DE95480C - - Google Patents

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DE95480C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F17/00Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
    • G07F17/42Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for ticket printing or like apparatus, e.g. apparatus for dispensing of printed paper tickets or payment cards

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
IRÖMENTE.
in BERLIN.
In neuerer Zeit wird von der Eisenbahnbehörde die Abstempelung der Fahrkarten mittelst eines Eindrückstempels an dem einen schmalen Rande der Fahrkarte vorgeschrieben.
Die zu diesem Zwecke zu benutzenden Eindrückstempel erfordern im Gegensatz zu den Farbstempeln einen nicht unerheblichen Kraftaufwand beim Hindurchziehen der Fahrkarte durch die Stempelvorrichtung. Der Käufer empfindet daher einen plötzlich wachsenden Widerstand, der erst eintritt, nachdem er schon einen Theil des Schiebers herausgezogen hat. Es wird daher oft hierdurch bei unkundigen Käufern die irrige Meinung erweckt, der Apparat sei nicht in Ordnung.
Diesem Uebelstande wird durch vorliegende Erfindung abgeholfen.
Dieselbe ist durch einen Hülfsschieber gekennzeichnet, welcher der Fahrkarte gleich zu Beginn des Hervorziehens des Entnahmeschiebers eine seitliche Bewegung ertheilt und dieselbe direct zwischen das Stempelwerkzeug und die Gegendruckrolle ^erlegt.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt:
Fig. ι einen waagerechten Schnitt durch den Behälter zur Aufnahme der Fahrkarten nebst dem Stempelwerk und den beiden Schiebern zu Beginn der Bewegung der Fahrkarte,
Fig. 2 die Stellung der beiden Schieber in Oberansicht bei in das Stempelwerk eingeschobener Fahrkarte und
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt in Richtung der Vorbewegung des Entnahmeschiebers.
Die Fahrkarten k befinden sich in dem bekannten, vorn mit Längsöffhung versehenen Behälter a. Beim Hervorziehen der Handhabe bl des Entnahmeschiebers b stöfst der letztere gegen die Hinterkante der Fahrkarte k, und der Hülfsschieber c schiebt sofort die Karte nach der Seite hin unmittelbar über den Eindrückstempel d, der ein auf der Achse d1 sitzendes Segment darstellt (Fig. 3).
Der die Fahrkarte k hinten fassende Entnahmeschieber b ist, um die seitliche Bewegung des Hülfsschiebers c zu ermöglichen, passend ausgeschnitten (Fig. 2). Auf letzteren wird von ersterem die Bewegung mittelst eines Winkelhebels f übertragen, der an der festen Gestellwand bei y1 drehbar ist. Dieser Winkelhebel erfafst den Hülfsschieber c mittelst eines länglichen Auges, in welches ein Stift c1 des Hülfsschiebers eintritt (Fig. 1 und 2), während eine offene Gabel am anderen Arme des Winkelhebels f von einem Stifte b2 des Entnahmeschiebers b gefafst wird (Fig. 1).
Letzterer erfafst aufserdem mittelst unterer Stifte bs (Fig. 3), die in entsprechende Lücken eintreten, das Stempelsegment d, über welchem die um Achse e1 drehbare Gegendruckrolle e angeordnet ist.
Nach Einzahlen einer Münze wird zu Beginn des Hervorziehens des Entnahmeschiebers b in bekannter Weise durch die Münze der Sperr-
arm g ausgelöst, und zugleich hiermit erfolgt auch schon das seitliche Verschieben der Fahrkarte k mittelst des Hülfsschiebers c unter der Wirkung des Winkelhebels f. Die offene Gabel des letzteren ermöglicht das Heraustreten des Stiftes b'2 des Entnahmeschiebers b und das vollständige Hervorziehen des letzteren.
Die Fahrkarte wird also gleich zu Beginn des unter der Gegenwirkung der Federn b* stattfindenden Hervorziehens des Schiebers b mittelst des Hülfsschiebers c der Stempelwirkung zugeführt.
Aufserdem bildet bei dem Einstempeln des einen schmalen Randes der Fahrkarten der Hülfsschieber c einen festen Anschlag, durch den dem Bestreben der Karten, bei dem einseitigen Widerstand der Stempelung sich zu drehen, sicher entgegengewirkt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Vorrichtung zum selbstthä'tigen Abstempeln von Karten, dadurch gekennzeichnet, dafs ein Hülfsschieber c unter der Wirkung des Entnahmeschiebers b gleich bei Beginn des Hervorziehens des letzteren der abzustempelnden Karte eine seitliche Bewegung ertheilt und sie unmittelbar zwischen das Stempelwerkzeug d und die Gegendruckrolle e verlegt.
    Eine Ausführungsform der durch Anspruch ι geschützten Vorrichtung, bei der die Antriebsverbindung zwischen dem Entnahmeschieber b und dem Hülfsschieber c aus einem Winkelhebel f besteht, dessen Gabelende von einem Stifte b2 des Entnahmeschiebers b erfafst wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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