DE973023C - Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Koordinaten- oder Relaiswaehlern - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Koordinaten- oder RelaiswaehlernInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 19. NOVEMBER 1959
S 43486VIIIa/2i Φ
In Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, bei denen ankommende Leitungen ihnen zugängliche
abgehende Leitungen kreuzen und Schaltglieder von Relais- oder Koordinatenwählern die
Kopplung einer anrufenden ankommenden Leitung mit einer bereitgestellten, freien, abgehenden Leitung
bewirken, müssen ■ Doppelverbindungen verhindert werden, wenn auf mehreren ankommenden Leitungen,
die von demselben Wähler bedient werden, gleichzeitig Anrufe einlaufen.
Es ist bekannt, die gleichzeitige Vorbereitung der Kopplung mehrerer anrufender Leitungen mit einer
abgehenden Leitung dadurch zu verhindern, daß Ansprech- oder Haltestromkreise der Anrufrelais oder
Haltestromkreise von Gruppen- oder Untergruppen ankommender Leitungen gemeinsamen Gruppenrelais
über eine Kette von eigenen Ruhekontakten geführt sind. Bei diesen Anordnungen hat immer eine bestimmte
Leitung oder/und eine bestimmte Gruppe ankommender Leitungen Vorrang in der Erledigung eingelaufener
Anrufe. Daraus ergibt sich, daß bei gleiqhzeitigem Vorliegen mehrerer Anrufe die in der -Rangordnung
der Anruf erledigung an letzter Stelle liegenden Leitungen so lange auf die Erledigung ihrer Anrufe
warten müssen, bis alle in der Rangordnung vorliegenden Anrufe erledigt sind.
Es ist weiter eine Anordnung bekannt, bei der das Anrufrelais den Ortsstromkreis eines leitungseigenen
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Markierrelais schließt und letzteres sich in einen Haltestromkreis über ein gemeinsames Gruppenrelais
einschaltet. Bei gleichzeitigem Schließen der Haltestromkreise von mindestens zwei Markierrelais erhält
keines derselben einen ausreichenden Haltestrom. Beide Relais fallen ab. Die Relais haben infolge der
nie völlig gleichen Selbstinduktion verschiedene Abfallzeiten. Das zuerst abfallende Markierrelais schließt
seinen Ansprechstromkreis zuerst. Der Anruf der Teilnehmerleitung,
der dieses Relais zugeordnet ist, wird zuerst erledigt.
Bei Relaiswählern in der Vorwahlstufe mit einem besonderen Koppelanreizrelais für jede Teilnehmerleitung
ist eine Anordnung bekannt, welche während der Erledigung eines Anrufes die Entstehung eines
weiteren Koppelanreizes verhindert. Das wird durch Schaltmittel in einem freie Schaltmittel bereitstellenden
Ordner erzielt.
Zur Vermeidung eines besonderen Trennrelais an den Teünehmerleitungen ist das als schnarrendes
Anrufrelais bezeichnete Stufenrelais bekannt. Die Ansprechwicklung dieses Relais liegt über einen
eigenen Ruhekontakt an der Teilnehmerleitung. Das Relais arbeitet somit als Selbstunterbrecher und eras
zielt ein akustisches Zeichen für den anrufenden Teilnehmer. Während dieses Schnarrens bleibt über einen
anderen Kontakt des Relais die Teilnehmerleitung als Anrufende in der Kontaktbank der Anrufsucher gekennzeichnet.
Bei Einstellung eines Anrufsuchers auf die anrufende Leitung wird durch Stromfluß über eine
zweite Wicklung des Anrufrelais dieses vollerregt und schaltet sich dadurch von der Teilnehmerleitung ab.
Die Erfindung besteht darin, daß jedes bei'Einlaufen
eines Anrufes ansprechende Anrufrelais einer ankommenden Leitung unter dem Einfluß von Hilfseinrichtungen,
insbesondere einer Kondensator-Widerstands-Anordnung, sich selbst für eine zur Belegung einer
abgehenden Leitung erforderlichen Zeit zunächst vorübergehend von seiner Leitung abschaltet und daß
beim Durchschalten zu einer abgehenden Leitung betätigte Wählerkontakte in an sich bekannter Weise
die dauernde Abschaltung des Anrufrelais von seiner Leitung veranlassen. Mit der Erfindung wird eine
Teihiehmerschaltung geschaffen, die in vorteilhafter Weise ohne zusätzlichen Aufwand von Markierrelais
eine mehrfache Weitergabe eines Anrufanzeigers dann ermöglicht, wenn bei gleichzeitigem Anruf auf mehreren
ankommenden Leitungen durch Sperrschaltmittel zur Verhinderung von Doppelverbindungen eine sofortige
Durchschaltung unterbunden wird, so daß trotzdem kein Anruf verlorengeht.
•Da die Widerstände der ankommenden Leitungen und die die Schaltzeiten der Anruf relais beeinflussenden
Hilfseinrichtungen unterschiedliche Ansprech- und Abfallzeiten bedingen, ist es sichergestellt, daß von
zwei oder mehreren gleichzeitig ansprechenden Anrufrelais nach kurzem Arbeiten derselben öfters bereits
nach dem ersten Abfall das eine Anrufrelais früher anspricht als ein anderes, wodurch die Weitergabe nur
dieses einen Anrufanreizes ermöglicht wird.
Die Abschaltung des Anrufrelais von seiner Leitung bei Kopplung derselben mit einer abgehenden Leitung
kann auf verschiedene Weise herbeigeführt werden.
Es können in dem Anrufstromkreis liegende Wählerkontakte das Anrufrelais abschalten. Es kann aber
auch, wie es andere Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigen, das Anrufrelais dadurch von der Leitung
abgeschaltet gehalten werden, daß über eine Steuerader, z. B. die Belegungs- und Halteader, ein Haltestromkreis
über die Ansprechwicklung des Relais geschlossen wird.
Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung sind Sperrschaltmittel vorgesehen, welche bei gleichzeitigem
Anruf auf mehreren ankommenden Leitungen die Weitergabe von Koppelanreizen zu einer bereitgestellten
abgehenden Leitung verhindern. Die nie gleichen Widerstände der ankommenden Leitungen
und die die Schaltzeiten der Anrufrelais beeinflussenden Hilfseinrichtungen bedingen unterschiedliche Ansprech-
und Abfallzeiten, so daß von zwei oder mehr gleichzeitig ansprechenden Anrufrelais nach kurzem
Arbeiten derselben, öfters bereits' nach dem ersten Abfall das eine Anrufrelais früher anspricht als ein
anderes, wodurch die Weitergabe nur dieses einen Anrufanreizes gesichert ist.
Die Sperrschaltmittel können in verschiedentlicher Weise ausgebildet sein. Es können an sich bekannte
Überwachungsrelais verwendet werden, welche nur ansprechen, wenn über ihre Wicklungen bei gleichzeitigem
Anruf auf zwei oder mehr ankommenden Leitungen ein starker Strom fließt. Bei Anruf nur
einer Leitung haben diese Relais Fehlstrom.
Es können an sich bekannte Prüfvielfache angewendet werden, welche beim gleichzeitigen Einschalten
von zwei oder mehr an ihnen liegenden Prüfrelais durch Anwendung einer Spannungsteilung und einer Stromverzweigung
unter Benutzung einer zweiten Prüfader das Ansprechen beider Prüfrelais oder nach dem Ansprechen
eines Prüfrelais und Einschalten eines zweiten Prüfrelais das Ansprechen des letzteren verhindern.
Diese und weitere Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Anordnung sind aus der nachfolgenden Beschreibung
ersichtlich.
Die Erfindung ist sowohl bei Koordinatenwählern als auch bei Relaiswählern anwendbar. Bei beiden
Systemen erfolgt nach Einlaufen eines Anrufes auf einer ankommenden Leitung die Durchschaltung zu
einer bereitgestellten freien abgehenden Leitung schlagartig. Für die Zeit, die zur Kopplung der ankommenden
mit der abgehenden Leitung erforderlich ist, bleibt in allen. Fällen das erfindungsgemäß geschaltete
Anrufrelais angesprochen.
Bei den nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen ist die Erfindung in Verbindung mit einem
Koordinatenwähler gezeigt.
In den Zeichnungen sind nur die zum Verständnis der Erfindung erforderlichen Schaltmittel und Stromkreise
veranschaulicht. Im einzelnen zeigt
Fig. ι das Prinzip eines Koordinatenwählers, welcher
in Verbindung mit den Schaltungen nach den Fig. 2 bis 6 beeinflußt wird,
Fig. 2 und 3 Schaltungen mit nur auf starken Strom (gleichzeitige Mehrfachanforderung) ansprechenden
Uberwachungsrelais; bei Fig. 2 erfolgt die dauernde Abtrennung der Anrufrelais von seiner Leitung durch
Wählerkontakte und bei der Fig. 3. durch Bildung eines Haltestromkreises über die Belegungsader und
die Ansprechwicklung des Relais; Fig. 4 zeigt die Anwendung von zwei Prüf vielfachen
als Sperrschaltmittel,
Fig. 5 und 6 die Anwendung von leitungseigenen Koppelanreizrelais; bei Fig. 5 sind diese Koppelanreizrelais
selbst die Sperrschaltmittel, während bei der Anordnung nach Fig. 6 die Sperrung durch ein Priifvielfach
PV bewirkt wird.
Fig. ι
100 ankommende Leitungen, z. B. Teilnehmerleitungen,
welche an dem mit einem Teil seiner Stangen und Brücken schematisch gezeigten Koordinatenwähler
angeschlossen sind, sind in zwei Gruppen Tnx bis Tn$o und Tn$x bis Τητοο unterteilt.
Vorgesehen sind 25 Teilnehmerstahgen St 1, St 2
usw., von denen jede durch Verstellung von Schaltfedern die Verbindung einer von vier Teilnehmerleitungen
mit jeder der zu nachgeordneten Verbindungseinrichtungen, z. B. zu ersten Gruppenwählern
führenden Leitungen vorbereitet. Nur die Stangen SiI und StZ sind durch starke waagerechte Linien
a5 angedeutet. Jede dieser Stangen hat zwei Arbeitsstellungen. Die jeweils in Frage kommende Arbeitsstellung
bestimmt einer von zwei Stangenmagneten StM. Es wird beispielsweise die Stange St 1, welche
den ankommenden Leitungen Tnx, Tn2, Τηζχ und
Tw52 zugeordnet ist, von dem Stangenmagnet StMx
in eine Stellung gebracht (nach oben gerichteter Pfeil), in der eine Kopplung der Teilnehmerleitung Tnx oder
der Teilnehmerleitung Tn 51 mit einer abgehenden Leitung vorbereitet wird. Wird der Stangenmagent
StMz erregt, so ist eine Kopplung einer der beiden Teilnehmerleitungen Tn2 und Tn$2 vorbereitet.
Jeder ansprechende Stangenmagnet bereitet also die Kopplung von zwei anrufenden Leitungen, und
zwar je einer Leitung der Gruppe Tnx bis Tn50 und
einer Leitung der Gruppe Tn*>x bis Tnxoo vor. Diese
beiden Leitungen stehen in den beiden Gruppen an gleicher Stelle, denn die Leitung Tnx ist die erste der
Gruppe Tnx bis Tn50, und die Leitung Tn^x ist die
erste der Gruppe Tn$x bis Tnxoo. Entsprechend sind
*5 die Leitungen Tn50 und Tnxoo die fünfzigsten in
beiden Gruppen. Die von einem Stangenmagnet zu bedienenden Leitungen werden daher als gleich bezifferte
Leitungen der beiden Gruppen bezeichnet. Welche der durch das Ansprechen eines Stangenmagneten,
z. B. SiMi, gekennzeichneten zwei Teünehmerleitungen weiter zu verbinden ist, wird durch
eine Gruppenwahlstange GSi bestimmt. . Auch diese
Stange kann durch zwei Magnete GMi, GM2 in zwei verschiedene Vorbereitungsstellungen gebracht werden.
Der Gruppenwahlmagnet GMi spricht an, wenn ein
Anruf aus der die Leitungen Tnx bis !"«50 umfassenden
Gruppe vorliegt, während der Gruppenwahlmagnet GM 2 bei Anruf auf einer der Teilnehmerleitungen
Tn51 bis Tnxoo eingeschaltet wird.
Über den Koordinatenwähler wird jede der 100 ankommenden
Leitungen mit einer der zur Bewältigung des Verkehrs ausreichenden Zahl von abgehenden
Leitungen verbunden. Für jede abgehende Leitung ist eine Brücke vorhanden. Zwei Brücken Br χ und
Br 2 sind durch senkrechte, punktierte Linien an- 6g gedeutet. Jede Brücke wird von einem Brückenmagnet
BrMx, BrM-Z usw. gesteuert und während der Verbindung in Arbeitsstellung gehalten.
Angenommen sei, daß auf der Teilnehmerleitung Tnx, von der die Sprechadern und vier Hilfsadern
gezeigt sind, ein Anruf einläuft. Von den anderen Teilnehmerleitungen
Tn2, Tn% Tn^ und Tn$x bis Tnfö
ist nur die Anschaltung der Sprechadern dargestellt. Da die Teilnehmerleitung Tnx zur ersten Gruppe
(Tnx bis Tn50) gehört, sprechen der Gruppenwahlmagnet
GMi und der Stangenmagnet SiMi an. Sowohl
die Gruppenwahlstange GSt als auch die Stange Sii führen eine durch die nach oben gerichteten Pfeile
angedeutete Bewegung, die eine Drehbewgung sein kann, aus. Es werden leicht bewegliche Federn verstellt,
welche sich zwischen die Kontakte und von den Brücken Br χ, Br 2 usw. zu steuernde Schaltglieder
legen. Dadurch wird ermöglicht, daß beim Ansprechen eines Brückenmagnets nur die durch die
Arbeitsstellungen eines Gruppenwahlmagnets (z. B. GMi) und eines Stangenmagnets (z. B. SiMi) gekennzeichnete
Kontakte betätigt und in der Arbeitslage festgehalten werden. Nach dem darauf folgenden
Ausschalten des Gruppenwahlmagnets GMi und des
Stangenmagnets SiMi gehen die von der Brücke nicht festgehaltenen Federn (Wählfinger, Katzenhaare) in
die Ruhelage zurück.
Es sei angenommen, daß der erste Gruppenwähler I.GW χ frei ist. Nach dem Ansprechen des Stangenmagnets
SiMi und des Gruppen wahlmagnets GMi wird der Brückenmagnet BrMx erregt. Geschlossen
werden die Kontakte baxjx, bbx[x, bcx/x, bzx/x, kax/x,
kbx/x, kcxjx, kzx/x. Geöffnet werden die Kontakte
kxx/x und kyxjx. Nur die Adern der Teilnehmerleitung
Tn ι sind über die Adern 1 bis 4 der Zwischenleitung
mit den Adern der Zuleitung zum Gruppenwähler LGWx verbunden. Nach der Ausschaltung
der Stangenmagnete GMi und SiMi und der Rückkehr
der Stangen GSt und Sii in die Ruhelage ist die
Vorbereitung der Kopplung der Teilnehmerleitung Tnx an den anderen Brücken aufgehoben. Letzeres
trifft auch für die Teilnehmerleitung Tn$x zu; denn bei Anruf auf dieser Leitung spricht auch der Stangenmagnet
SiMi an. In Abhängigkeit von der Arbeitsstellung der Gruppenwahlstange GSt ist nur eine
Kopplung der Teilnehmerleitung Tm, aber nicht der Teilnehmerleitung Tn 51 durchgeführt worden.
Wie später beschrieben wird, wird nach dem Ansprechen des Brückenmagnets BrMx der Brückenmagnet
BrMz der nächsten Brücke bereitgestellt. Über diese Brücke wird die als nächste anrufende
Leitung mit dem Gruppenwähler I. GW 2 verbunden.
Läuft der nächste Anruf auf der Teilnehmerleitung r«5i ein, so sprechen wieder der Stangenmagnet
SiMi, aber an Stelle des Gruppenwahlmagnets GMi iao
der Gruppenwahlmagnet GM 2 an. Nach dem Ansprechen des Brückenwahlmagnets BrMz sind die
Adern der Zuleitung zu dem Gruppenwähler I.GW2
über die Kontakte δα2/2, bbz/z, bcz/z, bz2J2, die
Adern 5 bis 8, die Kontakte ka^x/2, ^651/2, kc^xjz,
£2:51/2 mit den Sprechadern der Teilnehmerleitung
Tn$x bzw. den zur Teilnehmerschaltung führenden
Hilfsadern verbunden. Die Kontakte kx$xJ2 und
ky$xJ2 öffnen. Infolge der Arbeitsstellung der Gruppenwahlstange
GSt bleiben die Kontakte kxxjz und kyxJ2
geschlossen.
Die Ruhekontakte kx, ky werden nur bei der Schaltung nach der Fig. 2 benötigt. Bei der Schaltung nach
der Fig. 3 ist nur einer dieser Kontakte und bei den übrigen Schaltungen kein Wählerruhekontakt erforderlich.
Fig. 2
Von einer Teilnehmerleitung Tn 1 ist die Ausbildung
der Teünehmerschaltung gezeigt. Von anderen Teilnehmerleitungen
sind nur je zwei Kontakte des betreffenden Anrufrelais dargestellt.
Es ist angenommen, daß der Gruppenwähler /. GW1
frei ist. Die anrufende Leitung wird daher nach dem Ansprechen des Brückenmagnets BrMx über die
Kontakte kaxjx bis kzxjx und bax/x (s. Fig. 1) bis
bzx/x durchgeschaltet. Der Stromkreis des Anrufrelais Äi der Teünehmerleitung Tnx verläuft über
die in der Fig. 1 gezeigten Wählerruhekontakte kx, ky des Koordinatenwählers der Vorwahlstufe und auch
über Wählerruhekontakte des Leitungswählers.
Auf der Teünehmerleitung Tn χ läuft ein Anruf ein. Das Anrufrelais Rx spricht an:
i. + (Fig. 2), ..., kyjLW, .'.., kyx/2, kyxjx, Teilnehinerschleife, kxxjx, kxx/2, ..., kxjxw, ..., IRx
i. + (Fig. 2), ..., kyjLW, .'.., kyx/2, kyxjx, Teilnehinerschleife, kxxjx, kxx/2, ..., kxjxw, ..., IRx
Die Wicklung II des Relais Rx ist, wie aus den Bezeichnungen 1, 2 bzw. 4, 3 an den Wicklungsenden
ersichtlich ist, eine Gegenwicklung zur Wicklung I. Das Relais R χ hat eine von der Teilnehmerleitung
abhängige Ansprechverzögerung. Es öffnet den Kontakt 5?ί und schließt die Kontakte 6rx, yrx, 8rx.
Nach dem öffnen des Kontaktes 5 rx und Schließen
des Kontaktes 6rx hat das Relais Rx eine bestimmte, nicht zu lange .Abfallverzögerung. Es bleibt für die
Zeit angesprochen, die zur Durchschaltung der anrufenden Leitung zu einer freien abgehenden Leitung
ausreicht.
Angenommen sei, daß im Augenblick des Einlaufens des Anrufes auf der Teünehmerleitung Tnx auf
keiner der anderen Teilnehmerleitungen, die von dem Koordinatenwähler mit «Brücken bedient werden,
ein Anruf vorliegt.
Durch Schließen des Kontaktes jrx wird der die
Gruppenwahlstange GSt (Fig. 1) in der der anrufenden Teilnehmergruppe {Tnx bis Tn$o) entsprechenden
Weise bewegende Gruppenwahlmagnet GiWi betätigt:
2. +, 1JTx, GMx, ggmi, xoanx, UUx, —.
Das Relais Ux ist ein polarisiertes Relais. Die
Wicklung IU χ ist dauernd eingeschaltet, der Anker
des Relais Ux wird dadurch in der Lage gehalten, in der der Kontakt 12mi die in der Zeichnung gezeigte
Lage einnimmt. Der über die Wicklung IIU1
fließende Strom wie auch der nach dem Schließen des Stromkreises 3 über die Wicklung III U1 fließende
Strom reicht nicht aus, den Anker des Relais in die Arbeitslage umzulegen. Zuerst wird der Kontakt
xxgmx geschlossen. Darauf wird der Kontakt ggmi
geöffnet. Durch das Schließen des Kontaktes xxgmx ist ein Stromkreis über die Wicklung III171 und das
Anlaßrelais An 1 hergestellt:
3. +, yrx, GMx, xxgmx, TLIUx, Anx, —.
Relais An χ spricht an und schließt vorbereitend den Kontakt 16anx im Stromkreis des Brückenmagnets
BrMx. Am Kontakt xoanx wird Stromkreis 2
geöffnet. Damit ist ein Ansprechen des GruppenwahlmagnetsGM2
während der Durchführung der eingeleiteten Kopplung verhindert. Gleichzeitig mit dem
Gruppenwahlmagnet GM1 wird auch der den Teünehmern
Tnx und Tn51 zugeordnete Stangenmagnet
StMx eingeschaltet. Der Stangenmagnet StMx bewegt
die den vier Teilnehmern Tnx, Tn^x, Tm und Tn 52 gemeinsame Stange St χ in die Stellung, daß
in Abhängigkeit von dem angesprochenen Gruppenwahlmagnet GMi beim anschließenden Ansprechen
des durch eine Kettenschaltung bereitgesteüten Brückenmagnets eine Durchschaltung der Teilnehmerleitung
Tnx zum Gruppenwähler J.GWi erfolgt.
4. +, 8rx, StMx, x^stmx, x\anz, ILU2, —.
Das Relais U 2 ist ein dem Relais Ux gleiches
Relais. Durch den Ruhestromfluß über die Wicklung "I U 2 wird der Kontakt 15« 2 in der in der Zeichnung
gezeigten Lage gehalten. Auch bei Stromftuß über die Wicklung II oder die anschließend eingeschaltete
Wicklung III bleibt der Kontakt 15^2
geschlossen. Vor dem Öffnen des Kontaktes X^ stm χ
wird der Kontakt xystmx geschlossen und dadurch
folgender Stromkreis hergesteUt:
5. H-, 8rx, StMx, xystmx, HIU2, An2, —.
Das Relais A η ζ spricht an, öffnet den Kontakt I4«»2 und schließt den Kontakt x8anz. Da auch
der Kontakt 16 anx geschlossen ist, spricht der Brückenmagnet BrMx an:
6. +, I5«2, I2MI, x8anz, χβαηχ, 20h, 2xmx,
BrMx, —.
Der Brückenmagnet BrMx bewirkt die Durchschaltung
an den Kontakten kaxjx, baxjx; kbxjx, bbxjx; kcxjx, bcxjx; kzxjx, bzxjx und die Öffnung
der Kontakte kxxjx, kyxjx. Das Anrufrelais R1 ist
von der Teünehmerleitung abgeschaltet. Parallel zum Brückenmagnet BrMx spricht das Relais H, welches
verzögerten Ankeranzug und Anker abfall hat, an:
7. +, 15M2, I2WI, i8«»2, i6«wi, H, —.
Kontakt 20A öffnet. Der Stromkreis 6 für den Brückenmagnet BrMx ist aufgetrennt. Dieser hat
sich aber inzwischen in folgenden Haltestromkreis eingeschaltet:
B. H-, au, C, ..., 22brmx, BrMx, —.
Der Kontakt au wird in einer hier nicht interessierenden Weise geöffnet, wenn die Verbindung beendet
ist und die Teünehmerleitung sowie die Brücke Br τ freigeschaltet wird.
Der Brückenmagnet BrMx hat bei seinem An-
sprechen am Kontakt 23 brm 1 das die Anlaßkette
weiterschaltende Relais Mi eingeschaltet. Das Relais M ι öffnet Kontakt 21 m ι und schließt Kontakt
24 m i. Die Brücke Br 2 und ihr Brückenmagnet
BrMz sind dadurch vorbereitend bereitgestellt.
Wie bereits erwähnt, bleibt das Anrufrelais Ri für
eine Zeit angesprochen, die ausreicht, um die anrufende Leitung zu einer freien abgehenden Leitung
durchzuschalten. Nach dem Schließen des Kontaktes 6ri wird die erforderliche Abfallverzögerung
durch den Kondensator Ko 1, den Widerstand 25 und die jetzt in Reihe geschalteten Wicklungen II und I
erzielt. Ist das Relais abgefallen, so werden bei Öffnen der Kontakte 7π und 8ri die Stromkreise 3
und 5 unterbrochen. Die MagneteGMi, StMi sowie
die Relais An 1, An2 "und H fallen ab.
Laufen gleichzeitig auf zwei oder mehr von dem Koordinatenwähler bedienten Teilnehmerleitungen Anrufe
ein, so können folgende Fälle eintreten:
a) Es sprechen beide Gruppenwahlmagnete GMi
und GM 2 sowie zwei Stangenmagnete, die verschiedene Stangen beherrschen, an. Die anrufenden Leitungen
gehören teils zu der Gruppe Tm bis Tn^o
und teils zur Gruppe Tn 51 bis Tn 100. Die Gruppenwahlstange
GSt kann infolge des Einschaltens beider Magnete nicht verstellt werden.
b) Es sprechen beide Gruppenwahlmagnete GMi,
GM 2 und zwei die gleiche Stange steuernde Stangenmagnete, z. B. SiMi undSiM2, an. Die Stange SiI
wird nicht verstellt. Anrufe können eingelaufen sein auf den Teilnehmerleitungen Tn τ und Tn 52. Von
den die Stangenmagnete beherrschenden Kontakten sind geschlossen die Kontakte 9 π und 26?" 52. Anrufe
können auch vorliegen auf den Teilnehmerleitungen Tn$i und Tn2. Von den die Stangenmagnete
beherrschenden Kontakten sind dann geschlossen 27/51 und 28r2.
c) Es sprechen beide Gruppenwahlmagnete und ein Stangenmagnet, z. B. SiMi, an, wenn Anrufe auf
den Teilnehmerleitungen Tm und Tn 51 eingelaufen sind, also auf gleichbezifferten Leitungen beider
Gruppen.
d) Es sprechen ein Gruppenwahlmagnet, z. B. GMi, und zwei Stangenmagnete, z. B. SiMi und
StMs, welche verschiedene Stangen Sti nndSt2 beherrschen,
an.
e) Es sprechen ein Gruppenwahlmagnet, z. B. Mr, und zwei auf dieselbe Stange, z. B. Str, einwirkende
Stangenmagnete SiMi und StM2 an. Anrufe sind
beispielsweise auf den Leitungen Tni und Tn2 eingelaufen.
Die Kontakte 8ri und 28/2, welche die Stangenmagnete beherrschen, sind geschlossen.
In allen diesen Fällen wird die Durchschaltung verhindert, und zwar dadurch, daß eines der Relais
Ui, U2 (Fall c, d, e) oder beide Relais Ui und U2
(Fall a, b) ansprechen.
Es sei der unter Punkt a) genannte Betriebsfall erläutert: Es laufen auf den Teilnehmerleitungen Tm
und 7»53 gleichzeitig Anrufe ein. Stromkreis 2 wird geschlossen und außerdem durch Schließen des Kontaktes
30/53 ein entsprechender, über den Kontakt 32gm2 verlaufender Stromkreis für den Gruppenwahlmagnet
GM2. In beiden Stromkreisen liegt gemeinsam die Wicklung II des Oberwachungsrelais Ur.
Da beide Gruppenwahlmagnete GMi und GM2 parallel
liegend der Wicklung IIU1 vorgeschaltet sind,
wird in dieser Wicklung ein stärkerer, jedoch entgegengerichteter Magnetfluß als in der Wicklung IC/i
erzeugt. Der Anker wird umgelegt. Der Kontakt 12« ι öffnet. Dieser Kontakt bleibt auch geöffnet,
wenn nach dem Schließen der Kontakte rrgntr und
33gra2 Haltestromkreise über die Wicklung III des Relais Ur hergestellt sind.
Gleichzeitig mit dem Relais Ur spricht auch das
Relais U2 an, denn parallel zu Stromkreis 4 ist ein
Stromkreis für den Stangenmagnet SiM 3 über die Kontakte 31 r53 und34siw3 hergestellt. Das Relais
U 2 bleibt auch nach seinem Einschalten in die Haltestromkreise für die Stangenmagnete SiMi und
StM^ nach dem Schließen der Kontakte ijstmi und
SSstms angesprochen. Kontakt 15«2 öffnet. Das
Schließen der Kontakte ibani und i8««2 ist mithin
wirkungslos. Der Stromkreis 8 über den Brückenmagnet BrMi wird nicht hergestellt. Die Folge
hiervon ist, daß in der Teilnehmerschaltung der LeitungJwi
die Kontakte kxrjr und&yi/i sowie in
der Teilnehmerschaltung der Leitung !"«53 die ent- '
sprechenden, nicht gezeigten Kontakte £#53/1 und
ky53/1 nicht öffnen. Beide Anrufrelais Ri und .R53
(letzteres ist nicht gezeigt) bleiben in Verbindung mit ihren Teilnehmerleitungen.
Für den Kondensator Ko 1 in der Teilnehmerschaltung
Tni sind nach dem Schließen des Kontaktes 6ri zwei Entladestromkreise hergestellt; der
eine verläuft über den Widerstand 25 und der andere über beide jetzt gleichsinnig in Reihe geschaltete
Wicklungen I und II Äi.
Nach der Entladung der mit den Wicklungen I und II der Anrufrelais in Reihe geschalteten Kondensatoren
fallen die Anrufrelais beider Teilnehmerleitungen ab. In der kurzen Zeit, in der das jeweilige
Anrufrelais abgefallen ist, wird auch der von ihm gesteuerte Stangenmagnet wieder stromlos. Sobald die
beiden Anrufrelais zugleich^ abgefallen sind, fallen ebenfalls das/die Sperrelais" Ur, U2 und das/die
Koppelanreizrelais Am, Anz ab.
An sich gleichartige Relais haben nicht die gleichen Ansprech- und Abfallzeiten, wenn beide Zeiten von
Kondensatorlade- und Kondensatorentladeströmen beeinflußt werden. Da die Anruf relais an den Teilnehmerleitungen
liegen und es praktisch nie vorkommt, daß die Leitungswiderstände völlig gleich sind, werden die Ansprechzeiten dieser Relais durch
die unterschiedlichen Leitungswiderstände weiter beeinflußt. Die Folge davon ist, daß nach kurzem
Arbeiten, oft bereits nach dem ersten Abfall von zwei gleichzeitig angesprochenen Anrufrelais das eine
Relais, z. B. Ri, nach der Schließung seines Ansprechstromkreises
früher anspricht als das andere. Es sprechen dann nur die Relais A ni und A η 2, aber
nicht die Relais Ux und U2 an. Die offenen Kontakte
10 an ι und 14 an2 verhindern ein Ansprechen
der der Teilnehmerleitung Tn 53 zugeordneten Magnete GM 2 und StM 3, wenn kurz nach dem Schließen
der Kontakte 7 π und 8/1 auch die Kontakte 30/53
und 31/53 schließen.
909 644/3
In der beschriebenen Weise wird die Teilnehmerleitung Tnx zum Gruppenwähler I.GWχ durchgeschaltet.
Nach dem Abfall der Relais Rx, Anx und An2 wird der auf der Leitung Tn 53 bestehende
Anruf abgefertigt.
In entsprechender Weise wird in den Betriebsfällen b bis e 'die Anschaltung von zwei oder mehr
gleichzeitig anrufenden Teilnehmerleitungen an die Zuleitung zu demselben Gruppenwähler verhindert.
Gleichgültig, welches der Überwachungsrelais Ux und U 2 anspricht, immer ist die Schließung des Stromkreises
6 nicht möglich. Die Anrufrelais der betreffenden Leitungen fallen ab und sprechen wieder
an. Das wiederholt sich so lange, bis eines von diesen Anrufrelais seine Arbeitskontakte früher schließt als
die anderen.
Fig. 3
Kontakte, Relais und Magnete, die denen der Fig. 2 entsprechen, haben die gleichen Bezugszeichen.
Die Schaltung dieses Ausführungsbeispiels unterscheidet sich von dem der Fig. 2 dadurch, daß im
Stromkreis des Anrufrelais Rx keine Wählerruhekontakte kx, ky liegen. Der Ansprechstromkreis des
Relais R1 verläuft über den an der unteren Sprechader
liegenden Ruhekontakt 50 rx. Zur Weitergabe des Anrufanreizes ist nur ein Kontakt 7 π an Stelle
von zwei, ηπ, 8ri, bei der Fig. 2 erforderlich. Ermöglicht
wird dieses durch zwei leitungseigene Gleichrichter, z. B. G1/1, G1/2 für Leitung Tnx,
G53/1, G53/2 für Leitung Tn^ß. Der Stromkreis,
über den ein Anrufanreiz weitergegeben wird, ist über Wählerruhekontaktekxx/x, kxx\2, ..., kxxjn des
Koordinatenwählers der Vorwahlstufe (Anrufsucher) und Wählerruhekontakte kx/LWx, kx\LWz ...
kx/LWn des Koordinatenwählers der Leitungswahlstufe LW geführt. Das Anrufrelais R χ wird nach
Durchschaltung der anrufenden Leitung zu einer abgehenden Leitung nicht ausgeschaltet, sondern über
die Belegungs- und Halteader 51 erregt gehalten.
Läuft ein Anruf auf der Teilnehmerleitung Tn χ ein,
so spricht das Relais Rx über einen dem Stromkreis 1 entsprechenden Stromkreis an, der aber, wie erwähnt,
nicht über Wählerruhekontakte, sondern über den Ruhekontakt 50Π geführt ist. Kontakt 1Jr χ schließt.
Es wird dadurch folgender Stromkreis hergestellt:
9. +, Ux[LWn, ..., kx/LW2, kx/LWx, kxx/x,
kxx/z, ..., kxxjn, yrx,
Gxfx, GMx, ggmx, xoanx, HUx
G1/2, StMx, x^stmx, χή.αη2, II !72 '
Nach dem Schließen der Kontakte 11 gmx und
xjstmx sprechen in den über die Wicklungen III Ux
und III U2 geschlossenen Haltestromkreisen die
Relais An χ und An2 an. Der Brückenmagnet BrMx,
der durch die Kettenschaltung vorbereitend bereitgestellten Brücke Br χ wird eingeschaltet. Die Kopplung
der anrufenden Leitung mit der Zuleitung zu dem freien Gruppenwähler I.GWχ wird durchgeführt.
Am Kontakt kxxjx wird Stromkreis 9 unterbrochen.
Das Relais Rx wird über die Belegungs- und Halteader 51 und die Wicklung I in Arbeitslage gehalten:
10. +, au, C, Sci/i, 3, kcxlx, 51, IÄi, —.
Der Gleichrichter Gi verhindert eine Gegenerregung
in Wicklung II des Äi-Relais über Widerstand 25.
Laufen gleichzeitig auf zwei· oder mehr Leitungen Anrufe ein, so wird in der zu Fig. 2 beschriebenen
Weise durch das Ansprechen eines oder beider Überwachungsrelais Ux, U2 und Öffnen eines der oder
beider Kontakte 12 wi und 15 «2 die Durchschaltung
der anrufenden Leitungen zu einer abgehenden Leitung verhindert.
Die Anrufrelais arbeiten in Selbstunterbrecherschaltung mit den durch den Widerstand der Teilnehmerleitungen
und die Kondensatorwiderstandsanordnungen, z.B. Ko χ und 25 bei Tn x, bedingten
Ansprech- und Abfallzeiten so lange, bis eines der Anrufrelais früher anspricht als das andere. Dann
wird dieser Anruf erledigt, während das andere Anrufrelais so lange anspricht und abfällt, bis der
von ihm weitergegebene -Anrufanreiz aufgenommen wird.
Fig- 4 S5
Wählerruhekontakte zur Abtrennung des Anrufrelais einer Leitung oder zur Unterbrechung des
Stromkreises, über den ein Anrufanreiz weitergegeben wird, sind vermieden. Das Anrufrelais wird, wie bei
der Anordnung nach Fig. 3 nach Durchschaltung einer anrufenden Leitung zu einer abgehenden Leitung
durch Stromfluß über die Belegungs- und Halteader in Arbeitslage gehalten. Es werden weiter keine
nur auf starke Ströme (gleichzeitiger Anruf auf zwei oder mehr Teihiehmerleitungen) ansprechende Überwachungsrelais
i7i und !72 (Fig. 2 und 3) verwendet.
Dafür ist gemeinsam für beide Gruppen von Teilnehmerleitungen Tn χ bis Tn 50 und Tn 51 bis Tn 100
ein Prüfvielfach PFi mit den beiden Prüfadern fvxjx
und pv 1/2 und ein zweites Prüfvielfach PF2 mit den Prüf ädern pv2Jx und ^»2/2 angewendet.
Gruppeneigene Prüfrelais PSi bzw. Pi? 2, die mit
dem Prüf vielfach P Fi. in Verbindung stehen, schalten
den Gruppenwahlmagnet GMx bzw. GM 2 nur dann ein, wenn nur ein einziger Anruf einläuft. Bei gleichzeitigem
Anruf auf Leitungen aus beiden Leitungsgruppen kann keines der Relais ansprechen, wie
nachfolgend noch erläutert wird.
Für je zwei gleichbezifferte Leitungen beider Gruppen, wie z. B. Tnx und Tn$x, ist ein mit dem zweiten
Prüfvielfach PF2 in Verbindung stehendes Prüfrelais PSi vorhanden. Dieses Prüf relais schaltet
den diesen gleichbezifferten Leitungen gemeinsamen Stangenmagnet StMx ein. Es kann ebenfalls nur
dann ansprechen, wenn nicht gleichzeitig auf einer Leitung eines anderen Paares gleichbezifferter Leitungen,
wie z. B. Γ«3, ein Anruf eingelaufen und .
ein Stromkreis für das diesem Paar Leitungen gemeinsame Prüfrelais PS3 geschlossen wurde.
Infolge der bei gleichzeitigem Anruf von zwei oder mehr Leitungen nicht erfolgten Durchschaltung über
den Koordinatenwähler arbeiten die Anrufrelais dieser Leitungen, wie oben beschrieben, in Selbstunterbrecherschaltung
mit den durch die Leitungswiderstände und die Koordinaten-Widerstands-An- Ordnungen bedingten Ansprech- und Abfällzeiten.
Es sei zunächst der Fall betrachtet, daß nur auf einer Leitung, z. B. Tm, ein Anruf einläuft. Das
Relais Ri spricht über einen dem Stromkreis ι entsprechenden,
über den Kontakt 50 π verlaufenden Stromkreis an. Der Kontakt jri wird geschlossen.
Es werden zwei Anreize übertragende Stromkreise hergestellt:
. r . lPBi,GBi,fivi/i,6i a
ix.-.60,7TZ1GzIz, ^^± ,63,+.
12. -, 60, 7rz.G1/2,
IPSl>
> 64
(2MI, BrMi \
jifibi, II PB1 I—.
72Ji)Si, II PS ι /
Beide Relais PB τ und PSi sprechen an. Es
werden am Kontakt 6jfibi der Gruppenwahlmagnet
GMi und am Kontakt 68^si der Stangenmagnet
SiMi eingeschaltet. Die Gruppenwahlstange GSt
und die Stange Sti (Fig. 1) werden in entsprechender
Weise betätigt. Für den Brückenmagneten BrMi der vorbereitend bereitgestellten Brücke Bn und für
Haltewicklungen II der angesprochenen Prüfrelais PBi und PSi sind Stromkreise hergestellt:
Parallel hierzu spricht weiter das Hilfsrelais H an. Die Kopplung der anrufenden Leitung mit der Zuleitung
zum I.GWi wird hergestellt. Der Brückenmagnet
BrMi schaltet sich am Kontakt 22brmi in
den Haltestromkreis 8 ein. Das Relais Ri wird durch Stromfluß über die Belegungs- und Halteader
51 in Arbeitslage gehalten: 35
14. +, au, C, bciji, 3, kciji, 51, Gci, IÄi, —.
Das Relais C im I.GWi ist niederohmig.· 60 ist
ein hoher Widerstand, so daß am Punkt 73 ein solcher Spannungsabfall herrscht, daß die Relais PBi und
PSi nach Öffnen des Kontaktes 20 A und dem dadurch erfolgten Unterbrechen der Haltestromkreise
über ihre Wicklungen II abfallen. Die Magnete GMi und StMi sind ausgeschaltet. Durch das Relais Mi
wird der Brückenmagnet BrM 2 als nächster zu beeinflussender bereitgestellt.
Laufen gleichzeitig beispielsweise auf den Teilnehmerleitungen Tm und Tn 53 Anrufe ein, so werden
außer den Stromkreisen 11 und 12 für die Relais PB1
und PSi auch Stromkreise für die Relais PB 2 und
PS2 geschlossen:
IPB 2, GS 2, fiv 1/1,61
| 15- | 63, | > | 66, | 75, | 307-53, | k-53/i, |
| +- | ||||||
| 16. | 75, | 307-53, | G53/2, | |||
| +· | ||||||
76, fiv 1/2
IPS3, GS3, ^2/1,64
JJ, fiV2J2
Für beide am Prüfvielfach PFi liegenden Relais PSi und P.B2 und auch für die beiden am Prüf vielfach
PF2 liegenden Relais PSi und PS3 sind gleichzeitig die Stromkreise geschlossen. Infolge der
Spannungsteilung durch die gemeinsamen Vorschalt- gs
widerstände 61, 63 der Anwendung der zweiten Prüfader
fiv 1/2 und der Stromverzweigung über 62 und 76 kann keines der am Prüf vielfach PFi liegenden
Relais PBi und Pi?2 ansprechen.
Das gleiche ist beim zweiten Prüfvielfach PF2 der Fall. Auch hier können die Relais PSi und PS 3 infolge
der Spannungsteilung durch die gemeinsamen Vorschaltwiderstände 64, 66, der Anwendung der
zweiten Prüf ader fiv 2/2 und der Stromverzweigung
über 65 und 77 nicht ansprechen. 7g
Da innerhalb der Zeit, in der die Anrufrelais Ri
und i?53 angesprochen sind, keine Durchschaltung
ihrer Leitungen zu einer freien abgehenden Leitung erfolgt, fallen beide Relais ab. Sie arbeiten in Selbstunterbrecherschaltung
mit den durch die Leitungswiderstände und die Kondensatorwiderstandsanordnungen bedingten Ansprech- und Abfallzeiten so
lange, bis das eine Relais als erstes anspricht. Dann wird dieser Anruf erledigt. Spricht beispielsweise das
Relais Ri etwas früher an als das Relais i?53, so
sprechen die Relais PiSi und PSi an. Das nachfolgende
Schließen des Kontaktes 3or53 hat dann keinen
Einfluß auf den Schaltzustand dieser Relais. Die Relais Pi? 2 und PS^ können aber nicht ansprechen.
Nach Durchschaltung der Leitung Tm wird dann der Anruf auf der Leitung Tn 53 erledigt. In derselben
Weise wird die gleichzeitige Durchschaltung von zwei anrufenden Leitungen verhindert, wenn
für ein Relais PB und für zwei Relais PS oder für beide Relais PB und für ein Relais PS Stromkreise
geschlossen werden. Da entweder nur ein Gruppenwahlmagnet, z. B. GMi, und kein Stangenmagnet
oder nur ein Stangenmagnet, z. B. StMi, aber kein Gruppenwahlmagnet eingeschaltet ist, kann ein dem
Stromkreis 13 entsprechender Stromkreis nicht geschlossen
werden, weil Kontakte der Gruppenwahlmagnete mit Kontakten der Stangenmagnete in
Reihe geschaltet sind.
Wird die Teilnehmerleitung Tm über einen Leitungswähler LW belegt, so spricht das Anrufrelais Äi
im Prüf- und Belegungsstromkreis an:
17. +,IP,IIP, bcundkcimLW,51,
60
Am Kontakt jgfi wird in üblicher Weise die hochohmige
Ansprechwicklung IP kurzgeschlossen und dadurch die Leitung gesperrt. Die Haltewicklung IIP
ist so niederohmig, daß am Kontakt 73 derselbe Spannungsabfall herrscht wie nach Durchschaltung
einer anrufenden Leitung zu einer freien abgehenden Leitung. Das über den hohen Widerstand 60 nach
dem Schließen des Kontaktes Jr 1 angelegte Minuspotential hat keinen Einfluß auf die an den Prüfvielfachen
PFi und PF2 liegenden Prüfrelais PBi und PSi.
Fig. 5
Bei freier Teilnehmerleitung ist der Kondensator Ko 1/2 geladen:
18. +, ifoi/2, 8ori, 81, —.
Das Anrufrelais Rx spricht bei Abnahme des Handapparates an der Teilnehmerstelle an:
7?t
19. +, 82Π, Teilnehmerschleife, 8371I,-=?—j—^- ,
y lio 1/1,04
Die Kontakte 85rx, 86*1 schließen. Die Kontakte
8ori, 82Π, 83η öffnen. Auf den Kondensatorentladestrom
spricht das leitungseigene Koppelanreizrelais Si an:
20. +, ifoi/2, 86ri, ISi, IISi, 87, 88, 89*, +.
Durch Schließen des Kontaktes 90si wird ein Haltestromkreis über die niederohmige WicklungIISi
geschlossen und damit Sperrpotential an die Sperrader 87 gelegt. Am Kontakt 91 si wird das ansprech-
und abfallverzögerte Relais T eingeschaltet. Es werden am Kontakt 92si der Gruppenwahlmagnet
GMi und am Kontakt 93si der StangenmagnetSiMi
eingeschaltet. In der zu Fig. 4 beschriebenen Weise erfolgt die Einschaltung des Brückenmagneten der
a5 bereitgestellten Brücke. Nach dem Schließen der
k- und δ-Wählerkontakte wird das Relais R1 in der
Arbeitslage gehalten:
t>-r
„ο 21. +, au, C, bcx/x, kcx/x, 85η,
AO 1/1,84 ' '
Spricht nach Ablauf seiner Ansprechzeit das gemeinsame Relais T an, so wird am Kontakt 891 der Haltestromkreis
über die Wicklung II des Relais S1 unterbrachen. Relais Si fällt ab. Die betätigten Magnete,
Gruppenwahlmagnet GMi und Stangenmagnet SiMi,
werden ausgeschaltet.
Läuft während der Erledigung eines über die Leitung Tnx eingelaufenen Anrufes auf einer anderen Leitung
ein Anruf ein, so kann das Koppelanreizrelais dieser Leitung nicht ansprechen, da es durch das über die
niederohmige Wicklung IISi an die Sperrader 87
angelegte Minuspotential nur Fehlstrom erhält. Das Anrufrelais dieser zweiten anrufenden Leitung ar-
*5 beitet in Selbstunterbrecherschaltung mit den durch
den Leitungswiderstand und die Kondensatorwiderstandsanordnung bedingten Ansprech- und Abfallzeiten.
Werden gleichzeitig die Stromkreise für zwei oder mehr S-Relais geschlossen, z. B. für die Relais S1 und S2, so kann infolge des vorgeschalteten hohen Widerstandes 88 keines dieser Relais ansprechen. Die Anrufrelais der anrufenden Leitungen arbeiten wieder so lange als Selbstunterbrecher, bis eines der Relais seine Kontakte früher schließt als die andere. Dann wird dieser Anruf erledigt.
Werden gleichzeitig die Stromkreise für zwei oder mehr S-Relais geschlossen, z. B. für die Relais S1 und S2, so kann infolge des vorgeschalteten hohen Widerstandes 88 keines dieser Relais ansprechen. Die Anrufrelais der anrufenden Leitungen arbeiten wieder so lange als Selbstunterbrecher, bis eines der Relais seine Kontakte früher schließt als die andere. Dann wird dieser Anruf erledigt.
Die Teilnehmerleitung wird über einen Leitungswähler LW belegt. Das Relais Rx spricht an. Gleichzeitig
wird aber durch das über den Gleichrichter G1/2
an den Punkt 94 angelegte Pluspotential der Kondensator
Kox\z entladen. Da das Relais R durch die
parallel geschalteten Kondensatorwiderstandsahordnung etwas verzögert anspricht, ist beim Schließen
des Kontaktes 86 rx der Kondensator Ko 1/2 entladen,
so daß ein Ansprechen des Relais Si nicht stattfindet.
Fig. 6
Die Schaltung dieses Ausführungsbeispiels unterscheidet sich von der Schaltung nach Fig. 5 dadurch,
daß die leitungseigenen Koppelanreizrelais S an ein Prüf vielfach mit zwei Prüf ädern fivx und fvz liegen.
Bei freier Teilnehmerleitung ist der Kondensator Ko 1/2 in einem dem Stromkreis 18 ähnlichen Stromkreis
geladen. Schließt infolge eines Anrufes der Kontakt 86rx und liegt gleichzeitig kein Anruf auf einer
anderen Leitung*vor, so spricht das Relais Si an:
22.
Der Kontakt 95SI öffnet erst nach dem Schließen
des Kontaktes 99si. Das Relais Si leitet in der aus
der Beschreibung der Fig. 4 und 5 ersichtlichen Weise die Durchschaltung der anrufenden Leitung zu der
bereitgestellten freien abgehenden Leitung ein. Beim Öffnen des Kontaktes 89tx wird der über den Kontakt
99 s ι geschlossene Haltestromkreis unterbrochen. Relais S1 fällt ab und schaltet die betätigten Magnete,
Gruppenwahlmagnet und Stangenmagnet, aus.
Nach dem Ansprechen des Relais S1 kann das
S-Relais einer anderen Leitung nicht ansprechen, da dieses S-Relais, z. B. S 2, infolge der Spannungsteilung
durch die gemeinsamen Vorschaltwiderstände 96, 98, der Anwendung der zweiten Prüfader ftv 2 und
der Stromverzweigung über 97 und 100 nicht den erforderlichen Ansprechstrom, sondern nur Fehlstrom
erhält. Das Anrufrelais dieser zweiten Leitung arbeitet-in Selbstunterbrecherschaltung so lange, bis
für das S-Relais, z. B. S 2, als einzigem von den am Prüfvielfach PV liegenden Relais ein Ansprechstromkreis
hergestellt ist.
Bei gleichzeitigem .Schließen der Ansprechstrom- 10S
kreise für zwei am Prüfvielfach PV liegende Relais, z. B. Si und S2, kann, wie zu Fig. 4 erläutert ist,
keines dieser Relais ansprechen.
Claims (17)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Koordinaten- oder *i5 Relaiswählern, bei denen bei gleichzeitigem Anruf auf mehreren ankommenden Leitungen durch Sperrschaltmittel zur Verhinderung von Doppelverbindungen eine sofortige Durchschaltung verhindert wird, dadurch gekennzeichnet, daß jedes "o bei Einlaufen eines Anrufes ansprechende Anrufrelais (Rx) einer ankommenden Leitung (Tnx) unter dem Einfluß von Hilfseinrichtungen, insbesondereeinerKondensator-Widerstands-Anordnung (Ko τ, 25 in Fig. 2), sich selbst für eine zur Belegung einer abgehendenLeitung (J. CPFi) erf order-lichen Zeit zunächst vorübergehend von seiner Leitung abschaltet und daß beim Durchschalten zu einer abgehenden Leitung betätigte Wählerkontakte (kxiji, kyi/i in Fig. i; bci/i, kciji in Fig. 2 bis 6) in an sich bekannter Weise die dauernde Abschaltung des Anrufrelais (Ri) von seiner Leitung veranlassen.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Kopplung derίο anrufenden Leitung (Tm) mit einer abgehenden Leitung (J. GWi) geöffnete Wähler kontakte (kxiji, kyi/i) das Anrufrelais (Ri) von seiner Leitung (Tn i) abschalten.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Kopplung der anrufenden Leitung (Tm) mit einer abgehenden Leitung für die Ansprechwicklung (I) des Anrufrelais (R 1) ein über eine Steuerader (z. B. die Belegungs- und Halteader 51) verlaufender Halte-Stromkreis geschlossen wird.
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei gleichzeitigem Anruf mehrerer ankommender Leitungen (z. B. Tm, Γ«53) Sperrschaltmittel (Ui, U2. in Fig. 2, 3; PFi, PVz in Fig. 4; Si, S2 in Fig. 5; PV in Fig. 6) die Weitergabe von Koppelanreizen (16 an 1, i8««2 in Fig. 2, 3; 6ggmi, jostmi in Fig. 4; 92 si, 93s ι in Fig. 5) zu einer bereitgestellten abgehenden Leitung (/. GW1) verhindern und daß die nach ihrem ersten Ansprechen nicht dauernd von ihren Leitungen abgeschalteten Anrufrelais (Rx, R 53) durch die nicht gleichen Widerstände der Leitungen (Tm, Tn^) und die die Schaltzeiten beeinflussenden Hilfseinrichtungen (Ko 1,25; K01/1,84) unterschiedliche Ansprech- und Abfallzeiten erhalten, so daß eine zeitlich getrennte Abgabe von Anrufanreizen gesichert ist.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die ankommenden Leitungen in zwei Gruppen (Tm bis Tn$o, Tn$i bis Tnioo) unterteilt sind und allen Gruppen ein nur bei Einlaufen mindestens eines Anrufes aus jeder Gruppe ansprechendes Überwachungsrelais (Ui) gemeinsam zugeordnet ist, das die Weitergabe eines Koppelanreizes verhindert (12ui).
- 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5 für Koordinatenwähler, bei denen ein Stangenmagnet (z. B. StMi) die Kopplung gleichbezifferter Leitungen (Tm, Tn$i) beider Leitungsgruppen (Tm bis Tn$o, Tn$i bis Ttjioo) vorbereitet, dadurch gekennzeichnet, daß für alle Stangenmagnete (StMi, StM2) gemeinsam ein Überwachungsrelais (U2) angeordnet ist, das bei gleichzeitiger Einschaltung von mindestens zwei Stangenmagneten (StMi, StM^) anspricht und die Weitergabe eines Koppelanreizes verhindert (15 μ 2).
- J. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis, über den ein auf einen Anruf ansprechendes Anruf-So relais (Äi) Schaltmittel (GMi, StMi) zur Vorbereitung der Kopplung der anrufenden Leitung (Tm) mit einer freien abgehenden Leitung steuert, bei Belegung der letzteren durch Öffnen eines Wählerkontaktes (kxiji in Fig. 3) unterbrochen wird.
- 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Prüfvielfache (PFi, PF2 in Fig. 4; PV in Fig. 6) durch die Anwendung einer Spannungsteilung und einer Stromverzweigung unter Benutzung einer zweiten Prüfader (pviJ2, pv2J2 bzw. fv2) verhindern, daß bei gleichzeitigem Einschalten von mindestens zwei an einem Prüfvielfach liegenden Prüfrelais (PB 1, PB2 bzw. PSi, PS3 in Fig. 4; Si, S2 in Fig. 6) diese ansprechen und Koppelanreize weitergeben.
- 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Prüf vielfach nach dem Ansprechen eines an ihm liegenden Prüfrelais (z. B. PSi) das Ansprechen eines anderen Prüfrelais (PB 2) und damit die Weitergabe eines Koppelanreizes vor Erledigung eines weitergegebenen verhindert.
- 10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Prüf vielfach (PFi) gemeinsam für zwei von einem Koordinatenwähler bedienten Gruppen ankommender Leitungen (Tn 1 bis Tn^o, Tn$i bis Tn 100) angeordnet ist und jedes der an ihm liegenden Prüf relais (PBi, PB 2) bei seinem Ansprechen einen die Gruppe der anrufenden Leitung (Tm bis Tn^o bzw. Tn^i bis Γμιοο) kennzeichnenden Gruppenwahlmagnet (GMi bzw. GM 2) einschaltet (Fig. 4).
- 11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Prüfvielfach (PF2) gemeinsam für alle je zwei ankommenden Leitungen zugeordneten Stangenmagnete (StMi bis StM^o) eines Koordinatenwählers angeordnet ist und jedes der an ihm liegenden Prüfrelais (PSi bis PS50) die zwei ankommenden Leitungen (z. B. Tm, Tn$i) zugeordneten Stangenmagnete (SiMi) einschaltet (Fig. 4).
- 12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder ankommenden Leitung (z. B. Tm) ein Koppelanreizrelais (Si) zugeordnet ist, das beim Ansprechen des Anruf- relais'(R 1) in Auswirkung eines Anrufes durch Entladung eines bei freier ankommender Leitung geladenen Kondensators (Ko 1/2) anspricht (Fig. 5 und 6).
- 13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Koppelanreizrelais (Si) als Prüf relais an einem allen ankommenden Leitungen (Tm bis Tmoo) gemeinsamen Prüf vielfach (PV in Fig. 6) liegt, bei seinem Ansprechen sich in einen Haltestromkreis einschaltet (99si) und die Kopplung der anrufenden Leitung (Tn 1) mit einer freien abgehenden Leitung (I.GWi) einleitet (92SI, 93SI in Fig. 5).
- 14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8 und12, dadurch gekennzeichnet, daß alle Koppelanreizrelais (Si, S2) an einer gemeinsamen Sperrader (87 in Fig. 5) liegen, jedes ansprechende Koppelanreizrelais (z. B. S1) durch Kurzschluß seiner Ansprechwicklung mit hohem Widerstand (I) das Ansprechen anderer Koppelanreizrelais (S 2) verhindert, sich in einen Haltestromkreis legt (90S1)909 644/3und die Kopplung der anrufenden Leitung (Τητ) mit einer freien abgehenden Leitung (J. GPFi) einleitet (92si, 93si).
- 15. Schaltungsanordnung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltestromkreis des Koppelanreizrelais (Si) nach Ablauf einer zur Zusammenschaltung einer anrufenden Leitung mit einer freien abgehenden Leitung (J. GWx) erforderlichen Zeit selbsttätig unterbrochen wird (891).
- 16. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß der bei freier Leitung geladene Kondensator (Ko 1/2) bei Belegung der ankommenden Leitung (Tn 1) über einen Leitungswähler (LW) vor dem Ansprechen des Anrufrelais (R 1) durch das im Leitungswähler (LW) angelegte Prüf- und Sperrpotential (+) entladen wird.
- 17. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontakt (ηπ in ao Fig. 4) des Anruf relais (Ri), über den bei Anruf durch Anlegen eines Potentials (—) über einen hohen Widerstand (60) der Anrufanreiz weitergegeben wird, mit der Belegungsader (51) der Leitung verbunden ist und daß ein bei Herstellung as abgehender (über kcx/x, bciji) und ankommender Verbindungen (über LW) an die Belegungsader (51) über einen niederen Widerstand (C bzw. II P) angelegtes Gegenpotential (+) das einen Anrufanreiz weitergebende Potential (—) unwirksam macht.Hierzu 5 Blatt Zeichnungenθ 609 576/163 7.« (909 644/3 11.59)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES43486A DE973023C (de) | 1955-04-15 | 1955-04-15 | Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Koordinaten- oder Relaiswaehlern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES43486A DE973023C (de) | 1955-04-15 | 1955-04-15 | Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Koordinaten- oder Relaiswaehlern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE973023C true DE973023C (de) | 1959-11-19 |
Family
ID=7484760
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES43486A Expired DE973023C (de) | 1955-04-15 | 1955-04-15 | Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Koordinaten- oder Relaiswaehlern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE973023C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1036933B (de) * | 1957-01-14 | 1958-08-21 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung zur Vermeidung von Doppelverbindungen in Koordinatenwaehlern |
| DE1223893B (de) * | 1963-08-27 | 1966-09-01 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Schaltungsanordnung fuer Steuerzwecke in Fernmeldeanlagen mit Koppelfeldern, insbesondere in Fernsprechanlagen |
-
1955
- 1955-04-15 DE DES43486A patent/DE973023C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1036933B (de) * | 1957-01-14 | 1958-08-21 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung zur Vermeidung von Doppelverbindungen in Koordinatenwaehlern |
| DE1223893B (de) * | 1963-08-27 | 1966-09-01 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Schaltungsanordnung fuer Steuerzwecke in Fernmeldeanlagen mit Koppelfeldern, insbesondere in Fernsprechanlagen |
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