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Laufbahn für endlose, auf Rollen laufende Förderer Zusatz zum Patent
970 098
Im Hauptpatent ist eine Laufbahn für endlose, auf Rollen laufende Förderer
beschrieben, wobei nach einer vorzugsweisen Ausführnngsform zwisehen die einzelnen
Schienen aufeinanderfolgender Traggerüstabschnitte kurze elastische Abschnitte eingeschaltet
sind, die mit den durch sie verbundenen Schienen eine durchgehende Laufbahn für
die Rollen od. dgl. bilden und die ohne Lösen der Kupplung sowohl in der honzontalen
wie in der vertikalen Ebene gebogen, in sich verwunden und verkürzt bzw. verlängert
werden können.
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Diese elastischen Abschnitte werden in besonders vorteilhafter Weise
aus Paketen von abwechselnd nach der einen oder der anderen Richtung ausgewölbten
federnden Einzelelementen gebildet, die auf einem oder mehreren Bolzen, vorzugsweise
Federstahlbolzen, aufgereiht sind. Dabei sind die Bolzen in Aussparungen von Kupplungselementen
gelagert, die an den Enden der Schienen angebracht sind.
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Bei Verwendung starrer Traggerüstabschnitte suchen sich diese unter
dem Druck von Rückzylindern od. dgl. bei Abwinkelungen nach der Seite jeweils auf
der Außenseite der Kurve auseinander zuziehen. Da sie daran durch die zugfeste Kupplung
der Traggerüstabschnitte gehindert werden, so schieben sie sich jeweils auf der
Innenseite der Kurve zusammen. Bei Abwinkelungen der Traggerüstabsduutte nach links
wird also das zwischen die linken Laufschienen der beiden aufeinanderfolgenden Gerüstabschnitte
eingeschaltete Fedelrpaket durch die sich zusammenschiebenden Schienenenden zusammengepreßt
und verkürzt. Sind außer den La;ufschiCenen mittlere Führungsschienen vor-
handen,
so wird in entsprechend geringerem Maße auch das sie verbindende mittlere Federpaket
zusammengepreßt und verkürzt, während das die rechten Laufschienen verbindende Federpaket
sich in seiner Längenausdehnung nicht wesentlich verändert. Die umgekehrten Vorgänge
spielen sich bei einer Abwinkelung der Traggerüstabschnitte nach rechts ab. Wenn
sich die Federpakete verkürzen, verschieben sich die Bolzen, auf denen ihre Federelemente,
aufgereiht sind, jeweils nach vorwärts oder rückwärts in den Aussparungen der Kupplungselemente,
in denen sie geführt sind.
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Nach - Beendigung des die Abwinkelung der Traggerüstabschnitte herbeiführenden
Druckes dehnen sich die auf den Bolzen aneinlandergereihten einzelnen Federelemente
wieder aus und kehren in ihre ursprüngliche Lage zurück. Bei Verwendung schmaler
Federpakete kann es vorkommen, daß die zusammengepreßten Federelemente sich den
Bolzen gegenüber verklemmen bzw. verkanten. Dies hat dann zur Folge, daß nach Rückkehr
der Schienen in ihre ursprüngliche Lage die federnden Elemente sich nicht wieder
auseinanderschieben können.
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Dem wieder erweiterten Abstand zwischen den Enden der Schienen entspricht
dann also nicht die gewünschte gleichmäßige Erweiterung der vielen kleinen,, den
Lauf der Rollen nicht störenden Spalte zwischen den einzelnen die Laufbahn fortsetzenden
Federelementen, sondern es entsteht z. B. zwischen dem Ende der einen Schiene und
dem Ende des noch auf dem (den) Bolzen zusammengeschobenen Federpakets unter Umständen
ein verhältnismäBig großer Spalt, der d.ie durchgehende Führung der Rollen beeinträchtigen
kann.
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Die Erfindung behebt diesen Nachteil dadurch, daß die federnden Elemente
der Federpakete ein solches Profil haben, daß sie, über die ganze Breite der Spur
reichend, durch Vorsprünge oder Aussparungen die Laufbahnen aller Schienen verlängern.
Bei den schmalen Federpaketen war es notwendig, die Bohrungen für die Bolzen in
den gekrümmten Teilen der schmalen Federelemente anzubringen, wobei unter Umständen
nicht einmal der Scheitelpunkt der Krümmung für die Aufnahme der Bolzen verfügbar
war, sondern ein exzentrisch liegender Punkt gewählt werdien mußte.
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\RTenn im letzteren Fall die zusammengepreßten Federelemente nach
Beendigung des die Abwinkelung der Traggerüstabschnitte herbeiführenden Druckes
sich wieder aufzuwölben suchten, so mußte sich also die Winkelstellung jedes Federelementes
dem bzw. den Bolzen gegenüber ändern, und zwar bei aufeinanderfolgenden Federelementen
jeweils im entgegengesetzten Sinne. Die dadurch möglichen Klemmungen und Verkantungen
lassen sich bei breiten Federpaketen. leicht vermeiden, da die Bohrungen für die
Bolzen ohne weiteres jec weils in den Scheitelpunkten der Krümmung(en) oder aber
in solchen Teilen der Federelemente angebracht werden können, die stets gestreckt
bleiben.
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Bei Verwendung von über die ganze Breite der Spur reichenden Federpaketen
wird nur der linke bzw. rechte Teil des Federpakets bei Abwinkelungen zusammengepreßt.
Dabei können sich die einzelnen federnden Elemente auch. nur noch in ganz geringem
Maße gegeneinander verschieben oder verdrehen, so daß sie sich auch gegenüber den
Bolzen, auf denen sie gleiten sollen, nicht mehr verkanten und verklemmen können.
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Ferner wird die Montage des Förderers durch ein breites Federpaket
erleichtert.
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In weiterer Ausbildung des Erfindungsgedankens können die einzelnen
federnden Elemente vermöge ihrer größeren Breite nicht nur jeweils eine einzige
federnde Durehbiegung, sondern mehrere Durchbiegungen aufweisen, die abwechselnd
in Förderrichtung bzw. entgegen der Förderrichtung vorgewölbt sind. Auch in diesem
Falle beruht die federnde Wirkung des Federpakets darauf daß die jeweils aufeinanderfolgenden
federnden Elemente sich spiegelbildlich gleich sind.
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Die Kupplung zwischen den aufeinanderfolgenden Tra,ggerüstabschnitten
kann bei Verwendung breiter Federpakete grundsätzlich in der gleichen Weise durchgeführt
werden wie gemäß dem Hauptpatent. Da aber die Zahl der benötigten Bolzen sich vermindert
und die Lage der Bolzen sich ändert, sind auch die zur Aufnahme der Bolzen bestimmten
Kupplungselemente an den Enden der Traggerüstabschnitte entsprechend anders auszubilden.
Sie werden zweckmäßig nicht mehr an den Enden der einzelnen Lauf- bzw. Führungsschienen
angebracht, sondern zwischen diesen, z. B. an den Querschienen der Traggerüste.
Dabei ergeben sich auch neue Möglichkeiten für die Kupplung der Traggerüstabschnitte,
die in den Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel dargestellt sind.
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Fig. I zeigt die Kupplungsstelle im Querschnitt; Fig. 2 zeigt sie
in Draufsicht; Fig. 3 stellt den verwendeten Bolzen in vergrößertem Maßstab dar.
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Die einzelnen federnden Elemente, aus denen sich das über die ganze
Breite der Spur reichende Federpaket zusammensetzt, sind mit 3I bezeichnet.
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Fig. I zeigt das Profil der federnden Elemente 3I, die mit Bohrungen
32 zur Aufnahme der Bolzen 33 versehen sind. Fig. 2 zeigt an ein.em Ausführungsbeispiel,
wie die federnden Elemente durchgebogen sein können. Das Profil der Federelemente3I
ist zur Verwendung in einem Förderer mit beiderseits je einer U-förmigen Laufschiene
und einer mittleren U-förmigen Führungsschiene bestimmt. Die drei U-Schienen sind
auf Tragböcken mit nach oben offenen U-Eisen 30 befestigt, wobei zwischen der mittleren
Führungsschiene und dem Tragbock noch eine Auflageplatte liegt. Als Kupplungselemente
für die Aufnahme der aus dem Fed.erpaket beiderseits herausragenden Enden der Bolzen
33 dienen mit entsprechenden Aussparungen versehene Platten 35, 35', die in ihrem
unteren. Teil an der Außenseite der Tragbockschienen 30 z. B. durch Anschweißen
befestigt sind und in ihrem oberen Teil gleichzeitig den Abstand der Lauf-und Führungsschienen
voneinander sichern. 5 Sämtliche Traggerüstteile, die als Auflage und Kupp-
lungselemente
für die nebeneinanderliegenden U-Schienen dienen, können auch aus einem Stück bestehen.
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Damit die Kupplung der Traggerüstabschuitte die notwendige B,ewelglichkeit
hat, müssen die Bolzen 33 entweder an beiden Enden oder mindestens an einem En.de
in den Kupplungseletnenten 35, 35' längs verschieblich sein. Außerdem müssen sie
sich nach allen Seiten biegen lassen. Sie können aber auch in ihren Führungen ein.
Spiel haben, daß die Abwinkelungen zuläßt. Da d.ie Abwinkelung der 7'raggerüstabschnitte
nach oben oder unten oder rechts oder links aber voraussetzt, daß d.as Federpaket
in seinem oberen oder unteren oder rechten oder linken Teil zusammengepreßt wird,
ist die Kupplung zwar in jed!er Richtung beweglich, andererseits aber erfordert
jede Abwinkelung auch die Überwindung der Spannung des Federpakets durch. einen
z. B. durch Rückzylinder ausgeübten Druck. Man kann die aufeinanderfolgenden Traggerüstabschnitte
auch in gerader Richtung zusammenziehen und das zwischen ihnen liegende Federpaket
in seiner Gesatmtheit verkürzen. Sobald diese am Traggerüst des Förderers angreifenden
Kräfte zu wirken aufhören, dehnen sich die Federpakete wieder aus, wobei sie die
Traggerüstabschnitte! wieder auseinanderschieben, und zwar bei genügender Vorspannung
der Federpakete so weit, wie dies die zugfeste Kupplung zwischen den Traggerüstabschnitten
zu.läßt. Dabei werden die Traggerüstabschnitte auch wieder gerad ausgerichtet.
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Gemäß dem ffauptpatent kann die zugfeste Kupplung der Traggerüstabschnitte
von der durch die Federpakete bewirkten Verbindung der Schieneu getrenn.t werden.
Dabei sind die einzelnen Federelemente auf den Bolzen durch beiderseits aufgeschraubte
Muttern (Hülsen) verspannt, die in die Aussparungen der an den Schienenenden angebrachten
Kupplungselemente eingeführt werden können und in ihnen längs verschieblich sind.
Es ist aber auch möglich, die Bolzen bzw. d.iel auf sie aufzuschraubenden Muttern
so auszubilden, daß sie auch die zugfeste Kupplung der aufeinanderfolgenden Geirüstabsehnitte
übernehmen. können.
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In die!sem Falle wird nicht nur die Verbindung der Schienen, sondern
auch die Kuppllung der Gerüstabschuitte allein durch das Federpaket (die Federpakete)
durchgeführt. Ein Ausführungsbeispiel zeigt Fig. 2. Die Bolzen 33 sind an ihrem
einen Ende mit einer Mutter 34 versehen, die aber in ihrem Durchmesser größer ist
als die Bohrungen der Kupplungselemente 35.
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Am anderen Ende können die Bolzen 33 mit einer eliensolehen Mutter
versehen sein. Um das Kuppeln und Entkuppeln zu erleichtern und zu beschleunigen,
ist ge;mäß einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung das andere Ende der
Bolzen 33 als Kopf 36 ausgebildet, hinter dem sich eine Eindrehung 37 und ein Bund
38 befinden. Die Montage volllzieht sich dann folgendermaßen: Zunächst werden die
federnden Einzelelemente 3I auf die Bolzen 33 alufgereiht, wobei der Bund 38 als
Anschlag dient. Sodann wird das mit Gewinde versehen Ende derBolzen 33 durch die
Aussparungen der Kupplungselemente 35 eines Gerüstabschnitts hindurchgesteckt und
dort durch die Muttern 34 befestigt. Durch Anziehen der Muttern werden die Federpakete
zwischen den Kupplungselementen 35 un,d dem Bund 38 der Bolzen 33 verspannt. Sodann
werden die Muttern 34 durch einen Splint od. dgl. in ihrer Lage gesichert. Nunmehr
ist das Federpaket fest mit dem einen Gerüstabsehnitt verbunden.
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Der anschließende Gerüstabschnitt ist an dem zu kuppelnden Ende mit
Kupplungselementen 35' versehen, die eine größere Bohrung haben, so daß der Kopf
36 der Bolzen durch die Bohrungen hindurchgeschoben und der Bund 38 in sie eingeführt
werden kann. Hinter den Kupplungselementen 35' befindet sich eine z. B. rechtwinkelig
gebogene Blattfeder 39, die an einem Winkeleisen 40 befestigt ist. Die Feder 39
greift mit ihren beiden Schenkeln um den. Kopf 36 des Bolzens derart herum, daß
sie sich bei Einführung des konischen Kopfes öffnet und hinter dem Rastkopf beiderseits
der Eindrehung 37. wieder schließt. Dadurch wird das Federpaket mit dem zweiten
Gerüstabschnitt verhunden und die Kuppllung zwischen. beiden Gerüstabschnitten hergestellt.
Diese Verbindung kann nur durch Auseinanderdrücken der Blattfeder 39 wieder gelöst
werden.
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Zu diesem Zwecke läßt. sich ein Exzenter verwenden, der in eine Bohrung
41 des Rastkopfes eingesetzt und in ihr geführt werden kann.
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Die Erfindung ist allgemeiner Anwendung fähig und läßt sich z. B.
für die SchienenstoBverbindungen rüchbarer Glei sanlagen in vorteilhafter Weise
gebrauchen.