DE185437C - - Google Patents

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DE185437C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B15/00Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
    • D04B15/38Devices for supplying, feeding, or guiding threads to needles
    • D04B15/54Thread guides

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

HES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 185437 KLASSE 25 a. GRUPPE
Strickmaschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Juni 1905 ab.
Das Bestreben, den Wert der auf den Textilmaschinen herzustellenden Waren durch mannigfaltige Musterung zu erhöhen, ist ein allgemeines. Namentlich die Strickmaschine weist infolge ihrer vielseitigen Verwendbarkeit '■ für Gebrauchsgegenstände die verschiedensten Mittel zur Erreichung von Musterungen auf.
Die selbsttätige Minder-(Eindeck-) und Zunähme-(Ausdeck^Strickmaschine gestattet nur eine geringe Musterung, da sie bei Benutzung eines zweiten Fadenführers auf zweireihiges (also ganztouriges) Ringeln beschränkt ist. Die beiden Fadenführer müssen sich immer an derselben Maschinenseite gegeneinander auswechseln, der Schlitten mit dem Schlosse also eine Bewegung nach der anderen Seite und zurück machen, was bei 1:1-, 2:2-, Perlfang- usw. Waren zwei Maschenreihen ergibt. Ganz bedeutend gewinnt die Musterung, wenn die genannten Warengattungen in mehreren Farben und zugleich in einreihigen Ringeln angefertigt werden können.
Zur Herstellung einreihiger Ringel in beliebigem Wechsel ist immer ein Fadenführer mehr bedingt,, als die Farbenzahl des jeweiligen Warenstückes ausmacht, also sind z. B. für zweifarbige Ringelware drei Fadenführer nötig, für dreifarbige vier Fadenführer usw., weil für die Grundfarbe zum beliebigen Einsetzen an der rechten sowohl als an der linken Maschinehseite an jeder Maschinenseite je ein Fadenführer vorhanden sein muß.
Fig. 4 der Zeichnungen zeigt beispielsweise den Grundfadenführer a V auf der rechten und den zweiten Grundfadenführer α2 auf der linken Seite, die beiden Ringelfadenführer bl und b2 sind ebenfalls auf der rechten Seite. Angenommen, der Grundfadenführer al arbeitet und es soll mit dem Ringelfadenführer b2 einreihig geringelt werden. Es wird dann rechts der Grundfadenführer al durch die Mustervorrichtung abgestellt, der Ringel fadenführer b2 hingegen eingerückt und in der angedeuteten Pfeilrichtung nach links bewegt. Hier angekommen, wechselt der Ringelfadenführer b2 wieder gegen den Grundfadenführer a2 "(s. Pfeilrichtung Fig. 5).
Soll nach einer durch eine an sich bekannte Mustervorrichtung beliebig einstellbaren Reihenzahl des. Grundfadenführers wieder mit dem Ringelfadenführer b2 gearbeitet werden, um ein einreihiges Ringel zu erzeugen, so wechselt der Grundfadenführer a2 links gegen den Ringelfadenführer b2, arbeitet nach rechts und schaltet hier wieder gegen den Grundfadenführer ax aus. Bei gewöhnlichen, nicht selbsttätig ein- und ausdeckenden Strickmaschinen für Handais auch Motorbetrieb bietet die Anbringung weiterer Ringelfadenführer, z. B. eines dritten oder auch vierten Fadenführers, keine Schwierigkeiten; man kann die Fadenführer so gestalten, daß sie neben- oder untereinander vor-
beigleiten können, denn nichts ist dabei im Wege.
Anders verhält es sich dagegen bei der selbsttätigen Minder -(Eindeck-) bezw. Zunahme-(Ausdeck-)Strickmaschine, wo der Platz auf das geringste bemessen ist. Die die Maschen übertragenden Deckerhalter mit den Deckerarmen müssen eine Bewegung in Richtung der Arbeitsnadeln machen, um die Maschen .10' mittels der Deckernadeln abnehmen und auf die Naehbarnadeln übertragen zu können und so das Warenstück zu verjüngen oder zu erweitern. Den Deckerhaltern wird ihr Vorschub mittels der Deckerarme von der im Gestell gelagerten Exzenterwelle aus erteilt, und da die Deckerhalter mit den Deckern bei ihrem Arbeiten dicht an die Nadelbetten herangehen müssen, so ergibt sich daraus, daß die Fadenführer so gestaltet sein müssen, daß sie itrotz des geringen verfügbaren Raumes ihrem Zwecke wohl noch genügen können, die Anordnung von mehr als je ein Fadenführer hinten und vorn aber unmöglich wird.
Mit dem ohnehin unsicher wirkenden Tastenringelapparat, bei welchem nur ein offenes Nüßchen anzuwenden möglich ist und bei dessen Anwendung der Farbenwechsel stets nur an derselben Seite (links) erfolgen kann, sind einreihige Ringel ausgeschlossen. So kann die Minder- bezw. Ausdeckstrickmaschine trotz ihrer vielen Vorzüge an sich an dem Wettbewerb mit gewöhnlichen Strick- und Wirkmaschinen in der Verfertigung mancher Artikel und der beispielsweise so beliebten Ringelstrümpfe gar nicht oder doch nur in recht beschränktem Maße teilnehmen.
Man hilft sich nun zwar bei Minder- und
Ausdeckmaschinen mit einem Ringel in glatter Masche, derart, daß man beim Schlittengang von links' nach rechts das vordere Schloß ganz abstellt, damit nur die hintere Nadelreihe arbeitet, die Masche sich auch nur hinten zeigt, während man vor dem Schlittengange von rechts nach links das hintere Schloß abstellt, das vordere dagegen einstellt, damit nur die vordere Nadelreihe arbeiten und sich auch nur vorn eine Maschenreihe zeigen kann. Oder aber man wendet Leerreihen an (Tastenringelapparat schließt solche überhaupt aus), indem man beispielsweise rechts den Grundfarbenfadenführer gegen den Ringelfadenführer mit letzteren nach links arbeitet, hier den Ringelfadenführer also
55. links stehen läßt, zugleich beide Schlösser außer Arbeitsstellung bringt und nun leer nach rechts arbeitet, das Schloß also die Nadeln nicht bewegen kann. Rechts angekommen, werden die Schlösser wieder betätigt und auch der Grundfadenführer eingeschaltet und damit gearbeitet, bis das nächste Ringel in der beschriebenen Weise gearbeitet werden soll.
Während bei ersterem Verfahren (durch Rundtouren) nicht nur die reine Masche der betreffenden Warengattung verunziert, sondern auch vor allem auch die Elastizität der Ware selbst und deren Wert vermindert wird, zeigt sich bei Anwendung von Leerreihen ein zu bedeutender Ausfall, die Arbeitsleistung der Maschinen wird zu sehr verringert und ist dabei doch nur ein zweifarbiges Warenstück der genannten Maschengattung herzustellen. .
Mit vorliegender Erfindung, soll dieser Übelstand dadurch behoben werden, daß weitere dem Ringeln dienende Fadenführer oberhalb der Deckeinrichtung angeordnet sind. Diese hängenden, leicht durch eine Mustervorrichtung zu bewegenden Fadenführer lassen sich so ausführen, daß sie bequem aneinander vorbeigleiten können, ohne dabei die Bewegung der Deckerhalter zu behindern.
Auf den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform einer derartigen, an einer selbsttätigen Minder-(Eindeck-) bezw. Zunahme - (Ausdeck-) Strickmaschine angeordneten Vorrichtung mit vier Fadenführern in Fig. ι in einer Vorderansicht, in Fig. 2 in einer Stirnansicht und in Fig. 3 in einem teilweisen Grundriß dargestellt. Die Fig. 4 bis 7 veranschaulichen die Stellung der einzelnen Fadenführer zueinander.
Zwei Fadenführer a1 und α2 können in bekannter üblicher Weise, je einer vorn und hinten dicht über den Nadelbetten c gleitend angeordnet werden, während weitere Fadenführer b1 und b'2 über den Deckerhaltern d mit ihren Deckernadeln d1 und deren Bewegungskreis so angebracht sind, daß sie leicht aneinander vorbeigleiten können. Durch eine Mustervorrichtung, die hier beispielsweise die Hauptkette e mit Musterkloben e1 und e2 ist, werden mittels Zugstangen f1 und y2 die Fadenführer b1 und b2, die bei mehrteiligen Maschinen durch je eine Schiene g1. und g2 zur gemeinsamen Bewegung zusammengeschlossen sind, in folgender Weise ein- und ausgeschaltet:
Die Zugstangen /] und /2, die durch eine Klinke fB zusammengeschlossen sind, werden durch Musterkloben. e J und e2 der Musterkette e angehoben, und durch die Winkelhebel /z1 und h2 werden somit die Auslegeschienen i1 und i2 vermittels der damit verbundenen Zugstange und der schrägen Schlitze nach unten bewegt (Fig. 1, 2 und 3). Hierdurch kommen auch die Mitnehmer kl und k2, die von dem Kreuzkopf q durch das Gestänge^3 hin-und herbewegt werden, in Arbeitsstellung zu stehen, können dann die Mitnehmerkasten I1 und Z2 mitnehmen und hier-
mit die damit verbundenen Fadenführerschienen gl und g2 mit ihren Fadenführern bl und b2 (s. Fig. i).
Wie bekannt, wird den Deckern d die nötige seitliche Bewegung zu ihrer Arbeit von den Spindeln m1 und m2, die zu beiden Seiten der Maschine angeordnet sein können, erteilt. Diese seitliche Bewegung müssen auch die Auflauf er ηl. und ri1 für die Wegbegrenzung
ίο der Fadenführer Z»1 und b2 mitmachen. Es sind zu diesem Zwecke die Fadenführeraufläufer Ti1 und η2 mit den Spindelkasten o1 und; o2 durch Gestänge pl und p2 verbunden (s. Fig. i)...
Die Fadenführer a1 und <z2 werden vermittels der Zugstange r, deren Bewegung ebenfalls von der Mustervorrichtung e geregelt wird, angetrieben. Es geschieht dies derart, daß die Zugstange r beim Aufsteigen auf das betreffende Musterglied gehoben wird, der Winkel s (s. Fig. 3) den Riegel t seitwärts drückt und damit den Auslegerbolzen u gegen die Anschläge der Mitnehmerklinken für die Fadenführer α1 und α2 bewegt, wodurch letztere beliebig aus- und eingeschaltet werden können.

Claims (1)

  1. Pate nt-An Spruch:
    Ringelvorrichtung für selbsttätige Minder- (Eindeck-) und Zunahme-(Ausdeck-) Strickmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung von mehr als zwei Ringelfadenführern fal a1 . .'. . b1 ti*) mit geschlossenem Nüßchen ein Teil der Ringelfadenführer (b* b2-. . . .) oberhalb der Deckvorrichtung angeordnet ist, wobei dieser Teil der Ringelfadenführer seine Einstellung von der den übrigen Ringelfadenführern (a1 a1) zugeordneten Mustervorrichtung erhält. '
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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