AT155421B - Wähler zum Herstellen elektrischer Verbindungen. - Google Patents

Wähler zum Herstellen elektrischer Verbindungen.

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AT155421B
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Description


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  Wähler zum Herstellen elektrischer Verbindungen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf einen Wähler mit zwei Bewegungsriehtungen. Es ist bereits bekannt, bei derartigen Wählern, deren Antrieb durch einen Schaltmagnet mittels Sperrad und Klinke erfolgt, die Umsteuerung des Wählers durch nur einen Magneten zu bewirken, der sowohl die   Ent-   kupplung der Antriebsvorrichtung von den Antriebsgliedern der einen Bewegungsrichtung als auch ihre Kupplung mit denen der andern Bewegungsrichtung mechanisch einleitet. Die Erfindung betrifft nun einen Wähler, der eine durch Stromstösse gesteuerte elektromotorische Antriebsvorrichtung besitzt, wobei zur Umsteuerung ebenfalls nur ein Magnet benutzt wird. Zweckmässig wird dabei die Umsteuerung durch den Abfall eines während der ersten Stromstossreihe erregten   Sperrmagneten   (z. B. das Ver- zögerungsrelais selbst) eingeleitet. 



   Erfindungsgemäss führt der Wähler nach Einleitung der Umsteuerung unter dem Einfluss einer
Speicherkraft selbsttätig einen Schritt in der zweiten Bewegungsrichtung aus und bewirkt dadurch die Umschaltung der   Antriebsvorriehtung   von den Antriebsgliedern der einen auf die der andern
Bewegungsrichtung. Auf diese Weise wird der mechanische Umsteuervorgang sehr vereinfacht. 



   Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung dient als Läufer des Wählers ein vorzugsweise sternförmig gestalteter Dauermagnet und die Ständerelektromagnete des Wählers werden im Betrieb in periodischer Folge magnetisch umgepolt. 



   Bekannt sind elektromagnetisch angetriebene Wähler mit Weicheisenanker, bei denen zwei
Ständerelektromagnete abwechselnd eingeschaltet werden.   Demgegenüber   können bei dem erfindungs-   gemässen   Wähler ständig alle   Ständerelektromagnete stromführend   sein und nur ihre magnetische Polung wird periodisch gewechselt. Auf den Anker wirken daher nicht nur, wie bei der bekannten Anordnung, Anzugskräfte, sondern gleichzeitig Abstossungskräfte. Durch die auf diese Weise erhöhte Leistung wird eine erheblich grössere Sicherheit bei der Wählereinstellung erzielt. 



   Eine Gefahr bei elektromotorisch angetriebenen Wählern besteht darin, dass der Motoranker, insbesondere bei der Stillsetzung des Wählers, Pendelbewegungen ausfahrt, durch die er unter   Umständen   in die Nähe eines vorausliegenden oder zurückliegenden Ständerpoles gelangt, so dass er von diesem statt von dem gewünschten Ständerpol angezogen wird. Diese Gefahr ist bei dem erfindungsgemässen Wähler vermieden, da ja der jeweils vorausliegende bzw. zurückliegende   Ständermagnet   magnetisch gegensinnig gepolt ist, so dass diese beiden Ständerpole den Anker also nicht   anzuziehen, sondern im   Gegenteil abzustossen bestrebt sind. Die Ankerpendelungen werden daher weitgehendst unterdrückt. 



  Auch wenn die Erregung der Feldmagnete vorzeitig aufhört, so wird trotzdem jeder Schritt mit Sicherheit vollendet, weil die magnetische Kraft des Ankers selbst diesen in die nächste stabile Lage bringt. 



  Ferner ist es auch für die Festhaltung des Wählers in der   gewünschten   Stellung nicht notwendig, einen der Elektromagnete ständig erregt zu halten, sondern der Ankermagnet hält den Wähler selbsttätig ein für allemal in der erreichten Stellung fest, so dass ein Verrücken der Motorwelle nach rechts oder links nur unter verhältnismässig grosser Kraftaufwendung   möglich   ist. 



   Ein weiterer Vorteil der   erfindungsgemässen   Anordnung liegt darin, dass der Wähler, z. B. wenn er in freier Wahl arbeitet, unmittelbar von einer Wechselstromquelle aus gespeist werden kann, während dies bei einem Motor mit Weicheisenanker nicht ohne weiteres möglich ist. 

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   Die Erfindung ist im folgenden an einigen Beispielen erläutert. 



   Fig. 1 ist ein Grundriss eines dieser Beispiele, Fig. 2 ein Aufriss dazu, teilweise geschnitten nach der Linie AB der Fig. 1. Fig. 3 zeigt einen Schnitt nach der Linie CD der Fig. 2. Fig. 4 ist ein Grundriss eines zweiten Beispiels, Fig. 5 ein Aufriss zu diesem. Fig. 6 zeigt schematisch eine elektromotorische Antriebsvorrichtung für den Wähler. Fig. 7,8, 9 sind Schaltbilder, die sich auf die Erregungsweise dieser Antriebsvorrichtung beziehen. 



   Die Achse b der Antriebsvorrichtung nach Fig. 6 hat, wie in Fig. 1 und 2 dargestellt ist, eine Schnecke   Cl   und einen Trieb c. Die Schnecke a greift in ein Zahnrad/, welches starr mit einer Zahnscheibe g verbunden ist oder ein Stüek mit ihr bildet. Der   Teil t, g   sitzt, wie Fig. 2 in einer Schnittdarstellung deutlich macht, drehbar auf der Wählerwelle e und ruht auf einem Stellring i dieser Welle. 



  Über der Scheibe g ist eine Platte k an der Welle e befestigt. Die Platte   Tc   hat einen   Anschlag   für 
 EMI2.1 
 Wirkung einer nicht gezeigten Feder in die eine oder andere der   Zahnlücken   dieser Scheibe einzufallen. 



  Der Arm n ist, wie die Schnittdarstellung der Fig. 2 erkennen lässt, gleich einem Arm m, der ihn trägt, drehbar auf der Welle e angeordnet. Der Arm   rn   liegt auf der Platte k. Die Arme   in,   n sind auf diese Art zwischen der   Platte Je   und einem Stellring h der Welle e gegeneinander drehbar. Der Arm it trägt mittels einer Feder q eine   Knagge 1",   die bestimmt ist, den Arm m zu erfassen, wie in Fig. 1 gezeigt ist. Dabei ist dann eine Druckfeder s gespannt, die sich zwischen beiden Armen befindet. Ein Finger t 
 EMI2.2 
 
Ansatz o', um an der Klinke l anzugreifen. 



   Der Trieb c steht im Eingriff mit einer Zahnstange   cl.   Diese ist starr verbunden mit der Stange 0 und den nicht gezeigten Schaltarmen des Wählers. Das aus den Stangen   cl,   o und diesen Schaltarmen bestehende Gebilde ist in bekannter Weise längs der Welle e verschiebbar und mit ihr drehbar. Eine
Feder, die nicht gezeichnet ist, dient dazu, dieses Gebilde in die dargestellte Lage, d.   11.   in die Ruhe- stellung, zurückzubringen. Es ist dies die sogenannte Rückzugfeder. 



   In die Zahnlücken der Stange o passt ein Rahmen p, der senkrecht zu den Teilen   cl,   e, o fest gelagert ist. Dieser Rahmen hat Ansätze pl, p2, p3, p4. Der Ansatz pl verhindert bei dem in der
Zeichnung dargestellten Ruhezustand des Wählers, dass die   Klinke   in eine Zahnlücke der Scheibe g einschnappt. Der Ansatz p2 dient dazu, den Arm   m   gegen den Druck der Feder s abzustützen. Der
Ansatz p3 liegt in dem Wege des Armes n, der Ansatz p4 in dem Wege der Feder q. 



   Eine Sperrklinke u für die Welle e sucht unter der Wirkung einer Feder, die nicht gezeigt ist, die in Fig. 3 punktiert angedeutete Stellung einzunehmen, steht aber unter der Wirkung eines Elektromagneten, der während der ersten, dem Heben dienenden Impulsreihe erregt ist, z. B. unter dem Einfluss des bekannten Verzögerungsrelais solcher Wähler. Von diesem Relais oder einer ihm gleichwertigen Vorrichtung aus wird die Klinke u in die Lage gebracht, die in Fig. 3 in vollen Linien gezeigt ist. 



   Die Vorrichtung nach Fig. 1 und 2 wirkt in folgender Weise. 



   Jeder Impuls bewegt, wie später noch beschrieben wird, die in Fig. 6 dargestellte Antriebsvorrichtung um eine Viertelumdrehung weiter. Der vierzahnige Trieb c hebt daher das aus den
Stangen   cl,   o und den nicht gezeigten Schaltarmen des Wählers bestehende Gebilde um so viele Schritte, als Impulse ankommen. Der aus dem   Schneckenrade t und   der Zahnscheibe g bestehende Körper dreht sich dabei unter dem Einfluss der Schnecke a auf der Welle e, die also nicht gedreht wird. Die Klinke   l   wird   zwarvon demAnsatz o'der Stange o,   mit dem diese auf der Klinke    lastet, freigegeben, doch   bleibt die   Klinke lis   der gezeichneten Stellung, weil   der Ansatz   des Rahmens p sie stützt, wie Fig. 2 zeigt.

   Nach dem ersten Hebeschritt gibt der Finger t   die Knagge 1"   frei. Diese kommt infolgedessen unter dem Einfluss der Feder q ausser Eingriff mit dem Arm in. Die Feder s, die sich zu entspannen sucht, drückt daher den Arm n gegen den Ansatz kl, den Arm m gegen den Ansatz   p2.   Die Welle e kann noch nicht in der Richtung des in Fig. 3 gezeigten Pfeiles gedreht werden, weil die Klinke   1l   noch die in Fig. 3 mit vollen Linien dargestellte Lage hat, in der sie durch das nicht gezeichnete Verzögerungsrelais des Wählers oder eine andere Vorrichtung dieser Art gehalten wird, d. h. durch ein Schaltmittel, das während der ersten Impulsreihe erregt ist und nicht eher aberregt wird, als das durch die erste Impulsreihe bewirkte Heben beendet ist.

   Beim Aberregen dieses Schaltmittel kehrt die Klinke u unter der Wirkung ihrer nicht gezeigten Feder in die punktiert gezeichnete Lage zurück. Jetzt erst kann die Feder s tätig werden. Sie greift mit dem Arm n an dem Ansatz kl an und dreht hiedurch die Platte k in der Richtung des Pfeiles. Die Welle e nimmt an dieser Drehung teil, weil sie starr mit der Platte   k   verbunden ist. Die Klinke   l   kommt so ausser Eingriff mit dem Ansatz pl und schnappt daher, da auch der Ansatz 0'nicht mehr auf sie wirkt, unter der Wirkung ihrer nicht gezeigten Feder in eine Zahnlücke der Scheibe g ein. Der Wähler hat hiemit den Teil seiner Drehung gemacht, den man das "Eindrehen" nennt. Infolge dieses Eindrehens hat die Klinke   l   den Körper f, g mit e, k gekuppelt.

   Die Welle e wird mithin durch das Getriebe   a, t gedreht,   so dass die nicht gezeigten Schaltarme gemäss den weiteren Schritten der in Fig. 6 gezeigten Antriebsvorrichtung über die ebenfalls nicht dargestellten Bankkontakte geführt werden, bis das Einstellen des Wählers vollendet ist. 



   Beim Eindrehen des Wählers ist die Stange   cl   ausser Eingriff mit dem Trieb   c,   die Stange o aber mit einer ihrer Zahnlücken in Eingriff mit dem Rahmen p gekommen. Dieser stützt 

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 so während der Drehbewegung des Wählers das aus den Stangen d, o und den Sehaltarmen bestehende Gebilde. 



   Um in den Ruhezustand zu gelangen, wird der Wähler weitergedreht. Nachdem seine Schaltarme den Bereich der Bankkontakte verlassen haben, also bei der üblichen Bauart solcher Wähler zwischen dem zehnten und elften Schritt, trifft der Arm n gegen den Anschlag   1).'3,   so dass er an dem Drehen des Wählers nicht mehr teilnimmt. Infolgedessen folgen auch der Arm m und die Feder s nicht mehr der Drehbewegung. Das Lager   7c2   für die Klinke   1   trifft mithin gegen den Arm/11 und dreht ihn unter Spannen der Druckfeder s gegen den Arm   M   hin. Zugleich biegt der Anschlag p4 die Feder q so, dass die Knagge f wieder den Arm   m   erfasst, sobald der Arm m weit genug gegen den Arm   n   hin gedreht ist.

   Bei dem weiteren Drehen des Wählers gleitet die Stange o von dem Rahmen p ab. Das aus den   Stangen d, 0   und den Schaltarmen bestehende Gebilde gleitet daher in der Lage, in die es gedreht worden ist, an der Welle e nieder. Der Finger t legt sich dabei wieder vor die Knagge r, um sie im Eingriff mit dem Arm m zu halten. Der Ansatz   0'schlägt   bei diesem Niedergleiten auf die Klinke   1   und reisst sie hiedurch aus der Zahnscheibe g. Die   Stangen cl, 0   und die Schaltarme sowie die Anordnung e-n sind mithin frei von den Teilen a, b, e, f, g und werden daher durch die bekannte, nicht gezeigte Rückzugfeder in die gezeichnete   Lage zurückgeschwenkt,   so dass die Stange   d   wieder in Eingriff mit dem Trieb c kommt.

   Der Wähler befindet sich hiemit wieder in seinem Ruhezustand. 



   In den Fig. 4 und   5   sind solche Teile, die den in Fig. 1,   2,   3 gezeigten gleichen oder ihnen entsprechen, mit den gleichen Bezugszeichen versehen, die in Fig. 1-3 angewendet sind. 



   Das Kuppelglied   1,   welches in der durch Fig. 1-3 gezeigten Anordnung eine Klinke ist, ist hier eine Schiene, die radial zur Welle e verschiebbar ist und hiefür mittels Schlitzen 1', durch welche Schrauben 7c'einer Platte    &    reichen, geführt ist. Die gezahnte Stange o ist an der Platte k befestigt. 
 EMI3.1 
 bekannte, nicht gezeigte Rückzugfeder, durch welche diese Teile in die gezeichnete Stellung gebracht werden, ist dabei gespannt. 



   Die Vorrichtung nach Fig. 4 und 5 wirkt in folgender Weise. 



   Durch die erste Impulsreihe werden die in Fig. 1 und 2 gezeigte Zahnstange   d   und die in starrer Verbindung mit ihr stehenden Teile   1,   o, k und die gleichfalls starr mit diesen Gliedern verbundenen Schaltarme längs der Welle e hochbewegt. Der obere Anschlag   z   geht dabei durch eine Zahnlücke der Scheibe g. Die Zahnstange o wird hiedurch frei von der Klinke w. Der Wähler kann aber noch nicht eindrehen, weil sein Verzögerungsrelais od. dgl. die in Fig. 3 gezeigte Sperrklinke u eingerückt hält. 



  Sobald dieses Relais aberregt wird, also nach Ablauf der ersten Impulsreihe, dreht der Wähler unter dem Einfluss der gespannten   Rückzugfeder   einen Schritt ein. Die Schiene   1   gleitet dabei von den Anschlägen   z   ab und dringt unter dem Druck der Feder v in die nächste Zahnlücke der Scheibe g ein. 



  Die für das Drehen des Wählers erforderliche Kupplung ist hiemit vollzogen. 



   Für das Auslösen des Wählers gleitet, wie für Fig. 1 und 2 beschrieben, die Zahnstange o von dem Rahmen p ab, so dass sie und die starr mit ihr verbundenen Teile längs der Welle e niedergleiten. In der tiefsten Lage kommt die Schiene 1 ausser Eingriff mit der Zahnscheibe g. Die eingestellten Teile werden daher durch den Druck der   Rückzugfeder   in die gezeichnete Lage   zurückgeschleudert.   Die hiebei gewonnene kinetische Energie wird dazu benutzt, die Rückzugfeder so zu spannen, dass sie den Wähler einzudrehen strebt. Diese Feder kann z. B. so eingestellt werden, dass sie nur dann entspannt ist, wenn der Wähler zwischen dem ersten und dem zweiten Drehschritt steht. Es können aber auch zwei gegeneinander wirkende Federn vorhanden sein, deren Spannungen einander bei dieser Stellung des Wählers das Gleichgewicht halten. 



   Das bei der Rückkehr der eingeschwenkten Wählerteile erforderliche Auflaufen der Schiene   1   auf die Anschläge z kann durch Anordnung schräger Stirnflächen dieser Teile erzielt werden. Die Feder v wird hiedurch wieder gespannt, so dass der Wähler wieder betriebsbereit ist. 



   Die Antriebsvorrichtung gemäss Fig. 6 ist eine den Synchronmotoren   ähnliche   Vorrichtung. 



  Sie hat einen mehrpoligen Dauermagneten, den Rotor   2,   und einen Stator   3,   der aus lamelliertem Weicheisen besteht und mit einer Feldwicklung versehen ist, die auf den Polansätzen abwechselnd gegensinnig gewickelt ist. Rotor 2 und Stator 3 haben je acht Pole, doch kann die Polzahl eine beliebige andere gerade Zahl sein. Die Rotorpole sind durch   sichelförmige   Ansätze 4 sämtlich nach der gleichen Seite hin unsymmetrisch gestaltet. 



   Diese Vorrichtung arbeitet in folgender Weise. 



   Wird die Feldwicklung so vom Strom durchflossen, dass die in Fig. 6 angegebenen magnetischen Polaritäten N, S entstehen, dann wird nach bekannten Gesetzen der Rotor 2 in der gezeichneten Stellung festgehalten. Wenn hierauf die Stromrichtung und damit die magnetischen Polaritäten des Stators 3 umgekehrt werden, wird auf den Rotor 2 eine   abstossende   Kraft ausgeübt. Diese Kraft hat dank den 

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Polansätzen 4 eine Komponente, die in einer bestimmten Drehrichtung wirksam ist-im Gegensatz zu den gewöhnlichen   Synehronmotoren,   bei denen die Schwungenergie die erforderliche in der Dreh- richtung wirksame Komponente liefern muss. Der Rotor 2 dreht sich so in der Richtung des Pfeiles um eine Polteilung weiter. Dies wiederholt sich bei erneutem Umkehren des Statorstromes.

   Der Rotor wird also synchron mit dem Wechseln des Statorstromes schrittweise gedreht. 



   Das Schaltschema der Fig. 7 gilt für Gruppenwähler, die in erzwungener Wahl heben und in freier Wahl drehen und bei denen das Impulsrelais A während des Hebens vom Fernsprechteilnehmer gesteuert wird und während des Drehens mit Selbstunterbrechung arbeitet. Während in der Fig. 6 nur eine Feldwicklung angenommen ist, die an eine Wechselstromquelle gelegt ist, also abwechselnd von
Strömen verschiedener Richtung durchflossen wird, ist in Fig. 7 angenommen, dass über sämtliche Feld- magnete des Stators der Fig. 6 zwei verschiedene Wicklungen geführt sind, von denen auf jedem Pol- ansatz die eine im entgegengesetzten Sinne gewickelt ist wie die andere und von denen durch einen
Wechselkontakt aI des Relais A jeweils die eine an eine Gleichstromquelle an-und die andere dabei von der Gleichstromquelle abgeschaltet wird.

   Dieses Relais wird dabei durch eine nicht gezeichnete
Wicklung vom Teilnehmer her beeinflusst. Jeder Stromstoss dreht die Antriebsvorrichtung um eine Pol- teilung, d. i. eine   Aehtelumdrehung,   weiter. Da auf jeden Anzug des Relais A ein Abfallen folgt, wird die Antriebsvorrichtung bei jedem Impuls um eine Viertelumdrehung weiterbewegt. Sobald die Impuls- reihe beendet ist und der Wähler den   Umsehalteschritt   gemacht hat, ist das Relais A durch den von der Welle e (Fig. 1-5) beherrschten Kontakt   10'auf Selbstunterbrechung geschaltet   und gibt weiterhin
Impulse, jetzt zum Eindrehen des Wählers. auf die Antriebsvorrichtung, bis durch den Kontakt   y   des bekannten, nicht gezeigten Prüfrelais die Stromkreise für das Relais und die Antriebsvorrichtung unterbrochen werden.

   Der Kontakt aV des Relais A hat den Zweck, ein vorzeitiges Abfallen dieses
Relais zu verhüten und damit eine sichere Stromstossgabe für die Wicklung   81   zu erreichen. Durch den doppelten Ruhekontakt von al wird derselbe Zweck für die Wicklung 82 erreicht, denn diese kommt so eher unter Strom als das Relais   A.   



   Im einzelnen arbeitet die Schaltung nach Fig. 7 wie folgt : Bei der Belegung des Wählers wird der Kontakt c'geschlossen und gleichzeitig das Stromstossrelais   A   über eine nicht dargestellte Wicklung erregt, so dass die Feldwicklung   81   Strom erhält. Dies hat jedoch zunächst noch keinen Einfluss auf die motorische Antriebsvorrichtung, sondern bewirkt nur, dass der Anker in seiner Lage noch fester gehalten wird als bisher. Bei den nun folgenden Wahlstromstössen wird das   Stromstossrelais   impulsweise zum Abfall gebracht, so dass der Kontakt al bei jedem Stromstoss einmal hin und her pendelt. derart, dass beim ersten Abfall des Relais die Wicklung   82   stromführend wird, beim ersten
Wiederanzug die Wicklung   81   usw.

   Der Wähler hebt also um so viel Schritte, als Stromstösse in der ersten Stromstossreihe eintreffen. Nach dem ersten   Hebeschritt     schliesst   in bekannter Weise der Kopfkontakt k'. Nach Beendigung der ersten Stromstossreihe wird der Wähler in der beschriebenen Weise von Heben auf Drehen umgesteuert, indem er selbsttätig zunächst einen
Schritt eindreht. Dabei wird der Wellenkontakt   10'umgelegt.   Dies hat zur Folge, dass das Relais A nunmehr mit Hilfe seiner dargestellten Wicklung A und seines Kontakts aI ein   Selbstunterbreeher-   spiel beginnt, so dass an diesem Kontakt die Wicklungen   81   und S2 wiederum abwechselnd eingeschaltet werden und der Wähler sich infolgedessen zu drehen beginnt.

   Diese Drehbewegung dauert so lange an, bis der Wähler mit Hilfe seines nicht dargestellten Prüfrelais eine freie Leitung findet, so dass der Kontakt p umschaltet, wodurch die dargestellte   Wicklung axa   sowohl wie die beiden Wicklungen S 1 und S2 stromlos werden und der Wähler in der erreichten Lage stillgesetzt wird. Der Kontakt   ! i'   ist ebenfalls ein Wellenkontakt, welcher den Selbstunterbrecherstromkreis des Relais   A   öffnet, wenn der Wähler mehr als elf Schritte gemacht, also keine freie Leitung gefunden hat. 



   Der Kontakt aV des Relais A hat den Zweck, das Relais A auch dann noch jedesmal eine Weile erregt zu halten, wenn die beiden rechten Trennkontakte des Kontaktes aI bereits getrennt worden sind. Die Zeit, während der das Relais A erregt ist, wird dadurch etwas verlängert und dadurch sichergestellt, dass die Wicklung   8 1   lange genug Strom erhält. Die beiden erwähnten Trennkontakte haben den Zweck, sicherzustellen, dass die Wicklung 82 lange genug vom Strom durchflossen wird. Kehrt nämlich der Kontakt aI nach dem Abfallen des Relais   A   wieder in die Ruhelage zurück, so wird infolge dieses Doppelkontaktes die Wicklung S2 bereits stromführend, bevor die Wicklung-. 4 zwecks Wiedererregung des Relais A Strom erhält. 



   Für das Drehen in freier Wahl könnte ebenso wie bei den bereits bekannten Schaltungen ein Wechselspiel zwischen dem Kraftrelais, hier der Antriebsvorrichtung nach Fig. 6, und dem Impulsrelais durch einen Kontakt des Kraftrelais stattfinden. Die Antriebsvorriehtung müsste zu diesem Zweck vier Nocken haben. 



   Fig. 8 gilt für Gruppenwähler, bei denen für die erzwungene Wahl das Impulsrelais, angedeutet durch seinen Kontakt   a',   und für die freie Wahl des Impulsrelais J benutzt wird, zu welchem die Kontakte   il,   iV gehören, die den in Fig. 7 gezeigten Kontakten aI,   a V entsprechen. Im   übrigen gilt hier das gleiche wie für Fig. 7, nur dass noch eine   Umsehaltung   der Wicklungen 81, 82 von dem Kontakt a'des Impulsrelais der erzwungenen Wahl auf den Kontakt il des Impulsrelais J der freien Wahl hinzukommt. Diese Umschaltung wird von dem Wechselkontakt   10" ausgeführt,   der ebenso 

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 wie der Kontakt   w'umgelegt   wird, wenn der Wähler nach Beendigung der Hebschritte selbsttätig einen Schritt eindreht. 



   Fig. 9 gilt für Leitungswähler, die in erzwungener Wahl sowohl heben als auch drehen und die durch ein Impulsrelais gesteuert werden, das durch seinen Kontakt e'angedeutet ist. Die Zahlen 1, 2, 10 bedeuten die Stellungen des Steuerschalters. 



   Ein vorzeitiges Stromloswerden der Wicklungen   81,     82   kann nicht dazu führen, dass der Rotor 2 in unwirksamen Zwischenstellungen stehenbleibt, denn er wird vermöge seines Dauermagnetismus stets in die richtige Stellung nachgezogen, nämlich in die Stellung des geringsten magnetischen Wider- standes für den Kraftfluss des Dauermagneten. 



   Statt die Pole des Rotors 2 unsymmetrisch auszubilden, wie in Fig. 6 bei 4 gezeigt ist, können
Hilfspole angeordnet werden, um die Drehrichtung zu bestimmen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wähler mit zwei Bewegungsrichtungen und einer durch Stromstösse gesteuerten Antriebs- vorrichtung, bei welchen die Umsteuerung des Wählers durch nur einen Magneten erfolgt, der sowohl die Entkupplung der Antriebsvorrichtung von den Antriebsgliedern der einen Bewegungsrichtung wie ihre Kupplung mit denen der andern Bewegungsrichtung mechanisch einleitet, dadurch gekennzeichnet, dass der Wähler nach Einleitung der Umsteuerung unter dem Einfluss einer Speicherkraft selbsttätig einen Schritt in der zweiten Bewegungsrichtung ausführt und dadurch die Umschaltung der Antriebsvorrichtung von den Antriebsgliedern der einen auf die der andern Bewegungsrichtung bewirkt.

Claims (1)

  1. 2. Wähler mit mehreren Bewegungsrichtungen, bei denen die Antriebsvorriehtung über ein Schneckengetriebe auf die Antriebsglieder der zweiten Bewegungsrichtung einwirkt, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Schnecke (a) und Schneckenrad (i) ständig in Eingriff miteinander bleiben und dass der Antrieb der Antriebsglieder dieser Bewegungsriehtung durch das Schneckengetriebe über eine bei der Umsteuerung beeinflusste Kupplungsvorriehtung (g, I) erfolgt.
    3. Wähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherkraft, vorzugsweise Federkraft, welche die Schaltarme einzudrehen strebt, durch die dem Rückführen des Wählers dienende Bewegung gespeichert wird.
    4. Wähler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft auf die Wählerwelle (e) wirkt und die Schaltarme längs dieser Welle verschiebbar und mit ihr drehbar sind.
    5. Wähler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die an die Wählerwelle (e) angeschlossene Rückzugfeder in der Ruhestellung der Schaltarme in einem solchen Sinn gespannt ist, dass sie die Schaltarme um einen Schritt einzudrehen strebt, wonach sie ihren spannungslosen Zustand erreicht.
    6. Wähler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltarme unter der Wirkung von zwei Federn stehen, deren Spannungen einander das Gleichgewicht halten, wenn die Schaltarme einen Schritt eingedreht sind.
    7. Wähler nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Glied , durch welches die Schaltarme mit dem Triebrad (i) gekuppelt werden, beim Eindrehen der Schaltarme von einer Stütze (pl oder z) abgleitet und hiedurch in die Kuppellage gelangt.
    8. Wähler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kuppelteil des Triebrades eine Zahnscheibe (g) ist.
    9. Wähler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kuppelglied (I) eine Klinke ist, die durch eine mit den Schaltarmen starr verbundene Führungsstange (o) in die kuppelbereite Lage zurückgebracht wird.
    10. Wähler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kuppelglied (I) eine Schiene ist, die bei der Rückkehr des Wählers in den Ruhezustand durch Anschläge (z), auf die sie aufläuft, in die kuppelbereite Lage geschoben wird.
    11. Wähler nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltarme und die Zahnstange (d), die für den Angriff des dem geradlinigen Bewegen dienenden Triebrades (c) bestimmt ist, starr miteinander verbunden sind.
    12. Wähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (2) der elektromotorischen Antriebsvorrichtung ein vorzugsweise sternförmiger Dauermagnet ist und die Statorelektromagnete durch die Wählstromstösse in periodischer Folge umgepolt werden.
    13. Wähler nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Statorelektromagnete durch Schaltmittel gesteuert werden, die unabhängig von der Rotorbewegung sind.
    14. Wähler nach den Ansprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen Wechselkontakt (z. B. aI, a', e') zwei gegensinnige Wicklungen (S1, S2) der Statorelektromagnete abwechselnd Strom empfangen.
    15. Wähler nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Wechselkontakt ein Kontakt des Stromstossrelais ist (erzwungene Wahl).
    16. Wähler nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Weehselkontakt ein Kontakt eines Selbstunterbrecherrelais ist (freie Wahl). <Desc/Clms Page number 6>
    17. Wähler nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch eine Kontaktanordnung, durch welche das Selbstunterbreeherrelais erst dann Strom empfängt, nachdem die an die Ruheseite seines Wechselkontaktes angeschlossene Statorwicklung (82) bereits stromführend ist, und durch welche dieses Relais erst dann stromlos wird, nachdem die an die Arbeitsseite seines Wechselkontaktes angeschlossene Statorwicklung (S) bereits stromführend ist.
    18. Wähler nach den Ansprüchen 15 und 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Stromstossrelais nach Beendigung der erzwungenen Wahl so geschaltet wird, dass es als Selbstunterbrecherrelais arbeitet.
    19. Wähler nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehsinn der Antriebsvor- EMI6.1 EMI6.2
AT155421D 1934-11-05 1935-10-22 Wähler zum Herstellen elektrischer Verbindungen. AT155421B (de)

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