DE629481C - Ausmauerung fuer Gewoelbe von Hochtemperaturoefen, wie Elektrostahl- oder Siemens-Martin-OEfen - Google Patents

Ausmauerung fuer Gewoelbe von Hochtemperaturoefen, wie Elektrostahl- oder Siemens-Martin-OEfen

Info

Publication number
DE629481C
DE629481C DEK129013D DEK0129013D DE629481C DE 629481 C DE629481 C DE 629481C DE K129013 D DEK129013 D DE K129013D DE K0129013 D DEK0129013 D DE K0129013D DE 629481 C DE629481 C DE 629481C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vault
stones
ovens
vaults
siemens
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK129013D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heinrich Koppers GmbH
Original Assignee
Heinrich Koppers GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heinrich Koppers GmbH filed Critical Heinrich Koppers GmbH
Priority to DEK129013D priority Critical patent/DE629481C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE629481C publication Critical patent/DE629481C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27DDETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
    • F27D1/00Casings; Linings; Walls; Roofs
    • F27D1/02Crowns; Roofs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

  • Ausmauerung für Gewölbe von Hochtemperaturöfen, 'wie Elektrostahl-oder Siemens-Martin-Öfen Die Erfindung bezieht sich auf eine Ausmauerung für die Gewölbe von Hochtemperaturöfen, wie Elektrostahl- oder Siemens-Martin-Ofen, mit keilförmigen Steinen aus einem Baustoff hoher Wärmedehnung, beispielsweise Magnesitsteinen, bei der die Gewölbesteine nach dem Feuerraum zu zwecks Bildung von Dehnfugen stärker verjüngt sind, als dem Gewölbeschnitt entspricht.
  • Der feuerfeste Baustoff wird in Hochtemperaturöfen der erwähnten Art sowohl durch die hohe Erhitzung wie auch durch den Angriff basischer oder saurer Schlacken beansprucht. Es gibt nur wenig Stoffe, die diesem gleichzeitigen Angriff von Wärme und Schlacken standhalten, dazu gehören beispielsweise Magnesitsteine. Nun haben aber Magnesitsteine die sehr nachteilige Eigenschaft, sich bei Erwärmung stark auszudehnen. Die Ausdehnung beträgt bei 170o° etwa 2,q.0,'0. Die Folge dieser hohen Wärmedehnung ist, daß bei der zumeist angewandten Ausmauerungsart starke Spannungen im Mauerwerk auftreten, durch die ein Abplatzen der Gewölbesteine verursacht wird, die gegebenenfalls sogar aus dem Steinverband herausfallen.
  • Um ein derartiges, meist auf Kantenpressung zurückzuführendes Abplatzen der Gewölbesteine zu vermeiden, hat man bereits vorgeschlagen, die in üblichem Weise mit im wesentlichen viereckigem Querschnitt ausgeführten Gewölbesteine nach dem Feuerraum zu stärker zu verjüngen, als dem Gewölbeschnitt entspricht. Dadurch entstehen an der Unterseite des Gewölbes Dehnfugen, in denen sich die an der Feuerraumseite größere Wärmedehnung der Gewölbesteine auswirken kann, ohne daß die gefürchtete Kantenpressung entsteht.
  • Auf diese Weise ist es zwar gelungen, das durch Spannungen im Gewölbe verursachte Abplatzen der Gewölbesteine zu verhüten, indessen wiesen derartige Gewölbe bisher den erheblichen Mangel auf, daß in dem Ofengewölbe zwischen den einzelnen Steinen Lücken entstanden, in die Ofengase und -dämpfe eindringen können.
  • Die vorliegende Erfindung beruht- auf der Erkenntnis, daß die Entstehung der erwähnten schädlichen Lücken im Ofengewölbe darauf zurückzuführen ist, daß bei viereckigen Steinen die Eckteile bei Wärmedehnung eine stärkere Lageveränderung erfahren als die mittleren Teile des Steines. Man muß annehmen, daß in der Mitte jedes Steines eine neutrale Zone hinsichtlich der Wärmedehnung besteht und daß sich die Wärmedehnung um so stärker auswirkt, je weiter sich der Steinkörper oder einzelne Teile desselben von der neutralen Mittelzone entfernt.
  • Die Erfindung besteht nun darin, daß die einzelnen Gewölbesteine für die eingangs gekennzeichnete Gewölbeausmauerung von Hochtemperaturöfen sechseckig ausgebildet werden und durch an ihrem äußeren, auch in kaltem Zustand gegen die Nachbarsteine anliegenden Teil vorgesehene Nut und Feder gegeneinander unverschiebbar im Gewölbe angeordnet Sind- " Bei dieser neuartigen Ausbildung der Gewölbesteine ergibt sich eine praktisch gleichmäßige Dehnung jedes Steinkörpers in allen seinen Teilen, so daß die im Gewölbe an der Feuerraumseite zwischen den Steinen vorgesehenezi Dehnfugen beim Anheizen des Olens gleichmäßig verschlossen werden. Dabei wird durch die an sich bekannte gleichzeitige Anordnung von Nut und Feder an der kalten Seite des Gewölbes ein fester Zusammenhalt der Ausmauerung erreicht, wodurch bei dem aus sechseckigen Steinen bestehenden Gewölbe gemäß der Erfindung mindestens die gleiche Festigkeit erzielt wird wie bei den aus üblichen viereckigen Steinen ausgebauten Ofengewölben.
  • Auf der Zeichnung ist die Ausbildung von Formsteinen für die erfindungsgemäße Bauweise der Ausmauerung beispielsweise dargestellt.
  • Abb. i zeigt einen teilweisen Querschnitt durch ein gemäß der . Erfindung ausgebildetes Ofengewölbe.
  • Abb. 2 gibt eine Oberansicht des Gewölbes nach Abb. i wieder.
  • Abb. 3 ist eine Seitenansicht eines einzelnen Formsteines derjenigen Art, die zum Aufbau des Gewölbes nach Abb. i verwendet wird.
  • Abb.4 schließlich stellt :eine Unteransicht des Steines nach Abb. 3 dar.
  • Wie aus den Zeichnungen hervorgeht, verlaufen die Seitenflächen der Formsteine i, aus denen sich das Ofengewölbe zusammensetzt, :an ihrer Außenseite auf der mit 3 be- zeichneten Strecke radial. Infolgedessen liegen die Formsteine beim Aufbau des Gewölbes in kaltem Zustande an ihrer Außenseite dicht gegeneinander ari. Nach der mit 4 bezeichneten Innenseite des Gewölbes verjüngen sich die Formsteine,. so daß zwischen den einzelnen Gewölbesteinen Fugen 5 entstehen, in denen sich die erhöhte Wärmedehnung an der Innenseite des Gewölbes auswirken kann.
  • Wenn beispielsweise die Außenseite 2 des Gewölbes auf eine Temperatur von 6oo° C erhitzt wird, so beträgt bei einem Magnesitstein die Wärmedehnung o,65%. In der mittleren Zone der Steine, etwa dort, wo sich die strichpunktierte Linie 6 auf Abb. i befindet, sei die Steintemperatur 12e00° C, was beim Magnesitstein einer Wärmedehnung von i,.6o/o entspricht, während an der Innenseite 4 des Gewölbes die Wärmedehnung entsprechend der dort herrschenden Temperatur von 16oo° etwa 2, i % ist. Wenn man dem Stein einen Durchmesser von 12o mm an der Außenseite und von io6mm an der Innenseite gibt, so ist die tatsächliche Wärmedehnung an der Außenseite 0,78 mm und an der Innenseite 2,3 mm unter Zugrundelegung der oben angegebenen Temperaturen und Wärmedehnungen.
  • Entsprechend dieser erhöhten Wärmedehnung an der Innenseite des Gewölbes ist nun der Cewölbestein nach der Feuerseite zu verjüngt, und diese Verjüngung wird so bemessen, daß sich in den Fugen die erhöhte Wärmedehnung auswirken kann, ohne daß eine schädliche ,gegenseitige Beanspruchung der Steine auftritt.
  • Die zum Aufbau des Gewölbes benutzten Steine erhalten eine sechseckige Form, wie aus Abb.2 hervorgeht.
  • In ihrem äußeren Teile werden die Steine ferner in an sich bekannter Weise vorteilhaft mit Nut und- Feder versehen, damit sie beim Aufbau des Gewölbes ohne Mörtel fest aneinander haften und auch bei Betriebsunterbrechungen ein Herausfallen einzelner Steine aus dem, Gewölbeverband verhindert «wird.
  • In gewissen Fällen kann es ferner vorteilhaft sein, die Verjüngung der Mauersteine nach dem Feuerraum zu stärker zu machen, als - der Wärmedehnung bei der Betriebstemperatur entspricht. Dieser zusätzliche Spielraum ist besonders dann vorteilhaft, wenn die theoretischen Abmessungen der Gewölbesteine bei der Herstellung nicht oder nur mit unzureichender Genauigkeit eingehalten werden, oder wenn Fehler beim Zusammenbau des Gewölbes zu befürchten sind. Derartige zuweilen. unvermeidbare Ungleichmäßigkeiten werden dann - innerhalb des zusätzlichen Fugenraumes unschädlich gemacht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Ausmauerung für. Gewölbe von Hochtemperaturöfen, wie Elektrostahl- oder Siemens-Martin-Öfen, mit keilförmigen Steinen aus einem Baustoff hoher Wärmedehnung, beispielsweise Magnesitsteinen, wobei die Gewölbesteine nachdem Feuerraum zu zwecks Bildung von Dehnfugen stärker verjüngt .sind, als dem Gewölbeschnitt entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen 'Gewölbesteine sechseckig ausgebildet sind'und durch an ihrem äußeren, auch in kaltem Zustand gegen die Nachbarsteine anliegenden Teil vorgesehene Nut und Feder gegeneinander unverschiebbar im Gewölbe angeordnet sind.
DEK129013D 1933-02-12 1933-02-12 Ausmauerung fuer Gewoelbe von Hochtemperaturoefen, wie Elektrostahl- oder Siemens-Martin-OEfen Expired DE629481C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK129013D DE629481C (de) 1933-02-12 1933-02-12 Ausmauerung fuer Gewoelbe von Hochtemperaturoefen, wie Elektrostahl- oder Siemens-Martin-OEfen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK129013D DE629481C (de) 1933-02-12 1933-02-12 Ausmauerung fuer Gewoelbe von Hochtemperaturoefen, wie Elektrostahl- oder Siemens-Martin-OEfen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE629481C true DE629481C (de) 1936-05-02

Family

ID=7246757

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK129013D Expired DE629481C (de) 1933-02-12 1933-02-12 Ausmauerung fuer Gewoelbe von Hochtemperaturoefen, wie Elektrostahl- oder Siemens-Martin-OEfen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE629481C (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE962742C (de) * 1955-07-16 1957-04-25 Didier Werke Ag Aus einzelnen Steinen bestehender Elektrofendeckel
DE1128074B (de) * 1957-06-21 1962-04-19 Hubert Grospitsch Aus feuerfester keramischer Masse bestehendes Verbundglied fuer Feuerraum-Haengedecken oder Haengewaende
DE1283973B (de) * 1958-05-05 1968-11-28 Sigri Elektrographit Gmbh Aus Kohlenstoffsteinen zusammengefuegte Kernreaktor-Ummantelung mit kuppelfoermigem Abschlussteil
DE4402390C1 (de) * 1994-01-27 1995-05-24 Didier Werke Ag Ofen

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE962742C (de) * 1955-07-16 1957-04-25 Didier Werke Ag Aus einzelnen Steinen bestehender Elektrofendeckel
DE1128074B (de) * 1957-06-21 1962-04-19 Hubert Grospitsch Aus feuerfester keramischer Masse bestehendes Verbundglied fuer Feuerraum-Haengedecken oder Haengewaende
DE1283973B (de) * 1958-05-05 1968-11-28 Sigri Elektrographit Gmbh Aus Kohlenstoffsteinen zusammengefuegte Kernreaktor-Ummantelung mit kuppelfoermigem Abschlussteil
DE4402390C1 (de) * 1994-01-27 1995-05-24 Didier Werke Ag Ofen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3121434C2 (de) Feuerfester Stein für Drehrohröfen
DE2243517C3 (de) Feuerfeste Wandkonstruktion
DE629481C (de) Ausmauerung fuer Gewoelbe von Hochtemperaturoefen, wie Elektrostahl- oder Siemens-Martin-OEfen
EP2784421B1 (de) Wölbstein zylinderförmiger inneren Auskleidung eines Drehrohrofens und Drehrohrofen
DE2559339B2 (de) Befestigung für hitzebeständige Faserstoffplatten in Industrieofen
DE737732C (de) Ofengewoelbe fuer durch Hitze hochbeanspruchte OEfen, insbesondere Siemens-Martin- und Gluehoefen
DE2256523A1 (de) Winderhitzer
DE1986638U (de) Feuerfester stein zur auskleidung von drehrohroefen.
DE3717497C2 (de) Kuppel für Gitterschacht und/oder Brennschacht eines Winderhitzers
DE4409501A1 (de) Verschleißfutter eines Schachtofens und Stein hierfür
AT200493B (de) Feuerfester Stein zur Ausmauerung von Öfen ringförmigen Querschnittes, insbesondere von Drehrohröfen
DE2246339A1 (de) Thermisch beanspruchungsgerechtes, schnell verlegbares steinformat fuer die hochtemperaturzone von drehrohroefen, hergestellt aus teergebundenen hochbasischen sinterprodukten, wie dolomit, magnesit oder deren mischungen
DE3620257A1 (de) Aus schmelzgut gegossene, feuerfeste gewoelbeformsteine auf metalloxydbasis und daraus gefertigte gewoelbe
DE676562C (de) Kammerofen zur Erzeugung von Gas und Koks (Steinverband)
DE738050C (de) Unverankertes Mauerwerk fuer keramische Brennoefen
DE2212318C3 (de) Ausmauerung für den Boden metallurgischer Schachtöfen, insbesondere von Hochöfen
DE970357C (de) Siemens-Martin-Ofen
DE430733C (de) Baustein fuer Schmelzoefen, insbesondere mit Kohlenstaubfeuerung
AT150288B (de) Verfahren zur mörtellosen Vermauerung von feuerfesten Steinen mit Zwischenlagen aus metallischen Blechen.
DE3005257A1 (de) Brennermuffelstein
DE1122492B (de) Waagerechter Kammerofen fuer die Erzeugung von Koks und Gas
DE1056036B (de) Feuerfestes Mauerwerk, insbesondere in der Brennzone von Schachtoefen
AT117447B (de) Außenbeheizte Vertikalretorte für die Reduktion von zinkhaltigem Gut.
DE1202426B (de) Rekuperator
DE945760C (de) Siemens-Martin-Ofen mit unter dem Herd angeordneter Schlackenkammer