DE975428C - Einrichtung zum Herstellen von Ortbetonpfaehlen - Google Patents
Einrichtung zum Herstellen von OrtbetonpfaehlenInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
- Einrichtung zum Herstellen von Ortbetonpfählen Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Herstellen von Ortbetonpfählen mit Hilfe eines Rammrohres, an dessen unterem Ende der Pfahlbeton mittels eines an einem Seil hängenden elektrischen Innenrüttlers gerüttelt wird.
- Bei den bisher bekannten Einrichtungen dieser Art hängt der Innenrüttler an einem Seil, welches von oben her durch die Rammrohröffnung hindurch in das Innere des Rammrohres eingeführt wird. Dies hat den Nachteil, daß man zum Ziehen des Rüttlers sowohl ein eigenes Zugorgan als auch ein besonderes Windwerk benötigt. Dabei werden das Rammrohr und der Innenrüttler wechselweise gezogen. Infolgedessen ist die Lage des Innenrüttlers beim Ziehen schwer zu überwachen, da bei einer solchen Einrichtung ein synchrones Ziehen des Innenrüttlers zusammen mit dem Rammrohr praktisch kaum erreichbar ist. Dies ist aber notwendig, um den Rüttler beim Ziehen des Rammrohres stets an dessen unterem Ende zu halten, weil nur dann der gewünschte Rütteleffekt einwandfrei erzielt wird. Außerdem muß der Rüttler bei den bekannten Einrichtungen während des Einrammens des Rammrohres vollständig aus dem Rammrohr entfernt werden, weil man sonst keine Rammschläge von oben her auf das Rammrohr ausüben kann. Das Herausziehen des Rüttlers ist insbesondere bei langen Rammrohren nicht nur schwierig, sondern auch zeitraubend und erfordert entsprechend hohe Rammengestelle. Bei dieser Arbeit traten bisher auch häufig Beschädigungen am elektrischen Zuleitungskabel zum Rüttler auf. Ein gleichzeitiges Schlagen und Rütteln ist bei den bekannten Einrichtungen wegen des durch die obere Rammröhröffnung hindurch herausgeführten Rüttlerseiles und -kabels überhaupt nicht möglich.
- Es sind zwar auch Einrichtungen zum Herstellen von Ortbetonpfählen mit Hilfe eines außen mit Gewindegängen versehenen Rohres bekannt, welches nicht eingerammt und einfach gezogen, sondern eingebohrt und herausgeschraubt werden muß. Bei diesen Einrichtungen kann der Innenrüttler aber beim Einbohren nicht in dem Bohrrohr bleiben, weil in das Bohrrohr beim Niederbringen desselben ein besonderes Bohrwerkzeug eingeführt wird, welches das Bodenmaterial entfernt. Der Innenrüttler hängt beim Herausschrauben des Bohrrohres an einem durch die obere Rohrmündung hindurch austretenden elastischen Metallschlauch, der außerdem dazu dient, dem Rüttler Preßluft zuzuführen und einen Teil der Vibrationen des Rüttlers zu absorbieren, weil eine starre Luftzuleitung die Rüttlerschwingungen nicht aushalten würde. Außerdem kann beim Herausschrauben eines solchen Bohrrohres nicht gleichzeitig gerüttelt und auf das Rohr geschlagen werden, was wegen des durch die obere Rohrmündung hindurch austretenden Metallschlauches gar nicht möglich ist; denn ein wirksames Schlagen kann praktisch nur mit Hilfe eines Rammbären erfolgen. Das Einfüllen einer größeren Betonmenge in das Bohrrohr, wie es beim Herstellen längerer Ortbetonpfähle oft notwendig ist, stößt bei der bekannten Bohreinrichtung auf große Schwierigkeiten, weil der elastische Metallschlauch das Gewicht einer auf dem Innenrüttler lastenden hohen Betonsäule nicht aushalten würde.
- Bekannt ist ferner eine Einrichtung zum Herstellen von Ortbetonpfählen, bei der das Rohr durch Herausspülen des Erdkernes aus dem Rohrinneren mit Hilfe von Druckluft und Druckwasser abgesenkt wird. Der Innenrüttler hängt auch bei dieser Einrichtung an einem durch die obere Rohrtnündung hindurch in das Rohr eingeführten Seil, aber er schwimmt im Beton und arbeitet daher stets nur an der Oberfläche des Pfahlbetons. Infolgedessen wird die Stellung des Rüttlers im Rohr nur von der Menge des eingeführten Betons bestimmt. Ein höheres Anfüllen oder Vollfüllen des Rohres mit Beton zwecks Verhinderung von Einschnürungen des Pfahlschaftes oder Eindringen von Grundwasser, Schlamm od. dgl. in das Rohrinnere ist infolgedessen hier nicht möglich, weil der Rüttler mit der Betonfüllung hochsteigen würde. Auch ein Schlagen auf das Rohr beim Ziehen desselben ist bei dieser Einrichtung nicht möglich, weil die aus der Rohrmündung oben austretende Rüttlerspeiseleitung die Anwendung eines Rammbären nicht gestattet.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten Einrichtungen zum Herstellen von Ortbetonpfählen zu beseitigen.
- Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß bei der bekannten Verwendung eines am unteren Ende des Rammrohres wirkenden, an einem Seil hängenden elektrischen Innenrüttlers das den Elektrorüttler haltende Seil unterhalb der oberen Rohrkante des Rammrohres an der Rohrwand lösbar befestigt und das- elektrische Kabel für den Rüttler ebenfalls unterhalb der oberen Rohrkante nach außen geführt ist.
- Durch die Erfindung wird folgender technischer Fortschritt erzielt: Beim Einrammen des Rammrohres kann der Elektrorüttler ohne Schaden in dem Rammrohr verbleiben. Eine Beschädigung des empfindlichen und teuren Elektrorüttlers durch die auf das Rammrohr ausgeübten Rammschläge tritt infolge der durch, die Seilaufhängung erzielten elastischen Befestigung nicht ein. Wegen der freien oberen Rohrkante des Rammrohres können aber auch während des Ziehens des Rammrohres schwächere Rammschläge mit Hilfe des Rammbären auf das Rohr ausgeübt werden. Dies ermöglicht es, das Rammrohr vor Beginn des Ziehens gegebenenfalls sehr hoch und sogar vollständig mit Beton zu füllen, weil durch die Rammschläge in Verbindung mit dem Innenrütteln das Fließen des Betons im Rohr nach unten mit Sicherheit gewährleistet ist, was bisher beim Rütteln allein nicht immer der Fall war. Man kann daher den Beton durch den am unteren Ende des Rammrohres hängenden Innenrüttler unter dem Druck einer entsprechend hohen Betonsäule rütteln. Dadurch dringt der Beton intensiv aus dem unteren Rohrende, füllt den im Erdreich gebildeten Pfahlschacht voll aus, verhindertEinschnürungen des Pfahlschachtes durch seitlichen Erddruck und verhütet das Eindringen von Grundwasser, Schlamm od. dgl. von unten her in das Rammrohr.
- Der Elektrorüttler kann gegebenenfalls ständig im Rammrohr verbleiben, wodurch eine erhebliche Arbeits- und Zeitersparnis erzielt wird, weil das Herausziehen des Rüttlers aus dem gezogenen und hoch in der Luft hängenden Rammrohr besonders umständlich ist und ein entsprechend hohes Gerüst erfordert. Auch kann das bei dieser Arbeit bisher häufig Beschädigungen ausgesetzte Zuleitungskabel in seiner Lage verbleiben und ist dadurch gegen Schäden besser geschützt.
- Ein synchrones Ziehen des Rammrohres und des elektrischen Innenrüttlers ist möglich, ohne daß das Ausüben von Rammschlägen auf das Rammrohr trotz des im Rohr hängenden Rüttlers dadurch behindert ist. Der Rüttler kann somit auch beim Rammrohrverfahren in seiner Lage am unteren Ende des Rammrohres genau festgehalten werden, ohne daß es hierzu einer besonderen Aufmerksamkeit des Bedienungspersonals bedarf. Die Einrich= tung kann daher ohne weiteres von ungelernten Arbeitern bedient werden.
- Das Rütteln durch den elektrischen Innenrüttler und das gleichzeitige Schlagen auf das Rammrohr beim Ziehen desselben gestattet auch die Verwendung von steiferem Beton als bisher, ohne daß die Betonsäule im Stammrohr hängenbleiben kann. Dadurch wird der gerüttelte Beton im Ortbetonpfahl härter, und die gefürchteten Einschnürungen des Pfahlschaftes durch von der Seite her drückende Bodenschichten werden vermieden. Die Einrichtung ist besonders einfach, weil ein besonderes, aus dem Rammrohr nach oben herausgeführtes Zugseil und Windwerk für den Innenrüttler nicht erforderlich ist. Die freie obere Öffnung des Rammrohres ermöglicht auch ein bequemes Einfüllen des Betons. Das Rammengerüst kann niedriger gehalten werden.
- Der elektrische Innenrüttler kann gegebenenfalls mit einer Zentriervorrichtung versehen sein, damit er einerseits den Beton am Pfahlumfang gleichmäßig verdichtet und andererseits nicht bei armierten Schrägpfählen in der Armierung hängenbleibt. Die Zentriervorrichtung kann aus Rippen oder Bügeln bestehen, welche so geformt sind, daß der Beton leicht hindurchfließen kann. An dem Zentrierkorb können gegebenenfalls auch mehrere Rüttler befestigt werden, damit bei Ausfall eines Rüttlers die Arbeit der Einrichtung, vor allem das Herausbringen der Rüttler aus dem Beton, gewährleistet ist.
- In der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise veranschaulicht. Mit i ist das Rammrohr und mit z ein Elektrorüttler bezeichnet, welcher von einem Seil 3 gehalten wird, das unterhalb der oberen Rohrkante an der Rohrwand lösbar befestigt, und zwar gemäß dem Ausführungsbeispiel in einer Offnung 4 oder in einem Schlitz des Rammrohres eingehängt ist. 5 ist der Zentrierkorb, welcher den Innenrüttler 2 zentriert und ein sicheres Gleiten in der Armierung 6 gewährleistet. Der Elektrorüttler 2, bei dem der Klotor mit der Rüttelflasche zweckmäßigerweise zu einem Aggregat vereinigt ist, wird durch ein Stromzuführungskabel 7 gespeist, welches unterhalb der oberen Rohrkante des Rammrohres i durch die seitliche Öffnung 4 hindurch nach außen geführt ist. Zur Kontrolle der Höhe der Betonsäule im Rammrohr i dient eine Meßstange B.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Herstellen von Ortbetonpfählen mit Hilfe eines Rammrohres, an dessen unterem Ende der Pfahlbeton mittels eines an einem Seil hängenden elektrischen Innenrüttlers gerüttelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das den Elektrorüttler (2) haltende Seil (3) unterhalb der oberen Rohrkante an der Rohrwand lösbar befestigt und das elektrische Kabel (7) für den Rüttler ebenfalls unterhalb der oberen Rohrkante nach außen geführt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 3o9 640, 447 o65, 504 479 595 007, 6o5 358, 655 614, 685 123, 717 532 schweizerische Patentschrift Nr. 131 749; französische Zusatz-Patentschrift Nr. 37 897 zu Nr. 619 171; französische Patentschrift Nr. 719 252; britische Patentschrift Nr. 398 050; USA.-Patentschrift Nr. 2 020 374; »Beton und Eisen«, 37. Jahrgang, 1938, S. 5 bis 7. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 9oi 638.
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| AT975428X | 1949-06-30 |
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- 1950-06-10 DE DEZ2556A patent/DE975428C/de not_active Expired
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