DE95026C - - Google Patents

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DE95026C
DE95026C DENDAT95026D DE95026DA DE95026C DE 95026 C DE95026 C DE 95026C DE NDAT95026 D DENDAT95026 D DE NDAT95026D DE 95026D A DE95026D A DE 95026DA DE 95026 C DE95026 C DE 95026C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B9/00Order telegraph apparatus, i.e. means for transmitting one of a finite number of different orders at the discretion of the user, e.g. bridge to engine room orders in ships

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  • Switches With Compound Operations (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. April 1896 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein elektromechanischer Signal-Apparat, welcher dazu dient, eine bestimmte Anzahl Befehle, Angaben oder dergl. schnell und zuverlässig von einem Punkte aus nach einem oder mehreren Punkten hin zu übertragen, wobei bei entsprechender Einstellung des Empfängers der richtige Empfang des Befehls an dem Sender durch Bewegung eines Controlzeigers bestätigt wird.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus einer Anzahl concentrisch angeordneter ringförmiger Contactflächen, an welchen durch einen zweitheiligen, auf dem betreffenden Zeichen des Ziffer- bezw. Zeichenblattes einzustellenden Hebel verschiedene elektrische Verbindungen vermittelt werden. Um diese Contactflächen herum ist ein abwechselnd aus Contact- und Isolirflächen bestehender Ring in der Weise angeordnet, dafs, wenn man den Hebel über die übrigen Contactflächen bewegt, Contactfedern desselben über diesen äufseren Ring gleiten und den durch einen- Theil der übrigen auf den concentrisch angeordneten Flächen gleitenden Schleppfedern hergestellten Stromkreis fortwährend unterbrechen und schliefsen. Der auf diese Weise erzeugte Strom dient zur Bethätigung eines in dem Empfänger befindlichen Elektromagneten, welcher wiederum eine Schaltvorrichtung für den Zeiger dieses Apparates in Gang setzt und so lange im Gange hält, bis der Zeiger des Empfängers dieselbe Stellung einnimmt wie derjenige des Senders. Dreht man nun den Hebel des ersteren so, dafs man den vom Sender nicht bethä'tigten Zeiger in dieselbe Stellung wie diejenige des Senders bringt, so wird eine ähnliche elektrische Schaltvorrichtung des Senders in Thätigkeit gesetzt, welche den Controlzeiger desselben in die entsprechende Stellung bewegt, welche den richtigen Empfang des Befehls anzeigt. Sender und Empfänger sind beide gleicher Construction; auch kann man mehrere Apparate anordnen, mittelst deren ein Befehl an mehrere Punkte gleichzeitig übertragen werden kann. Der Apparat dient vorzugsweise zur Uebertragung der Befehle bei Schiffen, kann aber auch für andere Zwecke Verwendung finden.
Auf den beiliegenden Zeichnungen sind einige Ausführungsformen des Apparates, sowie einige Anwendungen desselben dargestellt.
Fig. ! zeigt einen senkrechten Längsschnitt durch den Apparat, Fig. 2 einen Grundrifs der die Contactringe aufnehmenden Platte mit Contacthebel, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch dieselbe mit dem Hebel in Seitenansicht, Fig. 4 die untere Ansicht der Platte mit Verlangsamungsvorrichtung, Fig. 5 eine Seitenansicht der Platte mit Endansicht des Hebels, Fig. 6 den Grundrifs des unteren Hebeltheiles mit Contactfeder, Fig. 7 den Grundrifs und die Seitenansicht des oberen Hebeltheiles, Fig. 8 einen einzel - senkrechten Schnitt durch die Hebellagerung, Fig. 9 eine Oberansicht der Zeichen- bezw. Zifferblätter. Fig. 10 und 11 zeigen Einzelansichten der elektrischen Schaltvorrichtung, Fig. 12 und 13 Anwendungsformen der Vorrichtung, Fig. 14 zeigt einen senkrechten Schnitt des oberen Theiles einer abgeänderten Ausführungsform, Fig. 15 eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform, und endlich zeigen die Fig. 16,
\y und 18 schematische Darstellungen der Anordnung des Apparates, wenn derselbe durch mechanische Vorrichtungen, beispielsweise durch das Steuer eines Schiffes, bethä'tigt werden soll.
Der in Fig. ι bis 11 dargestellte Apparat dient zur Uebertragung der Befehle an Bord von Schiffen, beispielsweise von der Commandobrücke nach dem Maschinenraum, und erhält das Zeichenblatt B desselben (Fig. 9) die entsprechenden Zeichen, z.B. »Voll«-, »Halb«-, »Vierteldampf«, »Vorwärts« bezw. »Rückwärts«.
In dem aus zwei Theilen a1 a2 bestehenden Gehäuse A befindet sich die Contactplatte Z)2, aufweicher der Umschalter D mit Contactarm D1 mittelst Kurbel B1 mit Spindel b bewegt wird. Das Gehäuse A sitzt auf einem Sockel a mit durchsichtigem Boden as und darin befindlicher Glühlampe a* für Nachtdienst. Das Zeichenblatt B ist ebenfalls durchsichtig, so dafs genügend Licht durch dieses und den Boden as trotz der dazwischenliegenden Vorrichtung hindurchdringen kann, am eine Beleuchtung des Zifferblattes zu erzielen. Die Contactplatte D-ist auf dem Arme a% befestigt und besteht aus einer Anzahl ringförmiger, concentrisch angeordneter Contactflächen c3 c4 c5 ce c7 cs, welche unten mittelst entsprechender Klemmschrauben (Fig. 4) mit den Leitungen verbunden werden. Am Rande dieser Platte befindet sich ein aus abwechselnd angeordneten Contact- und Isolirstücken clc'2 bestehender Ringe. Der Umschalter bezw. Contactarm ist zweitheilig und besteht aus- dem oberen Theil e und dem unteren Theil d, welch letzterer auf dem unteren Theil der Spindel b mittelst Hülse f, Federf'2 und Mutterf1 (Fig. 8) drehbar gelagert ist, während ersterer durch einen Vierkant mit der Spindel b gekuppelt ist und als Mitnehmer für letztere dient. Der obere Arm e ist bei g1 gabelförmig gestaltet und wird mittelst Schrauben g- g1 (Fig. 7) an der nach hinten ragenden Feder g des unteren Armes d (Fig. 6) festgeklemmt. An der unteren Seite des oberen Armes befindet sich eine Mitnehmernase g3, welche zwischen den in Oehren g* gi des Armes d verstellbaren Schrauben g5 gh liegt. Diese Schrauben werden so eingestellt, dafs bei Drehung der Kurbel B1 der obere Arm e sich zunächst auf dem unteren verschiebt und alsdann erst diesen mitnimmt. Auf dem aus Isolirstoff bestehenden Ende des Armes d befinden sich Stromschlufsfedern dl und d'2, welche mit dem Ring c in Verbindung stehen — und zwar in der Weise, dafs eine Feder stets auf einem Isolirfeld, die andere auf einem Stromschlufsfeld liegt — und Federn d3 di d'a de d1 d% welche je auf einem der Ringe c3 bis c8 schleifen. Diese Federn sind auf dem Arme d isolirt und werden bei Verschiebung des Armes e in der einen oder anderen Richtung mittelst Stromschlufsflächen h h1 h'2 h3 in der später zu beschreibenden Weise zur Herstellung der nöthigen Stromschlüsse gekuppelt. Die Bewegung der Spindel b wird durch die aus Fig. 4 ersichtliche Hemmung iili2 i3 gehemmt, um ein zu schnelles Drehen derselben zu verhindern. Die Stromschlufsfläche h3 kuppelt die Federn d1 ds immer, gleichgültig, in welcher Richtung der Arm e bewegt wird. Diese Federn dienen in Verbindung mit den Ringen c7c8 zur Herstellung der Leitung zum Läutewerk des Empfängers, welches bei jeder Bethätigung des Senders zunächst ertönt, um die Aufmerksamkeit des Maschinisten auf den Apparat zu lenken. Die Platte h kuppelt die . Federn d? und di bezw. d'2 und d5 bei Links- bezw. Rechtsdrehung des Hebels, eine weitere Stromschlufsplatte Λ1 kuppelt die Federnd1 und.rf3 bei Links- und d1 und d6 — mittelst unter der Isolirplatte geführter Leitung nach /z2 — bei Rechtsdrehung des Einstellhebels. Durch die Federn werden die entsprechenden Ringe c1 bis c8 gekuppelt.
Die elektromechanische Umschaltvorrichtung für den Empfänger bezw. für den Controlzeiger des Senders wird zunächst beschrieben, worauf die Verbindung zweier Apparate .mit Bezug auf die Fig. 12 eingehend erläutert wird.
Im unteren Theil E des Gehäuses A ist eine senkrechte Welle / vorgesehen, welche einerseits in einem festen Arm Z1, andererseits am Boden des Gehäuses gelagert ist. Diese Welle trägt den Schaltradantrieb für den Zeiger C, welcher sich um die Peripherie des Zeichenblattes B bewegen kann. Der Zeiger C, welcher bei dem Sender den Controlzeiger, bei dem Empfänger dagegen den Anzeiger bildet, ist mit einem Gegengewicht ausgestattet und wird von der Welle Z aus mittelst einer Uebersetzung I3I4I6I7 zur Verlangsamung angetrieben. Das Zahnrad /7 ist auf einer Hülse Z2 angeordnet, die den Zeiger C trägt. Die Elektromagnete k k1 k'2 k3 besitzen schwingende Armaturen E1E'2, welche mit Stiften ρ ρ (Fig. 10 und 11) an entgegengesetzten Seiten in die Kammräder mm1 eingreifen. Die Zähne der Kammräder mml sind in der Weise eingerichtet, dafs, wenn die Armatur E1 bezw. i?2 zwischen beiden Rädern hin-und herschwingt, der Stift j? derselben abwechselnd gegen die schräge Seite eines jeden Zahnes der beiden Räder gebracht wird und diese und somit den Zeiger C um einen Zahn weiter drehen. Die Armatur E' und das Kammrad m bewegen die Spindel I in der einen und Armatur E'2 mit Rädern m1 in der entgegengesetzten Richtung, so dafs, je nachdem die Elektromagnete k k1 oder k2 k3 von der Contactplatte und die durch diese eingeschaltete Batterie bethätigt werden, der Zeiger sich nach rechts oder links bewegt, und zwar wird die Dauer der Bewegung bezw. der vom Zeiger zu beschreibende Winkel der Anzahl Schwin-
gungen der Armaturen E1 bezw. i?2 bezw. derjenigen der von dem Arme d e beschriebenen Contact- und Isolirfelder des Kreises c entsprechen. Die Wirkungsweise des Apparates wird nunmehr mit Bezug auf die schematische Darstellung der Fig. 12 beschrieben.
Die Fig. 12 zeigt einen Sender A1 und einen Empfänger A2 mit der nöthigen elektrischen Leitung und der Batterie G. Befinden sich die Arme e der beiden Apparate in ihrer Ruhestellung, so sind die Stromkreise sämmtlich unterbrochen; bewegt man beispielsweise den Arm des Senders -D, so wird zunächst vermittelst der früher beschriebenen Contacte die Leitung der Glocke F über g q1 ds h3 d7 c7, Leitungen q2 q3 nach und von der Glocke und über q4 durch Leitung ^5 nach der Batterie geschlossen, so dafs die Glocke F in dem Maschinenraum ertönt. Durch die Bewegung des Armes nach rechts werden ferner die Schleppfedern d'2 und dr° durch Contactplatte h, sowie die Federn d1 und d6 durch Contacte h1 und K1 gekuppelt.
Wird nun der Arm d e fortbewegt bis beispielsweise i8o° und dann, wie punktirt dargestellt, angehalten, so wird der Elektromagnet U3 des Empfängers und dadurch die Schaltvorrichtung in folgender Weise bethätigt.
Die Magnete ki und kb des Empfängers werden im Verhältnifs zu den vom Arme des Senders beschriebenen Feldern des Ringes abwechselnd erregt, und zwar ki vom Stromkreis von der Batterieleitung q, Ring c (bezw. Feldern C1C2), Schleiffeder if1, Contacte hl und h'2, Feder d6, Ring ce, Leitung q®, Magnetspule k4', Leitung q1 q* und durch Leitung ^5 nach der Batterie G. Hat nun die Schleiffeder dl ein Isolirfeld c2 des Ringes c berührt, so stellt die Feder d2 einen Stromkreis nach dem Magneten /c5 durch cc1, Feder d'2, Platte h, Federt5, Ring c5, Leitung qs, Magnetspule, Leitung q9 q* nach der Batterie G zurück durch q5 her.
Hierdurch wird die Schaltvorrichtung EA den Zeiger C des Empfängers um denselben Winkel bewegen, als der Arm de am Sender bewegt wird.
Es wird aus der Zeichnung ersichtlich, dafs bei Bewegung des einen Schaltrades m bezw. m1 das andere sich mit frei drehen kann, da die lose Armatur der nicht erregten Magnete sich einfach hin und her zwischen den beiden Kämmen bewegen kann.
Am Empfänger wird der Arm des Umschalters D3 die in punktirten Linien dargestellte Stellung inne haben, der Maschinist wird jedoch denselben sofort nach Empfang des Befehls in die mit vollen Linien bezeichnete Stellung umstellen. Dieser Arm ist genau von derselben Construction des Armes des Senders, nur mit dem Unterschiede, dafs kein Läutewerk mit demselben in Verbindung steht. Durch die oben erwähnte Bewegung desselben wird der Controlzeiger C des Senders durch Schaltwerk E in entsprechender Weise bethätigt. In diesem Falle werden die Magnete k2 und ks abwechselnd durch Stromkreise r8 r9 r10 r11 r4 r5 durch die entsprechenden Contacte des Empfängers durch Leitung r1 nach der Batterie bethätigt. Wird der Arm d e des Umschalters D des Senders nach links bewegt, so wirken die Schleiffedern d1 und d2 wie bei der entgegengesetzten Bewegung des Armes, die Federt/1 wird aber durch Platte h1 mit ds und d2 durch Platte h mit d* verbunden, wodurch die Magnete İ/c7 abwechselnd erregt und derEmpfängerzeiger C1 entsprechend der Bewegung des Senderarmes bethätigt wird.
Der Stromkreis des Magneten k6 geht durch Umschalterplatte cc1, Feder S1, Contact h1, Feder rf3, Ring c3, Leitung q10, Magnetspule und Leitung qil #4, Leitung qb nach der Batterie, weiche durch Leitung q mit der Platte c verbunden ist.
Der Stromkreis für den Magneten k1 geht über Leitung q, Platte c c1, Feder d'2, Contact h, Feder dl, Ring c4, Leitung ^12, Magnetspule k7, Leitung ^13 gl nach der Batterie G durch Leitung ^5.
Die gehörige Einstellung des Empfängerarmes , um den Empfang des Befehles zu bestätigen, würde dann der Controlzeiger C des Senders durch Magnete k k1 in folgender Weise bewirken. Der Strom zu dem Magneten k würde durch die gehörigen Ringe, Schleiffedern und Gleitcontacte des Umschalters D3, wie vorhin beschrieben, geleitet, werden und dann durch Leitung r1 nach der Batterie, Leitung re durch den mittleren Ring, durch die Magnetspule k, durch Leitung r7 r4r5 nach der Batterie. Der Stromkreis des Magneten k1 geht über Leitung r1 von der Batterie nach der Platte cc1, dann durch den zweiten Ring, Federn und Contacte, Leitung r'2, Magnetspule k1, Leitung r3 r4 und durch Leitung r5 nach der Batterie.
Aus der vorhergehenden Beschreibung wird es ersichtlich, dafs eine Bewegung von mehr als 3600 des Armes der Umschalter D eine entsprechende Bewegung des Empfängerarmes verursachen würde, obwohl in dem vorliegenden Apparat der das Zeichenblatt tragende Arm eine Bewegung des Controlzeigers von nicht ganz 3600 gestattet. Doch genügt eine solche Bewegung für den gedachten Zweck. Auch könnte man das elektromechanische Schaltwerk von dem Umschalter trennen und beide mit Zeichenblatt versehen. Oder aber, wenn nur wenige Zeichen^ nöthig sind, kann man ein ringförmiges Zifferblatt um den Umschalter legen und den Arm d e mit einem Zeiger versehen, wie in Fig. 1 punktirt dargestellt.
Statt zweier Apparate kann man auch mehrere verbinden, wie in Fig. 13 dargestellt.
In dieser steht ein Apparat im Lotsenhause, einer im Maschinenraum und einer auf dem
Verdeck K. Die Batterien sind hier nicht gezeichnet, dieselben werden mit den entsprechenden Schaltbrettern verbunden.
Der erste und letzte Apparat sind beide Sender und werden mit Ausschaltknöpfen s bezw. s1 ausgestattet, damit sie aus der Leitung geschaltet werden können.
In Fig. 14 ist eine Ausführungsform des Apparates veranschaulicht, nach welcher beide Zeiger bl und C3 radial auf dem Zeichenblatt verschiebbar angeordnet sind. In diesem Falle sitzt der Zeiger bl auf einer Hülse i1, welche mittelst Kurbel jB1, Spindel t und Kegelräder bewirkt wird. Die Welle ?2 für den Zeiger C3 geht durch diese Hülse und bildet am unteren Ende eine Lagerung für die Welle /, mit welcher dieselbe mittelst Uebert'ragungsräder /3/4/5/6 gekuppelt ist. Die Wirkungsweise wird aus der Zeichnung ersichtlich und bedarf keiner weiteren Erläuterung. Wenn man um das Zifferblatt Buchstaben angeordnet hat, so kann man aufser den gewöhnlichen Signalen noch directe Mittheilungen übermitteln, wobei man den Ruf beim Anfang dadurch verschieden gestalten kann, dafs man den Zeiger erst ein paarmal hin- und herbewegt, um den Betreffenden davon in Kenntnifs zu setzen, dafs eine aufserhalb des Bereiches der gewöhnlichen Signale liegende Mittheilung gemacht wird.
In Fig. 15 ist eine Ausführungsform gezeichnet, bei welcher man stillstehende Arme und rotirende Umschalterplatten anwendet. Die Platte c9 ist auf einer hohlen Spindel angebracht und kann durch irgend welche geeignete Mittel gedreht werden. Ein Contactarm e1 ist mittelst Klemmringes e2 und Schraube e3 mit Feder auf der hohlen Spindel befestigt. Am anderen Ende erhält der Arm eine Feder g%, welche zwischen zwei Stiften gn g1 des Gestelltheiles g8 liegt, ähnlich wie der Arm d der Fig. i. Das Rad c9 besitzt eine ununterbrochene Contactfläche, welche durch punktirte Linien dargestellt ist, und eine unterbrochene Contactfläche, auf welch letzterer eine stillstehende Schleiffeder d9 liegt, um dieselbe mittelst der mit Knopf S'2 versehenen Leitung mit der Batterie zu verbinden. Der Arm e1 trägt einen Kopf e5 mit seitlich auslegenden Contactfedern d10 du, welche den Bürsten dl und d'2 entsprechen, und zwei Contactplatten Λ4 Λ5, welche mit den Bürsten d10 du verbunden sind.
Am Gestell befestigt befinden sich zu jeder Seite des Kopfes zwei stillstehende Contactfedern d1'2 dia und d1* dlb, welche durch Leitungen mit den Magnetspulen in Verbindung stehen. Die Reibungskuppelung des Armes e1 mit der Scheibenspindel ermöglicht die seitliche Verschiebung desselben, um die Kuppelungen der Leitung in analoger Weise, wie mit Bezug auf Fig. ι beschrieben, zu erzielen und somit den Apparat in Thätigkeit zu setzen. Die Fig. 16, 17 und 18 zeigen die Verbindung des Apparates mit einem Steuer. In diesem Falle wird der Steuerkopf mittelst Kette M1 mit der senkrechten Welle M'2 verbunden, welche den Umschalterarm M3 bethätigt. Die Welle hat einen Zeiger M*, welcher auf einem Zifferblatt M* sich dreht. Wie aus den Fig. 17 und 18 ersichtlich, wird in diesem Falle eine Klemme Ai6 mit Schraube und Feder benutzt, um ein freies Drehen der Spindel M2 zu verhindern. Die Schleiffedercontacte sind im Wesentlichen dieselben, wie vorher beschrieben, jedoch schleifen die Federn bl V2 in diesem Falle statt auf einer auf zwei Platten c c9 mit abwechselnden Contact- und Isolirschichten. Da bei dem durch Hand gestellten Apparat der Contact beim Loslassen des Griffes durch die Feder g gebrochen wird, dieses jedoch bei selbsttätigen Apparaten nicht möglich ist, da der Druck nicht nachläfst, so wird hier ein selbstthätiger Umschalter iV1 angewendet, welcher durch Elektromagnete JV2 N3 bethätigt wird, deren Spulen mittelst Leitungen mit den Ringen c c9 verbunden sind. Sowie der Apparat nicht mehr bethätigt wird, wie aus der Fig. 16 ersichtlich, wird der Stromkreis bei JV4 oder JV5 unterbrochen.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Elektrischer Signalapparat, bestehend aus einer mit concentrischen unabhängigen Stromschiufsstreifen und einer Unterbrechercontactreihe versehenen Umschalterscheibe, über welcher ein die Stromschlufsfeder tragender, mittelst eines beschränkt beweglichen Mitnehmertheils geführter Stellarm drehbar ist, um die zur elektromagnetischen Fortschaltung eines Empfängerapparates dienenden Stromschlüsse und Unterbrechungen jeweils in einem der mit den Ring-
- stromschlufsstreifen gebildeten Stromkreise wirksam werden zu lassen, wobei die Relativdrehung des führenden Armtheiles durch Contactflächenverstellung je nach der Drehrichtung die Verbindung mit dem einen oder anderen, einer Vorwärts- oder Rückwärtsschaltung entsprechenden Stromkreise herbeizuführen gestattet.
2. Bei dem unter !.gekennzeichneten Apparat die Anordnung eines· zweitheiligen Contactarmes (d ej, dessen oberer, mit Umstellcontactflächen versehener Theil (e) mit dem unteren federnd verbunden ist und sich auf dem letzteren, die Schleppcontacte (dl .... dsj tragenden Theil (d) bei Bewegung der Einstelikurbel so weit nach rechts oder links verschieben kann, dafs je nach der Bewegungsrichtung des Armes ein Stromschiufs hergestellt werden kann, um auf diese Weise
den Empfängerzeiger in derselben Richtung wie denjenigen des Senders zu bewegen.
3,, Bei dem unter 1. gekennzeichneten Apparat die Anordnung eines elektromechanischen Schaltwerkes, um den Empfängerzeiger zu bethätigen,, bei welchem die nach Stromschlufs hin- und hergeschwungenen Armaturarme mit Stiften in auf der Zeigerwelle befestigte, mit entgegengesetzten Schaltzähnen versehene zweitheilige Schalträder fm m1) eingreifen und durch abwechselnde Be-, nahrung der schrägen Flächen der gegenüberliegenden Radtheile eine Drehung des , Zeigers entsprechend der Anzahl der Schwingungen der Armatur bewirken.
4. Eine Abänderung des unter 1. bis 3. gekennzeichneten Apparates für mechanisch bethätigte Anlagen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Unterbrechung sämmtlicher Stromkreise statt durch die selbsttätige Einstellung des federnden Oberarmes (e) unter Anwendung zweier Contactringe (c c9) durch eine Armatur (N1) erfolgt, deren zwei Magnete je mit einem der Ringe (c bezw. c9) in der Weise verbunden werden, dafs bei Anhalten des Einstellarmes der Strom durch einen Magneten geschlossen und durch Anziehen der Armatur die Stromunterbrechung bei (N^ N^J verursacht wird.
Eine Abänderung des unter 1. gekennzeichneten Apparates, gekennzeichnet durch die Anordnung einer beweglichen Umschalterplatte und eines stillstehenden Einstellarmes.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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