DE968343C - Spindelabdichtung in Absperrorganen - Google Patents
Spindelabdichtung in AbsperrorganenInfo
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- DE968343C DE968343C DESCH8081A DESC008081A DE968343C DE 968343 C DE968343 C DE 968343C DE SCH8081 A DESCH8081 A DE SCH8081A DE SC008081 A DESC008081 A DE SC008081A DE 968343 C DE968343 C DE 968343C
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- spindle collar
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K41/00—Spindle sealings
- F16K41/10—Spindle sealings with diaphragm, e.g. shaped as bellows or tube
- F16K41/12—Spindle sealings with diaphragm, e.g. shaped as bellows or tube with approximately flat diaphragm
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Um den Durchtritt des Durchflußstoffes am Spindelschaft bei Absperrorganen, z. B. bei Absperrschiebern,
zu verhindern, werden üblicherweise Stopfbüchsen angewandt, bei denen das
Dichtmittel aus getalgtem Hanf oder aus einem ähnlichen Dichtstoff besteht. In der Praxis hat sich
aber herausgestellt, daß diese Dichtmittel nur eine begrenzte Lebensdauer haben und oft erneutert
werden müssen. Das Erneuern der Dichtmittel verursachte insbesondere bei Absperrorganen, die im
Erdreich verlegt sind, unliebsame Verkehrsstörungen und hohe Kosten. Man hat bereits Konstruktionen
angegeben, die einen Durchtritt des Durchflußstoffes verhindern und ein Erneuern des Dichtmittels
unnötig machen sollen. So sind z. B. Absperrschieber auf den Markt gekommen, bei denen
der Dichtwirkung der Spurflächen noch eine weitere Dichtung zugeordnet ist. Dabei wird der Dichtstoff
durch eine Stopfbüchsbrille mittels Schrauben oder mittels Federkraft angepreßt, um so eine
weitere Dichtwirkung am Spindelschaft hervorzurufen. Auch wurde eine Konstruktion beschrieben,
bei welcher die Dichtwirkung statt durch Spurflächen durch zwei hintereinandergeschaltete Dichtungen
erreicht wird. Dabei ist die eine Dichtung als Stopfbüchse innerhalb einer glockenförmigen
Haube angeordnet und greift am Spindelschaft an, wogegen die andere Dichtung sich außerhalb der
Haube befindet und am Gehäuserand anliegt.
Ferner wurden Konstruktionen beschrieben, bei denen eine elastische Dichtung auf eine Dichtfläche
am Spindelbund einwirkt. Auch Dichtkörper, die sich durch Federdruck an den Spindelschaft anlegen,
sind bereits bekannt.
Konstruktionen, die eine Hanfpackung oder einen ähnlichen Dichtstoff aufweisen und bei denen der
Dichtstoff durch eine Stopfbüchsbrille mittels Schrauben oder mittels Federkraft an den Spindelschaft
angepreßt wird, zeigen den Nachteil, daß die Hanfpackung od. dgl. sowie die Feder nach
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einer gewissen Einbauzeit erneuert werden müssen. Dies liegt daran, daß die Dichtstoffe schwinden
und die Federkraft erlahmt.
Die vorstehend beschriebenen Konstruktionen mit hintereinandergeschalteten Dichtungen, wobei
die eine Dichtung eine Hanfpackung od. dgl. ist, weisen die gleichen Nachteile auf.
Elastische Dichtungen, die gegen einen Spindelbund wirken, müssen ebenfalls nach kurzer Zeit
ίο erneuert werden, da die Dichtungen ihre Elastizität
verlieren. Besonders unangenehm sind solche Konstruktionen, bei denen der Dichtkörper sich
unter Federdruck an den Spindelschaft anpreßt, da in diesem Falle der aus elastischem Werkstoff bestehende
Dichtkörper eine große Reibung am Spindelschaft hervorruft. Zu der unvermeidbaren Ermüdung
des elastischen Materials tritt demgemäß auch eine starke Abnutzung.
Alle bisher bekanntgewordenen Konstruktionen, die neben der Dichtwirkung an Spurflächen eines
Spindelbundes eine zusätzliche Dichtung oder zwei hintereinandergeschaltete Dichtungen aufweisen,
haben den Nachteil, daß die erwähnten Dichtungen am Spindelschaft selber wirken sollen. Weder die
zusätzliche noch die innerhalb der glockenförmigen Haube angeordnete Dichtung wirkt verstärkend auf
die eine oder andere Abdichtung, da keine axialen Kräfte entstehen und unabhängig voneinander
wirken. Von besonderer Bedeutung ist, daß die zusätzlichen Dichtungen oder die eine der beiden
Dichtungen eine Vergrößerung der Gesamtabmessungen, der Gehäuseteile in radialer Richtung, der
Spindel in axialer Richtung, bedingen.
Die Erfindung gibt eine andere Konstruktion, bei der eine doppelte Abdichtung ohne Vergrößerung des Raumbedarfes erhalten wird. Dabei wird die Konstruktion vorteilhaft so getroffen, daß die Dichtwirkungen sich gegenseitig unterstützen.
Die Erfindung gibt eine andere Konstruktion, bei der eine doppelte Abdichtung ohne Vergrößerung des Raumbedarfes erhalten wird. Dabei wird die Konstruktion vorteilhaft so getroffen, daß die Dichtwirkungen sich gegenseitig unterstützen.
Gemäß der Erfindung ist ein Einsatzring vorgesehen, der innen eine Lauf- und Dichtfläche für
eine Konusfläche des Spindelbundes bildet und der außerdem zur Befestigung des elastischen Dichtringes
dient, der dichtend auf eine Ringfläche des Spindelbundes aufliegt. Eine Dichtfläche für die
Konusfläche muß bei Konstruktionen dieser Art vorhanden sein. Wenn nun diese Dichtfläche gemäß
der Erfindung als besonderer Einsatzring ausgebildet wird, so tritt hierdurch keine Vergrößerung der
Abmessungen ein. Man gewinnt aber den Vorteil, diesen Einsatzring zusätzlich zum Befestigen des
elastischen Dichtringes verwenden zu können. Damit dieses zusätzliche Dichtmittel des elastischen
Dichtringes nun wiederum keinen besonderen Raum beansprucht, liegt der elastische Dichtring dichtend
auf einer Ringfläche des sowieso vorhandenen Spindelbundes auf.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für den Gegenstand der Erfindung in der Anwendung
auf einen Absperrschieber im Längsschnitt durch die Spindelbundpartie dargestellt.
In das Gehäuse 1 wird die Dichtscheibe 2 und hiernach der Einsatzring 3 mit seiner konischen
Lauf- und Dichtfläche 4 eingelegt. Alsdann wird die Spindel 5 mit ihrem Spindelbund, der eine
untere Konusdichtfläche 6 und eine obere Konusdichtfläche 7 aufweist, eingesetzt und der Verschlußdeckel
8 mit seiner konischen Dichtfläche 9 mittels Mutterschrauben 10, 11 mit dem Gehäuse 1
verbunden. Beim Befestigen des Verschlußdeckels 8, der sich auf die metallische Fläche des Einsatzringes
3 aufpreßt, wird die Dichtungsscheibe 2 festgelegt, die zwischen der unteren Fläche des Einsatzringes
3 und der Auflagefläche des Gehäuses 1 eingelegt ist. Während des Öffnungs- und Schließvorganges,
wobei die Spindel 5 samt Abschlußkeil durch den im Gehäuse 1 befindlichen Druck Auftrieb
erhält, wird die Dichtscheibe 2 gleichzeitig durch den Druck des Durchflußstoffes auf die
konische Ringfläche 12 des Spindelbundes gepreßt, so daß eine Übertragung der Druckkraft auf die
Dichtwirkung der Spurflächen in den Konusflächen 7,9 stattfindet und diese wesentlich verstärkt.
Bei völliger Offenstellung des Abschlußkeiles, wobei das Kopfstück am Gehäuse 1 anliegt, erfolgt
die Dichtwirkung der Spurflächen in den Konusflächen 4, 6 durch den Anpreßdruck des Spindelgewindes
und gleichzeitig die Dichtwirkung der Dichtscheibe 2 auf der konischen Ringfläche 12 des
Spindelbundes durch den Druck des Durchflußstoffes.
Dadurch, daß die Dichtwirkung jeweils zwangläufig an zwei Stellen erfolgt und kein Dichtmittel
erneuert werden muß, ist die Spindelabdichtung in jeder Hinsicht gewährleistet.
Claims (2)
1. Spindeldichtung in Absperrorganen, bei denen ein Spindelbund mit zwei gehäusefesten
Dichtungsflächen zusammenarbeitet, die in Achsenrichtung den beiden Flächen des Spindelbundes
zugeordnet sind, und bei denen ein zusätzlicher elastischer Dichtring vorgesehen ist,
gekennzeichnet durch einen Einsatzring (3), der innen eine Lauf und Dichtfläche (4) für eine
Konusfläche (6) des Spindelbundes bildet und außerdem zur Befestigung des elastischen Dichtringes
(2) dient, der dichtend auf einer Ringfläche (12) des Spindelbundes aufliegt.
2. Spindeldichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elastische Dichtring (2)
den Spindelbundlauf- und -dichtflächen (4, 9) in Dichtungsrichtung vorgelagert ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 9 359, 538 706,
Deutsche Patentschriften Nr. 9 359, 538 706,
545 880, 684 762, 826 224, 826 225;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 618 188;
österreichische Patentschrift Nr. 163 534;
französische Patentschriften Nr. 758 792,920 900; britische Patentschrift Nr. 589259; USA.-Patentschriften Nr. 1 910 994, 2047764,
österreichische Patentschrift Nr. 163 534;
französische Patentschriften Nr. 758 792,920 900; britische Patentschrift Nr. 589259; USA.-Patentschriften Nr. 1 910 994, 2047764,
2427439, 2428041.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 875/74 1.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH8081A DE968343C (de) | 1951-11-20 | 1951-11-20 | Spindelabdichtung in Absperrorganen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH8081A DE968343C (de) | 1951-11-20 | 1951-11-20 | Spindelabdichtung in Absperrorganen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE968343C true DE968343C (de) | 1958-02-06 |
Family
ID=7425642
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH8081A Expired DE968343C (de) | 1951-11-20 | 1951-11-20 | Spindelabdichtung in Absperrorganen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE968343C (de) |
Citations (15)
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1951
- 1951-11-20 DE DESCH8081A patent/DE968343C/de not_active Expired
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