DE94247C - - Google Patents
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D43/00—Machines for making stitch lips, or other preparatory treatment of soles or insoles before fixing same
- A43D43/06—Machines for making stitch lips, or other preparatory treatment of soles or insoles before fixing same for applying reinforcing materials to insoles; Attachment of ornamental tapes or ribs, e.g. sewing ribs, on soles, or the like
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43B—CHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
- A43B13/00—Soles; Sole-and-heel integral units
- A43B13/38—Built-in insoles joined to uppers during the manufacturing process, e.g. structural insoles; Insoles glued to shoes during the manufacturing process
- A43B13/39—Built-in insoles joined to uppers during the manufacturing process, e.g. structural insoles; Insoles glued to shoes during the manufacturing process with upset sewing ribs
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- Materials Engineering (AREA)
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71: Schuhwerk.
Patetitirt im Deutschen Reiche vom ai. Juni 1896 ab.
Um das Annähen des Oberleders oder des Oberleders und des Rahmens an die Schuh-
und Stiefelsohlen wesentlich zu erleichtern, soll nach vorliegender Erfindung eine Nährippe
aus dem Material der Sohle an deren Kante oder in der Nähe ihrer Kante durch
Stauchung hervorgebracht werden, welche Rippe eine genaue Anlage für Oberleder bezw.
Rahmen bildet und zur' Verbindung dieser Theile des Schuhwerkes mit der Sohle dient.
Es ist als ein wesentlicher Vortheil dieser Herstellung einer Rippe zu bezeichnen, dafs
die Sohle durch dieselbe in keinem Theil ihrer nutzbaren Fläche verschwächt wird, wie
solche Verschwächung bei früheren Versuchen der Herstellung einer Anlage oder Näherhöhung
dadurch herbeigeführt wurde, dafs entweder ein horizontaler Schnitt zur Bildung eines aufstellbaren
Lappens oder durch einen horizontalen und verticalen Schnitt zur Bildung einer tiefen Kehle ausgeführt werden mufste, wodurch
die Sohle an dieser Stelle auf ihre halbe Stärke reducirt wurde; durch die Herstellung
der Rippe wird die Sohle also in keinem Theile ihrer nutzbaren Fläche verschwächt,
was nur dadurch zu erzielen ist, dafs die Rippe durch Zusammenstauchen des Materials
gebildet wird, wobei selbstverständlich der bekannte Rifs in der Sohle zur Schaffung einer
Nährinne nicht zur Ausführung kommt.
Die durch Stauchen des Materials an der Sohlenkante gewonnene Rippe erleichtert das
Anlernen der Nähverbindung und das Ausführen derselben ganz wesentlich, befördert
die Erzielung besserer Formen und Conturen bei billigerer Herstellungsweise und kann die
Herstellung der Rippe an Sohlen von Leder, Filz und anderem zu deren Herstellung verwendeten
Material angebracht werden.
Wenn die Sohle aus Filz besteht, wird die Rippe wie folgt hergestellt:
Auf derjenigen Seite, auf welcher die Nährippe vorstehen soll, wird in die Sohle ein
genügendes Quantum Stärke oder gewöhnlichen Kleisters eingerieben, und nachdem derselbe
genügend trocken geworden ist, wird der Rand der Sohle durch Stauchen so bearbeitet,
dafs die erhabene Rippe entsteht.
Bei Ledersohlen wird, da die Nährippe gewöhnlich auf der Fleischseite des Leders hervorgerufen
werden soll, das Leder in gleicher Weise, wie dies der Schuster gewöhnlich vor
Bearbeitung desselben thut, angefeuchtet und dann die Rippe durch Stauchen hervorgebracht,
wozu man sich eigenartiger Zangen bedienen kann. Es wird dieser Theil der
Sohle, der zur Rippenbildung dient, dichter als der übrige Theil der Sohle, und wenn
nun die Stiche durch die Rippe hindurchgeführt werden, um das Oberleder mit der Rippe zu verbinden, so wird die Naht fester
und wasserdichter, wenn sie beim Gebrauch des Schuhwerkes der Feuchtigkeit ausgesetzt
wird; der comprimirte Theil dehnt sich auf naturgemäfse Weise wieder aus und dichtet so
die Naht ab.
Die nach dem Stauchverfahren hergestellte Filzsohle ist in den Fig. 1 bis 4 dargestellt.
Fig. ι ist der Querschnitt einer gewöhnlichen Filzsohle vor ihrer Bearbeitung.
Fig. 2 zeigt die halbe Sohle in perspectivischer Ansicht mit der am Rande herumlaufen-
den, durch Stauchung des Materials hervorgebrachten Rippe a.
In dem Querschnitt Fig. 3 ist diese Filzsohle B dargestellt, wie sie auf einem Leisten D
durch Stiche bei C mit ihrer Rippe an das Oberleder B genäht ist.
Fig. 4 zeigt eine Abart in der Form der durch Stauchen hervorgebrachten Rippe a in
der Nähe der Kante der Filzsohle, welche Rippenart sich dann empfiehlt, wenn mit dem
Oberleder ein Rahmen an die Rippe der Sohle angenäht werden soll.
Eine Ledersohle ist in Fig. 5 im Querschnitt vor ihrer Bearbeitung dargestellt, der durch
Stauchen des Sohlenrandmaterials die in Fig. 6 angegebene massive Rippe angeprefst ist, während
Fig. 7 die Verbindung der Sohle A mit dem Oberleder B durch die Naht C angiebt,
während das Oberleder auf dem Leisten D steckt.
Fig. 8 zeigt die für Rahmenschuhwerk hergerichtete Sohle, der die massive Rippe nach
Fig. 9 angeprefst ist, während Fig. 10 die Verbindung dieser Sohle A mit dem auf
Leisten D sitzenden Oberleder B und Rahmen E durch die Naht C zeigt.
In Fig 8 ist die Sohle mit einer kleinen Kehlung versehen, die bei Anwendung der
Rippe ihren Grund darin hat, dafs bei umgewendetem Schuhwerk zwischen der Innensohle
und der Innenseite des Oberleders ein mit scharfer Kante versehener-Spalt verbleiben
würde, wenn man die Oberkante der Innensohle nicht etwas abschrägte. Der zugeschärfte
Theil der Sohlenkante legt sich aber flach an die Innenseite des Oberleders an und verhindert
die Spaltbildung, ohne die Tragfläche der Sohle in ihrer Stärke und Ausnutzungsfähigkeit im Mindesten zu beeinflussen.
Die Herstellung der Rippe kann nun bei leicht formfähigem Material, wie Filz u. s. w.,
durch Anwendung von Hitze mittelst eines dem Bügeleisen ähnlichen Instrumentes erfolgen
, indem das Material durch Anwendung von Druck unter Hitze zu der Rippe zusammengestaucht
wird.
Zur Herstellung der Rippe am Rande oder in der Nähe dieses Randes einer Sohle aus
Leder u. s. w. kann man sich der in Fig. 11 dargestellten Zange bedienen. Die Greiffiächen
der Zange sind so gestaltet, dafs sie mit abgerundeten Ecken über den Rand des Leders
hinaus in die Sohle eingreifen und einen starken verticalen Druck auf das Leder ausüben
, während eine an einer der Zangenbacken drehbar befestigte, als Hebel wirkende Zwischenbacke unmittelbar gegen den Sohlenrand
angeprefst wird, um den innerhalb der Greifflächen der Zange vorstehenden Randtheil
zur Rippe zusammenzustauchen. Man hat es natürlich durch Gestaltung der Greifflächen,
der Zangenbacken und der Stirnfläche der Zwischenbacke ganz in der Hand, die Form
der gewünschten Rippe zu bestimmen.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung der Nährippen an Schuhsohlen, bei welchem jede Verschwächung
der Sohle dadurch vermieden werden soll, dafs die Rippe durch Pressen und Stauchen des Sohlenmaterials am
Rande der Sohle gebildet wird.
2. Zur Ausführung des unter 1. genannten Verfahrens ein Prefs- und Stauchinstrument,
hauptsächlich in Form einer mit Greifflächen versehenen Zange mit einer an
einer der Zangenbacken drehbar befestigten, hebelartig wirkenden Zwischenbacke, mit
welchem Instrument die Sohle mittelst der Greifflächen in der Randnähe erfafst, gehalten
und geprefst wird, worauf die Stirnseite der Zwischenbacke zur Stauchung des Sohlenrandes gegen die Seitenfläche der
Sohle angedrückt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE94247C true DE94247C (de) |
Family
ID=365596
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT94247D Active DE94247C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE94247C (de) |
-
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