DE97465C - - Google Patents

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DE97465C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G19/00Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups
    • G01G19/02Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups for weighing wheeled or rolling bodies, e.g. vehicles
    • G01G19/04Weighing apparatus or methods adapted for special purposes not provided for in the preceding groups for weighing wheeled or rolling bodies, e.g. vehicles for weighing railway vehicles

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. März 1897 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft neuartige Flüssigkeitswaagen, welche sich den bisher bekannten gegenüber durch Einfachheit, Genauigkeit und rasches Registriren der Belastung auszeichnen, so dafs über solche Waagen ganze Züge fahren können, und die Waage das Gewicht der Lokomotive, des Tenders, sowie jedes einzelnen Waggons hinter einander anzeigt und registrirt.
Die Waagen vorliegender Erfindung beruhen im Allgemeinen wie die bekannten WTaagen dieser Art darauf, dafs Flüssigkeit durch äufseren Druck (Belastung) in einem geschlossenen Gefäfse unter einen gewissen inneren Druck gebracht wird, und dieser Druck nunmehr auf geeignete Instrumente (Manometer mit Gewichtseintheilung, indicatorä'hnliche Apparate, elektrische Uebermittler) übertragen und von ihnen entweder direct abgelesen werden kann, oder auf irgend eine Weise in Form einer Curve oder Zahl dauernd aufgezeichnet wird, oder endlich nach einer entfernten Station entweder nur für den Augenblick ablesbar oder in einer für die Dauer bestehenden Weise übermittelt wird.
In beiliegender Zeichnung ist eine derartige Flüssigkeitswaage in drei Ausführungsformen, die sä'mmtlich auf derselben Grundlage beruhen, schematisch dargestellt, und zwar bezeichnet:
Fig. ι eine Flüssigkeitswaage, bei welcher die beiden Kolbenstangen nicht mit einander verbunden sind,
Fig. 2 eine Waage, bei welcher sie starre Verbindung haben, und . ·
Fig. 3 eine solche Waage, bei welcher die beiden Kolbenstangen durch ein bewegliches Hebelsystem mit einander in Verbindung stehen.
Die Flüssigkeitswaagen vorliegender Construction bestehen im WTesen aus zwei oder mehr allseitig geschlossenen Gefä'fsen, Cylindern A und B, in denen sich die Kolben C und D auf- und abbewegen können, deren Kolbenstangen sich in directer Verbindung mit den Geleisestücken G befinden. Die beiden Cylinder A und B sind durch ein Rohr E mit einander und mit dem oben erwähnten Registrirapparat verbunden. Wie bereits erwähnt, sind eine Anzahl Ausführungsformen derselben Flüssigkeitswaage möglich, die sich ausschliefslich auf die verschiedene Art der Verbindung der Kolben bezw. der Kolbenstangen mit dem Geleise, somit der Uebertragung der Belastung beziehen, und welche in beiliegender Zeichnung ersichtlich gemacht sind.
i Um die Last von Eisenbahnwaggons bestimmen zu können, sind in das Geleise die Träger G eingeschaltet, über welche sich die einzelnen Waggons hinwegbewegen können. Diese Träger sind so angeordnet, dafs sie auf sämmtlichen Kolbenstangen direct und gemeinschaftlich aufruhen (Fig. 2), oder getrennt sind;, in welchem Falle jeder Kolben CD sein eigenes Stück Geleise besitzt (Fig. 1), oder endlich, dafs beide Kolben ein gemeinsames Geleisestück F besitzen, dasselbe aber in der Mitte beweglich ist und durch ein gleichfalls bewegliches Hebelsystem (Fig. 3) mit dem Kolben selbst in Ver-' bindung steht. Die Wirkungsweise und die
sonstige Einrichtung der Waagen ist jedoch in allen drei Fällen ein und dieselbe.
Durch das Hinüberrollen von Waggons über die Geleisestücke G wird auf die Kolben und somit auf die in den geschlossenen Gefa'fsen befindliche Flüssigkeit ein einseitiger oder beiderseitiger Druck ausgeübt, welcher durch die Rohrleitungen E auf die Registrirapparate, die irgend eine bereits bekannte Construction besitzen können, übertragen wird. Dieser Druck wird aber erst dann übertragen, wenn in sämmtlichen belasteten Gefäfsen derselbe Druck herrscht. Dies wird dadurch erreicht, dafs in die Verbindungskanäle E der Cylinder je zwei Doppelsitzventile α b und α1 Ψ (Fig. ι und 2), welche jedoch mit einander verbunden sind, eingebaut sind. Von diesen sind nun die inneren Ventile α α1 um ein Geringes gröfser als die beiden äufseren b b1, während jedoch die Entfernungen der Ventile ab und a1 bl von einander gleich sind.
Fig. ι a (Fig. 1) und 2 zeigen die Mittelstellung,
Fig. ib (Fig. 1) dagegen die geschlossene Stellung der Ventile an.
Kommt nun von rechts starker Druck, so schliefst sich das Ventil b sofort, und daher auch das-Ventil α. Es kann somit weder'aus der rechten noch aus der linken Kammer Flüssigkeit in die Zuflufsröhren und zu den Registrirapparaten gelangen. Beginnt nun der linke Kolben ebenfalls Druck aufzunehmen, so ■ wird in dem Momente, wo der hydrostatische Druck der linken Kämmer mal der Ventilfläche α gleich ist dem hydrostatischen Drucke der rechten Kammer mal der Ventilfläche b, das Doppelventil sich langsam öffnen und seine Mittelstellung erreichen, wenn in beiden Cylindern gleicher Druck herrscht. In diesem Momente beginnt die Ablesung bezw. Registrirung des Gewichts. Wird jedoch der Druck ' in der linken Kammer gröfser, so schliefsen sich die Ventile wieder und die Registrirung hört auf. 4-
. . Üeber eine derart construirte Waage kann man ganze Züge ohne Aufenthalt fahren und hierbei das Gewicht der Lokomotive, des Tenders , sowie jedes einzelnen Waggons aufzeichnen lassen..

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    + Eine Flüssigkeitswaage mit zwei oder mehreren Cylindern (AB), die mit einander und mit . dem Anzeigeapparat durch ein Rohrsystem (E) verbunden sind, in welches sich Ventile (a b a1 bl) eingebaut vorfinden, von denen die inneren (a al) gröfser sind als die äufseren (b b1), um zu erreichen, dafs der Druck auf den Anzeigeapparat erst dann übertragen wird, wenn in sämmtlichen belasteten Gefäfsen (Cylindern) derselbe Druck herrscht.+
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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