DE97165C - - Google Patents

Info

Publication number
DE97165C
DE97165C DENDAT97165D DE97165DA DE97165C DE 97165 C DE97165 C DE 97165C DE NDAT97165 D DENDAT97165 D DE NDAT97165D DE 97165D A DE97165D A DE 97165DA DE 97165 C DE97165 C DE 97165C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iodine
known methods
filtrate
peptone
residue
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT97165D
Other languages
English (en)
Publication of DE97165C publication Critical patent/DE97165C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K33/00Medicinal preparations containing inorganic active ingredients
    • A61K33/18Iodine; Compounds thereof
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K35/00Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
    • A61K35/12Materials from mammals; Compositions comprising non-specified tissues or cells; Compositions comprising non-embryonic stem cells; Genetically modified cells
    • A61K35/55Glands not provided for in groups A61K35/22 - A61K35/545, e.g. thyroids, parathyroids or pineal glands

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Virology (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Developmental Biology & Embryology (AREA)
  • Cell Biology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Endocrinology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Juni i8g6 ab.
In Hoppe-Seyler's Zeitschrift für physiologische Chemie, Band XXI, S. 328 und 481 und in der Münchener Medizinischen Wochenschrift 1896, S. 398 ist angegeben, dafs bei der künstlichen Verdauung der eiweifshaltigen Substanzen der Schilddrüse ein jodhaltiger Körper, das Thyrojodin, als feinflockiger Niederschlag zurückbleibe.
Wir haben nun gefunden, dafs dies unter gewissen Bedingungen nicht der Fall ist:
Wird die frische Schilddrüsensubstanz für sich oder aber ihr wässeriger Auszug der künstlichen Verdauung unterworfen, so geht die gröfste Menge des jodhaltigen. Körpers in die Verdauungsflüssigkeit über. Ebenso lösen sich die aus der Schilddrüse nachx bekannten Methoden dargestellten jodhaltigen Eiweifsniederschläge auf, sobald man nur die Bedingung erfüllt, sie ohne Zeitverlust abzufiltriren und noch feucht sogleich der künstlichen Verdauung zu unterwerfen. Dann sind in den unverdaut gebliebenen Antheilen keine oder nur minimale Mengen eines jodhaltigen Körpers nachweisbar; hingegen ist in dem verdauten Antheil, also in dem Filtrat, fast die gesammte Menge des Jodgehalts der frischen Drüse enthalten.
Werden aber im Gegensatz zu dieser Bedingung die Eiweifsniederschläge erst getrocknet (wenn auch bei gelinder Wärme) oder durch längeres Stehenlassen unter Alkohol oder Säuren »denaturirt«, so bleibt der jodhaltige Körper mit den übrigen Eiweifskörpern gröfstentheils unverdaut zurück.
Man hat es durch geeignete Ueberwachung des Verdauungsprocesses in der Hand, einen gröfseren oder kleineren Antheil des Jods auf einer Zwischenstufe, an Eiweifs (Acidalbumin) gebunden, durch Alkali auszufällen und den Restantheil nach vollendetem Verdauungsvorgang gröfstentheils als jodhaltiges Pepton zu erhalten.
Auch ist es für die Löslichmachung nicht unbedingt erforderlich, Pepsin zur Salzsäure zu setzen; sehr verdünnte Salzsäure vermag bei etwa 40 ° C. ebenfalls lösend auf den jodhaltigen Eiweifsniederschlag zu wirken, wenngleich auch wesentlich langsamer, als bei Pepsinzusatz, und nicht erschöpfend.
Beispiel I.
Die aus dem wässerigen Auszug von 10 kg Schilddrüse durch Fällung mit Alkohol erhaltenen Eiweifsniederschlä'ge werden ohne Zeitverlust abfitrirt und noch feucht mit 15 1 einer halbprocentigen Salzsäure und ca. 20 g Pepsin bei ca. 400 C. bis zur fast völligen Lösung (ca. 12 Stunden) digerirt; die Flüssigkeit wird von kleinen Mengen ungelöst gebliebener Flocken abfiltrirt, das Filtrat mit verdünnter Natronlauge neutralisirt und der Niederschlag abfiltrirt und mit Wasser gewaschen , dann mit Alkohol nochmals angerührt , wieder abfiltrirt und bei gelinder Wärme getrocknet.
Der auf diese Weise erhaltene jodhaltige Körper ist ein weifslich-gelbes Pulver, unlöslich in Wasser, aber löslich in Sodalösung. Letztere Lösung bleibt auch beim Kochen völlig klar, kann demnach sterilisirt und zu Injectionen verwendet werden.
Beispiel II.
Der aus ίο kg frischer Drüse mit etwa 30 1 Wasser bewirkte Auszug wird mit 150 g officineller Salzsäure und 80 g Pepsin bei ca. 40° C. bis zur fast völligen Lösung digerirt, von ungelöst gebliebenen Flocken abfiltrirt, das Filtrat mit Alkali neutralisirt, eingedampft und mit Alkohol versetzt. Der dadurch entstehende Niederschlag wird nach den für Peptone bekannten Reinigungsmethoden gereinigt.
Dieser so erhaltene jodhaltige Körper bildet ein gelblich weifses, in Wasser lösliches, daraus durch Alkohol fällbares Pulver.

Claims (2)

Patent-Anspruch: Verfahren zur Darstellung jodhaltiger Verbindungen aus der Schilddrüse, dadurch gekennzeichnet, dafs man, nachdem man die Schilddrüse oder ihren wässerigen bezw. mit Salzlösungen bewirkten Auszug oder ihre nach bekannten Methoden erhältlichen Eiweifskörper der künstlichen Verdauung oder einer Behandlung mit verdünnten Säuren unterworfen hat, aus der von ungelöst gebliebenen Antheilen getrennten Flüssigkeit:
1. einen Antheil des Jods in Form eines jodhaltigen Eiweifskörpers (Acidalbumins) durch Neutralisation niederschlägt, auswäscht und trocknet und den übrigen Antheil des Jods aus dem Filtrat in Form eines Peptons erhält durch Eindampfen des Filtrats und Reinigen des Rückstandes nach bekannten Methoden;
2. fast die gesammte Menge des Jods, an Pepton gebunden, erhält durch Eindampfen der Flüssigkeit und Reinigen des Rückstandes nach bekannten Methoden.
DENDAT97165D Active DE97165C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE97165C true DE97165C (de)

Family

ID=368234

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT97165D Active DE97165C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE97165C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE97165C (de)
DE384134C (de) Verfahren zur Herstellung eines Kamillenextraktes
DE128419C (de)
DE2846482A1 (de) Ein verfahren zur gewinnung eines neoplasmen gegenwirkenden praeparates aus angesaeuertem, alkalischen hydrolysat von torf
AT129490B (de) Verfahren zur Gewinnung des durch seine entwicklungsfördernde und anregende Wirkung auf die Keimdrüsen charakterisierten Hypophysenvorderlappenhormons in reinem Zustand.
DE639638C (de)
DE731204C (de) Verfahren zur Gewinnung des corticotropen Hormons
AT110872B (de) Verfahren zur Darstellung von resorbierbaren Abbauprodukten aus Keratinsubstanzen.
DE107528C (de)
DE407167C (de) Verfahren zur Herstellung von Vertilgungsmitteln fuer Pflanzenschaedlinge
DE694100C (de) Verfahren zur Gewinnung von Metallverbindungen wasrodukte
DE78879C (de) Verfahren zur Darstellung von alkalilöblichen Acetylverbindungen der Gallussäureanhydride
DE681216C (de) Verfahren zur getrennten Darstellung des thyreotropen und gonadotropen Hormons des Hypophysenvorderlappens
AT153216B (de) Verfahren zur Darstellung komplexer Goldkeratinverbindungen.
DE99617C (de)
AT159196B (de) Verfahren zur Gewinnung der laktationsfördernden Substanz aus Hypophysenvorderlappen.
DE719116C (de) Verfahren zur Herstellung eines blutdrucksenkenden Stoffs
DE565065C (de) Verfahren zur getrennten Gewinnung einer blutdruckerhoehenden Substanz und einer aufden Uterusmuskel zusammenziehend wirkenden Substanz aus dem Hypophysenhinterlappen
DE936205C (de) Verfahren zur Gewinnung des Coferments der Carbonanhydrase
DE464674C (de) Verfahren zur Darstellung von in alkalischem Medium kolloidal loeslichen, Cholesterin enthaltenden Produkten
DE117269C (de)
AT127981B (de) Verfahren zur Herstellung eines die zentralen Tätigkeiten fördernden und regulierenden Reizstoffes.
DE104237C (de)
DE558567C (de) Verfahren zur Herstellung von loeslichen Abkoemmlingen organischer Antimonverbindungen
AT115366B (de) Verfahren zur Herstellung eines den Zuckergehalt des Blutes und die Zuckerausscheidung durch den Harn bei Zuckerharnruhr herabsetzenden Stoffes pflanzlichen Ursprunges.