche Drehscheibe mit derselben Gradeinteilung, selbstverständlich ohne Antrieb, erhält das Standbrett des Kassettenstativs, mit dessen Hilfe gewöhnlich die ftbersichtsaufnahmen hergestellt werden. Von einer normalen Nullstellung ausgehend, kann der Patient in jede beliebige, von der Durchleuchtung her gewünschte Stellung gel)racht werden.
  • Diese technisch ohne weiteres durchführbaren Verbesserungen lassen gegenüber dem bisherigen diesbezüglichen Stand der Technik viele Vorteile erkennen, die in den folgenden Punkten zusammengefaßt werden sollen: I. Der zu untersuchende Patient tritt auf die Drehbühne, deren Scheibe durch zwei parallel verlaufende, durch eine Beleuchtungsanlage 4 rot aufleuchtende Pfeile (Abb. I) unterbrochen ist. Er kann bei dieser Beleuchtung auch in nicht adaptiertem Zustand die Höhe der Trittebene abschätzen.
  • Ein Stolpern oder Hinfallen wird verhütet. Da er mit seinen Füßen die Pfeile verdeckt, ist der Untersucher stets in der Lage, sich von der achsengleichen Stellung zu überzeugen; bei einem Seitwärtstreten würden die Pfeile sofort aufleuchten.
  • 2. Soll der Patient in einen der schrägen Durchmesser gebracht werden, so kann dies der Untersucher mit dem Pedal steuern. Nimmt er den Fuß vom Pedal fort, so bleibt die Scheibe in der gerade erreichten Stellung stehen. Es wird dadurch eine achsengleiche, nicht verwackelte, völlig ruhige und gleichmäßige Drehung erreicht, ohne daß der Röntgenologe seine Hände in die ungeschützte Strahlenzone zu bringen braucht. Er kann vielmehr seine Hände immerwährend am Leuchtschirm bzw. an der Zieleinrichtung haben, so daß ihm auch nur flüchtig auftauchende Veränderungen nicht entgehen und festgehalten werden können.
  • 3. Die Stellung des Patienten und jede Veränderuhig durch Drehung ist durch die Gradeinteilung der Drehscheibe bestimmt, so daß der Untersucher dem Hilfspersonal genaue Angaben für die gewünschte Aufnahme übermitteln kann - die Gradzahl braucht nur auf die Drehscheibe des Aufnabmestativs übertragen zu werden -, wie es ihm hierdurch auch möglich ist, seine Beobachtungen im Befund für einen späteren Untersucher, z. B. bei Kontrollen bei Magengeschwüren, Ergüssen Fremdkörpern usw genauestens festzulegen.
  • Durch die Kupplung des Empfängers 8 b (Abb. 2) mit der Schaltvorrichtung für die Röntgenröhrenspannung wird eine gleichmäßige Zu- oder Abnahme der Strahlenhärte gewährleistet. Es bestehen also für alle Untersuchungen die gleichen Voraussetzungen; Sprünge in der Strahlenhärte, die vieles verdecken können, sind vermieden. Da die Assistentin am Schalttisch auch eine Gradskala vor Augen hat, ist sie in der Lage, den Gang der Untersuchung mitzuverfolgen, und weiß dadurch über notwendig werdende Schaltungen sofort ohne Rufen und Fragen Besdieid.
  • In vorteilhafter Weiterbildung wird die Röntgendrehbühne durch eine »Röntgenmulde« vervollständigt. In den Abb. 3 a und 3 b sind im wesentlichen schematisch eine Draufsicht und ein Schaubild dargestellt. Die gewöhnlich aus Holz bestehende Wand des Röntgengerätes ist fortgelassen, lediglich die beiden Seitenholme I4 sind geblieben. An Stelle der Holzwand ist in den durch die beiden Seitenholme 14 begrenzten freien Raum eine aus dem gleichen Material bestehende muldenartige Wand eingelassen, die auf den beiden inneren Rändern der beiden Seitenholme 14 durch je zwei bis drei Rollenlager drehbar gelagert ist. Diese Röntgenmulde ist mit ihrem unteren Rand mit einem Schienensystem in der hinteren Hälfte der die Drehscheibe aufnehmenden Fläche verschieblich so gelagert, daß sich bei Arretierung der Mulde die Drehscheibe allein dreht (Durchleuchtung bei senkrecht stehendem Gerät). Nach Einschalten einer Kupplungsvorrichtung nimmt jedoch die langsam rotierende Drehbühne die Mulde in dem gleichen Bewegungsablauf mit (Durchleuchtung bei umgelegtem Gerät). Durch je eine an den beiden Vorderkanten der Mulde angebrachte Stoppraste wird ein zu weites Drehen verhindert.
  • Durch die Röntgenmulde kommen die obenerwähnten Vorteile der Röntgendrehbühne nach der Erfindung auch bei Untersuchungen am liegenden Patienten, z. B. Darmkontrastuntersuchungen usw., zur Wirkung.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Röntgenuntersuchungsgerät mit motorisch verstellbarer Drehbühne bzw. Patientenlagerstatt, wobei die Drehbühne bzw. Patientenlagerstatt zur Durchführung von Untersuchungen in gegenüber dem Zentralstrahl des Röntgenstrahlenbiindels voneinander unterschiedlichen Drehlagen um die Längsachse des Patienten mittels einer fußhedienbarell Schaltvorrichtung drehbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erleichterung der Vorbereitungen für die Röntgenuntersuchungen die Drehbühne mit Lichtmarken versehen und die während der Röntgendurchleuchtung eingestellte Drehstellung der Drehbühne bzw. Lagerstatt mit Hilfe von Vorrichtungen zur Stellungsfernübertragung und -fernanzeige am Leuchtschirm und auf dem Apparateschalttisch laufend mittels auch im dunklen Raum ablesl>arer Anzeigeglieder fernanzeigbar ist.
  2. 2. Gerät nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtmarken der Drehbühne als Markierungszeichen für die Fußstellung des auf der Drehbühne stehenden Patienten derart ausgeal)ildet sind, daß sie durch die Füße des Patienten abdeckbar sind, wobei sie gleichzeitig als Standmarken für die mit einer 36o0-Skala versehene Drehbühne dienen können.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtungen zur Stellungsfernübertragung an sich bekannte Synchronübertragungssysteme von motorähnlicher Bauart sind, deren Geber mit der Antriebsvorrichtung für die Drehbühne gekuppelt ist und deren Empfänger eine auch im dunklen Raum ablesbare, dem Verstellbereich der zu verstellenden Lagerstatt entsprechende Anzeigevorrichtung aufweist.
  4. 4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das drehbewegliche Anzeigeorgan eines am Apparateschalttisch angeordneten Empfängers mit dem Schaltglied der Schaltvorrichtung für die Röntgenröhrenspannung derart gekuppelt ist, daß bei der Verstellung der Drehbühne bzw. Lagerstatt die der Untersuchungsstellung des Patienten entsprechende Strahlenhärte selbsttätig eingestellt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 43' 373, 43I 374, 470 I93, 622 062, 632 639, 673 o58, 68o 288, 742906, 744842, 749340; schweizerische Patentschriften Nr. I97 996, 252 448; Auszüge deutscher Patent-Anmeldungen, Vol. I8, S. 922, zu K 171824.
    In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 934 071.
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