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Drosselventilsteuerung für Brennkraftmaschinen Die Erfindung betrifft
Drosselventilsteuervorrichtungen für mit Kupplung und Schaltgetriebe versehene Fahrzeug-Brennkraftmaschinen,
bei denen das Drosselventil, welches in der üblichen Weise durch einen Fußhebel
oder einen gleichwertigen Bauteil über einen vorherbestimmten, normalen Bewegungsbereich
bewegt werden kann, sich zeitweise in seiner Bewegung beschränken läßt, und zwar
durch Anschläge, welche in die Bahn eines Bauteils gebracht werden können, der sich
mit dem Drosselventil in Richtung auf den einen oder anderen zweier Teile seines
normalen Bewegungsbereiches bewegt, der sich von gegenüberliegenden Seiten her erstreckt.
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Es ist bereits vorgeschlagen worden, in einer Drosselventilsteuervorrichtung
der beschriebenen Art zwei unabhängig voneinander bewegliche Anschläge vorzusehen,
welche mechanisch so mit einer an die Brennkraftmaschine angefügten Getriebeveränderungseinrichtung
verbunden sind, daß der Anschlag, welcher die Öffnung des Drosselventils begrenzt,
während der Aufwärtsgetriebeveränderung vorgebracht wird, während der Anschlag,
welcher das Schließen des Drosselventils begrenzt, während der Abwärtsgetriebeveränderung
vorgebracht wird.
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Erfindungsgemäß werden in einer Drosselventilsteuervorrichtung der
beschriebenen Art für Brennkraftmaschinen mit zwei unabhängig voneinander beweglichen
Anschlägen, welche die Bewegung des Drosselventils auf Teile seines normalen Bewegungsbereiches
beschränken, welche sich von
gegenüberliegenden Seiten her erstrecken,
zwei Betätigungsorgane, von denen je eins mit einem der Anschläge verbunden ist,
sowie Steuereinrichtungen vorgesehen, um eine voneinander unabhängige Tätigkeit
der Betätigungsorgane zu bewirken.
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Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung aus führlich beschrieben,
und zwar zeigt Fig. I in schaubildlicher Weise eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Drosselventilsteuervorrichtung, zusammen mit Teilen einer Wechselgetriebesteuerung,
durch deren Steuerbewegung die Drosselventilsteuerung beeinflußt wird, Fig. 2 eine
Einzelansicht eines Paares von Schaltern, welche mit der Wechselgetriebesteuervorrichtung
in Fig. I zusammenwirken, Fig. 3 eine Seitenansicht der Drosselventilsteuerung,
welche schaubildlich in Fig. I gezeigt ist, Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Schnittlinie
4-4 in Fig. 3, Fig. 5 eine Draufsicht auf die Steuervorrichtung nach Fig. 3, Fig.6
ein Schaubild ähnlich demjenigen nach Fig. I, welches eine andere Ausführungsform
einer Drosselventilsteuervorrichtung gemäß der Erfindung und Teile der Wechselgetriebesteuerung
wiedergibt, mit welchem sie zusammenwirkt, Fig.7 eine Seitenansicht der Drosselventilsteuerung,
welche schaubildlich in Fig. 6 dargestellt ist, Fig. 8 im Schnitt ein Unterdrucksteuerventil
und seine Betätigungstopfmagnete, Fig. 9 einen Schnitt gemäß der Schnittlinie 9-9
in Fig. 8, Fig. Io, II und I2 eine Schalteranordnung zur Betätigung der in Fig.
6 dargestellten Drosselventilsteuervorrichtung, wobei Fig. Io eine Seitenansicht
und die Fig. II und I2 Schnitte nach den Schnittlinien II-II und I2-I2 in Fig. Io
wiedergeben, Fig. I3 eine Ansicht einer anderen Schaltersteueranordnung zum Betätigen
der in Fig. 6 dargestellten Drosselventilsteuerung, und zwar in Richtung der Steuersäule
eines Fahrzeugs gesehen, an welchem die Schalteranordnung angebracht ist, Fig. I4
einen Schnitt nach der Schnittlinie I4-I4 in Fig. I3, während Fig. I5 eine Ansicht
ähnlich derjenigen nach Fig. 7 wiedergibt, die sich auf ein weiteres Ausführungsbeispiel
der Erfindung bezieht.
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Wie sich aus den Fig. I bis 5, insbesondere aus Fig. I, ergibt, ist
die Drosselventilsteuervorrichtung bei 2o angedeutet, während ein druckflüssigkeitsbetätigtes
Wechselgetriebe bei 2I gezeigt ist. Das Getriebe 2I betätigt ein (nicht dargestelltes)
Zahnradgetriebe der bekannten Synchroneingriffsart (synchronisiertes Getriebe) mit
vier Vorwärtsgängen und einem Rückwärtsgang, und zwar über zwei Kupplungsstücke
22 und 23, welche die Auswahl der entsprechenden Schubstangen des Zahnradgetriebes
und die Bewegung der ausgewählten Schubstange zwecks Beeinflussung des Getriebes
bewirken. Das Steuerwerk 2I besteht aus einem doppelt wirkenden Druckflüssigkeitszylinder
24, in welchem ein Kolben 25 mit Nocken beweglich ist, mit welchem Folgesteuerteile
zusammenwirken, welche auf frei tragenden Hebeln sitzen, welche an den Kupplungsstücken
22 und 23 angelenkt sind. Flüssigkeit wird dem Zylinder 24 von einem geeigneten
Druckerzeuger mittels eines Gleitkolbenventils 26 bekannter Bauart zugeführt, das
eine Folgesteuerbewegung ausführt, wobei das Ventil geschlossen ist, wenn sein Kolben
in der Mittelstellung ist, und durch Bewegen des Kolbens in jeder Richtung geöffnet
wird, und wobei bei Bewegung in der einen Richtung Flüssigkeit dem einen Ende des
Zylinders zugeführt und ein Entweichen vom andern Ende her ermöglicht wird, während
bei Bewegung in der entgegengesetzten Richtung Flüssigkeit dem anderen Ende des
Zylinders zugeführt und ein Entweichen vom erstgenannten Ende her ermöglicht wird.
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Das Ventil 26 wird über eine Stange 27 und einen Schwinghebel 28 von
einem Handhebel 29 her betätigt, der in einer Bogenführung 3o beweglich ist, wobei
der Schwinghebel 28 an einem Hebel 3I angelenkt ist, welcher seinerseits mit einem
Ende an einem Winkelhebel 32 sitzt, welcher einen Folgenocken trägt, der sich auf
einer Nockenfläche auf dem Kolben 25 abstützt, und mit dem andern Ende an einer
Rückdrehfeder 33 befestigt ist. Der Handhebel 29 bewegt sich nach links beim Getriebewechsel
nach unten hin (ins Langsame) und nach rechts beim Getriebewechsel nach oben, wobei
sich der Kolben des Ventils 26 in entgegengesetzten Richtungen in jedem Falle bewegt,
und zwar infolge der Wechselwirkung des Schwinghebels 28. Der Ventilkolben erstreckt
sich durch das Ventilgehäuse hindurch und trägt einen Anschlag 34, der mit den Betätigungsanschlagnocken
von zwei elektrischen Schaltern 35 und 36 (Fig. 2) zusammenwirkt, von denen beide
geöffnet sind, wenn das Ventil 26 geschlossen ist, wobei der Schalter 35 durch die
Bewegung des Ventils nach links in Fig. I betätigt wird, während der Schalter 36
durch eine Bewegung des Ventils nach rechts in Fig. I betätigt wird. Die Folgesteuerwirkung
des Ventils 26 wird durch die Bewegung des Winkelhebels 32 hervorgerufen, die sich
aus der Bewegung des Kolbens 25 ergibt, wobei die Anordnung eine solche ist, daß
der Kolben des Ventils 26 in seine Zwischenstellung zurückkehrt, wenn ein ausgewähltes
Übersetzungsgetrieberad in Eingriff gebracht worden ist. Auf diese Weise wird bei
Auswahl eines beliebigen Getrieberades durch Bewegung des Hebels 29 einer der Schalter
35
oder 36 geschlossen, und beim Eingriff des Getrieberades öffnet sich dieser
Schalter wieder, während der andere Schalter während des gesamten Getriebewechselsteuerungsvorgangs
offen bleibt.
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Die Drosselventilsteueranordnung 2o ist in ihren Einzelheiten in den
Fig. 3, 4 und 5 dargestellt. In diesen Figuren ist 37 der Hauptdurchlaß im Vergaserkörper,
durch welchen das Gemisch in die Einlaßmehrfachleitung der Maschine fließt, während
38 das Drosselventil ist, welches auf einer Spindel 39 sitzt, die an dem einen Ende
nach außen vorragt, wobei das vorragende Ende durch eine
Muffe 4o
hindurchführt, welche im Vergaserkörper eingeschraubt ist und selbst in solcher
Weise vorsteht, daß sie ein Lager für einen Halter abgibt, welcher einen Arm 41
trägt, welcher über ein Kabel 42 mit einem üblichen Drosselsteuerpedal bzw. Gasfußhebel
in Verbindung steht und außerdem mit einer Rückstellfeder 43 verbunden ist, die
an einem geeigneten Punkt an der Maschine befestigt ist. Am vorstehenden Ende der
Spindel 39 sitzt ein weiterer Arm 44, und eine Zugfeder 45 ist zwischen Schlitzen
46 und 47 an den Armen 41 und 44 vorgesehen, wobei die Feder 45 das Bestreben hat,
die beiden Arme in Zwischenstellungen zu bewegen, in welchen die Einwirkungslinie
der vorerwähnten Feder radial zur Spindel 39 verläuft, wie dies durch Fig. 3 wiedergegeben
ist. Der Arm 44 trägt einen Stift 48, und zwar versetzt in bezug auf die Achse der
Spindel 39, so daß er sich bogenförmig bewegt, wenn das Drosselventil 38
sich öffnet oder schließt.
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Ein Haltebügel 49, der in geeigneter Weise am Vergaserkörper befestigt
ist, trägt zwei gleichachsige Topfmagnete 5o und 51, deren Anker 52 und 53 geschlitzte
Köpfe, 54 und 55 tragen, in deren Schlitze der Stift 48 hineinragt. Wenn die Topfmagnete
aberregt sind, nehmen die Köpfe .54 und 55 die in Fig. 3 gezeigte Stellung ein,
in welcher ihre Schlitze übereinstimmen, so daß der Stift 48 sich frei über einen
Winkelbereich bewegen kann, welcher ausreicht, um den vollen normalen Steuerbereich
des Drosselventils zuzulassen. Die Schalter 35 und 36 schließen elektrische Stromkreise
mit den Topfmagneten 5o und 51, derart, daß der Topfmagnet 5o erregt wird, wenn
ein Getriebewechsel nach oben hin bewirkt wird, während der Topfmagnet 5I erregt
wird, wenn ein Getriebewechsel nach unten hin bewirkt wird. Ein Schalter 56 (Fig.
I), der durch das Auftreffen seines Steuerkolbens auf die Stange 27 gesteuert wird,
ist geschlossen, wenn der Handhebel 29 sich in einer Stellung zum Auswählen irgendeiner
der Vorwärtsgänge befindet, ist jedoch geöffnet, wenn der Handhebel 29 in die neutrale
oder Rückwärtsstellung bewegt wird, und zwar durch den Betätigungskolben, der auf
einem verjüngten Teil 57 der Stange sitzt, wobei der Schalter 56 in Reihe mit beiden
Schaltern 35 und 36 angeordnet ist, derart, daß dann, wenn er offen ist, das Schließen
dieser Schalter nicht eine Erregung der Topfmagnete zur Folge hat.
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Wenn der Topfmagnet 5o erregt wird, wird der Anker 52 desselben in
die Spule hineingezogen, wodurch der Kopf 54 nach rechts bewegt wird, so daß das
linke Ende des darin befindlichen Schlitzes als ein Anschlag wirkt, um die Bewegung
des Stiftes 48 nach links hin und dadurch die Öffnung des Drosselventils, beispielsweise
auf ein Achtel seiner vollen Öffnungsbewegung, zu begrenzen.
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Wenn das Drosselventil um mehr als ein Achtel geöffnet ist, wird der
Arm 44 gedreht, wenn der Kopf 54 sich bewegt, um die Drosselventilöffnung zu reduzieren,
wobei der Arm 44 relativ zum Arm 41 gedreht und die Feder 45 angespannt wird, so
daß die Stellung der üblichen Drosselventilsteuervorrichtung unbeeinflußt bleibt.
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Wenn der Topfmagnet 51 erregt wird, wird der Anker 53 in die Spule
dieses Topfmagnets hineingezogen, wodurch der Kopf 55 nach links bewegt wird, derart,
daß das rechte Ende des darin befindlichen Schlitzes als Anschlag wirkt, um die
Bewegung des Stiftes 48 nach rechts und damit das Schließen des Steuerventils, beispielsweise
auf eine Steuerstellung, in welcher es zu drei Achteln offen ist, zu begrenzen.
Das Drosselventil wird in die Offenstellung, falls dies erforderlich ist, bewegt,
und zwar durch die Relativbewegung der Arme 41 und 44.
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Auf diese Weise wird jedesmal, wenn der Handhebel 29 nach rechts bewegt
wird, um einen Getriebewechsel nach oben hin vorzunehmen, der Schalter 35 geschlossen,
wodurch der Topfmagnet 5o erregt wird. Das Drosselventil 38 wird daher in eine Stellung
gebracht, in welcher es nicht mehr als ein Achtel Öffnung haben kann, und zwar unabhängig
von der Stellung des Drosselventilfußhebels, und verbleibt in dieser Stellung, bis
die höhere Getriebestufe in Eingriff gekommen ist und der Topfmagnet 50 aberregt
wird, woraufhin, wenn der Drosselventilfußhebel in der niedergedrückten Stellung
gehalten worden ist, das Drosselventil sich bis zu einer Steuerstellung öffnet,
welche der Fußhebelstellung entspricht.
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Wenn der Handhebel 29 nach links bewegt wird, um einen Getriebewechsel
nach unten vorzunehmen, so wird der Schalter 36 geschlossen, wodurch der Topfmagnet
51 erregt wird, und das Drosselventil 38 wird, wenn es weniger als drei Achtel offen
ist, mit dem Köpf 55 so bewegt, daß es wenigstens zu drei Achteln offen ist, und
zwar unabhängig von der Stellung des Fußhebels. Der Kopf 55 verbleibt in seiner
Arbeitsstellung, bis der untere Gang in Eingriff gebracht ist und der Topfmagnet
51 aberregt wird, wodurch es dem Drosselventil ermöglicht wird, eine Schließbewegung
auszuführen, wenn der Fußhebel freigegeben worden ist.
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Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform einer Drosselventilsteueranordnung,
bei welcher die Drosselventilanschläge mittels Unterdruck betätigt werden, der von
der Unterdruckmehrfachleitung der Maschine abgeleitet wird, wobei die Steuereinwirkung
dieses Unterdruckes elektrisch gesteuert wird und die Drosselventilsteuerung mit
einer Getriebewechselsteüerung der Synchroneingriffsart in Verbindung steht, bei
welcher die Getriebewechsel mechanisch durch die Bewegung eines Hebels bewirkt werden,
der auf einer Stange sitzt, welche parallel zur Steuersäule verläuft. Die Stange.wird
in Achsrichtung bewegt, um eine entsprechende Schieberstange des Rädergetriebes
auszuwählen, und in Drehrichtung, um die Getrieberäder in Eingriff zu bringen. Die
Drosselventilsteuereinheit ist bei 6o dargestellt, das elektrisch betätigte Unterdrucksteuerventil
bei 61 und der Steuerschalter bei 62. Ein Unterdruckvorratsbehälter ist bei 63 dargestellt.
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Die Drosselventilsteuereinheit 6o ist im einzelnen in Fig. 7 dargestellt,
wobei die Spindel des
Drosselventils mit 64 bezeichnet ist. Das
Vergaser-und das Drosselventil sind in der Zeichnung nicht dargestellt. Eine segmentförmige
Platte 65 sitzt fest an der Drosselventilspindel 64, und ein Stift 66 ragt von der
einen Seite der Platte 65 vor, und zwar an einem Punkt, welcher versetzt zu der
Achse der Spindel 64 ist, um mit den beiden beweglichen Anschlägen 67 und 68 zusammenzuwirken.
Drehbar befestigt an der andern Seite der Platte 65 ist das eine Ende eines federnd
nachgiebigen Zwischenstücks 69, dessen anderes Ende an einem Hebel 7o angelenkt
ist, welcher über ein Kabel 71 mit der üblichen Drosselventilsteuerung in Verbindung
steht. Eine Rückstellfeder 72 zum Bewegen des Drosselventils in die geschlossene
Stellung ist ebenfalls am Hebel 70 befestigt. Das federnd nachgiebige Zwischenstück
69 besteht aus den inneren und äußeren Teleskopteilen 73 und 74, wobei das Innenteil
73 ein Paar von einander gegenüberliegenden Außenschulterteilen 75 und 76 aufweist,
während das Außenteil ein Paar von einander gegenüberliegenden Innenschulterteilen
77 und 78 aufweist, wobei die beiden Paare von Schulterteilen in gleichem Abstand
voneinander vorgesehen sind. Ein Paar von Hülsen oder Buchsen 79, die durch
Federn 8o auseinandergespreizt werden, zwischen denen eine Unterlegscheibe 81 vorgesehen
ist, wirken mit den Schulterteilen zusammen, um die Bauteile 73 und 74 in eine Stellung
zu bewegen, in welcher die Schulterteile 75 und 77 in einer gemeinsamen Ebene und
die Schulterteile 76 und 78 in einer anderen gemeinsamen Ebene sind, wobei die Ausdehnung
oder Zusammendrückung des Zwischenteiles eine Zusammendrückung der Federn bewirkt.
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Die Anschläge 67 und 68 sind mit Bälgen 82 und 83 ausgerüstet. Der
Balg 82 weist eine innere Endplatte 84 auf, welche an einem Halter 85 sitzt, wobei
der Anschlag 67 von einer Stange 86 gehalten wird, welche durch die innere Endplatte
84 hindurchgeführt und an der Außenendplatte 87 des Balges befestigt ist, und eine
Feder 88 in den Bälgen vorgesehen ist, um diese zu strecken. Der Balg 83 weist Innen-
und Außenplatten 89 und 9o, die beide an einem Halter 9I sitzen, sowie eine bewegliche
Zwischenplatte 92 auf, welche eine Stange 93
trägt, welche gleitbar in der
Innenendplatte 89 sitzt, wobei die Stange 93 den Anschlag 68 trägt. Der Balg 82
und die Kammer 94 des Balges 83 zwischen der Außenendplatte 9o und der Zwischenplatte
g2 haben eine gemeinsame Verbindung zum Unterdrucksteuerventil 61, während die andere
Kammer 95 des Balges 83 eine gesonderte Verbindung zum Unterdrucksteuerventil
61 aufweist. Eine Feder 96 in der Kammer 95 sucht die Zwischenplatte
g2 nach außen zu bewegen.
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Das Unterdrucksteuerventil, welches im einzelnen in den Fig. 8 und
g dargestellt ist, besteht aus einem Körper 97 mit einer axialen Bohrung
98,
welche an beiden Enden Versenkbohrungen aufweist, um Eindrehungen 9g und
Ioo zu bilden, wobei diese Eindrehungen durch Endkappen IoI und Io2 verschlossen
werden, welche Mittelaussparungen 103 und 104 aufweisen, welche in Kammern Io5 und
Ioh in den Endkappen führen. Ein Rohr 107, welches mit der Einlaßmehrfachleitung
der Maschine verbunden ist, führt in die Bohrung 98
hinein, wobei ein Rückschlagventil
Io8 vorgesehen ist, um den Zufluß von Luft in die Bohrung 98 von der Einlaßmehrfachleitung
her zu verhindern. Ein weiteres Rohr Io9 verbindet die Bohrung 98 mit dem Unterdruckbehälter
63. Ein Rohr IIo führt von der Eindrehung 9g zur Kammer 95 im Balg 83, während ein
Rohr III von der Eindrehung Ioo in die Kammer 94 im Balg 83 und zum Balg 82 führt.
Ein weiteres Rohr 112 führt von der Eindrehung 99 zu einem (nicht dargestellten)
Unterdruckzylinder zum Lösen der Kupplung des Fahrzeuges. Die Eindrehung Ioo und
die Kammer Io5 sind miteinander über Durchlässe 113 (Fig. g) in Verbindung. Topfmagnete
114 und I15 sitzen an den Endkappen IoI und Io2, wobei die Anker der Topf-. magnete
Ventilköpfe 116 und 117 tragen, welche in den Eindrehungen 9g und Ioo angeordnet
sind. Die Anker werden nach innen durch Federn 118 und II9 zu bewegen gesucht, um
die Ventilköpfe auf die Schulterteile an den inneren Enden der Eindrehungen aufzusetzen,
derart, daß die Enden der Bohrung 98 geschlossen werden, wobei bei Erregung
der entsprechenden Topfmagnete die Ventilköpfe nach außen hin gezogen werden, so
daß sie die Öffnungen 103 bzw. 104 in der Endkappe IoI bzw. Io2 verschließen. Lufteinlaßöffnungen
I2o sind in der Endkappe Io2 vorgesehen.
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Wenn beide Topfmagnete aberregt sind, befinden sich beide Ventilköpfe
in ihren Innenstellungen, und die drei Rohre IIo, III und 112 sind mit der Außenluft
durch die Einlässe I2o verbunden, so daß beide Anschläge 67 und 68 aus ihren Arbeitsstellungen
zurückgezogen sind. Wenn der Topfmagnet I15 erregt wird, sind die Eindrehungen 99
und Ioo von den Einlässen I2o abgetrennt und Unterdruck wird allen drei Rohren i
io, i i i und 112 übermittelt. Da der Unterdruck auf beide Seiten der Zwischenplatte
92 im Balg 83 einwirkt, wird der Anschlag 68 nicht beeinflußt, während der Unterdruck,
der im Balg 82 zur Einwirkung kommt, die Endplatte 87 in Richtung auf die Endplatte
84 zu bewegt, wodurch der Anschlag 67 nach innen bewegt wird, um die Drosselventilöffnung
auf einen kleinen Wert zu bringen, wenn sie weit offen ist, oder ihre Öffnung zu
begrenzen. Unterdruck wird außerdem dem Kupplungsunterdruckzylinder übermittelt,
um die Kupplung zu lösen. Wenn der Topfmagnet 114 erregt wird, werden nur die Rohre
i io und i 12 mit Unterdruck versorgt, so daß die Zwischenplatte 92 des Balgs 83
nach innen bewegt wird, um das Drosselventil zu öffnen oder es an der Schließbewegung
zu hindern, und Unterdruck wird dein Kupplungsunterdruckzylinder übermittelt, um
die Kupplung außer Eingriff zu halten, wobei der Balg 82 und die Kammer 94 im Balg
83 mit der Außenluft in Verbindung bleiben.
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Die Bälge 82 und 83 können durch Zylinder ersetzt werden, wobei die
Anschläge 67 und 68 an Kolben sitzen können, die innerhalb dieser Zylinder gleiten.
Die
Fig. Io, II und 12 zeigen das Steuerwerk für den Schalter 62, wobei der Schalter
selbst, welcher doppelpolig ist, auf der Steuersäule 121 des Fahrzeuges angeordnet
ist. Der Betätigungskolben 122 des Schalters wird über Nockenstreifen 123 gesteuert,
welche an der Getriebewechselstange 124 befestigt sind, wobei die Nockenstreifen
so auf der Stange 124 angeordnet sind, daß der Kolben nur dann niederbewegt wird,
wenn ein Wechselgetriebe voll in Eingriff gebracht ist. Der Schalter 62 sitzt auf
einer Rohrschelle 125, welche auf der Steuersäule 121 aufgeklammert ist, wobei die
Röhrschelle zwei einander gegenüberliegende Nasen 126, 126 aufweist. Ein Halter
127, welcher an der Getriebewechselstange 124 klemmbefestigt ist, trägt einen Schwinghebel
128, wobei die Federn 129 die Stange in jeder Richtung aus einer Totpunktstellung
herauszubewegen suchen, um sie in einer Stellung zu halten, die dem vollen Getriebeeingriff
einer jeden Getriebestufe entspricht.
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Die Kontakte des Schalters 62, welche geschlossen sind, wenn der Arbeitskolben
122 niedergedrückt ist, liegen im Stromkreis des Topfmagnets 114, welcher Stromkreis
außerdem Kontakte enthält, die nur dann geschlossen sind, wenn die Kupplung des
Fahrzeuges außer Eingriff ist und sein Antriebsteil sich mit einer geringeren Geschwindigkeit
als der getriebene Teil dreht. Die andern Kontakte des Schalters 62, welche geschlossen
sind, wenn der Betätigungskolben 122 frei ist, liegen im Stromkreis des Topfmagnets
115. Daher sind dann, wenn irgendeines der Wechselgetrieberäder im Eingriff ist
und die Kupplung im Eingriff ist, beide Stromkreise offen. Die Arbeitsfolge während
eines Getriebewechsels ist die nachstehend beschriebene: Wenn der Wechselgetriebehebel
bewegt wird, um das Getriebe außer Eingriff zu bringen, wird der Arbeitskolben 122
freigegeben, und der Stromkreis des Topfmagnets I15 wird geschlossen, derart, daß
der Drosselventilanschlag 67 veranlaßt wird, sich nach innen zu bewegen; wodurch
nahezu das Drosselventil geschlossen wird, wenn es nicht bereits geschlossen ist,
und die Kupplung gelöst wird. Die weiter erfolgende Bewegung des Getriebehebels
hat den Eingriff der geänderten bzw. neuen Getriebestufe zur Folge, wobei die vorher
geschlossenen Kontakte des Schalters 62 sich öffnen und die Kontakte desselben im
Stromkreis des Topfmagnets 114 sich schließen. Wenn der treibende Teil der Kupplung
sich mit einer geringeren Geschwindigkeit als derjenigen des getriebenen Teils bewegt,
wird der Stromkreis des Topfmagnets 114 geschlossen, und der Drosselventilanschlag
68 wird nach innen bewegt, um die Maschine so weit zu beschleunigen, daß der antreibende
Teil etwas schneller als der getriebene Teil sich dreht, wobei die Kupplung in der
Zwischenzeit außer Eingriff gehalten wird. Sobald der antreibende Teil sich schneller
zu drehen beginnt, wird der kupplungsgesteuerte Schalter geöffnet, und der Topfmagnet
114 wird aberregt, wodurch es der Kupplung ermöglicht wird, einzufallen, während
der Anschlag 68 zurückgezogen wird. Die Fig. 13 und 14 zeigen eine abgewandelte
Ausführungsform des Steuerwerks zum Betätigen des Schalters 62. Der Schalter wird
an der Steuersäule 121 durch eine zweiteilige Schelle 130 gehalten, und sein
Arbeitskolben 122 wird über einen Hebel 131 betätigt; welcher bei 132 an der Schelle
angelenkt ist. Der Hebel 131 trägt eine Rolle 133, welche nockengesteuert ist, und
die Getriebewechselstange 124 trägt fünf Nocken 134, 135, 136, 137 und 138, die
so angeordnet sind, daß die Nocken 134 und 135 mit der Rolle in Verbindung sind,
wenn der Getriebehebel mit der dritten und vierten Getriebeschubstange in Verbindung
ist, die Nocken 136 und 137 stehen mit der Rolle in Verbindung, wenn der Getriebehebel
mit der ersten und zweiten Getriebeschubstange in Verbindung ist, und der Nocken
138 steht mit der Rolle in Verbin dung, wenn der Getriebehebel mit der Rückwärtsgangschubstange
in Verbindung ist. Jeder Nocken hat eine Aussparung oder Einbuchtung, wie sie in
Fig. 13 bei 139 angedeutet ist, um die Rolle aufzunehmen, wenn das entsprechende
Getriebe im Eingriff ist, und die Nocken sind einzeln auf der Stange 124 einstellbar.
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Fig. 15 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform zum Verbinden des üblichen
Drosselventilsteuerkabels 71 mit dem Drosselventil. Die Ventilspindel 64 trägt einen
Arm 140, welcher daran befestigt ist und den Stift 66 hält, welcher mit den Drosselventilanschlägen
67 und 68 zusammenwirkt, wobei diese Anschläge durch die Bälge 82 und 83 betätigt
werden, wie dies an Hand von Fig. 7 vorbeschrieben worden ist. Das Kabel 71 ist
an einem andern Arm 141 befestigt, welcher sich frei auf der Spindel 64 zu drehen
vermag und zwischen zwei Armen einer etwa U-förmigen Blattfeder 142 sitzt, die am
Arm 14o befestigt ist. Auf diese Weise ist das Kabel 71 normalerweise in der Lage;
das Drosselventil über die Blattfeder 142 zu bewegen; jedoch kann dann, wenn einer
der Anschläge 67 oder 68 so bewegt worden ist, daß die Steuerbewegung des Drosselventils
begrenzt wird und die normale Drosselventilsteuerung in einer solchen Stellung gehalten
wird, daß das Drosselventil eine Stellung einnimmt, die außerhalb des begrenzten
Steuerbereiches ist, die Feder 142 nachgeben.
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Nur ein Anschlag ist erforderlich, um das Drosselventil innerhalb
eines vorbestimmten Steuerbereiches für alle Getriebewechsel zu halten oder auch
für Wechsel in nur einer Richtung.