DE629463C - Verfahren zur Herstellung von Schuhen, insbesondere von Rahmenschuhen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schuhen, insbesondere von Rahmenschuhen

Info

Publication number
DE629463C
DE629463C DEU12159D DEU0012159D DE629463C DE 629463 C DE629463 C DE 629463C DE U12159 D DEU12159 D DE U12159D DE U0012159 D DEU0012159 D DE U0012159D DE 629463 C DE629463 C DE 629463C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sole
shoe
joint
insert
joint part
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEU12159D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
United Shoe Machinery Corp
Original Assignee
United Shoe Machinery Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by United Shoe Machinery Corp filed Critical United Shoe Machinery Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE629463C publication Critical patent/DE629463C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B9/00Footwear characterised by the assembling of the individual parts
    • A43B9/04Welted footwear
    • A43B9/06Welted footwear stitched or nailed through

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schuhen, insbesondere von Rahmenschuhen Die Erfindung betrifft ein besonderes Arbeitsverfahren bei der Herstellung - von Schuhen, insbesondere Rahmenschuhen, und der Zweck desselben besteht darin, einen Schuh zu ergeben, bei dem nach der Herstellung und beim Gebrauch desselben der Sohlenrand im Gelenkteil des Schuhs dicht an dem Schaft desselben anliegt. Bekanntlich ist es schwierig, einen Schuh herzustellen, bei dem der Rand der Sohle im Gelenkteil ;licht an dem Schaft anliegt. Dies ist durch die Herstellungsweise der Schuhe bedingt. Besonders schwierig ist dies bei Rahmenschuhen, bei denen auch im Gelenkteil die Sohle mit dem Rahmen vernäht werden muß. Zurückzuführen ist dieses Abbiegen des Sohlenrandes von dem Schaft im Gelenkteil des Schuhs auf Spannungen in der Sohle, die sich in der Querrichtung zur Längsachse derselben erstrecken. Diese Spannungen führen zu einem Klaffen des Sohlenrandes von (lern Schaft im Gelenkteil und zur Bildung einer Fuge an dieser Stelle des Schuhs. Diese Fugenbildung wird noch vergrößert durch die Doppelnaht bei Rahmenschuhen.
  • Dieser Nachteil wurde schon seit langem erkannt, und es wurden auch verschiedene Arbeitsweisen vorgeschlagen, diesen Nachteil zu vermeiden. Es wurde beispielsweise nach dem Fertigstellen des Schuhs der Randteil fest an den Schaft durch Rollen o. dgl. angedrückt, wodurch vorübergehend wohl die Fuge geschlossen wird, jedoch beim Gebrauch des Schuhs die erwähnten Spannungen wieder wirksam werden und das Klaffen der Fuge herbeiführen. Der Schuh verliert also beim Tragen leicht seine gute Form. Es wurde auch schon vorgeschlagen, die Sohle vor dem Befestigen an dein Schuh in entsprechender Weise vorzuformen, und zwar indem dieser eine Dehnung in der Längsrichtung und dabei dem Randteil der Sohle die gewünschte Form gegeben wird.
  • Die Erfindung schlägt nunmehr ein Arbeitsverfahren vor, durch das ein sicherer Schluß der Fuge zwischen Sohlenrand und Schaft im Gelenkteil des Schuhs ni§#ht nur nach Fertigstellung des Schuhs gewährleistet ist, sondern auch beim Tragen desselben sicher beibehalten wird. Zu diesem Zweck wird die Sohle vor dem Andrücken ihres Randteils gegen den Schaft derart vorbehandelt, z. B. verformt (ausgebaucht) oder geschwächt, daß bei dem Andrücken des Randteils des Sohlengelenks gegen den Schaft sich die Sohle in der Breitenrichtung ausdehnt. Durch diese Ausdehnung in der Breitenrichtung werden die obenerwähnten Spannungen aufgehoben und die Möglichkeit gegeben,--daß die@Sohle,-im Gelenkteil die ihr einmal erteilte Formgebung beibehält.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht. Es sind: Fig. i ein Grundriß einer durch Zusammendrücken verformbaren Gelenkeinlage, Fig. z eine Ansicht der Gelenkeinlage nach Fig. i von unten, Fig.3 eine Seitenansicht der Gelenkeinlage nach Fig. i und 2, Fig. q. ein Querschnitt nach Linie IV-IV der Fig. 2, Fig. 5 eine Seitenansicht der zusammengedrückten Einlage, Fig. 6 ein Querschnitt nach Linie VI-VI der Fig. 5, Fig.7 ein Querschnitt durch einen Rahmenschuh mit Gelenkeinlage nach Fig. i bis 6 während des Auflegens der Laufsohle, Fig. 8 ein Querschnitt durch diesen Schuh nach dem Annähen der Laufsohle an den Rahmen, Fig.9 ein Querschnitt durch denselben Schuh während des Planierens, also mit zusammengedrückter Gelenkeinlage, .
  • Fig. io ein Grundriß einer abweichenden Ausführungsform der zusammendrückbaren Gelenkeinlage, Fig. ii eine Seitenansicht der Gelenkeinlage nach Fig. io, Fig. 12 ein Längsschnitt durch die Einlage nach Fig. io, Fig. 13 eine Ansicht der Einlage nach Fig. io von unten, Fig. 1q. ein Querschnitt nach Linie XIV-XIV der Fig. i i, Fig. 15 ein Längsschnitt der Gelenkeinlage in zusammengedrücktem Zustande, Fig. 16 eine Darstellung einer weiteren abgeänderten Form derEinlage, teils inAnsicht und teils im Schnitt, Fig. 17 ein Querschnitt nach Linie XVII-XVII der Fig. 16, Fig. 18 eine schaubildliche Darstellung einer Laufsohle mit durch Anschneiden einer Zunge o. dgl. geschwächtem Gelenkteil, Fig. i9 ein Querschnitt nach Linie XIX-XJ;X der Fig. 18, - .
  • Fig. 2o ein Querschnitt durch einen Schuh mit Laufsohle gemäß Fig. 18 vor dem Planieren, Fig.2T ein Querschnitt durch denselben Schuh während des Planierens, Fig. 22 ein Schaubild einer Laufsohle mit durch Einschnitte geschwächtem Gelenkteil, Fig. 23 ein Schnitt nachLinieX_XIII-ZXIII der Fig. 22, Gemäß Fig. 7 und $ sind die hier in Betracht kommenden einzelnenTeile des Schuhes folgende: der Schaft A eines rahmengenähten Schuhes, die Brandsohle B, der Rahmen C, die Laufsohle D, die Gelenkeinlage E und der den Schuh tragende Leisten F.
  • Nach dem oben zuerst beschriebenen neuen Verfahren wird im Gelenkteil der Laufsohle D zunächst eine aufwärts gerichtete Ausbauchung X (Fig. 7) hergestellt, die mittels der Gelenkeinlage E gegen den Schuhboden gestützt ist. Die Einlage E wird für die Zwecke der Erfindung mit einer außergewöhnlichen Dicke -und in genügender Festigkeit hergestellt, um die Ausbauchung rX der Außensohle gegen jeden während der Herstellung des Schuhes auf die Sohle ausgeübten Druck zu stützen, und zwar bis zu dem Zeitpunkt, wo das Planieren erfolgt. Insbesondere soll die Gelenkeinlage E die Ausbauchung X bei dem Druck aufrechterhalten, der während des üblichen Auflegens der Sohle ausgeübt wird. Auf der anderen Seite ist sie jedoch nicht widerstandsfähig genug, um auch den Druck unverändert auszuhalten, der während des Planierens der Laufsohle aufgewendet -wird, nachdem das Annähen an: den Rahmen stattgefunden hat.
  • Unter der Einwirkung der Planierungsvorrichtung wird die Gelenkeinlage E zusammengedrückt und die Ausbauchung der Sohle durch Abflachen derselben beseitigt. Infolge des Einebnens der Ausbauchung breitet sich der Gelenkteil der Sohle aus, und ihre Ränder können durch die Planierungsvorrichtung dicht an den Schafteinschlag herangepreßt werden, ohne daß dadurch eine wesentliche Querbeanspruchung in der Sohle erzeugt wird. Da hiernach die Sohle keine bemerkenswerte Spannung aufweist, entsteht nach dem Aufheben der Planierungspressung auch nur eine sehr geringe Neigung. der Sohlenränder, sich vom Schaft -wieder abzuziehen. Es wird also der Vorteil erzielt, daß sich die Rahmenfuge nicht öffnet.
  • Als weiterer Erfolg des Breitpressens und Querbiegens oder Formens des Gelenkteiles der Sohle während des Planierens ergibt sich der, daß die Teile der Außennahtstiche, die in die Sohle hineingehen, mehr oder weniger aufgerichtet werden, so daß sie ebenfalls keine wesentliche Spannung ausüben, infolge deren der Sohlenrand vom Schaft abgezogen werden könnte.
  • Eine verformbare oder zusammendrückbare Gelenkeinlage, wie sie gemäß Fig. 7, 8 und 9 Verwendung findet, ist beispielsweise in Fig. i bis 6 dargestellt. Sie ist aus mehreren Stücken zusammengesetzt, und zwar aus einem Füllstück 2o, dessen Umriß dem des Gelenkteils der Sohle gleicht, jedoch schmaler ist, ferner aus einem nachgiebigen Versteifungsstreifen 22 aus.Metall und aus einem anfangs aufgerichteten zusammendrückbaren Teil 24. Alle Stücke sind in der Längsrichtung passend zur Längskrümmung des Bodens eines Leistens für einen Schuh gekrümmt, in welchem die Gelenkeinlage angebracht werden soll. Das Füllstück 2o kann aus Leder, Lederpappe oder einem anderen geeigneten Werkstoff bestehen. Es ist gemäß Fig.3 und 5 geformt, d. h. in der Längsrichtung gekrümmt und in der Querrichtung konvex geformt, so daß es im Gelenkteil des Schuhbodens gut anliegt. Am vorderen Ende des Füllstückes 20 ist ferner eine ebeneFläche26 (Fig. 2) angebracht, die mit der Laufsohle in Eingriff kommt. Die Fläche 26 ist durch eine deutlich ausgeprägte Kante 28 von dem gekrümmten Teil des Füllstückes 2o abgegrenzt. Der Umriß des letzteren ist so gewählt, daß er sich dicht an die Nähränder der Brandsohle im Gelenkteil des Schubbodens anschließt. Der Versteifungsstreifen 22 kann aus gehärtetem Stahl bestehen, um eine genügend nachgiebige Stütze für den Längsboden des Gelenkteiles des Schuhes zu bilden. Der Streifen 22 ist an der der Brandsohle zugekehrten Seite des Füllstückes 2o mit diesem durch Täckse 30 verbunden (Fig. i). -Der zum Zusammendrücken oder Verformen bestimmte Teil 24 besteht aus einem Streifen von ungehärtetem Metall, dessen eines Ende mittels eines Nietes oder einer Befestigungsöse- 32 mit dem Vorderteil des Füllstückes 2o verbunden ist, während sein anderes Ende durch ein Niet oder eine Öse 34 an dem hinteren Ende des Füllstückes 2o befestigt ist. Die Öse 34 geht durch einen Schlitz 36 (Fig.2) im Verformungsstreifen 24, so daß dieser sich am rückwärtigen Ende längs gegen das Füllstück 2o verschieben kann. Beide Enden des Verformungsstreifens 24 sind bei 38 so abgesetzt, wie Fig. 3 es angibt, um einen bemerkenswerten Abstand zwischen dem Teil 24 und dem Füllstück 2o herzustellen.
  • Während des üblichen Auflegens, Rundens und Annähens der Sohle wird der Verformungsstreifen 24 ferner noch durch eine größere Anzahl von Fingern 40 in Abstand von dem Füllstück 20 gehalten. Die Finger 4o sitzen in zwei Reihen, je eine an jedem Rande des Streifens 24. Gemäß Fig.4 ist letzterer zwischen seinen abgesetzten Enden 38 rinnenförmig ausgebildet, und die Finger 4o sind so gekrümmt, daß sie sich an die Krümmung des Füllstückes 2o anschmiegen. Die Spitzen der Finger 4o berühren das Füllstück und sind außerhalb der Berührungsstelle noch etwas zurückgekrümmt. Sie liegen also mit einer gut abgerundeten Fläche am Füllstück 2o an und können daher beim Zusammendrücken des ganzen Verformungsstreifens 24 sehr leicht an der Fläche des Füllstückes entlang gleiten. Die Finger 4o sind verschieden lang und so angeordnet, daß ihre Spitzen das Füllstück 2o überall im gleichen Abstande von dessen Rand oder Umriß berühren. Dadurch wird erreicht, daß nach dem Zusammendrücken des Verformungsstreifens jeder Finger gleich weit über den Rand des Füllstückes hinausragt, um die Innennaht des Schuhbodens gut zu überdecken.
  • Die nicht zusammengedrückte Gelenkeinlage E wird auf die Brandsohle B so aufgelegt, daß sie zwischen den Innennähten an beiden Seiten des Schuhes liegt. Das Auflegen geschieht, nachdem der Schaft A und der Rahmen C am Rande der Brandsohle B festgenäht sind. Dann wird die Laufsohle D aufgelegt oder ohne übermäßigen Druck gegen den Schuhboden gepreßt. Das geschieht mittels eines nachgiebigen Sohlenauflegekissens G (Fig. 7), worauf die Außensohle D durch Stiche H mit dem Rahmen C vernäht wird (Fig.8). Bis zu diesem Herstellungsvorgange dient die Gelenkeinlage E dazu, den Gelenkteil der Laufsohle ausgehaucht, d. h. quer gekrümmt zu halten, wie Fig. 7 es zeiht, wobei die Laufsohlenmitte außergewöhnlich weit von der Brandsohle abgedrückt ist. Der Verformungsstreifen 24 der Gelenkeinlage E ist steif genug, um dem Druck- des Sohlenauflegekissens G ohne Formänderung -zu widerstehen. Wenn aber nachher die Plaüierungsrolle J (Fig. 9) auf die Schuhsohle einwirkt, so preßt diese genügend stark, um die Einlage zusammenzudrücken und die Querausbauchung der Sohle zu beseitigen.
  • Vor dem Planieren der Sohle liegen die zur Verbindung der Laufsohle mit dem Rahmen dienenden SticheH im Bereich des Gelenkes schräg, und zwar vom Schaft A oder Rah-men C aus zum Riß I hin nach innen (siehe Fig.8). Man bezeichnet das als diagonale Lage der Stiche, die unter einem spitzen Winkel zur Außenfläche des Sohlenrandes liegen, und man findet diese Lage der Stiche für gewöhnlich an den Gelenkteilen von Rahmenschuhen. Ferner haben, wie gleichfalls in Fig. 8 gezeigt ist, der Rahmen und die Laufsohle am äußeren Rande zunächst einen beträchtlichen Abstand von dem anliegenden Teile des Schaftes, und die Spannung der Außensohlenstiche H ist bestrebt, vor dem Planieren des Schuhes jedem Versuch, die Fuge zwischen dem Rahmen und dem Schaft zu schließen, zu widerstehen. Wenn jedoch dann die Laufsohle planiert wird, so bewirkt die Pressung der Rolle J nicht nur das Abflachen und Ausbreiten der Sohle in der bereits angegebenen Weise, sondern zugleich werden die Sohlenränder dicht gegen den Schaft gepreßt. Dabei vergrößert sich außerdem der Abstand- zwischen den Teilen der Stiche H, die im Riß der Laufsohle liegen, und hierdurch. wird erreicht, daß diese Stiche nach dem Planieren nahezu rechtwinklig zur Rahmen-«und Sohlenfläche stehen. Wenn die Stiche in dieser Weise aufgerichtet sind, üben sie keine bemerkenswerte Spannung mehr aus, die den Sohlen- und Rahmenrand vom Schaft abziehen könnte.
  • Wie Fig. 9 erkennen läßt, wird beim Planieren der Verformungsstreifen 24. der Gelenkeinlage E so breit gedrückt, daß die Finger q.o nicht mehr innerhalb der -Innennaht liegen, sondern über die- Nahtränder hinweggreifen. Sie pressen den Nahtrand gegen den noch im Schuh bleibenden Leisten und bilden, wenn letzterer entfernt ist, eine feste und dauernde Stütze für die Innennaht des Schuhbodens am Gelenkteil.
  • Die abweichende Ausführungsform einer zusammendrückbaren Gelenkeinlage nach Fig. io bis 15 besteht nur aus zwei Teilen 5o und 52. Der schmale glatte Metallstreifen 5o besitzt die übliche Längskrümmung, die das Gelenk des herzustellenden Schuhes haben soll. Der Verfornungsstreifen 52 besteht aus einem stark zusammendrückbaren Metallstreifen, dessen Längskrümmung der des glatten Streifens 5o entspricht. Er besitzt eine Mehrzahl von Fingern 5q., die aus seiner Mitte heraus vorstehen und den gewünschten Abstand zwischen den Streifen 5o und 52 sichern. Die Enden des Streifens 52 sind bei 56 gekröpft und ,bei 58 durch Niete oder Befestigungsösen mit dem Streifen 5o verbunden. Die eine der Ösen geht durch einen Schlitz 6o .im Streifen 52, um eine Längsbewegung der beiden Teile gegeneinander beim Zusammendrücken zu ermöglichen. Die Finger 54 sind in gleicher Richtung gegen den schmalen Streifen 5o geneigt, so daß unter dem Einfluß der Planierungsrolle das Zusammendrücken unschwer erfolgen kann. .Die Finger berühren den schmalen Streifen 5o, so daß das Zusammensinken bei Beginn der Planierung des Gelenkteiles der Sohle sofort einsetzt.
  • ' Eine dritte Ausführungsform ist in Fig. 16 und 17: gezeigt. Sie besteht aus einem längs gekrümmten Versteifungsstreifen 70 und einem Verformungsstreifen 72, der mit den Enden des Streifens 70 in der oben beschriebenen Weise durch Niete verbunden ist. Bei dieser Gestaltung besitzt der Verformungsstreifen 72 jedoch keine gekrümmten Finger zur Aufrechterhaltung des Abstandes vom Versteifungsstreifen, sondern er ist ungefähr in der Mitte seiner Länge, z. B. bei 74. in Fig. 16p, in der Querrichtung gekrümmt, um mittels dieser Wölbung (Fig. i7) den gewünschten- Abstand zwischen den Teilen 70 und 72 und damit die Ausbauchung in der Lautsohle aufrechtzuerhalten. Auch diese Einlage widersteht nur dem Druck beim Auflegen der Sohle, dagegen nicht dem Druck der Planierungsrolle. Unter der Einwirkung der letzteren wird die Einlage ebenfalls zusammengedrückt, so daß die Laufsohle sich dicht an die Brandsohle legt und erstere sich im Gelenkteil des Schuhes entsprechend verbreitert. Der Erfolg des dichten Anliegens .der Laufsohle und des Rahmens am Schaft wird auch hierbei erzielt.
  • Bei dem zweiten der eingangs beschriebenen Arbeitsverfahren wird das Ausbreiten der Innensohle eines Rahmenschuhes im Gelenkteil (während des Planierens) nicht durch eine zusammendrückbare Einlage erleichtert, sondern dadurch, daß man an der Sohle selbst eine Veränderung vornimmt, um ihren Widerstand gegen Querbeanspruchungen vor dem Planieren zu vermindern. Dieser Erfolg wird gemäß dem zweiten Verfahren durch Ausführung von bestimmten Schnitten im Gelenkteil der Laufsohle herbeigeführt, welche die Sohle an dieser Stelle in geeigneter Weise schwächen.
  • Eine. Art einer solchen Schwächung des Sohlengelenkteiles ist in Fig. i8 dargestellt. Man macht mittels eines geeigneten Werkzeuges in die Sohle D nahe der Fersenlinie einen Einschnitt 76 unter einem solchen Winkel, daß die Tiefe des Schnittes in einem Abstande von ungefähr 2 cm von der Fersenlinie etwa gleich der halben Sohlendicke ist. Dann wird dieser Schnitt parallel mit der Sohlenfläche so weit fortgeführt, bis er bei der Linie 78 in Fig. 18 nahe der Ballenlinie angelangt ist,- so daß die Schneidklinge eine Zunge 8o aus der Sohle herausgetrennt hat, die mit dieser in der Linie 78 zusammenhängt. Die Breite der Zunge ist.gemäß Fig. i8 etwa gleich der halben Sohlenbreite im Gelenkteil, in dessen Mitte die Zunge liegt.
  • Die Zunge wird aus der Fleischseite der Sohle herausgeschnitten, so daß sie im Schuhinneren gegenüber der Brandsohle liegt, während die Rißlippen für die Außennaht der Sohle auf der Narbenseite etwa so liegen, wie es in Fig. i9 bei 82 gezeigt ist.
  • Vordem Aufbringen einer derartigen Sohle auf den Schuhboden wird eine Gelenkeinlage 84 der üblichen Art gemäß Fig. 2o und 21 auf der Innensohle B im Bereich des Gelenkes befestigt. Die Laufsohle D wird dann so aufgelegt, daß die Zunge 8o auf der Gelenkeinlage 84 ruht, worauf die Sohlenaufle;,Te-und Sohlennäharbeiten in bekannter Wise ausgeführt werden. Wenn dann das Planieren erfolgt, so bewirkt die Pressung der Planierungsrolle I auf die Sohlenränder im Gelenkteil ein dichtes Andrücken dieser Ränder und des Rahmens gegen den Schaft, wie es Fig.2i zeigt. Da die Sohle im Gelenkteil erfindungsgemäß geschwächt wurde, so kann sie sich leicht in der Querrichtung des Schuhes gemäß Fig.2i strecken, um den dichten Abschluß zwischen den Sohlenrändern und dem Schaft zu erleichtern. Da ferner auch die Dicke der Sohle im Gelenkteil durch das Herausschneiden der Zunge 8o wesentlich vermindert worden ist, so ist das Zurückfederungsvermögen derselben gleichfalls erheblich herabgesetzt. Infolgedessen tritt auch aus diesem Grunde kein bemerkenswertes Bestreben zum Wiederabziehen des Sohlenrandes vom Schaft mehr auf.
  • Anstatt die Sohle in der eben beschriebenen Weise durch eine Zunge zu schwächen, kann man gewünschtenfalls dasselbe erreichen, wenn man in den Gelenkteil der Sohle eine Vertiefung von im wesentlichen gleicher Breite und Tiefe anbringt, wie sie sich bei der Zunge 18 ergeben, also die Zunge ganz herausschneidet. Dabei legt man dann das herausgeschnittene Stück vor dem Aufbringen der Sohle auf den Schuh wieder in die Vertiefung hinein, so daß wohl die Schwächung, aber keine Höhlung im Gelenk vorhanden ist, während die verschiedenen Bearbeitungsvorgänge stattfinden. Nach dem Wiedereinlegen des herausgeschnittenen Stiikkes in die Vertiefung wird die Sohle so auf den Schuhboden gelegt, daß die Vertiefung und deren Füllstück der Brandsohle zugekehrt sind, worauf die weitere Bearbeitang in der vorhin beschriebenen Weise vor sich geht.
  • Bei beiden Arten der Schwächungen der Laufsohle empfiehlt es sich, die Zunge oder die Vertiefung so tief herauszuschneiden, wie es die Sohlendicke gestattet. Zweckmäßig soll im Gelenk von der Sohle selbst nur so viel übrigbleiben, daß der Rest fest genug ist, um z. B. bei der nachfolgenden Planierung nicht zu brechen. Je dünner der Rest im Gelenk ist, um so leichter läßt sich die Sohle strecken und um so mehr ist ihr Zurückfederungsvermögen vermindert, um so sicherer werden also die von der Erfindung angestrebten Vorteile erreicht. Es ist ferner wünschenswert, die Zunge oder Vertiefung im Gelenkteil möglichst breit zu machen. Lediglich darauf ist Rücksicht zu nehmen, daß die den Rahmen und die Laufsohle verbindende Außennaht im Bereich des ungeschwächt gebliebenen Sohlenteiles liegen soll.
  • Die Schwächung des Gelenkteiles der Sohle kann ferner auch noch in der durch Fig. 22 und 23 erläuterten Weise erfolgen. Hierbei werden in die Sohle D mehrere (beispielsweise fünf) Einschnitte 86 gemacht, die nebeneinander in der Längsrichtung im wesentlichen von der Fersenlinie bis, zur Ballenlinie laufen. Auch diese Einschnitte liegen auf der Fleischseite und werden zweckmäßig mit einem Messer gezogen, das z. B. ein rechtwinklig umgebogenes Klingenstück besitzt, um einen Winkelschnitt der in Fig. 23 angedeuteten Art herzustellen. Die Schnitttiefe kann mehr als die halbe Sohlendicke -betragen. Die Winkelschnitte können die ganze Sohlenbreite bis auf den Teil für die Randnaht einnehmen.
  • Der so behandelte Gelenkteil läßt sich durch das Planieren in der Breite leicht strecken; seine Biegsamkeit ist erheblich erhöht und sein Zurückfederungsvermögen vermindert. Wenn man eine solche Sohle auf den Schuh auflegt und diesen dann der Planierung unterwirft, so können nicht nur die Sohlenränder mit Leichtigkeit dicht an den Schaft gedrückt werden, sondern die durch dieses Herandrücken in der Sohle hervorgerufenen Spannungen liefern eine Ausbreitung des Gelenkteiles, die nicht wieder verlorengeht, so daß auch ein Wiederabziehen der Sohlenränder vom Schaft nicht zu befürchten ist.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Schuhen, insbesondere von Rahmenschuhen, mit dicht an dem Schaft anliegendem Gelenkteil, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erleichterung des Andrückens des den Schuhboden überragenden Sohlenrandes dicht an den Schaft heran und zur Beibehaltung dieser Lage des Sohlenrandes während der Fertigstellung und des späteren Gebrauches des Schuhes die Sohle.vor dem Andrücken ihres Randteiles gegen den Schaft derart vorbehandelt, z. B. verformt (ausgebaucht) oder geschwächt wird, daß bei dem Andrücken des Randteiles des Sohlengelenkes gegen den Schaft die Sohle sich in Breitenrichtung ausdehnt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Laufsohle eine außergewöhnlich große Ausbauchung nach außen vorgesehen und die Ausbauchung durch Hilfsmittel (Einlagen 2.1, 20. 5 ), 70) unterstützt wird, die einer gewissen geringeren Pressung widerstehen können, und daß nach dem Auflegen der Sohle auf den Schuh die Ausbauchung niedergepreßt wird, so daß die Sohle sich ausbreitet und ihre Ränder dicht gegen den Schaft gedrückt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die starke Ausbauchung in der Sohle mittels einer Einlage (2q., 52, 72) gestützt wird, die aus einem nicht federnden Körper besteht, dessen Höhe oder Dicke durch eine starke Pressung erheblich vermindert werden kann. Verfahren zur Herstellung von rahmengenähten Schuhen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Brandsohlenlippen auf beiden Spitzen des Gelenkteils eine sich bei Druckausübung verbreiternde Gelenkeinlage (24) gelegt wird, worauf nach dem an sich bekannten Andoppeln der Laufsdhle und beim Sohlenglätten die Gelenkeinlage sich verbreitert und gegen die Brandsohlenlippen ansitzt und-diese stützt (Fig_ 9). 5. Gelenkeinlage für Rahmenschuhe reit Ansätzen, welche die Brandsohlenrisse abstützen zur Ausübung des Verfahrens gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (2¢) in der QuerriCiitung derart gewölbt und ausgebildet ist, daß nach dem Durchdrücken der Wölbung die Innennähte des Schuhes abgedeckt sind. 6. Gelenkeinlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ihre Höhe oder Dicke ausreicht, um zeitweilig eine außergewöhnlich große Ausbauchung des Gelenkteiles der Sohle zu stützen, und daß die Einlage (2q., 52, 72) einen nichtfedernden Teil enthält, dessen Höhe oder Dicke durch Anwendung von Druck genügend verringert werden kann, um .die Ausbauchung der Sohle zu beseitigen. 7. Zusammendrückbare Gelenkeinlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus anfänglich voneinander abstehenden Teilen bzw. Streifen (20, 2q., So, 52) besteht, von denen einer (,q., 52) aus nichtfederndem Werkstoff hergestellt ist und sich bleibend dicht an den anderen (20, So) herandrücken läßt, wein man bei der Herstellung des Schuhes ausreichenden Druck darauf ausübt. B. Gelenkeinlage nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Streifen mit einer Anzahl von Fingern (2q., Sä) enthält, die von dem Streifen selbst abstehen, aber unter kräftigem Druck zusammengedrückt werden können, wobei sich der Streifen der Brandsohle nähert. 9. Verfahren zur Herstellung von Rahmenschuhen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schuhboden eine .Sohle (D) befestigt wird, deren Gelenkteil in seiner Mitte eingeschnitten oder genutet ist (8o, 86), um das Feder ungsvermögen dieses Teiles schwächer als an anderen Sohlenteilen zu machen.-io. Schuhsohle zur Ausübung des Verfahrens gemäß Anspruch i und 9, dadurch gekennzeichnet, daß in der Längsrichtung des Gelenkteiles aus diesem eine 'Lunge (8o) geschnitten ist, die das Ausstreckendes Gelenkteiles in der Breitenrichtung erleichtert. i i. Schuhsohle zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 9, dadurch gekennzeichnet, daß in den Gelenkteil eine einzige Vertiefung eingeschnitten ist, die eine erhebliche Breite besitzt und sich im wesentlichen von der Fersenlinie bis zur Ballenlinie erstreckt. 12. Schuhsohle zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkteil innerhalb der Randnaht zur Befestigung der Sohle am Schuhboden geschlitzt (86) ist, um die Seitenstreckung des Gelenkteiles zu erleichtern. 13. Schuhsohle nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere gekrümmte Schlitze (86), die Seite an Seite liegen und durch einen Teil der Sohlendicke hindurchgehen, längs über den Gelenkteil hinweg eingeschnitten sind.
DEU12159D 1932-04-06 1933-04-05 Verfahren zur Herstellung von Schuhen, insbesondere von Rahmenschuhen Expired DE629463C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB629463X 1932-04-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE629463C true DE629463C (de) 1936-05-04

Family

ID=10488648

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEU12159D Expired DE629463C (de) 1932-04-06 1933-04-05 Verfahren zur Herstellung von Schuhen, insbesondere von Rahmenschuhen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE629463C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2724525A1 (de) Pantoffel bzw. slipper mit vom zehenbereich zum fersenbereich ohne absatz durchgehender sohle bzw. unterseite
WO2004073439A1 (de) Schuh, insbesondere mokassinschuh
DE629463C (de) Verfahren zur Herstellung von Schuhen, insbesondere von Rahmenschuhen
DE2506724C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden der Sohle mit dem Schaft des Schuhes
DE2704503A1 (de) Halbfertigartikel
DE69516C (de) Verfahren zur Herstellung von gewendetem Schuhwerk
DE895867C (de) Schuhwerk
EP0208223B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Schuhen
DE292324C (de)
DE645141C (de) Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk
EP0123857A2 (de) Schuh
DE2916325A1 (de) Werkstueckvorschubvorrichtung fuer eine naehmaschine
DE102024105642A1 (de) Verfahren und Bausatz zur Fertigung von Fußoberbekleidungsstücken sowie solchermaßen gefertigtes Fußoberbekleidungsstück
DE1479251C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mehrschichtigen Uhrarmbändern aus thermoplastischem Kunststoffmaterial und mit Verstärkungseinlage
DE892567C (de) Schutzkappe fuer Schuhe, insbesondere Arbeitsschuhe
DE949721C (de) Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk nach Opankenart unter Verwendung eines Rahmens und Rahmen zur Herstellung von Opanken gemaess dem Verfahren
AT151101B (de) Verfahren zur Herstellung von flexiblem Schuhwerk.
DE2700213C2 (de) Verfahren zum Verarbeiten von zugerichteten Pelzfellen
DE293524C (de)
DE2700213C3 (de)
DE967877C (de) Brandsohle mit profiliertem Rippenband und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE444500C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserdichtem Schuhwerk
DE1075930B (de) Rahmen-Einstechmaschine
DE1272774B (de) Verfahren zum Herstellen einer Gleitschutzvorrichtung und nach dem Verfahren hergestellte Gleitschutzvorrichtung fuer Schuhwerk
DE94247C (de)