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Drehbett für Röntgendurchleuchtungen Die Erfindung betrifft ein für
Röntgendurchleuchtungen bestimmtes Drehbett, dessen um eine Längsachse drehbares
Patientenauflager durch Kippen des Kippgestells in aufrechte oder liegende Stellung
bzw. in beliebige Schräglagen gebracht werden kann, um den Patienten in entsprechend
verschiedenen Lagen durchleuchten zu können.
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Gemäß der Erfindung ist bei einem Direhhett der vorstehend erwähnten
Art das Auflager um seine Achse drehbar in einem sein seitliches Herausschwenken
aus der Längsrichtung des Kippgestells ermöglichenden Schwenkrahmen gelagert, der
vom Kippgestell durch ein Schwenklager getragen wird. Es handelt sich also um eine
Art kardanische Lagerung des Auflagers, derart, daß ihm die verschiedensten Lagen
gegeben werden können.
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Das Schwenklager kann beispielsweise durch einen auf dem Kippgestell
angeordneten Ring oder Teilring und durch an ihm sich führende, am Schwenkrahmen
angeordnete Teile, z. B. Rollen, gebildet werden.
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Durch die kardanische Lagerung des um seine Längsachse drehbaren Auflagers
ergeben sich die verschiedensten Durchleuchtungsmöglichkeiten ohne Änderung der
Stellung der Röntgenröhre und des Schirmes zum Kippgestell.
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Beispielsweise ist die Möglichkeit gegeben, den Patienten in der Art,
wie es bei dem bekannten, nach Art einer Windmühle ausgebildeten Drehbett der Fall
ist, um eine senkrecht zu seiner Längsachse verlaufende, ungefähr durch die Mitte
des Körpers gehende Achse zu schwenken. Infolgedessen kann man den Patienten auf
zwei Arten in :die waagerechte Rückenlage bringen, nämlich einerseits durch Umlegen
des ganzen Kippgestells, wobei das Auflager noch durch Drehen um die Schwenkachse
unter Bieibehaltung der liegenden Stellung in verschiedene Winkellagen gegenüber
der Längsaus: dehnung des Kippgestells gebracht werden kann, und andererseits bei
aufgerichtetem Kippgestell durch Verschwenken des Auflagers um die dann waagerechte
Schwenkachse um 9o°. Natürlich sind hierbei auch wiederum Zwischenstellungen möglich,
in denen. sich der Patient in verschiedenen Schräglagen befindet, und man kann den
Patienten auch durch überschreiten des Schwenkwinkels von 9o° in Kopftieflage bringen,
ebenso wie es. auch durch entsprechend weites Umlegen des Kippgestells möglich ist,
wenn das Auflager in der Längsrichtung des Kippgestells liegt.
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Die durch Umlegen des Kippgestells erhaltene waagerechte Lage des
Patienten ,dient in erster Linie der @dorsoventralem Durchleuchtung, während die
bei aufrecht stehendem Kippgestell durch Direhen um die Schwenkachse erhaltene waagerechte
Lage
in erster Linie für seitliche Durchleuchtung des in Rückenlage
befindlichen Patienten ,geeignet ist. Dabei befinden sich die Röntgenröhre und der
Schirm in stets gleicher Lage zum Kippgestell.
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Durch entsprechende Bemessung des Kippgestells kann man auf Wunsch
erreichen, daß -der Patient sich bei den beiden waagerechten Stellungen in verschiedener
Höhenlage, z. B. für seitliche Durchleuchtung in höherer Lage, befindet.
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Weitere Durchleuchtungsmöglichkeiten werden weiter unten. erörtert
werden.
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Die Zeichnung stellt in Fig. i bis 5 ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dar. Das bekannte Kippgestell a läuft mit seinen kreisbogenförmig gekrümmten Schienen
auf Rollen b, die auf einem Bodenbrett an drehbar .gelagert sind. An den
oberen Stangen des Kippgestells ist ein über etwas mehr als einen Halbkreis sich
erstreckendes Ringstück f befestigt, das oben offen ist, weil es sonst bei gewissen
Stellungen des Schirmes und der Röhre in der Röntgenstrahlenbahn liegen würde. An
diesem Ringstück führen sich innen und außen je zwei Rollen g eines das. Patientenauflager
e tragenden Schwenkrahmens c, so daß der Schwenkrahmen samt Auflager unter Entlanglaufen
der Rollen g an dem Ringstück f aus der Richtung :des Gestells a herausgeschwenkt
werden kann, wie aus Fig. i ersichtlich. Die Lagerung des Auflagers am Schwenkrahmen
c erfolgt in an sich bekannter Weise mit Hilfe von gleichachsigen Längsdreh-zapfen
d, die in gleichachsige Lager an den senkrecht abstehenden Endteilen y des Auflagers
e eingreifen.
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Um den Schwenkrahmen c bei Belastung durch den Patienten einwandfrei
abzustützen, ist am Kopfende des Kippgestells a noch ein mit dem Bogen f gleichachsiger
Führungsbogen ft angebracht, auf dessen Innen-und Außenseite zwei einander gegenüberstehende
Führungsrollen i laufen, die - an einer Verlängerung der Drehachse d gelagert sind.
Der Führungsbogen h ist an seinem freien Ende zu einem Anschlag x gekrümmt, durch
;den die Endlage des bei aufrecht stehendem Hauptgestell umgelegten Auflagers im
Sinne einier Kopftieflage bestimmt wird.
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Der rahmenförmige Schirm- und Röhrenwagen wist in bekannter Weise
durch Rollen r zwischen den Längsstangen des Kippgestells geführt. Quer zu diesem
ist ein. zweiter Rahmen v mittels Rollen z beweglich. An zwei diagonal liegenden
Ecken dieses Rahmens sind senkrecht zu ihm verlaufende Führungen n angebracht. In
diesen gleiten Führungsstangen k, die, von diagonalen Ecken des Schirmrahmens L
ausgehend, zunächst diagonal verlaufen und dann senkrecht zur Schirmebene rückwärts
;gebogen sind. Auf diese Weise kann man den Schirm sowohl auf den Patienten zu und
von ihm fort, ab auch parallel verschieben, während gleichzeitig die beiden Führungsstangen
so angeordnet sind, daß sie beim Schwenken des Rahmens c mit Odem Auflager in dem
vorgesehenen Bereiche nicht im Wege sind.
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Das Ringstück f wird zweckmäßig etwa zu einem Dreiviertelring ausgedehnt,
der nur oben offen ist. In diesem Falle können die Rollenpaare g weiter auseinandergelegt
werden, wodurch die Sicherheit der Führung erhöht wird. Das isit wichtig für den
Fall, daß der Bogen h vermieden werden soll.
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Andererseits kann, wenn man den Führungsring f fortlassen will, der
Bogen lt nach rechts (Fig. i) noch etwa um einen Halbbogen verlängert werden, so
daß er, nur links unten offen. bleibend, zur Führung auf beiden Seiten dienen kann.
Auch auf der linken Seite könnte er zur Ermöglichung einer stärkeren. Kopftieflage
noch etwas verlängert werden. Zum einwandfreien Tragen des Auflagers kann man eine
Kette verwenden, die über eine Reihe von an einer Seite des Ringes lt angeordneten
Rollen geführt ist und nü.t den Enden an den Trägern der oberen und unteren Führungsrollen
i ;angreift.
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Außer den bereits .eingangs erwälmten Arbeitsmöglichkeiten mit dem
neuen Gerät besteht auch noch die weitere Möglichkeit, den Patienten bei ständiger
Rückenlage oder bei ständiger Schräglage in einem bestimmten Winkel zur Horizontalen
in jeder beliebigen Querrichtung zu durchleuchten. Man braucht dabei nur z. B. bei
quer zum aufgerichteten Gestell liegendem Auflager unter Festhalten des letzteren
in der gewünschten, durch Urehen um seine Längsachse erhaltenen Stellung, die gegebenenfalls
:durch ein verstellbares Gewichtspendel p (Fig.3) gesichert werden könnte, das Hauptgestell
mehr oder weniger zu kippen. Es findet dann. ein Schwenken des Schirmes und der
Röhre um den entsprechend :der Bewegung des Kippgestells sich quer verschiebenden,
aber im übrigen seine Lage beibehaltenden Patienten statt. Man kann also beliebige
Schrägdurchleuchtungen erhalten; ohne daß durch Änderung der Lage des Patienten
eine Verlagerung innerer Organe stattfindet, während andererseits die Möglichkeit
gewahrt bleibt, Schrägdurchleuchtungen in verschiedenen Richtungen unter entsprechender
Drehung des Patienten um seine Längsachse vorzunehmen, z. B. wenn man gerade Wert
darauf legt, durch Änderungen der Lage des Patienten
bedingte Verlagerungen
von Organen zu beobachten. Man braucht in diesem Falle nur beim Kippen des Kippgestells,
zu dem das Patientenlager quer steht, dieses gegen seinem Schwenkrahmen festzulegen.
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Es besteht aber auch noch die weitere Möglichkeit, durch gleichzeitiges
Schrägstellen des Kippgestelles und des Schwenkrahmens gegen dieses den Patienten
in verschiedene kombinierte Längs- und Querschräglagen zu bringen, @so daß man eine
Körperstelle in allen .nur denkbaren Richtungen durchleuchten kann. Auch dabei kann
der Patient durch entsprechende Einwirkung oder selb.sttäaig durch das erwähnte
Gewichtspendel o. dgl. in der Querrichtung waagerecht oder in einem ,gewünschten
Winkel zum Waagerechten gehalten werden.
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Will . man Schrägdurchleuchtungen in einem erheblicheren Winkel zur
Längsachse des Auflagers ermöglichen, so kann man unter Fortlassung des Ringstückes
f :das in oben angegebenem Sinne erweiterte Ringstück lt um eine in seiner Ebene
liegende Achse schwenkbar machen, wie in Fig. ¢ und 5 angedeutet. Hier trägt das
Kippgestell a an einem oberen vorderen Querstab g einen Zapfen s. Der Ring lt trägt
an einem Bügel t ein Lager u, in das der Zapfen des Stabes g faßt.
Eine ähnliche gleichachsige Lagerung kann diametral am tiefsten Punkt des Ringes
lt vorgesehen sein. In diesen beiden Lagern kann man also den Rin um einen gewissen
Winkel schwenken, so daß man :die Patientachse in einer durch sie und :die Röntgenröhre
gehenden Ebene schräg stellen kann, wenn das Auflager quer zum aufgerichteten oder
liegenden Kippgestell steht. Der Ring Ia trägt das Schwenkgestell c des. Auflagers
e unter Vermittlung der .auf der Innen- und Außenseite des Ringes 1t laufenden Rollenpaare
i.