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Streckwerk Die Erfindung bezieht sich auf ein Streckwerk, bei demder
Einzugwalzen-Schlitten, verstellbar auf dem verstellbaren Mittelwalzen-Schlitten
befestigt ist.
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Bei Streckwerken mit drei nacheinander auf das Spinngut wirkenden
Walzenpaaren, bei denen der Klemmpunktabstand sowohl zwischen Lieferwalzenpaar und
M-ittelwalzenpaar als auch zwischen MittelwaUenpaar und EinzugwaAzenpaar verstellbar
sein soll, erfordert ein Verstellen der Walzen derart viele Handgriffe, daß es erwünscht
ist, wenigstens diejenigen wechselseitigen Einsteillungen der Walzen, zueinander,
die unverändert bleiben können oder sollen, trotz Verstellens beizubehaUen, beispielsweise
also die mittlere Oberwalze stets in der gleichen Lage gegenüber der mittleren Unterwalze
senkrecht zum Streckfeld zu erhalten, also z. B. beim Verstellen der mittleren Unterwalze
die mittlere Oberwalze im gleichen Maße mitzuverstel-len.
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Dies ist besonders darum wichtig, weil beim Einstellen der Walzen
einer Maschine mit etwa
vierhundert Walzen dann z. B. statt insgesamt
vierhundert mittleren und hinteren Oberwalzen nur zweihundert hintere Oberwalzen
neu eingestellt und statt vierhundert Klemmschrauben der Oberwalzenhalter nur zweihundert
zu lösen und wieder festzuziehen sind.
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Es sind bereits Streckwerke bekannt, bei denen der Schllitten:der
Einzugwailze nicht auf der Stanze, sondern auf dem Schlitten der Mittelwalze verstellbar
ist. Bei einer bekannten Anordnung dieser Art kann jederder beiden Schlitten durch.
eine Schraubsp,indel verschohen werden, wobei die beiden Schraubspindeln ineinanderliegen
und von der gleichen Stelle an der Vorderseite der Maschine aus bedient werden können.
Abgesehen davon, daß diese Anordnung ziemlich umständlich und kostspielig ist, hietet
sie auch keine (kwähr dafür, daß bei einem Verschieben des Mittelwalzen-Schlittens
nur der Klemmpunktabstand zwischen der Mittel-und der Lieferwalze verändert wird,
der Klemmpunktabstand zwischen Mittel- und Einzugwalze dagegen unverändert bleibt.
Wollte man dies erreichen, so müßten beide Schlitten durch gleichzeitiges Dreihen
beider Schraubispindeln um genau das gleiche Maß verstellt werden, was eine gleich"-Steigung
beider Spindeln zur Voraussetzung hätte und praktisch nicht oder nur mit
sehr komplizierten und zuverlässigen Hilfseinrichtungen erreicht, aber auf
keinen Fall unter Ausschluß jede-r Fehlbed,i--nung eindeutig sichergestellt weriden.
könnte.
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Bekannt ist ferner ein Streckwerk, bei dem die Mittelwalze auf einem
verstelIbaren Schlitten glagert ist, auf dem ein zweiter Schlitten mittels einer
Klemmschraube befestigt ist. Ein gegenseitiges Verstellen der beiden Schlitten in
Anpassung an wechselnde Faserlängen ist aber hierbei nicht möglich. Im übrigen trägt
der zweite Schlitten hier auch nicht die Einizugwalze, sondern, nur eine Führungswalze
mit Leitbliech, so daß an dieser Stelle überhaupt kein Klemmpunkt gehildet wird.
Die untere Einzugwalze liegt hier-bei auf einem unabhängig von dem Mittelwalzen-Schlitten
unmittelbar auf der Stanze verschiebhar gelagerten Schlitten, muß also gegebenenfalls
selib-ständig verstellt werden, wenn bei einem Verschieben der Mittelwalzder Klemmpunktabstand
zwischen Mittel- und Einzugwal7en unverändert aufrechterhalten werden s0111.
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Der Erfinidung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem doppelt verstellbaren
Streckwerk der eingangs erwähnten Art das häufig erforderliche Versteflen des Abstandes
zwischen Vorider- und Mittelwalzenpaar zu ermöglichen, ohne daß gleichzeitig der
Abstand zwischen Mittel- und Einzugwalzenpaar neaeingestellt werden muß.
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Die Erfindung besteht darin, 4a13 der Einzugwalzen-Schl-itten auf
dem Mittelwalzen-Schlitten mit Hilfe einer Klemm#s-chra"abe feststellbar ist, die
nicht gleichzeitig zum Festklemmen des Mittelwalzen-Schlittens an der Stanzedient.
Vorteilhaft wird die Anordnung so getroffen, daß die Klemmschrauben für die Befestigung
der Lagerschlitten der Unterwalzen in an sich bekannter Weise von oben her zugänglich
sind, wobei erfindungsgemäß die Klemmschraube zum Befestigen des Einzugwalzen-Sch--littens
mit Hilfe-, eines Gleitstückes in einem Längsischlitz an der Unterseite des Mittelwalzen-Schlittens
verschiebhar ist.
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Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbe-,ispiele von Unterriemchen-Streckwerken
nach der Erfindung in schematischer Seitenansicht, teilweise im Schnitt Die Unte-rwalzen
sind mit 1, 2 und 3 bezeichnet_ Mit der unter-en Lieferwalze i wirkt die
obere Liejf.e.rwalz--4, mit der mittleren UnterwaIze2 die mittlere Oberwalze
5 und mit der unteren Einzugwalze 3 die obere Einzugwalze
6 zusammen. Der Halter i8,der mittleren Oberwalze 5 ist in geeigneter
Weise mit dem Halter 12 der Einzugwalze 6
so verbunden, daß -er keine selbständige
Bewegung in der Förderrichtung ausführen, wohl aber Zweckmäßig in der Querrichtung
schwingen kann. Der Halter 12 ist in bekannter Weise an der gemeinsamen Querstange
15 angeklemmt und kann unter Drehen dieser Querstange 15 in deren Lagern samt den
Oberwalzinhaltern hochgeklappt werden. Die Querstange 15 ist an einem Schlitten
7 der mitt-G-ren Unterwalze 2 gelagert. Wird dieser Schlitten auf dem feststehenden
Maschinenteil 9, der sogenannten Stanze, versteIlt, so wird mit ihm, und
zwatr im gleichen Maße, auch der Halter 18 der mittleren OberwaIze 5 verstellt,
d. h. die Lage der beiden Zylinder 2 und 5 zueinander unverändert
auf rechterhalten.
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Bei dem Ausführungsibeispiel nach Fig. i ist der Halter 18 der mittleren
Oberwalze mit dem Halter 1:2 dür oberen Einzu,-\",alze mittels einer Stange ig sowie
Gelcnken:2o und 21 derart verbunden" daß er sowohl Aufundabbewegungen als auch Schwingbewegungen
um die Achse der Stange ig gegenüber dem Halter 12 -in begrenztem Maße ausführen
kann.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figl. -- jedoch bestehen der
Halt-er iS für die mittlere Oberwalze und der Halter 12 aus einem Stück. Die erfc>rderliche
Relativbeweglichkeit ist dadurch erreicht, daß sowohil die mittlere, Oberwalze
5 als auch die vordere Oberwalze4 im gemeinsamen Halter 12 EIZW. einem mit
dies-cm starr, jedoch verstellbar eerbundenen Teill in senkrecht zur Längsrichtung
des Halters 12 verlaufenden Schlitzen gelagert sind.
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Soll in Ausnahmefällen auch der Abstand des Klemmpunktes des Einzugwalzenpaares
gegenü#ber dem mittleren Walzenpaar versteillt werden, dann ist dies erfindungsgernäß
möglich durch Verstellen des Schlittens 8 anf dem Schlitten 7. Zu
diesem Zweck braucht nur dievon oben her zugängl-iche Klemmschraube 2,2, gelöst
zu werden, die in das Innengewinde eines Gleitstückes:23 eingreift, das in einem
Längsschlitz 24 an der Unterseite des Schlittens 7 vorgesehen ist, um nach
dem Verstellen wieder festgezogen zu werden und die Unterwalze3 in ihrer neuen Lage
gegenüber der Unteirwalze 2 zu erhalten.
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Auch für die Kleminschraube i i, die den Schlitten 7 an der
Stanze 9 festhä.1t, wird, zweckmäßig
die gleiche Anordnung
gewählt, nämlich derart, daß #diese- Schraube i i von oben festgezogen werden kann.
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Die obere Einzugwalze ist bei beiden Ausführungsbeispielen in einem
besonderen, auf dem Halter 12 verstellbaren Schieber 13 gelagert, der nach
Lösen einer Klemmschraube 25, die durch einen Längsschlitz des Schiebers
13 hindurchgreift, am Halter 12 verstellt und hernach wieder festgeklenunt werden
kann in der Lage,die durch Verstellen der unteren Einzugwalze3 nötig geworden ist.