DE95026C - - Google Patents
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- DE95026C DE95026C DENDAT95026D DE95026DA DE95026C DE 95026 C DE95026 C DE 95026C DE NDAT95026 D DENDAT95026 D DE NDAT95026D DE 95026D A DE95026D A DE 95026DA DE 95026 C DE95026 C DE 95026C
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- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B9/00—Order telegraph apparatus, i.e. means for transmitting one of a finite number of different orders at the discretion of the user, e.g. bridge to engine room orders in ships
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- Switches With Compound Operations (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. April 1896 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein elektromechanischer Signal-Apparat, welcher
dazu dient, eine bestimmte Anzahl Befehle, Angaben oder dergl. schnell und zuverlässig
von einem Punkte aus nach einem oder mehreren Punkten hin zu übertragen, wobei bei entsprechender
Einstellung des Empfängers der richtige Empfang des Befehls an dem Sender durch Bewegung eines Controlzeigers bestätigt
wird.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus einer Anzahl concentrisch angeordneter ringförmiger
Contactflächen, an welchen durch einen zweitheiligen, auf dem betreffenden Zeichen
des Ziffer- bezw. Zeichenblattes einzustellenden Hebel verschiedene elektrische Verbindungen
vermittelt werden. Um diese Contactflächen herum ist ein abwechselnd aus Contact- und
Isolirflächen bestehender Ring in der Weise angeordnet, dafs, wenn man den Hebel über die
übrigen Contactflächen bewegt, Contactfedern desselben über diesen äufseren Ring gleiten und
den durch einen- Theil der übrigen auf den concentrisch angeordneten Flächen gleitenden
Schleppfedern hergestellten Stromkreis fortwährend unterbrechen und schliefsen. Der
auf diese Weise erzeugte Strom dient zur Bethätigung eines in dem Empfänger befindlichen
Elektromagneten, welcher wiederum eine Schaltvorrichtung für den Zeiger dieses Apparates in
Gang setzt und so lange im Gange hält, bis der Zeiger des Empfängers dieselbe Stellung
einnimmt wie derjenige des Senders. Dreht man nun den Hebel des ersteren so, dafs man
den vom Sender nicht bethä'tigten Zeiger in dieselbe Stellung wie diejenige des Senders
bringt, so wird eine ähnliche elektrische Schaltvorrichtung des Senders in Thätigkeit gesetzt,
welche den Controlzeiger desselben in die entsprechende Stellung bewegt, welche den richtigen
Empfang des Befehls anzeigt. Sender und Empfänger sind beide gleicher Construction;
auch kann man mehrere Apparate anordnen, mittelst deren ein Befehl an mehrere Punkte
gleichzeitig übertragen werden kann. Der Apparat dient vorzugsweise zur Uebertragung
der Befehle bei Schiffen, kann aber auch für andere Zwecke Verwendung finden.
Auf den beiliegenden Zeichnungen sind einige Ausführungsformen des Apparates, sowie einige
Anwendungen desselben dargestellt.
Fig. ! zeigt einen senkrechten Längsschnitt durch den Apparat, Fig. 2 einen Grundrifs der
die Contactringe aufnehmenden Platte mit Contacthebel, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt
durch dieselbe mit dem Hebel in Seitenansicht, Fig. 4 die untere Ansicht der Platte mit Verlangsamungsvorrichtung,
Fig. 5 eine Seitenansicht der Platte mit Endansicht des Hebels, Fig. 6 den Grundrifs des unteren Hebeltheiles mit
Contactfeder, Fig. 7 den Grundrifs und die Seitenansicht des oberen Hebeltheiles, Fig. 8
einen einzel - senkrechten Schnitt durch die Hebellagerung, Fig. 9 eine Oberansicht der
Zeichen- bezw. Zifferblätter. Fig. 10 und 11
zeigen Einzelansichten der elektrischen Schaltvorrichtung, Fig. 12 und 13 Anwendungsformen der Vorrichtung, Fig. 14 zeigt einen
senkrechten Schnitt des oberen Theiles einer abgeänderten Ausführungsform, Fig. 15 eine
schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform, und endlich zeigen die Fig. 16,
\y und 18 schematische Darstellungen der Anordnung
des Apparates, wenn derselbe durch mechanische Vorrichtungen, beispielsweise durch
das Steuer eines Schiffes, bethä'tigt werden soll.
Der in Fig. ι bis 11 dargestellte Apparat
dient zur Uebertragung der Befehle an Bord von Schiffen, beispielsweise von der Commandobrücke
nach dem Maschinenraum, und erhält das Zeichenblatt B desselben (Fig. 9) die entsprechenden
Zeichen, z.B. »Voll«-, »Halb«-, »Vierteldampf«, »Vorwärts« bezw. »Rückwärts«.
In dem aus zwei Theilen a1 a2 bestehenden
Gehäuse A befindet sich die Contactplatte Z)2, aufweicher der Umschalter D mit Contactarm D1
mittelst Kurbel B1 mit Spindel b bewegt wird. Das Gehäuse A sitzt auf einem Sockel a mit
durchsichtigem Boden as und darin befindlicher
Glühlampe a* für Nachtdienst. Das
Zeichenblatt B ist ebenfalls durchsichtig, so dafs genügend Licht durch dieses und den Boden as
trotz der dazwischenliegenden Vorrichtung hindurchdringen kann, am eine Beleuchtung des
Zifferblattes zu erzielen. Die Contactplatte D-ist auf dem Arme a% befestigt und besteht aus
einer Anzahl ringförmiger, concentrisch angeordneter Contactflächen c3 c4 c5 ce c7 cs, welche
unten mittelst entsprechender Klemmschrauben (Fig. 4) mit den Leitungen verbunden werden.
Am Rande dieser Platte befindet sich ein aus abwechselnd angeordneten Contact- und Isolirstücken
clc'2 bestehender Ringe. Der Umschalter
bezw. Contactarm ist zweitheilig und besteht aus- dem oberen Theil e und dem
unteren Theil d, welch letzterer auf dem unteren Theil der Spindel b mittelst Hülse f,
Federf'2 und Mutterf1 (Fig. 8) drehbar gelagert
ist, während ersterer durch einen Vierkant mit der Spindel b gekuppelt ist und als Mitnehmer
für letztere dient. Der obere Arm e ist bei g1
gabelförmig gestaltet und wird mittelst Schrauben g- g1 (Fig. 7) an der nach hinten ragenden
Feder g des unteren Armes d (Fig. 6) festgeklemmt. An der unteren Seite des oberen
Armes befindet sich eine Mitnehmernase g3, welche zwischen den in Oehren g* gi des
Armes d verstellbaren Schrauben g5 gh liegt.
Diese Schrauben werden so eingestellt, dafs bei Drehung der Kurbel B1 der obere Arm e
sich zunächst auf dem unteren verschiebt und alsdann erst diesen mitnimmt. Auf dem aus
Isolirstoff bestehenden Ende des Armes d befinden sich Stromschlufsfedern dl und d'2, welche
mit dem Ring c in Verbindung stehen — und zwar in der Weise, dafs eine Feder stets auf
einem Isolirfeld, die andere auf einem Stromschlufsfeld liegt — und Federn d3 di d'a de d1 d%
welche je auf einem der Ringe c3 bis c8 schleifen. Diese Federn sind auf dem Arme d isolirt und
werden bei Verschiebung des Armes e in der einen oder anderen Richtung mittelst Stromschlufsflächen
h h1 h'2 h3 in der später zu beschreibenden
Weise zur Herstellung der nöthigen Stromschlüsse gekuppelt. Die Bewegung der Spindel b wird durch die aus Fig. 4 ersichtliche
Hemmung iili2 i3 gehemmt, um ein zu
schnelles Drehen derselben zu verhindern. Die Stromschlufsfläche h3 kuppelt die Federn d1 ds
immer, gleichgültig, in welcher Richtung der Arm e bewegt wird. Diese Federn dienen in
Verbindung mit den Ringen c7c8 zur Herstellung
der Leitung zum Läutewerk des Empfängers, welches bei jeder Bethätigung des Senders zunächst ertönt, um die Aufmerksamkeit
des Maschinisten auf den Apparat zu lenken. Die Platte h kuppelt die . Federn d?
und di bezw. d'2 und d5 bei Links- bezw.
Rechtsdrehung des Hebels, eine weitere Stromschlufsplatte Λ1 kuppelt die Federnd1 und.rf3
bei Links- und d1 und d6 — mittelst unter
der Isolirplatte geführter Leitung nach /z2 — bei Rechtsdrehung des Einstellhebels. Durch
die Federn werden die entsprechenden Ringe c1 bis c8 gekuppelt.
Die elektromechanische Umschaltvorrichtung für den Empfänger bezw. für den Controlzeiger
des Senders wird zunächst beschrieben, worauf die Verbindung zweier Apparate .mit
Bezug auf die Fig. 12 eingehend erläutert wird.
Im unteren Theil E des Gehäuses A ist eine senkrechte Welle / vorgesehen, welche einerseits
in einem festen Arm Z1, andererseits am Boden des Gehäuses gelagert ist. Diese Welle trägt
den Schaltradantrieb für den Zeiger C, welcher sich um die Peripherie des Zeichenblattes B
bewegen kann. Der Zeiger C, welcher bei dem Sender den Controlzeiger, bei dem Empfänger
dagegen den Anzeiger bildet, ist mit einem Gegengewicht ausgestattet und wird von
der Welle Z aus mittelst einer Uebersetzung I3I4I6I7 zur Verlangsamung angetrieben. Das
Zahnrad /7 ist auf einer Hülse Z2 angeordnet,
die den Zeiger C trägt. Die Elektromagnete k k1 k'2 k3 besitzen schwingende Armaturen
E1E'2, welche mit Stiften ρ ρ (Fig. 10 und 11)
an entgegengesetzten Seiten in die Kammräder mm1 eingreifen. Die Zähne der Kammräder mml
sind in der Weise eingerichtet, dafs, wenn die Armatur E1 bezw. i?2 zwischen beiden Rädern
hin-und herschwingt, der Stift j? derselben abwechselnd gegen die schräge Seite eines jeden
Zahnes der beiden Räder gebracht wird und diese und somit den Zeiger C um einen Zahn
weiter drehen. Die Armatur E' und das Kammrad m bewegen die Spindel I in der einen
und Armatur E'2 mit Rädern m1 in der entgegengesetzten
Richtung, so dafs, je nachdem die Elektromagnete k k1 oder k2 k3 von der
Contactplatte und die durch diese eingeschaltete Batterie bethätigt werden, der Zeiger sich
nach rechts oder links bewegt, und zwar wird die Dauer der Bewegung bezw. der vom Zeiger
zu beschreibende Winkel der Anzahl Schwin-
gungen der Armaturen E1 bezw. i?2 bezw. derjenigen
der von dem Arme d e beschriebenen Contact- und Isolirfelder des Kreises c entsprechen.
Die Wirkungsweise des Apparates wird nunmehr mit Bezug auf die schematische Darstellung der Fig. 12 beschrieben.
Die Fig. 12 zeigt einen Sender A1 und einen
Empfänger A2 mit der nöthigen elektrischen Leitung und der Batterie G. Befinden sich die
Arme e der beiden Apparate in ihrer Ruhestellung, so sind die Stromkreise sämmtlich
unterbrochen; bewegt man beispielsweise den Arm des Senders -D, so wird zunächst vermittelst
der früher beschriebenen Contacte die Leitung der Glocke F über g q1 ds h3 d7 c7,
Leitungen q2 q3 nach und von der Glocke und
über q4 durch Leitung ^5 nach der Batterie
geschlossen, so dafs die Glocke F in dem Maschinenraum
ertönt. Durch die Bewegung des Armes nach rechts werden ferner die Schleppfedern
d'2 und dr° durch Contactplatte h, sowie
die Federn d1 und d6 durch Contacte h1 und K1
gekuppelt.
Wird nun der Arm d e fortbewegt bis beispielsweise i8o° und dann, wie punktirt dargestellt,
angehalten, so wird der Elektromagnet U3
des Empfängers und dadurch die Schaltvorrichtung in folgender Weise bethätigt.
Die Magnete ki und kb des Empfängers
werden im Verhältnifs zu den vom Arme des Senders beschriebenen Feldern des Ringes abwechselnd
erregt, und zwar ki vom Stromkreis
von der Batterieleitung q, Ring c (bezw. Feldern C1C2), Schleiffeder if1, Contacte hl und h'2,
Feder d6, Ring ce, Leitung q®, Magnetspule k4',
Leitung q1 q* und durch Leitung ^5 nach der
Batterie G. Hat nun die Schleiffeder dl ein Isolirfeld c2 des Ringes c berührt, so stellt
die Feder d2 einen Stromkreis nach dem Magneten /c5 durch cc1, Feder d'2, Platte h, Federt5,
Ring c5, Leitung qs, Magnetspule, Leitung q9 q*
nach der Batterie G zurück durch q5 her.
Hierdurch wird die Schaltvorrichtung EA den
Zeiger C des Empfängers um denselben Winkel bewegen, als der Arm de am Sender bewegt wird.
Es wird aus der Zeichnung ersichtlich, dafs bei Bewegung des einen Schaltrades m bezw. m1
das andere sich mit frei drehen kann, da die lose Armatur der nicht erregten Magnete sich
einfach hin und her zwischen den beiden Kämmen bewegen kann.
Am Empfänger wird der Arm des Umschalters D3 die in punktirten Linien dargestellte
Stellung inne haben, der Maschinist wird jedoch denselben sofort nach Empfang des
Befehls in die mit vollen Linien bezeichnete Stellung umstellen. Dieser Arm ist genau von
derselben Construction des Armes des Senders, nur mit dem Unterschiede, dafs kein Läutewerk
mit demselben in Verbindung steht. Durch die oben erwähnte Bewegung desselben wird der Controlzeiger C des Senders durch
Schaltwerk E in entsprechender Weise bethätigt. In diesem Falle werden die Magnete k2 und ks
abwechselnd durch Stromkreise r8 r9 r10 r11 r4 r5
durch die entsprechenden Contacte des Empfängers durch Leitung r1 nach der Batterie
bethätigt. Wird der Arm d e des Umschalters D des Senders nach links bewegt, so wirken die
Schleiffedern d1 und d2 wie bei der entgegengesetzten
Bewegung des Armes, die Federt/1
wird aber durch Platte h1 mit ds und d2 durch
Platte h mit d* verbunden, wodurch die Magnete İ/c7 abwechselnd erregt und derEmpfängerzeiger
C1 entsprechend der Bewegung des Senderarmes bethätigt wird.
Der Stromkreis des Magneten k6 geht durch Umschalterplatte
cc1, Feder S1, Contact h1, Feder rf3,
Ring c3, Leitung q10, Magnetspule und Leitung
qil #4, Leitung qb nach der Batterie, weiche
durch Leitung q mit der Platte c verbunden ist.
Der Stromkreis für den Magneten k1 geht
über Leitung q, Platte c c1, Feder d'2, Contact h,
Feder dl, Ring c4, Leitung ^12, Magnetspule k7,
Leitung ^13 gl nach der Batterie G durch Leitung
^5.
Die gehörige Einstellung des Empfängerarmes , um den Empfang des Befehles zu bestätigen,
würde dann der Controlzeiger C des Senders durch Magnete k k1 in folgender Weise
bewirken. Der Strom zu dem Magneten k würde durch die gehörigen Ringe, Schleiffedern und
Gleitcontacte des Umschalters D3, wie vorhin beschrieben, geleitet, werden und dann durch
Leitung r1 nach der Batterie, Leitung re durch
den mittleren Ring, durch die Magnetspule k, durch Leitung r7 r4r5 nach der Batterie. Der
Stromkreis des Magneten k1 geht über Leitung r1 von der Batterie nach der Platte cc1,
dann durch den zweiten Ring, Federn und Contacte, Leitung r'2, Magnetspule k1, Leitung
r3 r4 und durch Leitung r5 nach der Batterie.
Aus der vorhergehenden Beschreibung wird es ersichtlich, dafs eine Bewegung von mehr
als 3600 des Armes der Umschalter D eine entsprechende Bewegung des Empfängerarmes
verursachen würde, obwohl in dem vorliegenden Apparat der das Zeichenblatt tragende Arm
eine Bewegung des Controlzeigers von nicht ganz 3600 gestattet. Doch genügt eine solche
Bewegung für den gedachten Zweck. Auch könnte man das elektromechanische Schaltwerk
von dem Umschalter trennen und beide mit Zeichenblatt versehen. Oder aber, wenn nur wenige Zeichen^ nöthig sind, kann man
ein ringförmiges Zifferblatt um den Umschalter legen und den Arm d e mit einem Zeiger versehen,
wie in Fig. 1 punktirt dargestellt.
Statt zweier Apparate kann man auch mehrere verbinden, wie in Fig. 13 dargestellt.
In dieser steht ein Apparat im Lotsenhause, einer im Maschinenraum und einer auf dem
Verdeck K. Die Batterien sind hier nicht gezeichnet, dieselben werden mit den entsprechenden
Schaltbrettern verbunden.
Der erste und letzte Apparat sind beide Sender und werden mit Ausschaltknöpfen s
bezw. s1 ausgestattet, damit sie aus der Leitung
geschaltet werden können.
In Fig. 14 ist eine Ausführungsform des Apparates veranschaulicht, nach welcher beide
Zeiger bl und C3 radial auf dem Zeichenblatt
verschiebbar angeordnet sind. In diesem Falle sitzt der Zeiger bl auf einer Hülse i1, welche
mittelst Kurbel jB1, Spindel t und Kegelräder
bewirkt wird. Die Welle ?2 für den Zeiger C3 geht durch diese Hülse und bildet am unteren
Ende eine Lagerung für die Welle /, mit welcher dieselbe mittelst Uebert'ragungsräder /3/4/5/6
gekuppelt ist. Die Wirkungsweise wird aus der Zeichnung ersichtlich und bedarf keiner
weiteren Erläuterung. Wenn man um das Zifferblatt Buchstaben angeordnet hat, so kann
man aufser den gewöhnlichen Signalen noch directe Mittheilungen übermitteln, wobei man
den Ruf beim Anfang dadurch verschieden gestalten kann, dafs man den Zeiger erst ein paarmal
hin- und herbewegt, um den Betreffenden davon in Kenntnifs zu setzen, dafs eine aufserhalb
des Bereiches der gewöhnlichen Signale liegende Mittheilung gemacht wird.
In Fig. 15 ist eine Ausführungsform gezeichnet,
bei welcher man stillstehende Arme und rotirende Umschalterplatten anwendet. Die
Platte c9 ist auf einer hohlen Spindel angebracht und kann durch irgend welche geeignete
Mittel gedreht werden. Ein Contactarm e1 ist mittelst Klemmringes e2 und Schraube e3 mit
Feder auf der hohlen Spindel befestigt. Am anderen Ende erhält der Arm eine Feder g%,
welche zwischen zwei Stiften gn g1 des Gestelltheiles
g8 liegt, ähnlich wie der Arm d der Fig. i. Das Rad c9 besitzt eine ununterbrochene
Contactfläche, welche durch punktirte Linien dargestellt ist, und eine unterbrochene
Contactfläche, auf welch letzterer eine stillstehende Schleiffeder d9 liegt, um dieselbe
mittelst der mit Knopf S'2 versehenen Leitung mit der Batterie zu verbinden. Der Arm e1
trägt einen Kopf e5 mit seitlich auslegenden Contactfedern d10 du, welche den Bürsten dl
und d'2 entsprechen, und zwei Contactplatten Λ4 Λ5, welche mit den Bürsten d10 du verbunden
sind.
Am Gestell befestigt befinden sich zu jeder Seite des Kopfes zwei stillstehende Contactfedern
d1'2 dia und d1* dlb, welche durch Leitungen
mit den Magnetspulen in Verbindung stehen. Die Reibungskuppelung des Armes e1
mit der Scheibenspindel ermöglicht die seitliche Verschiebung desselben, um die Kuppelungen
der Leitung in analoger Weise, wie mit Bezug auf Fig. ι beschrieben, zu erzielen und somit
den Apparat in Thätigkeit zu setzen. Die Fig. 16, 17 und 18 zeigen die Verbindung des
Apparates mit einem Steuer. In diesem Falle wird der Steuerkopf mittelst Kette M1 mit der
senkrechten Welle M'2 verbunden, welche den Umschalterarm M3 bethätigt. Die Welle hat
einen Zeiger M*, welcher auf einem Zifferblatt M*
sich dreht. Wie aus den Fig. 17 und 18 ersichtlich, wird in diesem Falle eine Klemme Ai6
mit Schraube und Feder benutzt, um ein freies Drehen der Spindel M2 zu verhindern. Die
Schleiffedercontacte sind im Wesentlichen dieselben, wie vorher beschrieben, jedoch schleifen
die Federn bl V2 in diesem Falle statt auf einer
auf zwei Platten c c9 mit abwechselnden Contact-
und Isolirschichten. Da bei dem durch Hand gestellten Apparat der Contact beim Loslassen
des Griffes durch die Feder g gebrochen wird, dieses jedoch bei selbsttätigen Apparaten
nicht möglich ist, da der Druck nicht nachläfst, so wird hier ein selbstthätiger Umschalter
iV1 angewendet, welcher durch Elektromagnete
JV2 N3 bethätigt wird, deren Spulen mittelst Leitungen mit den Ringen c c9 verbunden
sind. Sowie der Apparat nicht mehr bethätigt wird, wie aus der Fig. 16 ersichtlich,
wird der Stromkreis bei JV4 oder JV5 unterbrochen.
Claims (4)
1. Elektrischer Signalapparat, bestehend aus einer mit concentrischen unabhängigen
Stromschiufsstreifen und einer Unterbrechercontactreihe
versehenen Umschalterscheibe, über welcher ein die Stromschlufsfeder tragender, mittelst eines beschränkt beweglichen
Mitnehmertheils geführter Stellarm drehbar ist, um die zur elektromagnetischen Fortschaltung eines Empfängerapparates
dienenden Stromschlüsse und Unterbrechungen jeweils in einem der mit den Ring-
- stromschlufsstreifen gebildeten Stromkreise wirksam werden zu lassen, wobei die Relativdrehung
des führenden Armtheiles durch Contactflächenverstellung je nach der Drehrichtung
die Verbindung mit dem einen oder anderen, einer Vorwärts- oder Rückwärtsschaltung
entsprechenden Stromkreise herbeizuführen gestattet.
2. Bei dem unter !.gekennzeichneten Apparat
die Anordnung eines· zweitheiligen Contactarmes (d ej, dessen oberer, mit Umstellcontactflächen
versehener Theil (e) mit dem unteren federnd verbunden ist und sich auf
dem letzteren, die Schleppcontacte (dl .... dsj
tragenden Theil (d) bei Bewegung der Einstelikurbel so weit nach rechts oder links
verschieben kann, dafs je nach der Bewegungsrichtung des Armes ein Stromschiufs
hergestellt werden kann, um auf diese Weise
den Empfängerzeiger in derselben Richtung wie denjenigen des Senders zu bewegen.
3,, Bei dem unter 1. gekennzeichneten Apparat
die Anordnung eines elektromechanischen Schaltwerkes, um den Empfängerzeiger zu
bethätigen,, bei welchem die nach Stromschlufs hin- und hergeschwungenen Armaturarme mit Stiften in auf der Zeigerwelle
befestigte, mit entgegengesetzten Schaltzähnen versehene zweitheilige Schalträder fm m1)
eingreifen und durch abwechselnde Be-, nahrung der schrägen Flächen der gegenüberliegenden
Radtheile eine Drehung des , Zeigers entsprechend der Anzahl der Schwingungen der Armatur bewirken.
4. Eine Abänderung des unter 1. bis 3. gekennzeichneten
Apparates für mechanisch bethätigte Anlagen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Unterbrechung sämmtlicher Stromkreise
statt durch die selbsttätige Einstellung des federnden Oberarmes (e) unter
Anwendung zweier Contactringe (c c9) durch
eine Armatur (N1) erfolgt, deren zwei Magnete
je mit einem der Ringe (c bezw. c9) in der Weise verbunden werden, dafs bei
Anhalten des Einstellarmes der Strom durch einen Magneten geschlossen und durch Anziehen
der Armatur die Stromunterbrechung bei (N^ N^J verursacht wird.
Eine Abänderung des unter 1. gekennzeichneten Apparates, gekennzeichnet durch die Anordnung einer beweglichen Umschalterplatte und eines stillstehenden Einstellarmes.
Eine Abänderung des unter 1. gekennzeichneten Apparates, gekennzeichnet durch die Anordnung einer beweglichen Umschalterplatte und eines stillstehenden Einstellarmes.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE95026C true DE95026C (de) |
Family
ID=366310
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT95026D Active DE95026C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE95026C (de) |
-
0
- DE DENDAT95026D patent/DE95026C/de active Active
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