DE96887C - - Google Patents

Info

Publication number
DE96887C
DE96887C DENDAT96887D DE96887DA DE96887C DE 96887 C DE96887 C DE 96887C DE NDAT96887 D DENDAT96887 D DE NDAT96887D DE 96887D A DE96887D A DE 96887DA DE 96887 C DE96887 C DE 96887C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
needles
stitches
group
thread
feet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT96887D
Other languages
English (en)
Publication of DE96887C publication Critical patent/DE96887C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B7/00Flat-bed knitting machines with independently-movable needles
    • D04B7/04Flat-bed knitting machines with independently-movable needles with two sets of needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 25: Flecht- und Wirkmaschinen.
G. F. GROSSER in MARKERSDORF, Bez. Leipzig.
Fadenführern in einem Arbeitsgange.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. Juli 1897 ab.
Wenn auf gewöhnlichen Lamb'schen Strickmaschinen zweifarbig unterlegte Farbmuster hergestellt werden sollen, so sind die Nadeln derselben Nadelreihe in zwei Gruppen einzutheilen und in zwei Zeitabschnitten zu bethätigen, derart, dafs die eine Nadelabtheilung nur den Grundfaden und die andere Abtheilung nur den Musterfaden verarbeitet. Es ruht also immer abwechselnd die. eine Nadelgruppe, wenn die andere Maschen bildet. In diesem Falle würden zur Vollendung einer Maschenreihe zwei Schlittentouren erforderlich sein.
Vermittelst Specialmaschinen ~ (siehe Patent Nr. 55154) hat man zwar die Vollendung hinterlegter Maschenreihen in einem Arbeitsgange erreicht, ihre Einrichtung gestattet indefs nur die Herstellung solcher hinterlegter Farbmuster , bei denen jede Maschenreihe nicht mehr als zwei Farben enthält. Sollten z. B. drei Farben zugleich verarbeitet, also drei hinter einander laufende Fadenführer zugleich benutzt werden, so würde dies unthunlich sein, weil sich die Nadeln nur in zwei Arbeitsgruppen eintheilen lassen, für den dritten Fadenführer" also die dritte Nadelgruppe fehlen würde. .
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun, auf sogen. Jacquardmaschinen die Herstellung drei- oder mehrfarbig unterlegter Maschenreihen in einem Arbeitsgange, und zwar im Allgemeinen dadurch zu ermöglichen, dafs durch die eigenartige Arbeitsweise mehrerer hinter einander liegender Schlösser nicht nur die vermittelst Musterapparates in den Bereich der Schlösser gehobenen Nadeln in Thä'tigkeit gelangen (siehe Patent Nr. 24886), sondern dafs auch die im Nadelbett versenkt. liegenden, also vom Musterapparat nicht mit beeinflufslen Nadeln während derselben Schlittentour mit bethätigt werden können und diese somit eine weitere Arbeitsgruppe bilden, welche man bisher nicht für sich arbeiten lassen konnte, weil deren unterer Fufs im gegebenen Falle von den Schlössern nicht zu erreichen, die Benützung des oberen Fufses aber nur dann möglich ist, wenn sämmtliche Nadeln in Thätigkeit kommen sollen. Hierzu dient folgende Einrichtung:
Das Nadelbett c enthält Nadeln a, die sämmtlich mit zwei Arbeitsfüfsen 1 und 1' (Fig. 1) versehen und so bemessen sind, dafs für gewöhnlich nur der obere Fufs i1 aus dem Nadelbett hervorsteht, der untere Fufs 1 hingegen in diesem versenkt liegt. Durch Andrücken eines Musterapparates d (Fig. 3) können die Nadeln α in bekannter Weise vermittelst der unter diesen liegenden Federn b mit ihren unteren Füfsen aus dem Nadelbett herausgehoben und in drei Gruppen — Fig. 1 mit im Nadelbett versenkt liegenden Füfsen 1, Fig. 2 mit halb herausgehobenen Füfsen 2, Fig. 3 mit ganz herausgehobenen Füfsen 3 —- eingetheilt werden. Zu diesem Zweck sind die Federn b entsprechend abgestuft und die Karten e derart ausgeschlagen (Fig. 4), dafs die Federn b entweder ganz, oder halb, oder gar nicht in deren Oeffhungen eintreten können. Wendet man hierzu noch Schlofstheile von verschiedener
Stärke an (Fig. 2 und 3), so würde man zunächst erreichen, dafs die nicht herausgehobenen Nadeln (Fig. 1) als erste Gruppe in Ruhestellung verbleiben, also nur die halb, herausgehobenen Nadeln (Fig. 2) als zweite Gruppe und die ganz herausgehobenen Nadeln (Fig. 3) als dritte Gruppe „vom unteren Schlofs verschoben werden können. Um nun auch die erste Gruppe, d. h. die nicht gehobenen Nadeln, als neue Nadelgruppe mit den übrigen Nadeln zugleich in Thätigkeit zu bringen und dadurch drei Fäden in eine Maschenreihe einzuarbeiten, ist die Arbeitsweise folgende:
Jede Maschinenseite ist mit drei hinter einander liegenden Schlössern (I, II und III) versehen, deren Schlofstheile auf die oberen und unteren Nadelfüfse 1' und 1, 2' und 2 u. s. w. vertheilt sind. Angenommen, der Schlitten bewege sich' in der angegebenen Pfeilrichtung von rechts nach links und die Nadeln α seien vom Musterapparat in die drei Abtheilungen i, 2, .3 (Fig. 1 bis 3) gruppirt, so erfafst zunächst ein voranlaufendes Schlofsdreieck g1 sämmtliche Nadeln am oberen Fufs 1' bezw. 2', 3' u. s. w. und treibt sie ein kurzes Stück aufwärts, worauf sofort ein zweites Schlofsdreieck g2 die Nadeln 2 und 3 am unteren Fufs wieder in die Anfangsstellung zurückführt, die Nadeln 1 aber oberhalb von gx stehen läfst, weil deren Füfse 1 aufser dem Bereich des Schlosses liegen (Fig. 1). Hierdurch werden die Nadeln, bevor sie noch den Garnfaden fangen, in zwei Gruppen, und zwar eine arbeitende mit Nadeln 1 und eine ruhende mit Nadeln 2 und 3, getheilt (Fig. 5). Erstere werden sodann von gs und gi so bewegt, dafs sie den vom Führer k dargebotenen (schwarzen) Faden zu Maschen verarbeiten, während die Füfse der Nadeln 2 und 3 unterhalb des Mitteldreiecks g3 hinweggehen.
Da der Musterapparat die Nadeln 2 und 3 bis zur Vollendung der Schlittentour in der herausgehobenen Stellung (Fig. 2 und 3) erhält, so werden vom voranlaufenden Dreieck- Jt1 des nächstfolgenden zweiten Schlosses, dessen Stärke so gewählt ist, dafs es sowohl die halb wie auch die ganz herausgehobenen Nadelfüfse erreicht, alle diejenigen Nadeln, welche noch nicht mit Maschen gebildet haben, in diesem Falle demnach die Nadeln 2 und 3, wiederum etwas emporgetrieben, von h2 aber, welches nur halb so stark als It1 ist, die ganz herausgehobenen Nadeln as wieder herabgezogen, mithin in Ruhestellung gebracht. Hierdurch wird die zweite Nadelgruppe a.2 von h3 und A4 zur Maschenbildung (Fadenführer Z, rother Faden) veranlafst. ;
Der Nadelheber Z1 des dritten Schlosses hat nur die halbe Stärke der übrigen Schlofstheile und kann demnach nur die ganz herausgehobenen Nadelfüfse. 3 erfassen (Fig. 3), wohingegen die halb hoch gehobenen Füfse 2 unter diesem hinweggehen. Dies hat zur Folge, dafs nur die Nadeln as der dritten Gruppe über Z1 nach z2 gelangen und den letzten (blauen) Faden (Fadenführer m) zu Maschen verarbeiten.
Hiermit ist eine Schlittentour vollendet, alle Nadeln, auch diejenigen, welche vom Musterapparat nicht gehoben wurden, haben Maschen gestrickt, jede Nadelgruppe hat aber einen Faden von anderer Farbe verarbeitet, so dafs also eine hinterlegte Waare entsteht, deren jede Maschenreihe aus drei Fäden bezw. drei Farben zusammengesetzt ist.
Bei der entgegengesetzten Bewegung des Schlittens von links nach rechts (Fig. 6) ist die Arbeitsweise dieselbe, nur sind die Schlösser derart umzuschalten, dafs die in dieser Richtung voranlaufenden, das Ein- und Ausschalten der Nadeln bewirkenden Schlofstheile in Arbeitsstellung, die nachlaufenden hingegen aufser Arbeitsstellung gelangen.
Würde man die Federn b mit; noch mehr Abstufungen versehen, so liefsen sich die Nadeln auch in mehr als drei Gruppen eintheilen und, wenn die entsprechende Anzahl Schlösser und Fadenführer angeordnet wird, auch entsprechend mehr Farben in eine Reihe einarbeiten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Lamb'sehe Strickmaschine, welche die Herstellung unterlegter Farbmuster mit zwei und mehr Fadenführern in einem Arbeitsgange dadurch ermöglicht, dafs jedes der hinter einander liegenden Schlösser der Reihenfolge nach die bis dahin noch nicht in höchste Arbeitslage gekommenen Nadeln in zwei Gruppen theilt, indem ein voranlaufender Nadelheber fg1 bezw. It1) zunächst alle Nadeln erfafst und ein kurzes Stück hochtreibt, ein nachfolgender Nadelabzieher (g.2 bezw. hj aber einen durch Musterapparat . zu bestimmenden Theil der Nadeln wieder in Anfangsstellung zurückbringt, so dafs der eigentliche Mittelheber (gzh^) des Schlosses nur noch die Gruppe der oben gebliebenen Nadeln bethätigt und Maschen bilden läfst.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT96887D Active DE96887C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE96887C true DE96887C (de)

Family

ID=367981

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT96887D Active DE96887C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE96887C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741499C (de) * 1941-02-16 1943-11-12 Dubied & Cie Sa E Flachstrickmaschine mit doppelsystemigen Schloessern (Achtschloss-Flachstrickmaschine)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741499C (de) * 1941-02-16 1943-11-12 Dubied & Cie Sa E Flachstrickmaschine mit doppelsystemigen Schloessern (Achtschloss-Flachstrickmaschine)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE96887C (de)
DE243433C (de)
DE645190C (de) Doppelflaechige Wirk- oder Strickware und Verfahren zu deren Herstellung auf einer Rundstrickmaschine
DE2457122A1 (de) Webverfahren zur herstellung von florgeweben
DE410602C (de) Vorrichtung zur Erzeugung von Strickware mit verschiedenen, in beliebig breiten Zwischenraeumen sich wiederholenden Mustern auf Rundstrickmaschinen
DE664661C (de) Verfahren und Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine, zur Herstellung plattierter hinterlegter Strickware
DE50763C (de) LAMB'sche Strickmaschine für unterlegte Farbmuster (Buntmuster-Strickmaschine)
DE212749C (de)
DE101509C (de)
DE624712C (de) Flache Kulierwirkmaschine mit aus einzeln beweglichen Pressmusterplatinen und Deckmusterplatinen bestehender Jacquardmustervorrichtung
DE743769C (de) Musterstrickmaschine, insbesondere flache Musterstrickmaschine und Verfahren zur Herstellung gemusterter Strickware auf einer solchen Maschine
DE356983C (de) Verfahren und Milanese-Kettenwirkstuhl zur Herstellung langgestreifter Ware
DE40592C (de) Jacquard-Maschine
DE21375C (de) Strickmaschine zur Herstellung von sogenannten „Jacquardfarbmustern"
DE838640C (de) Verfahren zur selbsttaetigen Herstellung von Kulierwaren mit Kreuzdeckmustern und Links-Links-Flachstrickmaschine zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE834124C (de) Wirk- oder Strickmaschine, insbesondere Cotton-Wirkmaschine, sowie Verfahren zur Herstellung einer maschenfesten Ware auf einer solchen Maschine und nach diesem Verfahren hergestellte Ware
DE84912C (de)
DE544713C (de) Jacquard-Flachstrickmaschine
DE503417C (de) Rundstrickmaschine mit Umlegefadenfuehrern
DE240823C (de)
DE591065C (de) Jacquardvorrichtung fuer Textilmaschinen, insbesondere fuer flache Wirkmaschinen
DE3129C (de) Flacher mechanischer Wirkstuhl zur selbsttätigen Herstellung regulärer Petinet-Waaren
DE193143C (de)
DE326551C (de) Flachstrickmaschine zur Herstellung von gemusterten Noppenwaren und Buntmusterwaren
DE185437C (de)