DE970955C - Rohrstrangpresse mit einem mechanisch angetriebenen Stoessel - Google Patents

Rohrstrangpresse mit einem mechanisch angetriebenen Stoessel

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DE970955C
DE970955C DESCH8364A DESC008364A DE970955C DE 970955 C DE970955 C DE 970955C DE SCH8364 A DESCH8364 A DE SCH8364A DE SC008364 A DESC008364 A DE SC008364A DE 970955 C DE970955 C DE 970955C
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DE
Germany
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ram
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piercer
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Expired
Application number
DESCH8364A
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English (en)
Inventor
Karl Keck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
L Schuler GmbH
Original Assignee
L Schuler GmbH
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C23/00Extruding metal; Impact extrusion
    • B21C23/21Presses specially adapted for extruding metal
    • B21C23/211Press driving devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 20. NOVEMBER 1958
Sch 8364 Ib/?b
Es ist bereits eine Presse bekannt, bei der innerhalb eines mechanisch angetriebenen, einen Preßstempel tragenden Stößels ein hydraulisch bewegbarer Lochdorn angeordnet ist. Beim Arbeiten dieser Presse wird zuerst der Lochdorn hydraulisch vorgetrieben, bis der Lochdorn nahe über dem Rohling steht, und dann das den Druckmittelzufluß regelnde Ventil abgesperrt, so daß zwischen dem kolbenartig ausgebildeten Lochdornträger und dem Stößel ein Druckkissen entsteht. Danach wird der mechanische Antrieb eingeschaltet, wobei bei der gemeinsamen Bewegung des Stößels mit Preßstempel und des Lochdorns dieser zuerst den Rohling locht, der dann anschließend durch den Preßstempel zu einem Rohr verpreßt wird, währenddessen der Lochdorn sich mitbewegt.
Es ist weiter eine Rohrstrangpresse bekannt, bei der der mechanisch angetriebene Pressenstößel kolbenartig ausgebildet und in einem als Zylinder ausgebildeten Lochdornträger geführt ist. In den Zy- ao linder mündet eine Druckflüssigkeitsleitung. An der Zylinderaußenwand des Lochdornträgers ist ein als Preßstempelträger ausgebildeter Vorfallstößel geführt, der an ein besonderes, am Pressengestell angebrachtes Kolbenzylindersystem angeschlossen ist. In der Ausgangsstellung der Presse sind Pressenstößel, Lochdornträger und Vorfallstößel zusammengeschoben. Nach dem Einlegen eines Rohlings in den Aufnehmer der Presse werden durch entsprechende Steuerung der Druckflüssigkeitsleitungen der Lochdornstößel und der Vorfallstößel mit seinem Preßstempel auf den Rohling herabgesenkt. Dann wird die Druckflüssigkeitszufuhr zum Lochdornträgerzylinder abgestellt, so daß sich ein Druckkissen zwischen diesem Zylinder und dem Pressenstößel ausbildet, und der mechanische An-
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trieb eingeschaltet. Dabei bewegt sich zunächst nur der Lochdorn, unter Lochung des Rohlings, bis der Lochdornträger an dem Vorfallstößel zur Anlage kommt, wonach beide zusammen, also Lochdorn und Vorfallstößel, bewegt werden und der am Vorfallstößel sitzende Preß stempel den Rohling zu einem Rohr verpreßt.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Presse dieser Bauart mit an einem mechanisch angetriebenen
ίο Preßstößel vorfallend angeordneten Preßstempelträger und einem zwischen dem angetriebenen Stößelteil und dem Lochdornträger vorgesehenen Raum für eine Befüllung mit Druckflüssigkeit.
Gegenüber dem Bekannten wird jedoch, durch die Erfindung eine mechanisch angetriebene Rohrstrangpresse geschaffen, bei der der Lochdorn während des Verpressens des Rohlings zu einem Rohr stillsteht, wie es bei hydraulischen Rohrstrangpressen mit unabhängig beweglichem und angetriebenem Lochdornträger an sich bekannt ist. Die erfindungsgemäße Rohrstrangpresse mit mechanischem Antrieb ist dadurch gekennzeichnet, daß der mechanisch angetriebene Stößelteil die Preßkraft formschlüssig auf einen unmittelbar an ihm aufgehängten Preßstempelträger überträgt und ein im angetriebenen Stößelteil unter Belassung des Druckflüssigkeitsraumes geführter Lochdornträger sich über Abstandsstangen od. dgl. gegen einen festen Teil der Presse abstützt, wenn er in die formgebende Matrizenöffhung eingetreten ist.
Durch diese neue Gestaltung wird auch bei
mechanisch angetriebenen Pressen erreicht, daß der durch starke Erhitzung und Reibung während des
• Verpressens hochbeanspruchte Lochdorn nicht innerhalb des zu verpressenden Werkstoffes und nicht innerhalb eines Teiles des bereits verpreßten Werkstoffes während des ganzen Preßvorganges um die Rohlingshöhe zusätzlich bewegt zu werden braucht; die Erhitzung des Lochdorns wird auf diese Weise wesentlich herabgesetzt. Der Lochdorn nutzt sich dementsprechend weniger ab und braucht nicht so stark gekühlt zu werden wie bei den bisherigen mechanischen Rohrstrangpressen; wird er doch in derselben Weise wie bisher gekühlt, so ist die Kühlung entsprechend wirksamer. Das Festhalten des Lochdorns während des Verpressens des Rohlings ermöglicht es, im ganzen schneller zu arbeiten, und zwar auch schneller als mit den Rohrstrangpressen mit hydraulischem Antrieb, da bei mechanischen Pressen die bei hydraulischen Pressen verhältnismäßig viel Zeit wegnehmende zweimalige Umsteuerung der Druckzylinder bei jedem Hub entfällt. Eine vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Presse besteht darin, daß die Ab-Standsstangen sich am Aufnehmer abstützen.
Bei einer Ausführungsform der Presse mit mindestens einem ein- und ausfahrbaren Aufnehmer sind gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung von dem einfahrbaren Aufnehmer betätigte Steuermittel für das Füllen von im angetriebenen Stößelteil vorgesehenen Druckmittelräumen vorhanden, in denen mit dem Preßstempelträger verbundene Kolben geführt sind, und zugleich sind von dem Vorfallstößel betätigte Steuermittel für das Füllen des den Lochdornträger führenden Raumes mit Druckflüssigkeit vorhanden.
Fig. ι ist eine schematische Teilschnittdarstellung einer erfindungsgemäß ausgebildeten Presse;
Fig. 2 ist eine entsprechende Darstellung bei verschiedener Lage der beweglichen Teile, die jeweils in der linken Figurenhälfte in anderer Stellung gezeichnet sind als der in der rechten.
Gegenüber Fig. 1 sind in Fig. 2 Einzelheiten weggelassen.
In einem Pressenkörper 1 ist ein Preßstößel 2 auf und ab beweglich geführt und mechanisch, z. B. über eine Kurbelwelle, antreibbar. In dem Preßstößel 2 ist seinerseits der Vorfallstößel 3 geführt, der bei dem Beispiel nach Fig. 1 an Kolbenstangen 4 hydraulischer Kolben 5 gehalten ist, die in im Preßstößel 2 angeordneten Zylindern 6 geführt sind. Die Zylinder 6 sind durch die Leitung 7 miteinander verbunden, an die auch ein Sicherheitsventil 8 angeschlossen ist. Die Leitung 7 läßt sich über.ein als Rückschlagventil ausgebildetes Steuerventil 9 mit einer Leitung 10 verbinden, die über Dreiweghähne il, 12 in einen Windkessel 13 mündet, der zugleich einen Vorratsbehälter für die das Leitungssystem füllende Druckflüssigkeit darstellt und mit einem Manometer 14 ausgerüstet ist. Das Ventil 9 wird von einem Elektromagneten 40 gegen die Wirkung einer Schließfeder 41 geöffnet.
In dem Preßstößel 2 ist weiter der Träger 15 des Lochdorns 16 geführt. Er ist ebenfalls hydraulisch angetrieben; sein Antriebszylinder wird über eine zwischen den Dreiweghähnen 11 und 12 abzweigende Leitung 17, die noch den Dreiweghahn 18 enthält, gespeist und über ein wieder als Rückschlagventil ausgebildetes und von einem Elektromagneten 42 gegen die Wirkung einer (in Fig. 1 nicht gezeichneten) Schließfeder zu öffnendes Steuerventil 19 gesteuert. Ein Sicherheitsventil 19' läßt die Sperrflüssigkeit bei Überlastung des Dornes 16 entweichen. An dem Lochdorn träger 15 sind Stelzen oder Abstandsstifte 20 befestigt, die durch Bohrungen des Vorfallstößels 3 hindurchgeführt sind. Der Vorfallstößel trägt den Preßstempel 21, durch den der Lochdorn 16 hindurchgeführt ist. Auf dem Pressentisch 22 ist der ausfahrbare und in eingefahrener Stellung verriegelbare Aufnehmer 23 geführt, der die Matrize 24 enthält und den Rohling 25 aufnimmt.
Mit der beschriebenen Maschine wird wie folgt gearbeitet:
Der Aufnehmer 23 wird nach vorn ausgefahren, und der Rohling 25 wird in ihn eingesetzt; dann wird der Aufnehmer in die Arbeitsstellung eingefahren und verriegelt. Von dem Einfahren des Aufnehmers 23 unter den Preßstempel 21 ist die hydraulische Steuerung des Vorfallstößels 3 abgeleitet. Am Ende der Einfahrbewegung wird das Rückschlagventil 9 selbsttätig geöffnet, so daß Druckflüssigkeit dem Kolben 5 folgen kann und der Vorfallstößel herunterfällt, bis sich der Preßstempel 21 unter Druck auf den Rohling 25 setzt. Unmittelbar anschließend wird, vorzugsweise
wieder selbsttätig, das Rückschlagventil 19 vor dem den Lochdorn 16 bewegenden Kolben 15 geöffnet, so daß sich der Lochdorn ebenfalls nach unten bewegt. Der Lochdorn ist im Preßstempel 21 geführt und wird zusammen mit dem mechanisch angetriebenen Preßstößel 2 zugleich hydraulisch nach unten gedrückt und durch den Rohling 25 hindurchgestoßen, bis sich die Abstandsstifte 20 auf den Aufnehmer 23 aufsetzen (Fig. 2). Er ragt dann durch die Matrize 24 nach unten hindurch und bildet mit ihr einen Spalt 26. Der Preßstößel 2 legt sich schließlich auf den Vorfallstößel 3 und drückt diesen mit dem Preßstempel 21 abwärts, so daß der Rohling 25 durch den Spalt 26 hindurch zu einem Rohr 27 verpreßt wird (Fig. 2 rechts).
Beim Abwärtsgehen des Preßstößels 2 wird die Druckflüssigkeit aus dem Antriebszylinder des Lochdorns und — abgesehen von dem der Rohlingshöhe entsprechenden Hubteil — aus den Antriebs- zylindern 6 des Vorfallstößels über die Rückschlagventile 9 und 19 in den Windkessel 13 zurückgedrängt. Wenn der mechanisch angetriebene Preßstößel 2 nun wieder angehoben wird, nimmt er den Vorfallstößel und den Lochdornträger mit dem Lochdorn wieder nach oben in die Ausgangs- und Haltstellung mit.
Der Aufnehmer wird nun nach vorn ausgefahren. Dabei schneidet die Matrize 24 den Rohrstrang 27 ab. Beim Trennen des Preßrestes vom Rohling wird der letztere auf eine nicht ins Gewicht fallende Länge verformt. Dann wird der Preßrest in bekannter Weise, sei es mit Hammer und Meißel oder mittels einer entsprechenden Hilfsvorrichtung, entfernt und der Aufnehmer für den nächsten Preßgang vorbereitet.
Das Sicherheitsventil 19' schützt bei zu kalt eingesetztem Rohling die Presse und die Werkzeuge vor Überbeanspruchung. Preßstößel und Lochdornstößel können sich während des Durchstoßens des Rohlings durch den Lochdorn auch mit der gleichen Geschwindigkeit nach unten bewegen. In diesem Fall ist während des ersten Teiles der Abwärtsbewegung des Preßstößels 2 das Ventil 19 gesperrt, so daß der Preßstößel über ein hydraulisches Druckkissen auf den Lochdornträger 15 drückt. Wenn die die unterste Stellung des Lochdornträgers bestimmenden Stelzen 20 auf den Aufnehmer aufsetzen, wird das Ventil 19 gelüftet, so daß beim weiteren Niedergehen des Stößels 2 während des Verpressens des Rohlings die Druck- so flüssigkeit aus dem Zylinderraum über dem Lochdornstößel entweichen kann.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Rohrstrangpresse mit an einem mechanisch angetriebenen Preßstößel vorfallend angeordnetem Preßstempelträger und einem zwischen dem angetriebenen Stößelteil und dem Lochdornträger vorgesehenen Raum für eine Befüllung mit Druckflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß der mechanisch angetriebene Stößelteil (2) die Preßkraft formschlüssig auf einen unmittelbar an ihm aufgehängten Preßstempelträger (3) überträgt und ein im angetriebenen Stößelteil unter Belassung des Druckflüssigkeitsraumes geführter Lochdornträger (15) sich über Abstandsstangen (20) od. dgl. gegen einen festen Teil der Presse abstützt, wenn er in die formgebende Matrizenöffnung eingetreten ist.
2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandsstangen (20) od. dgl. sich am Aufnehmer (23) abstützen.
3. Presse nach Anspruch 1 und 2 mit mindestens einem ein- und ausfahrbaren Aufnehmer, gekennzeichnet durch von dem einfahrbaren Aufnehmer (23) betätigte Steuermittel für das Füllen von im angetriebenen Stößelteil (2) vorgesehenen Druckmittelräumen (6), in denen mit dem Preßstempelträger (3) verbundene Kolben (5) geführt sind, und durch von dem Preßstempelträger (3) betätigte Steuermittel für das Füllen des den Lochdornträger (15) führenden Flüssigkeitsraumes.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 233 891, 270 529, 756, 437 973, 515 462, 542 045, 560 116,
567106, 596801, 598030, 636743;
französische Patentschrift Nr. 660 941; USA.-Patentschrift Nr. 1 825 343;
Zeerleder, Alfred von: »Technologie des Aluminiums und seiner Leichtlegierungen«, 5. Auflage, 1947, S. 277/278;
»Werkstattstechnik und Maschinenbau«, 41. Jahrgang, 1951, Heft 6, S. 244.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Q 809 665/33 11.58:
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