DE968118C - Schuh mit flachem Absatz - Google Patents

Schuh mit flachem Absatz

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DE968118C
DE968118C DEP8458A DEP0008458A DE968118C DE 968118 C DE968118 C DE 968118C DE P8458 A DEP8458 A DE P8458A DE P0008458 A DEP0008458 A DE P0008458A DE 968118 C DE968118 C DE 968118C
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Germany
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shoe
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Expired
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DEP8458A
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English (en)
Inventor
Georg Greissinger
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B21/00Heels; Top-pieces or top-lifts
    • A43B21/24Heels; Top-pieces or top-lifts characterised by the constructive form

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 16. JANUAR 1958
p 8458 VII/ 71 a D
Schuh mit flachem Absatz
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schuh mit flachem Absatz, dessen hintere Kante nach vorn eingezogen ist.
Die bisher übliche Gestalt der Schuhabsätze genügt nicht den Bedingungen, die beim Gehen mit Rücksicht auf die Verhütung eines vorzeitigen Ermüdens anzustreben sind. Bekanntlich erfolgt die Bewegung des Knöchelgelenkes über das Sprunggelenk, und beim Gehen beschreibt das Fersenbein einen Kreisbogen, dessen Mittelpunkt das Sprunggelenk ist. Hat der Schuh nun einen Absatz der bisher üblichen Gestalt, so wird der Aufsetzpunkt beim Gehen beträchtlich über diesen Kreisbogen hinausverlegt und somit der Hebelarm verlängert.
was sich beim Abrollen des Yorfußes ungünstig auswirkt. Die Muskulatur des beschuhten Fußes muß infolge dieses verlängerten Hebelarmes beim Gehen mehr arbeiten, als wenn der Fuß unbeschuht wäre. Das führt zu Ermüdungserscheinungen, die sich bei Kindern und JugiendiMeban, deren Füße sich noch im Entv icklungsistadium befinden, besonders ungünstig auswirken. Hierzu kommt noch, daß die Sohlen meist aus starrem Leder bestehen, so daß die feine Muskulatur zur Unbeweglichkejt verurteilt ist, wais zu Erschlaffung führt.
Diese Mängel treten nicht nur bei flachen Absätzen mit einer geraden rückwärtigen Begrenzung, sondern auch bei den sogenannten amerikanischen
709' 852/54
Absätzung auf, bei denen die hintere Absatzbegrenzung etwas nach innen gewölbt ist, da die dabei auftretende Vorversetzung der hinteren unteren Absatzkaimte, die etwa der halben Absatzhöhe entspricht, die Hebelverhältnisse nicht wesentlich verändert.
Mit der Erfindung wird das Ziel verfolgt, den beschuhten Fuß beim Gehen den gleichen Gesetzen zu unterwerfen wie den unbeschuhten Fuß. Das ίο wird dadurch erreicht, daß der den Absatz hinten unten abschließende, in einer horizontalen Ebene verlaufende Bogen so weit nach vorn verlegt ist, daß sein äußerster Punkt auf einem in einer hierzu vertikalen Ebene verlaufenden Kreisbogen liegt, den das rückwärtige Ende des Fersenbeins (Ferse) eines gesunden Durcbschnittsfußes bei der GA-bewegung um die Achse des Sprunggelenkes beschreibt, und daß der flache Absatz, in seiner Höhe nach vorn allmählich abnehmend, das Scbuhgewölbe völlig oder zum Teil ausfüllt.
Damit sind die gleichen Hebel- und Belastungsverhältnisse verwirklicht wie bei uinhesebuhiteni Fuß, d. h., der Hebelarm das Aufsetzpunktes des Absatzes in bezug auf das Sprunggelenk ißt auf das von der Natur gesetzte Maß reduziert, so daß die sonist durch die Gestalt des Absatzes bedingte Mehrarbeit beim Geben wegfällt. Dabei ist gleichzeitig dem Umstand Rechnung getragen, daß durch das Vorziehen der Aufsetzkante die Belasitangsfläche des Absatzes verkleinert wird. Um trotzdem ein sicheres Gehen zu ermöglichen, das durch eine gewisse Größe der Aufsetzfläche begünstigt wird, ist die erfindungsgemäße Vorverlängerung das Absatzes in das Schuhgewölbe vorgesehen. Dieser Vorverlängerung kommt darüber hinaus noch die besondere Bedeutung zu, daß sie gleichzeitig das Fußgewölbe stützt, ohne der Bruchgefahr oder Verformung unterliegende Federstützen oder andere orthopädische Einlagen zu benötigen. Die erfindungsgemäße Ausbildung des Absatzes ist auch für gesunde Füße von großem Vorteil, indem die Gefahr des Entstehens von Senkfüßen wesentlich vermindert wird und leichte Fußbeschwerden zurückgehen.
Zwecks Behebung stärkerer Fußbeschwerden wird vorteilhaft die als Gelenkstütze dienende Verlängerung des Absatzes ganz oder teilweise in Form einer unter das Schuhgewölbe vorspringenden Zunge ausgeführt, die schmäler ist als der übrige Absatz und vorn in die Sohle übergeht, also das ganze Schuhgewölbe ausfüllt. Dadurch wird eine stärkere Unterstützung des Mittelfußknochens erreicht, und es werden so Spredzfußbeschwerden vermindert oder beseitigt. Auch Veränderungen des Fußes bei Knickfuß- oder Klumpfußstellung können durch Anbringen eines verlängerten Absatzes entsprechender Höhe behandelt werden.
Der Absatz kann aus den üblichen Werkstoffen hergestellt werden. Zur Behebung von Fußbeschwerden, die eine Gelenkstütze erfordern, ist jedoch ein Absatz aus einem elastischen Werkstoff, der zur Erhöhung der Elastizität auch hohl ausgebildet sein kann, besonders günstig. Da die Senkung elastisch abgestützt wird, ist die Stützwirkung angenehmer.
Zur Verstärkung der Unterstützung des Gewölbes kann der Absatz im Bereich des Gewölbes etwas erhöht werden.
Schuhwerk gemäß der Erfindung ist auch für Träger von Prothesen und orthopädischen Beinapparaten zu empfehlen.
An Hand der Zeichnung ist die Erfindung näher erläutert.
Fig. ι zeigt den teilweise abgebrochenen Längsschnitt eines Schuhes α mit dem Fuß, in welchem in gestrichelten Linien das Knochengerüst angedeutet ist. Der Schuh hat eine Sohle b und einen Absatz c. Das Gewölbe des Schuhes ist mit d bezeichnet.
Zum besseren Verständnis der Erfindung ist in der Fig. 1 'der Kreisbogen e mit dem Halbmesser r angedeutet, den das mit F bezeichnete Fersenbein beim Gehen um den Punkt α am Sprunggelenk beschreibt. Nach der Erfindung wird der Absatz c so geformt, daß seine Auf setzkante f auf den verlängerten Kreisbogen e dar Bewegungsbahn des Fersenbeines F zu liegen kommt. Diese Formgebung bedingt, daß die Aufsetzkante f des Absatzes c gegenüber der Aufsetzkante /' des in gestrichelten Linien angedeuteten Absatzes der bisher üblichen Ausführung um den Betrag χ (etwa 20 mm) nach vorn gerückt ist. Diese Verlagerung der Aufsetzkante wird durch eine z. B. etwas geschweift verlaufende Abschrägung der hinteren Seite des Absatzes erzielt.
Man sieht aus Fig. 1, daß der Halbmesser r' des Kreisbogens, den die Aufsetzkante f des Absatzes alter Ausführung beschreiben würde, beträchtlich größer ist als der jetzt erzielte Hebelarm r. Infolge dieser Hebel Verkürzung wird, wie ohne· weiteres verständlich, die Arbeit beim Gehen beträchtlich verringert. Nach vorn ist der Absatz um das Maß y, das mindestens so groß sein soüil wie das Maß x, verlängert. Diese Verlängerung des Absatzes nach vorn, die bis weit in das Schuhgewölbe d hineingeht bzw. in die Sohle b übergehen kann, kann sich über die ganze Breite des Absatzeis erstrecken oder nur eine unter das Gewölbe vorspringende schmale Zunge bilden.
Ein Beispiel für die letztere Ausführungsform zeigt Fig. 2, die eine Uriteransicht eines Absatzes nach der Erfindung darstellt. Die zungenartige Verlängerung des Absatzes nach vorn ist mit g bezeichnet. An Stelle einer zuingenartigen Verlangerung g kann auch eine winkelförmige Verlängerung g1 vorgesehen sein. Die Zunge g oder die Spitze g1 kann, je nachdem wie der Fuß unterstützt werden muß, in die Mitte des Fußes oder seitlich verlaufen. Die Wirkung ist in Fig.^ dadurch veranschaiulicht, daß zur Unteransicht des Absatzes das Knochengerüst des Fußes gestrichelt angedeutet ist. Es ist zu ersehen, wie die zungenartige Verlängerung g- des Absatzes den Mittelfußknochen unterstützt. Ein Teil der Verlängerung y ist hierbei in der ganzen Breite des Absatzes ausgeführt.
Als Sonderheit kann der Absatz mit Hohlräumen versehen sein, was, wie schon oben erwähnt, bei Verwendung von Absätzen aus elastischem Werkstoff zur Steigerung der Elastizität beiträgt.
5

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Schuh mit flachem Absatz, dessen hintere Kante nach vorn eingezogen ist, dadurch ge-
    ίο kennzeichnet, daß der den Absatz hinten unten abschließende, in einer horizontalen Ebene verlaufende Bogen so welk nach vorn verlegt ist, daß sein äußerster Punkt auf einem in einer hierzu vertikalen Ebene verlaufenden Kreisbogen liegt, den das rückwärtige Ende des Ferserabeines (Ferse) eines gesunden Durchschnittsfußes bei der Gehbewegung um die Achse des Sprunggelenkes beschreibt, und daß der flache Absatz, in seiner Höhe nach vorn allmählich abnehmend, das Schuhgewölbe völlig oder zum Teil ausfüllt.
  2. 2. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diie als Gelenkstütze dienende Verlängerung des Absatzes als in das Schuhgewölbe hineinreichende Zunge ausgebildet ist, ■die mit ihrem vorderen Ende in die Sohle übergeht.
  3. 3. Schuh nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß deir Absatz zwecks Verstärkung der Unterstützung des Schuhgewölbes (d) im Bereich des Schuhgewölbes etwas erhöht ist.
  4. 4. Schuh nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen mit Hohlräumen versehenen, aus elastischem Werkstoff bestehenden Absatz.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    ABC, Betriebstaschenbuch für diie Schuhindustrie von Oswald Besching, Erfurt, 3. Ausgabe, 1939/ 1940, Schuhindustrie-Verlag und Druckerei Seiler & Co., Erfurt, S. 180 und 184.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    ©709 852/54 1.58
DEP8458A 1948-10-02 1948-10-02 Schuh mit flachem Absatz Expired DE968118C (de)

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