DE969079C - Schienenanlage fuer Durchlaufoefen - Google Patents
Schienenanlage fuer DurchlaufoefenInfo
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Classifications
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-
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Description
- Schienenanlage für Durchlauföfen Als Üfen zur kontinuierlichen Behandlung von Brenn- oder Wärmgut irgendwelcher Art werden Durchlauföfen verwendet, in welchen das Wärmgut gleichmäßig oder ruckweise mit einer Geschwindigkeit von etwa 3 bis 6 m/Std. durch eine als Kanal oder Tunnel ausgebildete Brennkammer durchgeführt und in feststehenden Brennzonen hohen Temperaturen ausgesetzt wird. Meistens wird dabei das Material durch den Ofen durchgestoßen, und zwar in Tunnelöfen auf einem rollenden Wagen. Es sind aber auch Durchlauföfen bekannt, bei denen das Wärmgut ohne Wagen direkt auf metallischen Schienen durch die Brennzonen gestoßen wird. Als Wärmgut kommen in erster Linie Erzeugnisse der keramischen Industrie, wie Steinzeugindustrie, Glasindustrie usw., aber auch Metallblöcke in metallurgischen Betrieben in Betracht, denen durch die kontinuierliche Wärmebehandlung bestimmte Eigenschaften verliehen werden sollen.
- Durchlauföfen, welche mit Metallschienen zur direkten Beförderung des Brenngutes versehen sind, weisen verschiedene Nachteile auf. Die Metallschienen, welche dabei meistens aus Eisen bestehen, müssen bei Hochtemperaturöfen oft wassergekühlt sein, oder ungekühlte Schienen aus legiertem Stahl müssen verwendet werden, insbesondere im kälterem Teil des Ofens, da sonst das ?Metall den hohen Temperaturen im Ofen nicht widerstehen würde. Solche Schienen besitzen eine beschränkte Gebrauchsdauer, die verhältnismäßig klein ist. Ein weiterer Nachteil metallischer Schienen ist der, daß auf dem Wärmgut an den Berührungspunkten mit der Schiene schwarze Stellen entstehen, die dem Material, insbesondere wenn es - sich um feinkeramisches Material handelt, ein unschönes Aussehen verleihen.
- Vorliegende Erfindung hat zum Zweck, diese Nachteile zu beheben, und betrifft eine Schienenanlage in Durchlauföfen, welche dadurch gekennzeichnet ist, daß sie in Träger eingesetzte Schienen aufweist, welche aus mehreren aneinanderstoßenden Gleitsteinen aus hitzebeständigem keramischem Material bestehen, deren Gleitflächen mindestens in der Querrichtung gekrümmt sind..
- In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Schienenanlage Schienen aus zwei parallel nebeneinander verlaufenden und -sich berührenden Reihen von Gleitsteinen auf, von denen jeder allgemein parallelepipediscbe Form besitzt und dessen Gleitfläche sowohl in der OOuer- als auch in der Längsrichtung gekrümmt ist. Die Krümmung in der Querrichtung der Gleitsteine hat zur Folge, daß das Wärmgut nur mit einem kleinen, in der Mitte liegenden Teil der Gleitfläche in Berührung kommt, so daß der Gleitreibungswiderstand verhältnismäßig klein ist. Die Krümmung der Gleitflächen des Gleitsteines in der Längsrichtung gewährleistet ein ungehindertes Vorwärtsschreiten des Wärmgutes durch den Ofen an den Übergängen zwischen zwei Gleitsteinen; wenn Gleitsteine ohne Krümmung in der Längsrichtung verwendet würden, könnte es vorkommen, daß das Wärmgut an der Übergangsstelle zwischen zwei Gleitsteinen hängenbliebe, wenn der nachfolgende Gleitstein etwas höher läge als der vorhergehende. Für ein gleichmäßiges und ungehindertes Gleitendes Wärmgutes ist es besonders günstig, wenn die Gleitsteine der beiden Schienenreihen gleich groß und so gegeneinander verschoben sind, daß die infolge der in der Längsrichtung gekrümmten Gleitflächen vorhandenen Vertiefungen zwischen angrenzenden Gleitsteinen der einen Reihe mit den höchsten Partien der Gleitflächen der Gleitsteine der benachbarten Reihe übereinstimmen.
- Die die Schiene bildenden Gleitsteine sind in der Regel in einem ebenfalls aus keramischem Material bestehenden Tragstein eingebettet. Dieser Tragstein ruht gewöhnlich auf einer Untermauerung, die ebenfalls aus keramischem Material, wie Schamotte od. dgl.. bestehen kann. Die Grenzlinie zwischen Tragstein und Untermauerung braucht nicht horizontal zu sein, sondern kann auch schräg verlaufen.
- An Stelle von Gleitsteinen mit rechteckiger Grundfläche und gewölbter Gleitfläche können auch zylinderförmige Gleitsteine mit kreisförmigem oder elliptischem Querschnitt verwendet werden, die sich gegen ihre Enden hin bei den Berührungsstellen etwas verjüngen.
- Als keramisches Material für die Gleitsteine kommen außer Schamotte usw. für Hochtemperaturöfen in erster Linie sehr reine Metalloxyde (von mindestens 97o/oiger Reinheit) mit einem Schmelzpunkt von mindestens 175o° C in Frage. Solche hochtemperaturbeständigen »oxydkeramischena Materialien sind z. B. nahezu reines Magnesiumoxyd, Aluminiumoxyd, Spinell (M-0 - A120.,), Berylliumoxyd, Zirkonoxy d usw. Es -kann mit Vorteil auch Magnesiaferrit (MgO - Fe202) zur Herstellung der Gleitsteine verwendet werden.
- Auch die Tragsteine können wenigstens im heißesten Teil des Ofens aus solchen oxvdkeramischen Materialien bestehen.
- Die Zeichnung stellt zwei beispielsweise Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Schienenanlage dar.
- Fig. i zeigt einen der Gleitsteine, wie sie zur Zusammensetzung einer Schiene der ersten Ausführungsform der Schienenanlage verwendet werden; Fig. z zeigt, von der Seite gesehen, einen Abschnitt einer Schiene, die aus zwei nebeneinanderliegendeii Reihen von Gleitschienen gemäß der Fig. i zusammengesetzt ist; Fig. 3 ist ein Querschnitt durch eine Schienenanlage mit der Schiene gemäß Fig. 2 mit darunter liegendem Tragstein und Untermauerung; Fig. 4. ist ein Querschnitt durch eine zweite Schienenanlage mit einer zylinderförmigen Schiene mit Tragstein; Fig. 5 zeigt einen Teil einer Schiene, welche aus zylinderförmigen Gleitsteinen zusammengesetzt ist. Mit i ist die bevorzugte Form eines Gleitsteines für die Schiene bezeichnet und ein solcher Gleitstein in Fig. i dargestellt. Er besitzt eine rechteckige Grundfläche, paarweise parallele Seitenflächen und weist eine sowohl in der Querrichtung als auch in der Längsrichtung gekrümmte Gleitfläche 2 auf. Er besitzt somit allgemein parallelepipedische Form. Vorteilhaft wird die Größe dieses Gleitsteines kleiner gehalten als diejenige von Normalziegeln, insbesondere in Fällen, wo er im Ofen einer Temperaturwechselbeanspruchung unterworfen ist. Die Größe von normalen DIN-Steinen ist 250 X 123 X 65 mm. Die zur Zusammensetzung der Schienen vorliegender Erfindung verwendeten Gleitsteine besitzen vorzugsweise folgende Maße: 123 mm lang, 32 mm breit, mit einer Kantenhöhe von 65 mm. -#,'orteilhaft ist die Breiten- und Längenabmessung der Gleitsteine an ihrem oberen Teil um o,5 bis 5 mm kleiner als an der Grundfläche.
- In Fig. 2 ist eine Schiene aus zwei nebeneinanderliegenden, aus solchen Gleitsteinen i bestehenden Schienen dargestellt, welche für beliebige Längen zusammengebaut sein können. Die höchsten Punkte 3 der Gleitsteine der hinteren Reihe liegen gegenüber den Vertiefungen 4 zwischen den Gleitsteinen der vorderem. Reihe, und umgekehrt, so daß die Gleitbahn des Schienenpaares niveaumäßig ziemlich ausgeglichen ist und ein ungehindertes schüttelfreies Gleiten der Wärmgutblöcke auf dieser Schiene gewährleistet. Die Fig. 3 und 4 sind Querschnitte durch Schienen mit einem Tragstein 5. Dieser besitzt mit Vorzug die in der Zeichnung dargestellte Form und kann aus Metall oder, besser, aus normalen keramischen Baustoffen, wie Schamotte usw., bestehen. Er kann aber auch, besonders in den heißesten Zonen des Ofens, aus oxydl:eramischem Material wie die Gleitsteine zusammengesetzt sein. In Fig. 3 sind noch Untermauerungssteine 6 unter dem Tragstein 5 dargestellt, welche durch zylindrische Einlagestücke 7 mit dem Tragstein 5 verblockt sind. Sie können außer durch waagerechte Verblockung auch in senkrechter Richtung durch solche Einlagestücke mit dem Tragstein verbunden sein. Die Untermauerungssteine bilden den Unterbau der Herdschienenanlage, und ihre Grenzlinie mit dem Tragstein muß nicht horizontal verlaufen, sondern kann auch geneigt sein. Vielfach werden für den Unterbau auch oxydkeramische Steine verwendet (Ferrit).
- In den Fig..I und 5 ist eine Schiene aus zylinderförmigen, an den Enden 9 verjüngenden Gleitsteinen 8 von kreisförmigem Querschnitt dargestellt.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Schienenanlage für Durchlauföfen aus zwei im Abstand und parallel nebeneinander verlaufenden Schienen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienen aus hochhitzebeständigen, in der Querrichtung gekrümmten keramischen Gleitsteinen bestehen.
- 2. Schienenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schiene aus zwei in einem Tragstein (5) nebeneinander verlaufenden und sich berührenden Reihen keramischer Gleitsteine besteht, deren Gleitfläche (2) auch in der Längsrichtung der Steine gekrümmt ist, und die Gleitsteine in den sich seitlich berührenden Steinreihen (i, i') so angeordnet sind, daß sich neben einem Tief (4.) in der Gleitsteinreihe jeweils ein Hoch (3) in der danebenliegenden Gleitsteinreihe befindet.
- 3. Schienenanlage nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Gleitsteinreihen (i, i') ausmachenden Gleitsteine allgemein parallelepipedische Form besitzen und gleich groß sind. q..
- Schienenanlage nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Gleitschienenreihe (i, i') ausmachenden Gleitsteine zylinderförmige Gestalt haben.
- 5. Schienenanlage nach den Ansprüchen i bis q, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitsteine aus möglichst reinen Metalloxyden bestehen mit einem Schmelzpunkt von mindestens 175o° C.
- 6. Schienenanlage nach den Ansprüchen 1 bis d., dadurch gekennzeichnet, daß der aus Keramik bestehende Tragstein (5) zur Aufnahme der Gleitschienenreihen (i, i') auf einer gleichfalls aus keramischem Werkstoff bestehenden Untermauerung (6) ruht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 176392, 556271, 624105; USA.-Patentschrift Nr. 182976i.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH969079X | 1950-07-04 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE969079C true DE969079C (de) | 1958-04-30 |
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|---|---|---|---|
| DET4512A Expired DE969079C (de) | 1950-07-04 | 1951-06-30 | Schienenanlage fuer Durchlaufoefen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE969079C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1608021B1 (de) * | 1967-02-09 | 1970-12-23 | Vanfrido Olivotto | Vorrichtung zum Foerdern von Einsatzmaterial in einem Hochtemperaturofen |
| US3642261A (en) * | 1969-07-16 | 1972-02-15 | British Iron Steel Research | Furnace skids and beams |
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| DE176392C (de) * | ||||
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| DE556271C (de) * | 1930-01-26 | 1932-08-05 | Roland Schreiber | Waermeisolierende Schutzschicht |
| DE624105C (de) * | 1936-01-13 | Poetter G M B H | Hubbalkenherd aus feuerfesten Steinen |
-
1951
- 1951-06-30 DE DET4512A patent/DE969079C/de not_active Expired
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