DE964069C - Schaltungsanordnung zur selbsttaetigen Stabilisierung von ueber mehrere durch Waehlerstufen verbundene Zweidraht- und Vierdrahtabschnitte verlaufenden Selbstwaehlfernverbindungen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur selbsttaetigen Stabilisierung von ueber mehrere durch Waehlerstufen verbundene Zweidraht- und Vierdrahtabschnitte verlaufenden SelbstwaehlfernverbindungenInfo
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Description
Im Fernsprechsystem mit Selbstwählweitverkehr verlaufen die Verbindungen zwischen zwei Teilnehmern
über Zweidraht- und Vierdrahtleitungen. So enthält vielfach der Weg vom Teilnehmer über
Endamt — Knotenamt — Hauptamt zweidrähtige
Verbindungsleitungen, während der Weg zwischen Hauptamt—Hauptamt oder Hauptamt—Zentralamt—Hauptamt
vierdrähtige Verbindungsleitungen aufweist.
Für die Gesamtbezugsdämpfung solcher Verbindungen ist durch internationale Vereinbarungen
ein Wert von 4,6 Neper (N) Dämpfung zugelassen. Dabei stellt man die Durchgangsdämpfung des
Vierdrahtkreises von Zweidrahtseite zu Zweidrahtseite auf ο Neper ein, dagegen soll die Restdämpfung
des Vierdrahtkreises mit den angeschlossenen Zweidrahtkreisen mindestens 2 X 0,4 N
= 0,8 N betragen.
Ein Vierdrahtkreis mit o-N-Dämpfung kann unter Berücksichtigung seiner Dämpfungsschwan
kungen unstabil werden, wenn die angeschalteten Zweidrahtabschnitte von je 0,4 N, die zur Stabili-
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sierung dienen, an den Gabel-Zweidrahtpunkten
oder, bezüglich der Dämpfung, in deren Nähe geöffnet oder kurzgeschlossen werden. Der Vierdrahtkreis
muß. in diesen bestimmten Schaltzuständen stabilisiert werden.
Dafür sind zwei Wege bekannt: Der erste Weg sieht eine Auftrennung des Vierdrahtkreises während
des Aufbaus der Verbindung bis zum Melden des gerufenen Teilnehmers vor; ebenso wird nach
ίο Gesprächsschluß der Vierdrahtkreis wieder aufgetrennt.
Auf diese Weise kann die Verbindung während des Verbindungs'aufbaues nicht unstabil
sein, hingegen ist während des Gesprächs die Stabilität des Vierdrahtkreises durch die zweidrähtigen
Anschluß leitungen und die Teilnehmerstation sichergestellt. Dieser Weg hat den Nachteil,
daß bei Ausbleiben des Gesprächsbeginnimpulses, z. B. bei gebührenfreien Gesprächen mit der
Beamtin eines Hinweisplatzes, kein Gespräch (Auskunft) geführt werden kann.
Der zweite Weg besteht darin, daß die Verbindung schrittweise bis zu derjenigen Schaltstelle, die
durch die jeweilige Wahlserie erreicht wurde, durchgeschaltet und sprechbereit gemacht wird, sogenannte
»schritthaltende Durchschaltung«. An der erreichten Schaltstelle wird, wenn notwendig, eine
Verlängerungsleitung so lange eingeschaltet, bis eine weiterführende Leitung als Stabilisierungsstück zugeschaltet wird. Damit besteht Sprechmöglichkeit
auch für gebührenfreie Verbindungen. Die Erfindung geht von Anlagen der letztgenannten
Art aus. Fig. 1 a zeigt ein Schema des Verbindungsweges zwischen den Teilnehmern Tn 1 und
TfI/2. Der eine Verbindung aufbauende Teilnehmer
Tnι des Endamtes EAi, an dieses, wie üblich,
durch eine Zweidraht-Teilnehmerleitung angeschlossen,
stellt die Verbindung über die Zweidrahtleitung EL ι zum Knotenamt KA1, über die
Zweidrahtleitung KL1 zum Hauptamt HAi, über
die Vierdrahtleitung HL zum Hauptamt HA 2, über die Zweidrahtleitung KL 2 zum Knotenamt
KA 2, über die Zweidrahtleitung EL 2 zum Endamt EA 2 und über eine Zweidrahtleitung zum gewünschten
Teilnehmer Tn 2 her.
In Fig. ι b ist entsprechend dem in Fig. 1 a gezeigten
Schema der gesamte Verbindungsweg in seiner Aufteilung auf Zweidraht- und Vierdrahtkreise
mit den Gabeln zwischen den Zweidraht- und Vrerdrahtkreisen etwas deutlicher dargestellt.
Außerdem läßt die Fig. 1 b in den einzelnen Ämtern noch die zum Aufbau der Verbindung benutzten
Verbindungseinrichtungen, wie Wähler und Übertragungen, erkennen. Ferner ist auch, soweit für
das Verständnis der Erfindung erforderlich, in Fig. ib die D ämpfungs verteilung des Verbindungsweges
angegeben. Die Durchgangsdämpfung av des Vierdrahtkreises beträgt ο N mit einer zugelassenen
Dämpfungsschwankung von + 0,4 N. Die Dämpfungen aki, ak.2 der an den Vierdrahtkreis
anschließenden Zweidrahtleitungen KLi, KL 2
sollen normalerweise mindestens je 0,4 N, zusammen also 0,8 N betragen, um als Stabilisierungsstrecken für den Vierdrahtkreis dienen zu können.
Dieser Wert wird in der Praxis oft unterschritten. So können die beiden Leitungen KLi, KL2 statt
0,4 N z. B. eine Dämpfung von nur je 0,1 N haben. Diese Dämpfung reicht aber für die Stabilisierung
des Vierdrahtkreises nicht aus. Man müßte also bei bestimmter vorgegebener Schwankung des
Vierdrahtkreises noch je (0,4—X) N, in unserem
Beispiel also (0,4—0,1) ■= 0,3 N, den Leitungen
KLi bzw. KL.2 als Verlängerungsglieder zuschalten,
um in jedem Schaltzustand d. h. vor, während und nach dem Gespräch, stabile Verhältnisse in dem Vierdrahtkreis zu bekommen.
Bekannte Anordnungen sehen nun Verlängerungsglieder VLG, welche die Dämpfung der
Stabilisierungsstrecken auf den für die Restdämpfung erforderlichen Wert bringen sollen, in
den Ämtern vor, in welchen der Vierdrahtkreis endet; dabei können die Verlängerungsglieder vor
oder nach der Gabel liegen.
Demgegenüber werden gemäß der Erfindung die Verlängerungsglieder für die in ihrer Dämpfung
unzureichenden Zweidraht-Stabilisierungsstrecken nicht in den Ämtern angeordnet, wo die Vierdrahtleitungen
enden, sondern in den nächstliegenden Zweidrahtämtern, wo sie in Abhängigkeit von der
Dämpfung der in der Regel über Wähler weiterführenden Zweidrahtleitungen im Sinne der Herstellung
des vorgeschriebenen Restdämpfungswertes im Verbindungsweg ein- oder ausgeschaltet
werden.
Die erfmdüngsgemäße Anordnung hat den Vorteil, daß die Dämpfungsaufteilung zwischen Hauptamt—Knotenamt
und Knotenamt—Endamt in den vorgegebenen Grenzen variiert werden kann. So
kann z. B. die Dämpfung der Zweidrahtleitungen ELi und EL 2 zwischen 0,1 bis 0,7 N und damit
die Leitungslänge entsprechend schwanken, während die gesamte Dämpfung der Leitungen EL 1 +
KLi bzw. EL 2 + KL 2 einschließlich der im
Knotenamt KA1 bzw. KA 2 vorgesehenen Verlängerungsglieder
LGi und LG 2, die in Abhängigkeit der Dämpfung der ELi bzw. EL 2 eingeschaltet
sein können, zwischen 0,4 und 0,8 N betragen kann.
Bei der bekannten Anordnung kann dagegen die Dämpfung der Leitung EL 1 bzw. EL 2 den Wert
von 0,4 N nicht überschreiten, auch dann nicht, wenn die Dämpfung der Leitung KLi bzw. KL2
kleiner als 0,4 N ist.
Ordnet man gemäß der Erfindung die Verlange- rungsglieder
in den Zweidrahtämtern KA1 bzw.
KA 2 an, so dienen erstens die an den Vierdraht- 115
kreis angeschalteten Zweidrahtleitungen KL1 bzw.
KL2 mit den Verlängerungsgliedern LGi bzw. LG2 im Knotenamt KA 1 bzw. KA2 und zweitens
bei den angeschalteten Leitungen ELi bzw. EL 2 und überbrückten Verlängerungsgliedern LG1 bzw.
LG 2 die Zweidrahtleitungen KL1 + EL 1 und
KL 2 + EL 2 zur Stabilisierung der Vierdrahtleitung. Eine Dämpfung der Leitungen KL1 bzw.
KL 2, die kleiner als 0,4 N ist, reicht für die Stabilität allein nicht aus. Man muß berücksichtigen,
daß in den Verbindungseinrichtungen dieser
Ämter Schaltzustände auftreten können, bei denen die Zweidrahtkreise KLi + ELi bzw. KLz +
EL 2 aufgetrennt werden.
Dies geschieht in erster Linie bei der Übertra- -5 gung der Wählimpulse, bei welcher ille an der
Leitung liegenden Längs- und Querglieder, wie z. B. Kondensatoren und Relais, abgetrennt werden,
um Impulsverzerrungen zu vermeiden. Die schon an den Vierdrahtkreis angeschalteten weiterführenden
Zweidrahtleitungen, welche als Stabilisierungsstücke dienen, werden somit wieder bei
jeder Impulssene abgeschaltet; der Vierdrahtkreis ist damit unstabil.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, kann man während der Signalgabe, insbesondere während
einer Impulsserie, durch die dabei betätigten Relais den Vierdrahtkreis kurzschließen oder auftrennen,
gegebenenfalls mit oder ohne Abschluß des Vierdrahtkreises.
ao Dieses Mittel genügt zur Stabilisierung eines
Vierdrahtkreises jedoch immer noch nicht, da. z. B. bei Anwendung sogenannter Impulskorrektionsmittei
die Signalgabe um etwa 100 ms zeitlich verschoben wird, so daß der Vierdrahtkreis schon
wieder geschlossen sein kann, während der weiterführende, stabilisierende Zweidrahtweg noch offen
ist. Der Vierdrahtkreis läuft in diesem Zustand offen und kann zu schwingen anfangen. Um aber
auch in diesem Fall die Stabilisierung der Verbindung zu gewährleisten, werden gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung die bei Zusammenschalten der Zweidraht- und Vierdrahtkreise
ausgeschalteten Leitungsverlängerungen der Zweidrahtkreise bei im weiteren Aufbau der Verbindung
eintretenden Auftrennungen der stabilisierenden Zweidrahtkreise stufenweise jeweils abhängig
von den in den Zweidraht-Verbindungseinrichtungen die Auftrennung bewirkenden Signalen
vorübergehend wieder eingeschaltet.
Die Fig. 2 a und 2 b zeigen die Verbindungseinrichtungen der zweiadrigen Knotenämter KA1 und
KA 2, der Übersichtlichkeit wegen zwar auch noch in schematischer Form, insbesondere ist der Sprechweg
»einadrig« dargestellt; die einzelnen Einrichtungen sind jedoch ergänzt durch die für das Verständnis
der Erfindung erforderlichen Schaltelemente.
Fig. 2 a zeigt in der ankommenden Übertragung Ok ι des Knotenamtes KA das Impulsübertra-
So gungsrelais Jk 1, welches die ankommenden Wahlimpulse
mittels seines Kontaktes 1 ik 1 zur nächsten Verbindungseinrichtung weitergibt. Während einer
Impulsserie wird durch das Relais Ik 1 das Steuerrelais
Stk ι impulsweise erregt, das sich während der Impulsreihe als Verzögerungsrelais hält. Beide
Relais unterbrechen bei ihrer Erregung den Verbindungsweg. In · dem auf die Übertragung Ük ι
folgenden Umsteuerwähler Uwa ist das Umsteuerrelais Ua dargestellt, welches bei Aufnahme eines
Umsteuerkennzeichens für eine andere Richtung ebenfalls den Verbindungsweg am Kontakt 1 ua
auftrennt. Auf den Umsteuerwähler Uwa folgt im Zuge der Verbindung der sogenannte Zählimpulsgeber
ZJG, welcher die Aufgabe hat, Zählimpulse während des Gesprächs, entsprechend der Zone der
Verbindung, nach rückwärts zu übertragen. Die von dem Empfangsrelais E aufgenommenen Impulse
werden gegebenenfalls nach Umsetzung in einem Speicher von dem Impulsübertragungsrelais
JZ weitergegeben. Dies erfolgt durch den Kontakt 21z, der dabei impulsweise den Sprechkreis unterbricht.
Relais JZ erregt wiederum ein Steuerrelais Stz, welches während einer Impulsreihe erregt
bleibt und durch öffnen seines Ruhekontaktes 1 stz
den Sprechkreis ebenfalls auftrennt. Ferner ist im Zählimpulsgeber ein Relais GZ an einer Sprechader
angedeutet, welches den Teilnehmermeldeimpuls aufnehmen soll.
Nach Durchschaltung der Verbindung, gegebenenfalls über einen weiteren Umsteuerwähler UWb,
gelangt die Verbindung zu der abgehenden Übertragung Ügi. In dieser wird das Belegungsrelais
Bg ι erregt. Die Wählimpulse werden von dem Übertragungsrelais JG1 aufgenommen und von
diesem, gegebenenfalls in Wechselstromimpulse umgesetzt, durch Kontakt 2 ig 1 auf die Verbindungsleitung
KL ι gegeben. Relais JG1 erregt
wiederum impulsweise ein Steuerrelais Stg 1, welches
während einer Impulsreihe erregt bleibt und dabei am Kontakt 1 stg ι den Sprechkreis für die go
Dauer der Impulsreihe auftrennt. Ferner ist in der oberen Leitungsader, welche symbolisch die beiden
Sprechadern darstellt, die Leitungsverlängerung LG ι zu erkennen, die in dem Beispiel eine
Dämpfung' von 0,3 N besitzen soll. Diese wird durch das Relais K1 im Verbindungsweg ein- oder
ausgeschaltet.
Wie die Fig. 2 b erkennen läßt, ist in dem auf der anderen Seite der Vierdrahtstrecke angeschlossenen
zweiadrigen Knotenamt KA 2 für deren Verbindungseinrichtungen eine analoge Anordnung
vorgesehen wie im Knotenamt KAi. Vor allem ist auch hier wiederum im Verbindungsweg der ankommenden
Übertragung Ük 2 eine Leitungsverlängerung LG 2 vorgesehen, welche durch das Relais
K 2 ein- oder ausgeschaltet wird. Das Relais K2 wird über einen Stromkreis gesteuert, der über
sämtliche Verbindungseinrichtungen des Knotenamtes geführt und im wesentlichen von den Impulsrelais
und den von diesen abhängigen Steuerrelais, welche bei der Impulsübertragung den zweiadrigen
Verbindungskreis vorübergehend auftrennen, gesteuert wird.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist derart, daß die Verlängerungsleitungen LGi bzw. LG 2
als Ergänzung der Leitung KLi bzw. KL 2 auf 0,4N (z. B. KLi = 0,1 N, LGi = 0,3N) in den
Verbindungsweg eingeschaltet sind, wenn die Relais Ki bzw. K 2 nicht erregt sind, dagegen ausgeschaltet
werden, wenn die Relais K 1 bzw. K 2 erregt sind. In diesem Fall werden die Leitungsverlängerungen
über Kontakte dieser Relais kurzgeschlossen. Wie schon erwähnt, erfolgt die Steuerung
der beiden Überwachungsrelais in beiden Ämtern derart, daß sämtliche Verbindungseinrichtungen
der Ämter von den Relais abhängig sind, welche
während der Wählimpulsübertragung den zweiadrigen, für die Stabilisierung des Vierdrahtkreises
maßgebenden Zweidrahtweg unterbrechen.
Gemäß einer Ausbildung der Erfindung isi das Kennzeichen, ob die Leitungsverlängerungen in der
abgehenden Übertragung Üg τ des Knotenamtes KA ι oder in der ankommenden Übertragung Ük 2
des Knotenamtes KA 2 ausgeschaltet werden, d.h. ob die Relais K τ bzw. K2 erregt werden sollen,
ίο abhängig von der Dämpfung der an diese Knotenämter
angeschlossenen Leitungen EL ι bzw. EL 2 Die Dämpfung b ι bzw. b 2 zwischen Hauptamt
HAi und EndamtEAι bzw. HauptamtHA2 und
Endamt EA 2 muß mindestens 0,4 N und dart höchstens o,8 N betragen, so daß ein Ausschalten
der Leitungsverlängerungen LG1 bzw. LG 2 vou
je 0,3 N erst bei einer Dämpfung der Leitungs η EL ι bzw. EL 2 gleich oder größer als 0,3 N erfolgen
darf. Wenn somit z. B. die Leitung EL 1
so eine kleinere Dämpfung als 0,3 N hat, so fehlt in der ankommenden Übertragung Ük 1 des Knotenamtes
KAi das Erdpotential für den Stromkreis des Relais Ki. Entsprechend fehlt bei einer
kleineren Dämpfung der Leitung EL 2 als 0,3 N
ag das Erdpotential in der Übertragung Üg2 für den
Überwachungskreis des Relais if 2.
Es sei nun zunächst angenommen, die Leitung EL ι habe eine Dämpfung von 0,7 N. In diesem
Fall liegt in der Übertragung Ük 1 des Knotenamtes
KAi Erde an dem Ruhekontakt 2 iki. Die Leitung
KLi zwischen KnotenamtKA1 und Hauptamt
HA möge, wie in Fig. 1 a durch einen Klammerausdruck
für die Dämpfung ak 1 angedeutet, einen Wert von 0,1 N haben. Das Relais Ki kann
jedoch erst erregt, die Leitungsverlängerung LG1
von 0,3 N also erst ausgeschaltet werden, wenn die Verbindung von der ankommenden Übertragung
über Umsteuerwähler UWa, Zählimpulsgeber ZJG, Umsteuerwähler UWb bis zur abgehenden Übertragung
Üg 1 vorgetragen worden ist. Erst wenn das Belegungsrelais der abgehenden Übertragung
Ügi angesprochen hat, ist'folgender Stromkreis
für das Relais Ki geschlossen:
+, 2tki, 2stki, 2ua, Armxa, 2stz, 31z,
Arm^&, bgi, 3tgi, 2stgi, Ki, —.
Relais K1 spricht an und schließt über seinen Kontakt
5 k ι die Leitungsverlängerung LG1 kurz. Die
Dämpfung zwischen Hauptamt HA1 und Endamt EA ι beträgt dann 0,1 + 0,7 = 0,8 N.
Läuft nunmehr in der Übertragung Ük 1 die nächste Impulsserie ein, so spricht Relais JK1 impulsweise
an und gibt unter gleichzeitiger impulsweiser Unterbrechung des Sprechkreises die Impulse
zur nächsten Verbindungseinrichtung weiter. Die vom Impulsrelais JK1 begonnene Auftrennung
des Verbindungsweges wird durch das Steuerrelais Stk ι durch öffnen seines Ruhekontaktes 1 stk 1
aufrechterhalten. Mit der Auftrennung des Verbindungsweges durch die Relais. JK1 und Stk τ
wird in der Übertragung Ük 1 auch gleichzeitig an
den Kontakten 2 ik 1 und 2 stk 1 der Überwachungsstromkreis für Relais K1 in der abgehenden Über
tragung Üg ι aufgetrennt. Relais K1 fällt ab,
unterbricht durch öffnen des Kontaktes 5 & 1 den
Kurzschluß für die LeitungsVerlängerung LGi;
dies« ist si mit wieder in den Verbindungsweg eingeschaltet
Die Stabilisierung des Vierdrahtkreises ist damit sichergestellt Die in der Übertragung
Ük i eintreffende Wahlserie möge über den Um-Steuerwähler UWa zum Zählimpulsgeber ZJG gelangen.
Sobald -n dieser Verbindungseinrichtung das Impulsüberu agungsrelais JZ mit der Weiter
gäbe der Impulsreihe beginnt, w.rd einerseits
durch die Kontakte 212 und 1 stz der V<
rbindungs- 75· weg wkder unterbrochen, andererseits
>uid von neuem durch Offnen der Kcmak.e 3 ü und 2stz
der Stromkreis für das Relais Ki wieder unterb·
octan. Relais ΛΊ kommt somit wiedei ,um Ab
fall, so langt, bis die Impulsreihe weitergegeben ist In dieser Zeit wird die LeitungsVerlängerung
LGi wieder in den Verbindungsweg eingeschaltet
Wenn die Impulsreihe in der abgebenden Übertragung Üg\ eintrifft, wud die Unte. brechung des
Stromkreises des Relais Ki durch das Impuls-Übertragungsrelais
JG1 bzw das von diesem abhängige Steuerrelais Stg 1 übernommen, so lange,
bis die Impulsreihe zu Ende ist. Der Stromkreis für das Relais K1 wird in diesem Fall durch die
Ruhekontakte 32|fi, 2.rrg-i unterbrochen. Es wird
somit in der Zeit des Durchlaufs der Impulsreihe durch das Knotens mt KA1 die bei der Zusammenschaltung
des Zweidrahtteiles mit dem Vierdrahtteil ausgeschaltete Leitungsverlängerung LG1
stufenweise wieder eingeschaltet und dadurch die die Stabilisierung des angeschlossenen Vierdrahtkreises
gefährdenden Leitungsunterbrechungen unwirksam gemacht. Stets ist der für die Stabilisierung
des Vierdrahtteiles erforderliche Dämpfungswert von 0,4 N vorhanden, der sich während der
Leitungsunterbrechungen aus der Dämpfung der Verlängerungsleitung = 0,3 N und der Dämpfung
der Leitung KIi :aki — 0,1 N zusammensetzt.
Dieses Spiel wiederholt sich bei jeder weiteren Übertragung einer Wahlserie.
Wird im Falle einer Umsteuerung z. B. im Umsteuerwähler UWa das Umsteuerrelais Ua erregt,
welches den zweiadrigen Verbindungsweg am Kontakt ι ua ebenfalls unterbricht, so wird auch durch
öffnen des Kontaktes 2Ma der Stromkreis des
Relais K1 geöffnet, wodurch die Verlängerungsleitung LG ι ebenfalls so lange wieder in den Verbindungsweg
eingeschaltet wird, bis die Umsteuerung vollzogen ist.
Ist die Dämpfung der LeitungELi kleiner als
0,3 N, so fehlt in der Übertragung Ük 1 die Erde am Ruhekontakt 21k 1, d.h., das Relais Ki kann
keinesfalls erregt werden. Dies hat zur Folge, daß die Leitungsverlängerung LG1 dauernd in den
Verbindungsweg eingeschaltet bleibt. Die Gesamt- iao dämpfung zwischen Hauptamt HA1 und Endamt
EA ι beträgt dann ο bis 0,3 {EL 1) -f- 0,3 {LG 1)
+ 0,1 {KL 1) = 0,4 bis 0,7 N. Bei Durchschaltung
und Unterbrechung des Verbindungsweges während der Impulsserien ist auch in diesem Fall die zur
Stabilisierung des Vierdrahtkreises erforderliche
Dämpfung zwischen Hauptamt HA ι und Knotenamt
KA ι = 0,1 (.KI4I) + 0,3 (LGi) = 0,4 N vorhanden.
Auf der anderen Seite der Vierdrahtstrecke spielen sich im Knotenamt KA 2 entsprechende
Schaltvorgänge ab wie im Knotenamt KA1. Wenn die Herstellung der Verbindung bis zur Übertragung
Üg 2 vorgedrungen ist, hat in der Übertragung Ük 2 das Belegungsrelais Bk 2 und in der
Übertragung Üg 2 das Belegungsrelais Bg 2 angesprochen.
Abhängig von der Dämpfung der vom Knotenamt KA 2 zum Endamt EA 2 weiterführenden
Leitung EL 2 liegt nun an dem durch die Verbindungseinrichtungen hindurchlaufenden Überwachungskreis
des Relais K 2 Erde an oder nicht. Ist die Dämpfung der Leitung EL 2 i>
0,3 N, so liegt Erde am Ruhekontakt 8 stg 2 als Kennzeichen dafür, daß die Leitungsverlängerung LG 2 in der
Übertragung Ük 2 ausgeschaltet werden soll. Der Stromkreis für das Relais if 2 verläuft wie folgt:
+, 8stg2, 7ig2, 6bg2-, Arm xg, $bk2, iik2,
istk2, Kz, —.
Bei jeder folgenden in der Übertragung Ük 2 eintreffenden Wahlserie wird dann gleichzeitig mit
der Unterbrechung des Sprechweges an den Kontakten zik2, 2 stk 2 auch der Stromkreis für das
Überwachungsrelais K 2 an den Kontakten χ ik 2,
ι stk 2 unterbrochen. Relais K 2 fällt ab, öffnet
seinen Kontakt 4 & 2 und schaltet für die Zeit der Übertragung der Impulsreihe die Leitungsverlängerung
LG 2 zwecks Sicherung der Stabilisierung der Vierdrahtstrecke in den Verbindungsweg ein.
Die von den Relais Jk 2, Stk 2 der Übertragung Ük2 begonnene Unterbrechung des Stromkreises des Relais Kz wird während der Durchgabe der Wahlimpulse von den Relais JG 2 und Stg2 der Übertragung Üg 2 aufgenommen und so lange aufrechterhalten, bis die Impulsreihe das Amt KA 2 passiert hat. Dieses Spiel wiederholt sich bei jeder weiteren Impulsreiihe. Es ist also während der Impulsübertragung stets die zur Stabilisierung erforderliche Leitungsverlängerung LG 2 eingeschaltet. Ist die Dämpfung der angeschlossenen Leitung £L2<Co,3N, so fehlt in der Übertragung Üg2 das Erdpotential für den Stromkreis des Relais K 2. Die Leitungsverlängerung LG 2 bleibt ständig eingeschaltet.
Die von den Relais Jk 2, Stk 2 der Übertragung Ük2 begonnene Unterbrechung des Stromkreises des Relais Kz wird während der Durchgabe der Wahlimpulse von den Relais JG 2 und Stg2 der Übertragung Üg 2 aufgenommen und so lange aufrechterhalten, bis die Impulsreihe das Amt KA 2 passiert hat. Dieses Spiel wiederholt sich bei jeder weiteren Impulsreiihe. Es ist also während der Impulsübertragung stets die zur Stabilisierung erforderliche Leitungsverlängerung LG 2 eingeschaltet. Ist die Dämpfung der angeschlossenen Leitung £L2<Co,3N, so fehlt in der Übertragung Üg2 das Erdpotential für den Stromkreis des Relais K 2. Die Leitungsverlängerung LG 2 bleibt ständig eingeschaltet.
Wie in Fig. 2 c angedeutet, kann das Kennzeichen für die Ausschaltung der Leitungsverlängerung
LG 2 im Fall, daß alle Leitungen der vom Gruppenwähler GW gewählten Richtung die gleiche
Dämpfung haben, d. h. die Anschaltung des Erdpotentials an den Stromkreis des Überwachungsrelais
K, auch durch einen in der entsprechenden Dekade betätigten Kontakt dk des Gruppenwählers
GW gegeben werden. Der Stromkreis des Relais K 2 ist in diesem Fall auch von dem Prüf relais P
des Leitungswählers abhängig zu machen.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung zur selbsttätigen Stabilisierung von über mehrere durch Wählerstufen verbundene Zweidraht- und Vietrdrahtleitungsiabschnitteyverlau'fendeni Selbstwähif amverbindungen mit Hilfe von schaltbaren Verlängerungsgliedern, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Ergänzung der in ihrer Dämpfung unzureichenden Stabilisierungsstrecken eines Vierdrahtkreises erforderlichen Verlängerungsglieder {LG τ, LG2) in den den Vierdraht-Zweidraht-Übergängen nächstfolgenden Zweidrahtämtern (KAi, KA 2) angeordnet sind und dort in Abhängigkeit von der Dämpfung der in der Regel über Wähler weiterführenden Zweidrahtleitung (ELi bzw. .EL2) im Sinne der Herstellung des vorgeschriebenen Restdämpfungswertes (0,8 N) im Verbindungsweg ein- oder ausgeschaltet werden.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bei Zusammenschalten der Zweidraht- und Vierdrahtkreise ausgeschalteten Leitungsverlängerungen der Zweidrahtkreise bei im weiteren Aufbau der Verbindung eintretenden Auftrennungen der stabilisierenden Zwei drahtkreise stufenweise, jeweils abhängig von den in den Zweidrahtverbindungseinrichtungen die Auftrennung bewirkenden Signalen, vorübergehend wieder eingeschaltet werden.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerungsleitungen (LGi, LGz) den an den Vierdrahtkreis angeschlossenen Zweidrahtleitungen (KLi, KL2) zugeordnet, in den Zweidrahtämtern (KAi, KA2) der zur jeweiligen Zweidrahtleitung gehörenden Verbindungseinrichtung (Ügi, Ükz) zugeordnet sind und das Kennzeichen für die Ausschaltung der Verlängerungsleitung jeweils von einem alle Verbindungseinrichtungen (Ük 1, UWa, ZJG, UWb, Ügi bzw. Ük2, GW, Üg2) eines Amtes durchlaufenden Überwachungskreis gesteuert wird,
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Potential, z. B. Erde, für die Schließung des Überwachungskreises abhängig von der Dämpfung der von dem jeweiligen Zweidrahtamt weiterführenden Zweidrahtleitung (ELi bzw. EL 2) in der dieser Zweidrahtleitung zugeordneten Verbindungseinrichtung (Üki bzw. Ügz) angeschaltet wird.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Überwachungsrelais (K 1 bzw. Kz), in seinem Überwachungskreis erregt, die zugeordnete Leitungsverlängerung aus dem Verbindungsweg ausschaltet, z. B. durch Kurzschluß, dagegen bei Nichterregung einschaltet, daß bei Zusammenschalten des Vierdrahtkreises und der angeschlossenen Zweidrahtleitung das Überwachungsrelais erregt und die Leitungsverlängerung ausgeschaltet wird, während in dem Überwachungskreis Schaltmittel, z.B. Ruhekontakte, gesteuert von denjenigen Relais liegen, welche durch nachfolgende Schaltvor-709 514Λ0Οgänge, ζ. B. die Übertragung von Wahlserien, in den Verbindungseinrichtungen nacheinander beeinflußt, eine Unterbrechung des Verbindungsweges bewirken und gleichzeitig den Überwachungskreis so lange öffnen, bis der Schaltvorgang die Verbindungseinrichtung durchlaufen hat.
- 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Überwachungskreis vorzugsweise Ruhekontakte von Impulsübertragungsrelais (JKi, JZ, JGi bzw. JK 2, JG 2) und von diesen gesteuerten Verzögerungsrelais (Stki, Stz, Stgi bzw. Stkz, Stg 2) liegen, welche während der Übertragung einer Impulsserie die Unterbrechung des» Überwachungskreises und damit Einschaltung ^ der jeweiligen Leitungsverlängerung in den - Verbindungsweg bewirken.
- 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß imÜberwachungskreis Ruhekontakte (2 wo) eines durch ein UmsteuerkennzeicheneinesUmsteuerwählers(t/PFa) erregten Relais (Ua) liegen.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 726 374, 835 161.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen:Θ 609 709/290 11.56 (70» 514/200 5.57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES43944A DE964069C (de) | 1955-05-15 | 1955-05-15 | Schaltungsanordnung zur selbsttaetigen Stabilisierung von ueber mehrere durch Waehlerstufen verbundene Zweidraht- und Vierdrahtabschnitte verlaufenden Selbstwaehlfernverbindungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES43944A DE964069C (de) | 1955-05-15 | 1955-05-15 | Schaltungsanordnung zur selbsttaetigen Stabilisierung von ueber mehrere durch Waehlerstufen verbundene Zweidraht- und Vierdrahtabschnitte verlaufenden Selbstwaehlfernverbindungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE964069C true DE964069C (de) | 1957-05-16 |
Family
ID=7484938
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES43944A Expired DE964069C (de) | 1955-05-15 | 1955-05-15 | Schaltungsanordnung zur selbsttaetigen Stabilisierung von ueber mehrere durch Waehlerstufen verbundene Zweidraht- und Vierdrahtabschnitte verlaufenden Selbstwaehlfernverbindungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE964069C (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE726374C (de) * | 1931-11-15 | 1942-10-12 | Siemens Ag | Netzgruppe |
| DE835161C (de) * | 1950-02-15 | 1952-11-04 | Gottfried Bayer | Anordnung zur Einstellung der fuer eine Vierdraht-Fernsprechleitung zulaessigen Mindestdaempfung bei Zusammenschaltung von Vierdrahtleitungen mit oder ohne Endverstaerker |
-
1955
- 1955-05-15 DE DES43944A patent/DE964069C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE726374C (de) * | 1931-11-15 | 1942-10-12 | Siemens Ag | Netzgruppe |
| DE835161C (de) * | 1950-02-15 | 1952-11-04 | Gottfried Bayer | Anordnung zur Einstellung der fuer eine Vierdraht-Fernsprechleitung zulaessigen Mindestdaempfung bei Zusammenschaltung von Vierdrahtleitungen mit oder ohne Endverstaerker |
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