DE952157C - Elektrische Antriebsvorrichtung fuer eine Glocke oder einen aehnlichen, periodisch in Pendelschwingungen zu versetzenden Koerper - Google Patents

Elektrische Antriebsvorrichtung fuer eine Glocke oder einen aehnlichen, periodisch in Pendelschwingungen zu versetzenden Koerper

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DE952157C
DE952157C DEF11905A DEF0011905A DE952157C DE 952157 C DE952157 C DE 952157C DE F11905 A DEF11905 A DE F11905A DE F0011905 A DEF0011905 A DE F0011905A DE 952157 C DE952157 C DE 952157C
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Dr-Ing Heinrich Feichtinger
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    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K1/00Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
    • G10K1/28Bells for towers or the like
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    • G10K1/344Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven once per cycle
    • G10K1/345Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven once per cycle electrically operated

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Description

  • Elektrische Antriebsvorrichtung für eine Glocke oder einen ähnlichen, periodisch in Pendelschwingungen zu versetzenden Körper Die Erfindung betrifft eine elektrische Antriebsvorrichtung für eine Glocke oder einen ähnlichem, periodisch in Pendelschwingungen zu versetzenden Körper, bei der eia die Glocke in wenigstens einer ihrer beiden Schwingungsrichtungen absatzweise antreibender Elektromotor mittels einer durch die Schwingbewegung dar Glocke gesteuerten Schaltvorrichtung periodisch ein- und ausgeschaltet bzw. in seiner Drehrichtung umgeschaltet wird.
  • Bei den bekannten Antriebsvorrichtungen dieser Art wird die Glocke häufig in beiden Schwingungsrichtungen vom Motor angetrieben; es sind jedoch auch Antriebe bekanntgeworden, bei denen die Glocke nur in einer Schwingungsrichtung angetrieben wird und die Rückschwingung frei ausführt. In beiden Fällen ist eine Schaltvorrichtung vorhanden, die entweder reit der Glocke oder mit sich im Takte der Glockenschwingungen bewegenden Teilen des Antriebes unmittelbar verbunden oder gekuppelt ist oder von besonderen zeit- oder geschwindigkeitsabhängigen Steuervorrichtungen in Abhängigkeit von den Pendelbewegungen der Glocke gesteuert wird.
  • Das Stillsetzen der Glocke zwecks Beendigung des Läutens erfolgt bei den bekannten Ausführungen mittels einer besonderen Bremse, die unabhängig von der Antriebsvorrichtung ist. Meist wird eine Reibungsbremse in Form einer Elektroinagnetbremse verwendet, die nach Art einer Backenbremse ausgebildet ist und nach ihrem Einschalten eine dauernde Bremswirkung ausübt.
  • Durch Reibungsbremsen, die dauernd ein starkes Bremsmoment auf die, schwingende Glocke ausüben, bekommt das »Ausläuten« der Glocke einen v om akustischen S tandpunkt unerwünschten Zwangscharakter. Man ist bestrebt, das Ausläuten auch bei Verwendung elektrischer Antriebs- und Bremsvorrichtungen für die Glocke so durchzuführen, d:aß es dem Ausläuten mit Abbremsen der Glocke von Hand möglichst gleichkommt. Eine solche Wirkung läßt sich aber mit Hilfe einer rein mechanisch wirkenden Backenbremse - oder einer ähnlich wirkenden Reibungsbremse - nur mit großem technischem Aufwand erreichen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach ausgeführte, betriebssichere und sowohl beim Antrieb als auch beim gebremsten Ausschwingen der Glocke sieh weitgehend. dem Charakter einer Handbetätigung anpassende elektrische Antriebsvorrichtung für eine Glocke zu schaffen, bei der insbesondere für das Abbremsen der Glocke keine mechanische Bremse benötigt wird. Besonderer Wert wird auf die übersichtliche, einfache Ausführung der Steuergeräte gelegt, damit diese ohne genaue Überwachung und mit nur geringem Aufwand an Pflege stets einwandfrei arbeiten.
  • Diese Aufgabe wird im wesentlichen dadurch gelöst, daß der Elektromotor der elektrischen Antriebsvorrichtung auch zum in Abhängigkeit von der Schwingbewegung der Glocke gesteuerten periodischen Abbremsen der Glocke verwendet wird. Das Abbremsen der schwingenden Glocke durch den - auch zum Antrieb der Glocke verwendeten Elektromotor gibt die Möglichkeit, die Steuer- und Schaltvorrichtung sehr einfach und betriebssicher auszuführen.
  • Um eine zusätzliche besondere Betätigung der Bremse zu vermeiden, wird die Bremse erfindungsgemäß selbsttätig durch das Ausschalten des Antriebes - in der Weise ausgelöst, daß eine elektromagnetische Betätigungsvorrichtung für das Ein-und Ausschalten des Antriebes mit der den Elektromotor während des Motorbetriebes periodisch ein-, aus- oder umschaltenden Schaltvorrichtung in der Weise gekuppelt ist, daß sie die Schaltvorrichtung zwar bei ihrem Einschalten zur periodischen Steuerung in Abhängigkeit von der -Schwingbewegung der Glocke freigibt, sie jedoch bei ihrem Ausschalter in einer Stellung verriegelt, in der die Schaltvorrichtung den Elektromotor auf Bremsbetrieb in nur einer Drehrichtung schaltet und in der auch beim Wiederennschalten des Antriebes der Anlauf des Elektromotors erfolgt. Ein erst durch Ausschalten des Antriebes wirksam werdendes, von der schwingenden Glocke im fickt ihrer Schwingungen betätigtes Steuerelement soll dann den dauernd mit der Glocke gekuppelten Elektromotor periodisch als Motorbremse einschalten.
  • An sich wäre es ohne weiteres möglich, den Elektromotor in beiden Schwingungsrichtungen der Glocke als Bremse einzuschalten, indem man 1 z. B. die das Umschalten des Motors in Abhängigkeit vom der Schwingungsrichtung der Glocke steuernde Schaltvorrichtung auch nach dem Ausschalten des Antriebes weiterarbeiten läßt; eine solche Abbremsung wirkt aber bei der üblichen Auslegung des Antriebsmotors zu hart. Es wäre -um ein »sanftes« Abbremsen zu erzielen - notwendig, die Bremswirkung des Motors durch zusätzliche Mittel zu dämpfen. Um einen solchen unnötigen Aufwand zu vermeiden und dem üblichen Abbremsen von Hand entsprechend zu bremsen, soll gemäß der Erfindung das von der schwingenden Glocke betätigte Steuerelement so ausgebildet sein, daß es den Elektromotor nur in einer Schwingrichtung der Glocke auf Bremsbetrieb schaltet.
  • Die einfachste elektrische Schaltung für das selbsttätige Einsetzen der Bremse ist dadurch gegeben, daß das die periodische Bremsung steuernde, von der schwingenden Glocke betätigte Steuerelement ein den Hauptschalter überbrückender Bremsschalter ist, durch den in seiner Einschaltstellung Gegenstrom auf den Motor gegeben wird.
  • Für eine elektrische Antriebsvorrichtung gemäß der Erfindung lassen sich sowohl Gleichstrom- als auch Drehstrommotoren verwenden. In beiden Fällen wird man mit Rücksicht auf die Durchführung der Bremsung einen Motor mit Nebenschlußverhalten benutzen. Als Drohstrommotor kommt der normale Asynchronmotor in Frage, der bekanntlich sowohl beim Überschreiten seiner Synchrondrehzahl als auch beim Einschalten mit zwei vertauschten Wicklungsanschlüssen als Bremse wirkt. Die Verwendung eines Drehstrommotors kommt in den meisten Fällen in Betracht, da heute vorwiegend Drehstromnetze für die Stromversorgung in Kirchen zur Verfügung stehen.
  • Die das Umschalterz des Elektromotors bewirkende Schaltvorrichtung kann gemäß der Erfindung als ein zweipoliger Umschalter in Form eines Walzenschalters ausgebildet sein, der über eine Reibungskupplung mit der Welle des Elektromotors gekuppelt und durch um etwa z8o° versetzte Anschläge in jeweils einer seiner beiden Umschaltstellungen gehalten ist.
  • Die Abbremsung der schwingenden Glocke braucht nicht unbedingt bis zum Stillstand der Glocke durchgeführt zu werden; es genügt, wenn die Glocke nur so lange verzögert wird, bis die Schwingweite der Klöppelschwimgung nicht mehr ausreicht, tun den Klöppel gegen die Glocke zu schlagen; bei dem nachfolgenden »stummen« Ausschwingen der Glocke ist eine Bremsung nicht mehr erforderlich. Um Bremsstrom zu sparen, empfiehlt es sich daher, die Betätigung des die Bremse steuernden Schaltelementes, das über eine Reibungskupplung mit der Welle des Motors oder der Glocke verbunden und als einfacher, mehrpoliger Einschalter ausgeführt ist, in Abhängigkeit von der Schwingweite der Glocke einstellbar zu machen.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise , -dargestellt. Es zeigt - Fig. i das Schaltbild einer elektrischen Antriebsvorrichtung für eine Glocke gemäß der Erfindung, Fig. 2 ein ähnliches Schaltbild, das aber für einen nur jeweils in einer Schwingungsrichtung der Glocke wirkenden Antrieb bestimmt ist, Fig. 3 eine Aufsicht auf die wesentlichen Steuerungsteile der Antriebsvorrichtung in teilweise schematischer Darstellung, Fig. 4 einen schematischen Querschnitt längs der Linie IV-IV der Darstellung in Fig. 3, Fig. 5 eine Stirnansicht auf den Einstellmechanismus des Walzenschalters für die Umschaltung des Elektromotors und die nur schematisch dargestellte Einschaltvorrichtung für die Bremse, Fig. 6 einen Längsschnitt durch den Walzenschalter und den Achsstummel des Antriebsmotors, von dem aus der Walzenschalter betätigt wird. ' Das Schaltbild gemäß Fig. i zeigt den Drehstrom-Asy nchronmotor 13, der über die Kraftübertragung 14 mit der (nicht dargestellten) anzutreibenden Glocke dauernd gekuppelt ist. Der Asynchronmotor 13 wird aus dem durch die Buchstaben R, S, T bezeichneten Drehstromnetz über den dreipoligen Einschalter 9 gespeist. Hinter dem Einschalter 9 liegt der zweipolige Umschalter 3, der zum Umkehren der Drehrichtung des Motors 13 dient. Der Schalter 3 ist mit der Motorwelle io durch die Rutschkupplung 5 kraftschlüssig gekuppelt, über die er in Abhängigkeit von der Drehrichtung des Motors umgeschaltet wird. Die Betätigung dies Einschalters 9 erfolgt über eine elektromagnetische Betätigungsvorrichtung i, deren Erregerspule 30 aus dem Netzanschluß 16 gespeist wird, wenn der Handschalter i i geschlossen ist. Die elektromagnetische Betätigungsvorrichtung i wirkt über die durch eine gestrichelte Linie angedeutete Kupplung :2 auch auf den Umschalter 3, und zwar in der Weise, daß bei Erregung der Spule 30 und angezogenem Anker der elektromagnetischen Betätigungsvorrichtung der Umschalter 3 jeweils in -Abhängigkeit von der Drehrichtung des Motors 13 umgeschaltet werden kann. Bei unerregter Spule 30. wird jedoch- der Umschalter 3 in einer bestimmten Stellung gesperrt. Parallel zu dem Einschalter 9 liegt ein dreipoliger Bremsschalter 8, der von einem Bremshebel 4 einuni ausgeschaltet wird. Dieser Bremshebel 4 ist über eine Reibungskupplung 6 mit dem Glockenantrieb verbunden; er schwingt also im Takt -der Glockenschwingung. Ein Anschlag 7 begrenzt die Schwingweite des Hebels.4.
  • Die Wirkungsweise ist an Hand des Schaltbildes leicht zu übersehen: Nach Einschalten des Handschalters i i wird die Spule 3o der elektromagnetischen Betätigungsvorrichtung i erregt. Die Betätigungsvorrichtung zieht ihren Anker an und schließt dabei den dreipoligen Einschalter 9 und entriegelt gleichzeitig den Umschalter 3. Der Motor 13 setzt sich in Bewegung. Er treibt die Glocke so lange in einer durch die Lage des Umschalters 3 bestimmten Richtung an, bis sein Moment nicht mehr ausreicht, die Glocke weiter zu heben. Die infolge des zunächst erhaltenen Schwunges etwas über den Gleichgewichtspunkt zwischen Antriebskraft und Schwerkraft hinauspendelnde Glocke pendelt wieder leicht zuzück. Dar dabei in. umgekehrter Drehrichtung bewegte Motor schaltet die Umschaltvorrichtung 3 um, worauf er sofort einen kräftigen Impuls in der anderen Schwingrichtung der Glocke bekommt und die Glocke in der anderen Richtung ausschwingen läßt. Dort wiederholt sich der Vorgang; durch das Zurücksinken der Glocke wird der Schalter 3 erneut umgepolt, und der Motor treibt wiederum die Glocke in der anderen Schwingungsrichtung an. Auf diese Weise wird durch wiederholtes, in beiden Sch.wingungsrien-tungen der Glocke wirksames Antreiben die Glocke in die zum Läuten notwendige Schwingung versetzt.
  • Zum Abschalten der Antriebsvorrichtung wird der Handschalter i i geöffnet. Die elektromagnetische Betätigungsvorrichtung i gibt das Ausschalten des unter Federdruck stehenden Einschalters 9 frei und verriegelt über die Kupplung 2 den Umschalter 3 in einer Stellung, in der der Motor 13 so geschaltet ist, daß er in einer bestimmten Drehrichtung als Bremse wirken kann, wenn er erneut ans Netz gelegt wird.
  • Der durch dite schwingende Glocke betätigte Bremshebel 4 hat bereits während des motorischen L äutv organfies den dreipoligen Bremsschalter 8 periodisch im Takt der Glocke;Ischwingungen geöffnet und-geschlossen. Solange jedoch der Schalter 9 geschlossen war, blieb dieses periodische Öffnen und Schließen des Schalters 8 ohne Einfluß auf die Steuerung des Antriebsmotors 13. Der Schwinghebel 4 ist so mit dem Antrieb der Glocke gekuppelt, daß er den Schalter jeweils dann schließt, wenn die Glocke in derjenigen Richtung schwingt, in der der Motor als Bremse zum Stillsetzen der Glocke wirken kann. Nach Öffnen des Schalters 9 wird also durch das periodische Schließen des Schalters 8 der Motor 13 jeweils in der einen Schwingungsrichtung der Glocke in einer Gegenstronibremsschaltung ans Netz gelegt.
  • Das wesentlich einfachere Schaltbild der Fig. 2, das eine nur in .einer Schwingungsrichtung der Glocke wirkende Antri,ebsvorrichtumg zeigt, enthält etwa die gleichen Teile wie das Schaltbild. i, lediglich mit dem Unterschied, daß der Umschalter 3 durch einen einfachen Ein- und Ausschalter 12 ersetzt ist, der im Sternpunkt der Statorwicklung des Motors 13 liegt. Dieser Schalter wird- über die auf der Motorwelle io sitzende Kupplung 5 im- Takt der Glockenschwingungen geschlossen, und zwar derart, daß der >Motor nur in der einen Schwingungsrichtung der Glocke eingeschaltet ist. Die Anordnung dieses Schalters im Sternpunkt der Statorwicklung hat den Vorteil; daß durch das Schalten keine Hochfrequenzstörungen eintreten können, da beim Unterbrechen des Schalters 12 auftretende Schwingungen durch die in Eisen liegenden Wicklungen des Motors 13 »abgefangen« werden und nicht in das Netz dibe@r- treten können. Der mit der Glocke gekuppelte Umschalthebel q. und der Schalter 8 wirken in genau der gleichen Weise, wie es oben an Hand des Schaltbildes in Fig. i beschrieben wurde.
  • Die Fig. 3 und q. zeigen den Zusammenbau der wesentlichen Steuerungsteile der Antriebsvorrichtung in teilweise nur schematischer Darstellung. Auf dem der Antriebsseite abgewendeten Wellenstumpf io des Motors 13 sitzt die Rutschkupplung 5, die aus den (in der Zeichnung mit 5 bezeichneten) Kupplungsbacken und den mit Haltestiften 34 in die Backeneingreifenden Kupplungsbügeln 31 besteht, die mittels der von den Spanngliedern 33 festgehaltenen Federn 32 zusammengedrückt werden, wobei sie die Kupplungsbacken 5 an den Wellenstumpf io andrücken.
  • Gleichachsig zur Welle des Motors 13 ist in der Tragscheibe 39 der Walzenumschalter 3 geilagert, der mit denn an einem isolierenden Kontaktträger 2o befestigten Kontakten 17 zusammenarbeitet. Auf der Oberfläche des walzenförmigen Isolierkörpers des Walzenumschalters 3 sind Kontaktsegmente 18 befestigt, die - in an sich bekannter Weise - jeweils zwei von den Kontaktfedern 17 in wechselnder Folge miteinander verbinden und dadurch die Stromrichtung in zwei Phasen der Zuleitungen zum Motor 13 umkehren. Die Kontaktfedern 17 werden mittels der Federn i9 an die Oberfläche der Walze bzw. an die auf dieser Walze sitzenden Kontakte 18 angepreßt.
  • In der weiteren Verlängerung der Achse des Antriebsmotors 13 liegt die elektromagnetische Betätigungsvorrichtung i, mit deren Anker das die Schaltkontakte des Einschalters 9 tragende Joch 29 verbunden ist, das mit den Sperrstiften 2 versehen ist. Das Joch 29 wird durch auf Führungsbolzen 38 sitzende Federn 27, die sich auf die fest mit der elektromagnetisc ren Betätigungsvorrichtung verbundene Grundplatte 28 abstützen, in die Ausschaltstellung gedrückt, bei der die mit denn Joch verbundenen beweglichen Kontakte des Einschalters 9 geöffnet sind und der Walzenumschalter 3 durch die Stifte 2 gesperrt ist. Die elektromagnetische Betätigungsvorrichtung ist in der Fig. 3 in ihrer Einschaltstellung gezeichnet.
  • Die Betätigung des Walzenumschalters 3 erfolgt über den fest auf der Welle des Walzenumschalters 3 sitzenden Hebel 22, der mit eurem Stift 23 zwischen die Kupplungsbügel 31 der Rutschkupplung 5 eingreift.
  • Auf der Tragplatte 39 (vgl. Fig. 5 und 6) sitzen zwei Anschlagstifte 15 für den Hebel 22, die dazu bestimmt sind, die Schaltbewegungen des Walzenumschalters 3 auf etwa i8ö° zu begrenzen.
  • Am Ende des Wellenstumpfes io des Antriebsmotors 13 sitzt ein Ritzel 24 (vgl. Fig. 3), das in das wesentlich größere Zahnrad 25 .eingreift. Das Zahnrad 25 ist auf einer besonderen Welle 40 mittels des Sperrstiftes 26 befestigt, die in der Tragscheibe 39 gelagert ist und sich wegen ihrer Kupplung mit dem Antriebsmotor 13, der seinerseits fest mit der Glocke gekuppelt ist, langsam im Takt der Glockenschwingungen hin und her dreht. Auf der Welle ¢o isst der über die durch die Feder 36 angedrückte Reibungskupplung 6 mit der Welle verbundene Bremshebel q. gelagert, der zur Betätigung des Bremsschalters 8 (vgl. Fig. 5) dient. Weiterhin sitzt auf dieser Welle ein Steuernocken 21, der die Einschaltdauer des Motors 13 durch Anheben zweier federnder Kontakte 17 des Walzenumschalters 3 begrenzt" wenn der Ausschwingwirikel der Glocke zu groß wird. Der Nocken 2i sitzt nur lose auf der Welle 40 (vgl. Fig. 3) und ist durch die Druckfeder 37 über die Rutschkupplung 35 reit der Welle 40 gekuppelt.
  • Die Vorrichtung arbeitet in folgender Weise: Bei dem Einschalten des Handschalters i i (vgl. Fig. i und 2) erhält die Zugspule der elektromagnetischen Betätigungsvorrichtung i Strom, so daß sie ihren Anker und damit den mit dem Joch 29 verbundenen Anker anzieht. Die Sperrstifte 2 geben den Walzenumschalter 3 frei. Gleichzeitig werden die Kontakte 9 des Einschalters geschlossen. Der Motor. 13 treibt die Glocke in der oben bei der Erläuterung der Schaltbilder bereits beschriebenen Weise an.
  • Wenn die Schwingweite der Glocke zu groß wird, werden durch denSteuernocl-en;2i; (vgl. Fig. 5) die beiden langen Kontaktfedern 17 auseinandergedrückt, so daß sie ihren Kontakt mit den Kontaktstücken 18 verlieren. Dadurch werden die beiden an den Walzenumschalter 3 angeschlossenen Phasen des Drehstromes unterbrochen, so daß der Motor stromlos weiterläuft.
  • Es dürfte leicht einzusehen sein, daß durch geeignete Wahl des Übersetzungsverhältnisses zwischen der Motorwelle und der den Nocken 21 tragenden Welle q.o sowie durch entsprechende Ausbildung der Nockenform des Nockens 2i jede gewünschte Begrenzung der Schwingweite der Glocke möglich ist.
  • Das periodische Spiel wiederholt sich nun so lange, wie der Handschalter i i geschlossen ist. Der Motor arbeitet in beiden Schwingungsrichtungen der Glocke motorisch; er wird durch den Steuernocken bei einer bestimmten Schwingweite der Glocke ausgeschaltet. Außerdem kann er bei zu großer Geschwindigkeit der Glocke in der ilTähe des Totpunktes der Glockenschwingung auch vorübergehend als Nutzbremse wirken, wenn er dabei seine synchrone Drehzahl überschreitet.
  • Wird zwecks Beendigung des Läutens der Handschalter i i geöffnet, so wird die Zugspule der elektromagnetischen Betätigungsvorrichtung i stromlos, das Joch 29 wird durch die Federn 27 abgedrückt, wobei die Sperrstifte :2 in die Aussparungen der Umschaltwalze 3 eingreifen und diese Walze festhalten, so daß sie von dem Motor 13 nicht mehr bewegt werden kann. Der Wellenstumpf io des Motors 13 bewegt sich dann in der Rutschkupplung 5, ohne jedoch die Kupplungsbacken mitzunehmen. Das Reibungsmoment an der Rutschkupplung 5 führt zu einem Auseinanderspreizen der Kupplungsbügel 31 und dadurch zu einer selbsttätigen Verringerung des auf die Kupplungsbacken wirkenden Anpreßdruckes. Die Betrachtung der Fig. 5 zeigt, daß die beiden Anschläge 15 in der Lagerplatte 39 so angeordnet sind, daß der Hebel 22 nicht um genau i8o° schwenken kann; sein Schwenkwinkel iGt auf einen Winkelbereich begrenzt, der kleiner als i8o° ist. Bei der in der Fig. 5 dargestellten Stellung des Schwenkhebels 22 liegen die beiden Bohrungen in dem Körper des Walzenumschalters, 3, in die die Sperrstifte 2 eingreifen können, in der richtigen Eingriffsstellung. In der anderen Endlage des Hebels 22 jedoch haben sie diese Stellung noch nicht erreicht, so daß ein Eingreifen. der Spemrstifte 2 in die Bohrungen nur in der einen. Stellung der Walze des Walzenumschalters 3 erfolgt.
  • Da gleichzeitig der Hauptschalter 9 geöffnet wird, wirkt sich nunmehr das periodische Einschalten des Bremsschalters 8 aus, indem der Motor in Abhängigkeit von der Schwingweite der Glocke durch den von dem Bremshebel 4 gesteuerten Bremsschalter 8 jeweils in der einen Schwingungsrichtung der Glocke mit Gegenstrom aus dem Netz gespeist wird. Der Motor bremst so die Glocke nur in ihrer einen Schwingungsrichtung ab, was der beim Handläuten üblichen Abbremsung entspricht. Die jeweilige Schwingweite des Hebels 4 wird durch den Anschlagstift 7, der in mehrere Löcher der Lagerplatte 39 eingesteckt werden kann, nach Bedarf so eingestellt, daß das Schließen des Brernsschalters 8 und damit die periodische Einschaltung der Bremse .nur bei Schwingweiten der Glocke erfolgt, bei denen dien Klöppel -noch an der Glocke anschlägt. Sind infolge der Bremsung der Glocke die Schwingweiten kleiner geworden, so reicht der Schwingwinkel des Bremshebels .4 nicht mehr aus, um den Schalter 8 zu schließen, so daß das. weitere Ausschwingen der Glocke ungebremst erfolgt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRUCH-E: i. Elektrische Antriebsvorrichtung für eine Glocke oder einen ähnlichen, periodisch in Pendelschwingungen zu versetzenden Körper, bei der ein die Glocke in einer ihrer beiden Schwingungsrichtungen antreibender Elektromotor mittels einer durch die Schwingbewegung der Glocke gesteuerten Schaltvorrichtung periodisch -ein- und ausgeschaltet bzw. in seiner Drehrichtung umgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine elektromagnetische Betätigungsvorrichtung für das Ein- und Ausschaltern des Antriebes mit der den Elektromotor während des Motorbetriebes periodisch ein-, aus- oder umschaltenden Schaltvorrichtung in der Weise gekuppelt is,t,. daß sie die Schaltvorrichtung bei ihrem Einschalten zur periodischen Steuerurig in Abhängigkeit von.. der Schwingbewegung der Glocke freigibt, sie jedoch bei ihrem Ausschalten in einer Stellung verriegelt, in der die Schaltvorrichtung de. Elektromotor auf Bremsbetriieb in nur einer Drehrichtung schaltet und in der auch beim Wiedereinsehadten des Antriebes der Anlauf des Elektromotors erfolgt.
  2. 2. Elektrische Antriebsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d.aß ein durch Ausschalten des Antriebes wirksam werdendes, von der schwingenden Glocke. im Takt ihrer Schwingungen betätigtes Steuerelement den dauernd mit der Glocke gekuppelten Elektrobotor periodisch als Motorbremse einschaltet.
  3. 3. Elektrische Antriebsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das von der schwingenden Glocke .betätigte Steuerelement so ausgebildet ist, daiß es den Elektromotor nur in einer Schwingungsrichtung der Glocke auf Bremsbetrieb schaltet.
  4. 4. Elektrische Antriebsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das die periodische Bremsung steuernde, von der schwingenden Glocke betätigte Steuerelement ein den Hauptsohal:ter überbrückender Bremissahalter ist, durch dien in seiner Einschaltstellung Gegenstrom auf den Motor gegeben wird.
  5. 5. Elektrische Antriebsvorrichtung nach Anspruch i oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor ein Drehstrommotor ist und die das Umschalten des Drehstrommotors bewirkende Schaltvorrichtung als ein zweipoliger Umschalter in Form eines Walzenschalters ausgebildet ist, der über eine Reibungskupplung mit derWelle des E1.ektromotors gekuppelt und durch um etwa i8o° versetzte Anschläge in jeweils einer seiner beiden Umschaltstellungen gehalten ist.
  6. 6. Elektrische Antriebsvorrichtung nach Anspruch 2 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das die Bremse steuernde Steuerelaement ,ein über eine Reibungskupplung mit der Welle des Motors oder der Glocke verbundener Einschalter ist, dessen Betätigung in Abhängigkeit von der Schwingweite der Glocke einstellbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 188 173, 274 758, 232 855: 396 844.
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DE396844C (de) * 1921-12-30 1924-06-13 Fritz G Mueller Dr Elektrisch betriebene Laeutemaschine fuer Kirchenglocken

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