DE974704C - Nebenkopplungsarmes Traegerfrequenz-Fernmeldekabel - Google Patents

Nebenkopplungsarmes Traegerfrequenz-Fernmeldekabel

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DE974704C
DE974704C DES26204A DES0026204A DE974704C DE 974704 C DE974704 C DE 974704C DE S26204 A DES26204 A DE S26204A DE S0026204 A DES0026204 A DE S0026204A DE 974704 C DE974704 C DE 974704C
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DE
Germany
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cable
carrier frequency
twist
coupling
telecommunication cable
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Expired
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DES26204A
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English (en)
Inventor
Hermann Dipl-Ing Bremicker
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SUEDDEUTSCHE KABELWERKE
Original Assignee
SUEDDEUTSCHE KABELWERKE
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B11/00Communication cables or conductors
    • H01B11/02Cables with twisted pairs or quads
    • H01B11/04Cables with twisted pairs or quads with pairs or quads mutually positioned to reduce cross-talk

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  • Communication Cables (AREA)

Description

  • Nebenkopplungsarmes-Trägerfrequenz-Fernmeldekabel Die Übertragung von Nachrichten und Signalen mittels Trägerfrequenzen auf symmetrischen, papierisolierten Fernmeldekabeln hat gegenwärtig mit einer höchsten Übertragungsfrequenz von 252 kHz eine Grenze erreicht, die wegen der stark mit steigender Frequenz wachsenden dielektrischen Verluste der Papierisolierung in wirtschaftlicher Weise nicht wesentlich überschritten werden kann. Es ist bekannt, daß zwar durch Anwendung von Styroflex an Stelle von Papier die zulässige Frequenzgrenze erheblich weiter zu höheren Frequenzen verschoben werden könnte, sofern es gelingt, auch bei diesen Frequenzen die für das Nebensprechen einzuhaltenden Bedingungen zu erfüllen.
  • Wenn die Aufgabe gelöst ist, kann der Bereich der Übertragungsfrequenzen verdoppelt, d. h. von 25o kHz auf 5oo kHz erhöht werden. Aus wirtschaftlichen Gründen ist es wünschenswert, daß bei der höchsten Trägerfrequenz (5oo kHz) auf diesem Kabel die Leitungsdämpfung nicht überschritten wird, die ein papierisoliertes Fernmeldekabel bei 252 kHz aufweist.
  • Dies kann insbesondere durch Anwendung einer Schaumstoffisolierung mit einer resultierenden Dielektrizitätskonstanten von z,z oder weniger erfüllt werden. Dadurch gelingt es z. B., auf einem symmetrischen Aderpaar mit Schaumstoffisolierung 12o Trägerfrequenzkanäle bei einem Verstärkerabstand von etwa 18 km vorzusehen, während bei dem gegenwärtig angewendeten Kabeltyp mit Papierisolierung nur 6o Trägerfrequenzkanäle bei gleichem Verstärkerabstand pro Aderpaar untergebracht werden können.
  • Um das für solche Übertragung erforderliche hohe Nebensprechdämpfungsniveau einzuhalten, ist es erforderlich, die zwischen den Sprechkreisen infolge ihrer Drallierung periodischen Kopplungen so klein wie möglich zu halten. Ursprünglich nur für tonfrequenten Übertragungsbereich vorgesehen, sind Berechnungsverfahren bekanntgeworden, die Kopplungsfreiheit zwischen zwei mit bestimmten Drallen verseilten Gruppen theoretisch vorauszubestimmen. Dabei wurde bereits erkannt, daß selbst unter Anwendung dieser Regeln die Kopplungen innerhalb der ganzen Kabellänge keineswegs ständig Null sind, sondern einen periodischen Verlauf haben. Über einen gewissen Kabellängenteil heben sich nach dieser Theorie die Summen der positiven und negativen Teile dieses Kopplungsverlaufs auf, so daß ihre Summen über diesen Abschnitt in der Tat Null sein müssen. Demnach .existiert auch theoretisch immer dann eine Restkopplung, wenn die Kabellänge nicht in eine ganze Zahl entkoppelter Abschnitte teilbar ist. Im wesentlichen sind diese Rechenregeln dadurch charakterisiert, daß das Verhältnis der Dralle dem Verhältnis einer geraden und einer ungeraden Zahl gleich sein muß. Entspricht das Drallverhältnis etwa dem Verhältnis zweier ungerader Zahlen, so ergibt diese Theorie eine Restkopplung für jeden »Entkopplungsabschnitt«, wobei diese Restkopplungen sich über die ganze Länge addieren und somit ein ungünstiges Nebensprechniveau verursachen. Messungen der Nebensprechdämpfung im Bereich hoher Trägerfrequenzen zeigten bei nach dieser Theorie entkoppelten Drallen recht unterschiedliche Ergebnisse; selbst Nebensprechdämpfungen zwischen Gruppen, deren Dralle im. Verhältnis ungerader Zahlen standen, waren oft gleichwertig oder sogar günstiger als die dieser Theorie entsprechenden Drallverhältnisse.
  • Genauere Untersuchungen zeigten die Mängel dieser für tonfrequente Übertragungen nützlichen Theorie im Trägerfrequenzbereich auf. Während bei Tonfrequenzbetrieb die über eine Länge verteilten Kopplungen addiert werden können, ist dies bei hohen Trägerfrequenzen infolge des ungleich größeren Phasenmaßes nicht mehr möglich. Es ist hier also notwendig, die Größe der periodischen Kopplung zu kennen, über welche die angezogene Theorie nichts aussagt.
  • In diesem Zusammenhang sind auch jene unsystematischen Kopplungen zu erwähnen, die durch unvermeidliche Drallschwankungen bei der Herstellung der Gruppen infolge maschineller Mängel entstehen. Diese Kopplungen sind willkürlich über die Länge verteilt. Auch sie werden von der erwähnten Theorie nicht erfaßt.
  • Weiterhin wird der Aufbau eines Trägerfrequenzkabels, in welchem der Drall jeder Gruppe sich von dem jeder anderen unterscheiden muß, durch die Forderung des für jede Gruppenkombination gültigen Drallverhältnisses gerader zu ungerader Zahl nicht unerheblich erschwert; wobei die konsequente Anwendung dieser Forderung sogar günstigere Drallverhältnisse ungerader Zahlen ausläßt.
  • Die vorliegende Erfindung zeigt einen Weg, wie die genannten Nebensprechforderungen erfüllt werden können.
  • Bai Untersuchungen über den frequenLabhängigen Verlauf des Nebensprechens bei den Trägerfrequenzkabeln üblicher Bauart, d. h., bei Kabeln mit mehreren Lagen von Verseilgruppen, hat sich gezeigt, daß insbesondere die Kopplungen zwischen Gruppen in verschiedenen Lagen bei Frequenzen über 25o kHz einen solchen Verlauf nehmen, daß ein normaler Zweipunktausgleich auf der Strecke nicht mehr möglich ist. Theoretische Untersuchungen ergaben, daß die Ursache dieser Erscheinung vor allem darin zu suchen ist, daß die Identität des periodischen Verlaufs magnetischer und elektrischer Kopplungen über die Kabellänge, die bei Kopplungen zwischen Gruppen derselben Lage gegeben ist, hier nicht mehr vorhanden ist.
  • Es wird daher vorgeschlagen, ein symmetrisches Trägerfrequenzkabel für einen Betrieb mit Trägerfrequenzen über den Bereich von 25o kHz hinaus so aufzubauen, daß nur Nachbarkupplungen bzw. Imviererkopplungen auftreten können. Ein solches Kabel kann maximal aus sieben gleichen Verseilgruppen bestehen, wobei eine Gruppe im Kern liegt und die übrigen sechs Gruppen über diesem Kern verseilt sind. Obwohl dieses Kabel nun doch zwei Lagen hat, besteht zwischen einem solchen Kabel und einen Kabel mit mehr als einer Gruppe im Kern insofern ein grundlegender Unterschied, als eine einzelne Gruppe sich bekanntermaßen so verhält, als sei sie in der darüberliegenden Lage mit Rückdrehung verseilt. Das heißt aber, daß zwischen dieser einen Gruppe und den Gruppen der darüberliegenden Lage nur Nachbarkopplungen existieren. Daß ein solches Kabel mit sieben schaumstoffisolierten Sternvierern gegenüber dem, Trägerfrequenz-Normalkabel mit zwölf papierisolierten Vierern erhebliche wirtschaftliche Vorteile bringt, ergibt sich schon aus dem einfachen Vergleich der Gewichte des Leitungskupfers pro Übertragungskanal. Während - bei gleichem Verstärkerabstand - das mit Schaumstoff isolierte Kabel 2 # 7 # no = 168o Übertragungskanäle enthält, sind bekanntlich bei dem Trägerfrequenznormalkabel 2 . 12 # 6o = iq4o Übertragungskanäle verfügbar. Eine einfache Rechnung ergibt dann, daß das Kupfergewicht pro Kanal bei dem Kabel mit sieben Vierern genau die Hälfte des vierundzwanzigpaarigen Normalträgerfrequenzkabels beträgt.
  • Untersuchungen über die Größe und den Verlauf der frequenzabhängigen Kopplungen haben ergeben, daß der Kopplungsverlauf auch bei den höchsten Übertragungsfrequenzen sich durch eine Anzahl Fourierreihen darstellen läßt, wobei die Kopplungen über die Kabellänge aus Perioden verschiedener Frequenz zusammengesetzt sind. Auf diese Weise konnte auch der Einfluß der Verhältniszahlen verschiedener Dralle ermittelt werden. Dabei ergab sich, daß zwar bei Verhältnissen ungerader Zahlen eine linear mit der Länge des Kabels anwachsende Kopplung theoretisch existiert, ihre Größe jedoch -mit Ausnahme des Verhältnisses i : 3 - selbst bei den größten Herstellungslängen der Kabel noch unmeßbar klein ist.
  • Im Gegensatz zu den bisherigen Vorstellungen wurde nun erkannt, daß nicht die Verhältniszahlen der Dralle entscheidend sind für die Güte des Nebensprechens, sondern allein dieAmplitude derperiodischen Kopplung, deren Länge sich aus der Formel ergibt, worin dl und d2 die Verseildralle der betrachteten Gruppen bedeuten. Die Amplitude dieser periodischen Kopplung enthält gleichfalls diesen Faktor Wenn in diesem Ausdruck dl und d2 in Zentimeter eingesetzt werden, ergibt dieser Faktor den Wert einer magnetischen Kopplung in nano Henry, wobei der bekannte Zusammenhang zwischen dem C. G. S.-System und dem elektromagnetischen Maßsystem zu beachten ist. (Infolge der Definition der Permeabilität #t o des Vakuums ist Dieser Faktor A wird im folgenden als Amplitudenmaß bezeichnet.
  • Aus der Formel für A ist zu ersehen, daß immer dann mit großen Kopplungen zu rechnen ist, wenn die Differenz (d2 - dl) sehr klein ist, insbesondere dann noch, wenn dl und d2 sehr groß sind. Deshalb werden lange Drallängen, die sich nicht sehr voneinander unterscheiden, auch dann noch hohe Kopplungen verursachen, wenn die betreffenden Gruppen im Kabel den größtmöglichen Abstand haben.
  • Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß bei Anwendung der genannten Amplitudenformel dann noch eine ausreichende Nebensprechdämpfung zwischen Nachbar- (bzw. Übernachbar-) Gruppen bei Frequenzen über 25o kHz erreicht ist, wenn A kleiner als 55 cm ist. Erfindungsgemäß wird daher ein solches Kabel so aufgebaut, daß der Gruppendrall der Verseilelemente des Trägerfrequenzkabels so gewählt ist, daß für keine der möglichen Kombinationen von zwei Vierern oder Paaren ein als zulässig erachteter Kopplungswert von endlicher Größe überschritten ist, der sich ergibt aus dem Amplitudenmaß A = 55 D einer periodisch über die Kabellänge verlaufenden Kopplungsfunktion, wobei D den Durchmesser des verwendeten Verseilelementes in Zentimeter bedeutet.
  • Hierbei ist zu berücksichtigen, daß der praktisch zur Verfügung stehende Drallängenbereich beschränkt ist. So ist dessen untere Grenze dadurch gegeben, daß bei ihrer Unterschreitung mechanische Deformationen des Vierers eintreten, während die obere Grenze durch Instabilität der Lage der Adern innerhalb eines Vierers bestimmt ist. Im ersten Fall sind, abgesehen von den mechanischen Beschädigungen, hohe Imviererkopplungen zu erwarten. Im zweiten Fall werden infolge der mechanischen Instabilität die Imviererkopplungen inkonstant. Es hat sich ergeben, daß die Mindestdrallänge dmin > 5 - D (D = Durchmesser der Gruppe) sein muß, um Beschädigungen des Vierers zu vermeiden. Dagegen darf erfahrungsgemäß die Höchstdrallänge dm", den Wert von 35 . D nicht überschreiten, wenn die Verseilgruppen nicht mechanisch instabil werden sollen. Die Aufteilung dieses praktisch möglichen Drallängenbereiches auf n Vierer eines Trägerfrequenzkabels muß nun gemäß der Erfindung so vorgenommen werden, daß keine der möglichen Kombinationen der n Vierer die Kopplungsamplitude A = 55 cm überschreitet, wenn dl und d2 in Zentimeter in die Amplitudenformel eingesetzt werden. Der, kleinstmögliche Wert für A läßt sich durch einen Einsatz der Grenzwerte des zur Verfügung stehenden Drallängenbereiches für ein Kabel mit n Vierern aus der Gleichung bestimmen. Dabei sind alle Werte von dmax, dman und D in Zentimeter einzusetzen.
  • Entsprechend dem Hyperbelcharakter der Funktion ist diese Aufteilung optimal, so daß, wenn beispielsweise als kürzeste Drallänge des Kabels dl gewählt ist, alle folgenden Drallängen festgelegt sind. Denn aus der für d2 explizit umgeformten Gleichung läßt sich die benachbarte Drallänge d2 berechnen; weiterhin folgt die d2 benachbarte Drallänge d3 aus usw. Es gilt folglich die allgemeine Formel: für die Berechnung der einzelnen Drallängen. Wie sich überprüfen läßt, kommen dann keine Drallängenkombinationen vor, die eine größere Kopplungsamplitude als A besitzen. Es ist mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln nicht möglich, eine solche Aufteilung des Drallängenbereiches ohne Anwendung der genannten Formel zu erreichen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Nebenkopplungsarmes Trägerfrequenz-Fernmeldekabel, insbesondere für den Betrieb mit Frequenzen über 250 kHz, das aus paarigen oder sternviererförmigen Verseilelementen aufgebaut ist, deren Gruppendrallbeziehungen in bestimmten Verhältnissen zueinander stehen und für deren Nebensprechbedingungen nur Nachbarbeziehungen gelten, z. B. also solchen Fernmeldekabeln mit höchstens sieben Sternvierern, dadurch gekennzeichnet, daß der Gruppendrall der Verseilelemente des Trägerfrequenzkabels so gewählt ist, daß für keine der möglichen Kombinationen von zwei Vierern oder Paaren ein als zulässig erachteter Kopplungswert von endlicher Größe üj15erschritten ist, der sich ergibt aus dem Amplitudenmaß A = 55 D einer periodisch über die Kabellänge verlaufenden Kopplungsfunktion, wobei D den Durchmesser des verwendeten Verseilelementes in3Zentimeter bedeutet.
  2. 2. Fernmeldekabel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufteilung des Dralllängenbereiches nach der Formel erfolgt, wobei dl und d2 die Verseildrallängen der einzelnen Gruppen bedeuten.
  3. 3. Fernmeldekabel nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierung der einzelnen Leiter der Verseilelemente aus Schaumstoff besteht und eine resultierende Dielektrizitätskonstante von =,i oder weniger aufweist. In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 166 329; Zeitschrift ENT, 1934, H.
  4. 4, S. 119ff.
DES26204A 1951-12-07 1951-12-07 Nebenkopplungsarmes Traegerfrequenz-Fernmeldekabel Expired DE974704C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH166329A (de) * 1930-12-27 1933-12-31 Kabel Und Metallwerke Neumeyer Verfahren zur Herstellung nebenkopplungsfreier Fernsprechkabel, Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens und nach diesem Verfahren hergestelltes Fernsprechkabel.

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH166329A (de) * 1930-12-27 1933-12-31 Kabel Und Metallwerke Neumeyer Verfahren zur Herstellung nebenkopplungsfreier Fernsprechkabel, Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens und nach diesem Verfahren hergestelltes Fernsprechkabel.

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