DE962008C - Verfahren zur Herstellung neuer Tetrakisazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Tetrakisazofarbstoffe

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DE962008C
DE962008C DEC10023A DEC0010023A DE962008C DE 962008 C DE962008 C DE 962008C DE C10023 A DEC10023 A DE C10023A DE C0010023 A DEC0010023 A DE C0010023A DE 962008 C DE962008 C DE 962008C
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DE
Germany
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dye
dyes
oxynaphthalene
amino
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Expired
Application number
DEC10023A
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English (en)
Inventor
Dr Raymond Gunst
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
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Filing date
Publication date
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Publication of DE962008C publication Critical patent/DE962008C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/50Tetrazo dyes
    • C09B35/56Tetrazo dyes of the type

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung -neuer Tetrakisazofarbstoffe Die Erfindung bezieht sich auf neue Tetrakisazofarbstoffe, welche, wie z. B, der Farbstoff der Zusammensetzung der allgemeinen Formel entsprechen, worin X eine niedrigmolekulare - 0 - Alkyl - CO O H-Gruppe oder eine - C O OH-Gruppe bedeutet und die Azogruppen in ß-Stellung an die Naphthalinkerne gebunden sind. Diese Tetrakisazofarbstoffe werden erfindungs= gemäß erhalten, indem man Tetrazoverbindungen von Diaminodisazofarbstoffen der Formel worin X eine niedrigmolekulare - 0 - Alkyl - C 0 O H-Gruppe oder j e eine . Carb_onsäuregruppe bedeutet und die -NH.- Gruppen in ß-Stellung an die Naphthalinkerne gebunden sind, beidseitig mit 8-Oxychinolin kuppelt.
  • Die Disazofarbstoffe der Formel (3) erhält man durch beidseitige Kupplung von tetrazotierten, in 3- und 3'-Stellung durch niedrigmolekulare - 0 - Alkyl - C O O H-Gruppen oder durch - C O 0 H-Gruppen substituierten q., q.'-Diaminodiphenylverbindungen mit 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure oder 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure, wobei es zweckmäßig ist, die Tetrazoverbindung beidseitig mit der gleichen Aminooxynaphthalinsulfonsäure zu kuppeln. Als Diamine kommen hierbei z. B. 3, 3'-Di-(carboxymethoxy)-q., 4'-diaminodiphenyl oder 4.,q:'-Diaminodiphenyl-3, 3'-dicarbonsäure in Betracht.
  • Um eine einheitliche Kupplung in Nachbarstellung zur Oxygruppe der Aminooxynaphthalinsulfonsäuren zu erzielen, muß die Vereinigung der Azokomponenten mit den tetrazotierten Diaminodiphenylverbindungen in der Regel in alkalischem, beispielsweise alkalicarbonatalkalischem Medium erfolgen. Außerdem erweist es sich als vorteilhaft, die Lösung der Tetrazoverbindung langsam in die alkalische Lösung der Azokomponente einlaufen zu lassen.
  • Die Diaminodisazofarbstoffe der Formel (3) werden vorteilhaft nach der sogenannten indirekten Methode tetrazotiert, indem man z. B. eine Lösung, welche den Diaminodisazofarbstoff in Form eines Alkalisalzes und zweckmäßig noch einen geringen Überschuß an freiem Alkali sowie die erforderliche Menge Alkalinitrit enthält, mit einem Überschuß an verdünnter Salzsäure vereinigt. _ Die Kupplung der Tetrazodisazoverbindung mit dem 8-Oxychinolin erfolgt mit Vorteil in alkalischem, z. B. alkalibicarbonat- oder alkalicarbonatalkalischem Medium, gegebenenfalls unter Zusatz von kupplungsfördernden Stoffen, wie Pyridin oder Alkohol. Im allgemeinen empfiehlt es sich auch, das 8-Oxychinolin zur Kupplung fein zu verteilen, beispielsweise durch Ausfällen aus salzsaurer Lösung mittels Alkalien vor oder nach der Vereinigung mit der Tetrazodisazoverbindung.
  • Die neuen Tetrakisazofarbstoffe entsprechen der bereits erläuterten Formel (2) und eignen sich zum Färben der verschiedensten Werkstoffe, z. B. von Materialien tierischer Herkunft, wie Wolle, Seide und Leder, insbesondere aber zum Färben und Bedrucken cellulosehaltiger Materialien, wie Baumwolle, Leinen und Zellwolle aus regenerierter Cellulose. Die Farbstoffe können in Substanz, im Färbebad und auf der Faser in komplexe Metallverbindungen übergeführt werden. Die Behandlung mit metallabgebenden, z. B. kupferabgebenden Mitteln erfolgt vorteilhaft auf der Faser bzw. teilweise auf der Faser und teilweise im Färbebad. Gewünschtenfalls kann z. B. das Verfahren der deutschen Patentschrift 751 egg angewendet werden,- nach welchem im selben Bad zuerst gefärbt und, nachdem der Farbstoff praktisch vollständig aufgezogen hat, die Behandlung mit metallabgebenden Mitteln vorgenommen wird. Als metallabgebende Mittel kommen hierbei vorzugsweise solche in Betracht, die gegenüber alkalischen Lösungen beständig sind, wie komplexe Kupfertartrate.
  • In manchen Fällen können auch wertvolle Färbungen erhalten werden, wenn man nach dem Verfahren arbeitet, gemäß welchem die mit den metallfreien Farbstoffen hergestellten Färbungen oder Drucke mit solchen wäßrigen Lösungen nachbehandelt werden; die basische Formaldehydkondensationsprodukte aus Verbindungen, die mindestens einmal die Atomgruppierung im Molekül aufweisen oder, wie z. B. Cyanamid, leicht in solche übergehen können und wasserlösliche, insbesondere komplexe Kupferverbindungen enthalten. Solche Verfahren sind z. B. in der deutschen Patentschrift 933 143 beschrieben.
  • Die mit den neuen Tetrakisazofarbstoffen erhältlichen, in der angegebenen Weise gekupferten Färbungen zeichnen sich durch sehr gute Licht- und Waschechtheiten aus.
  • Im Beispiel 3 der deutschen Patentschrift 575 581 ist ein Farbstoff beschrieben, der durch beidseitige Kupplung der Tetrazoverbindung der Kupferkomplexverbindung des Diaminodisazofarbstoffes aus tetrazotierter 4, 4'-Diaminodiphenyl-3, 3'-dicarbonsäure und 2-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäuremit2-Oxynaphthalin erhalten wird. Versucht man nun, die Waschechtheit dieses Farbstoffes dadurch zu verbessern, daß man die genannte Tetrazokomponente anstatt mit der erwähnten Disulfonsäure beidseitig mit 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-monosulfonsäure und die Tetrazoverbindung des so erhaltenen Diaminodisazofarbstoffes 'beidseitig mit 2-Oxynaphthalin kuppelt, so erhält man einen Tetrakisazofarbstoff, dessen gekupferte Färbungen hohen Anforderungen bezüglich der Waschechtheit (Wäsche bei go°) noch nicht zu genügen vermögen. Überraschenderweise werden diese Anforderungen jedoch erfüllt, wenn man gemäß dem vorliegenden Verfahren als erste Azokomponente 2-Amino-8-oxynaphthahn-6-monosulfonsäure und als zweite Azokomponente 8-Oxychinolin verwendet.
  • In den nachfolgenden Beispielen bedeuten, sofern nichts anderes bemerkt wird, die Teile Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprogente.
  • Beispiel i 27,2 Teile 4, 4'-Diaminodiphenyl-3; 3'-dicarbonsäure werden in bekannter Weise tetrazotiert. Die Tetrazoverbindung wird durch langsames Eintropfen bei Zimmertemperatur mit einer natriumcarbonatalkahschen Lösung von 51,2 Teilen 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure gekuppelt. Der symmetrische Disazofarbstoff wird durch Zugabe von Natriumchlorid abgeschieden, abfiltriert und mit verdünnter Natriumchloridlösung ausgewaschen.
  • Nun wird der Disazofarbstoff in iooo Teilen Wasser bei 8o° gelöst, 14,5 Teile Natriumnitrit werden als 2 n-Lösung zugegeben, und diese Mischung wird bei o bis 5° zu einer Lösung von 6o Volumteilen 3o°/aiger Salzsäure in 3oo Teilen Wasser zulaufen gelassen. Durch Zugabe von Eis wird die Temperatur ständig auf o bis 5° gehalten. Nach mehrstündigem Rühren wird die schwer lösliche Tetrazoverbindung abfiltriert und wieder in Wasser suspendiert. Zur Kupplung wird eine Lösung von 29 Teilen 8-Oxychinolin, in 3oo Teilen Wasser unter Zugabe von .Schwefelsäure als Halbsulfat gelöst, zur Suspension der Tetrazoverbindung gegeben, und durch allmählichen Zusatz von Natriumbicarbonat wird das Kupplungsgemisch schwach alkalisch gemacht. Der Tetrakisazofarbstoff fällt als schwarzer Niederschlag aus. Getrocknet bildet er ein schwarzes, bronzierendes Pulver, das sich in Wasser mit blauer Farbe löst und die Cellulosefaser nach dem ein- oder zweibadigen Nachkupferungsärbeverfahren in wasch- und lichtechten marineblauen Tönen färbt. Beispiel 2 27,2 Teile 4, 4'-Diaminodiphenyl-3, 3'-dicarbonsäure werden wie üblich tetrazotiert und - analog wie im Beispiel i angegeben - mit 51,2 Teilen 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure gekuppelt. Nun wird weiter nach den Angaben des Beispiels i verfahren, d. h., der isolierte Disazofarbstoff wird weitertetrazotiert und die Tetrazoverbindung nach Isolierung mit 8-Oxychinohn gekuppelt. Der so erhaltene Teträkisazofarbstoff bildet getrocknet ein schwarzes, bronzierendes Pulver, das sich in Wasser mit dunkelgraublauer Farbe löst und die Cellulosefaser nach dem ein- und zweibadigen Nachkupferungsfärbeverfahren in grauen bis schwarzen wasch- und lichtechten Tönen färbt.
  • Führt man die erste Kupplung statt mit 51,2 Teilen 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfönsäure mit einem Gemisch aus je 25,6 Teilen 2-Amino-8-oxynaphthahn-6-sulfonsäure, und 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure durch und verfährt im übrigen-nach den Angaben des Beispiels i, -so erhält man einen Farbstoff von sehr ähnlichen Eigenschaften, der die Cellulosefaser nach dem Nachkupferungsverfahren in gedeckten Marineblautönen färbt. Beispiel 3 33,2 Teile 4, 4'-Diaminodiphenyl-3, 3'-diglykolsäure [3, 3'-Di-(cärboxymethoxy)-4, 4'-diaminodiphenyl der Formel werden als Natriumsalz gelöst und in bekannter Weise nach der sogenannten indirekten Methode tetrazotiert. Die Tetrazoverbindung wird durch langsames Eintropfen bei Zimmertemperatur mit einer natriumcarbonatalkalischen Lösung von 51,2 Teilen 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure gekuppelt. Der symmetrische Disazofarbstoff wird durch Zugabe von Natriumchlorid abgeschieden, abfiltriert und mit verdünnter Natriumchloridlösung ausgewaschen.
  • Nun wird der Disazofarbstoff in iooo Teilen Wasser bei 8o° gelöst, 14,5 Teile Natriumnitrit werden als 2 n-Lösung zugegeben, und diese Mischung wird bei o bis 5° zu einer Lösung von 6o Volumteilen 3o°/oiger Salzsäure in 3oo Teilen Wasser zulaufen gelassen. Durch Zugabe von Eis wird die Temperatur ständig auf o bis 5° gehalten. Nach mehrstündigem Rühren wird die schwer lösliche Tetrazoverbindung äbfiltriert und wieder in Wasser suspendiert. Zur Kupplung wird eine Lösung von 29 Teilen 8-Oxychinolin, in 3oo Teilen Wasserunter Zugabe von Schwefelsäure als Halbsulfat gelöst, zur Suspension der Tetrazoverbindung gegeben, und durch allmählichen Zusatz von Natriumbicarbonat wird das Kupplungsgemisch schwach alkalisch gemacht. Der Tetrakisazofarbstoff fällt als schwarzer Niederschlag aus. Getrocknet bildet er ein schwarzes, bronzierendes Pulver, das sich in Wasser mit blauer Farbe löst und die Cellulosefaser nach dem ein- odef zweibadigen Nachkupferungsfärbeverfahren in wasch-und lichtechten marineblauen Tönen färbt. Wenn man die in diesem Beispiel verwendete 2-Amino-5-öxynaphthalin-7-sulfonsäure durch 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure ersetzt, so erhält man einen Farbstoff, der die Cellulosefaser nach den Nachkupferungsfäxbeverfahren hervorragend lichtecht grünstichigschwarz färbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung neuer Tetrakisazofarbstoffe; dadurch gekennzeichnet, daB man Tetrazoverbindungen von Diaminodisazofarbstoffen der Formel worin X eine niedrigmolekulare - O - Alkyl - C O O H-Gruppe oder eine - C O O H-Gruppe bedeutet und die - N H2 Gruppen in ß-Stellung an die Naphthalinkerne gebunden sind, beidseitig mit 8-Oxychinolin kuppelt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 575 58I.
DEC10023A 1953-10-14 1954-09-30 Verfahren zur Herstellung neuer Tetrakisazofarbstoffe Expired DE962008C (de)

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DEC10023A Expired DE962008C (de) 1953-10-14 1954-09-30 Verfahren zur Herstellung neuer Tetrakisazofarbstoffe

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DE (1) DE962008C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE575581C (de) * 1929-06-03 1933-04-29 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Darstellung von kupferhaltigen Azofarbstoffen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE575581C (de) * 1929-06-03 1933-04-29 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Darstellung von kupferhaltigen Azofarbstoffen

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