DE444500C - Verfahren zur Herstellung von wasserdichtem Schuhwerk - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserdichtem Schuhwerk

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DE444500C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B3/00Footwear characterised by the shape or the use
    • A43B3/02Boots covering the lower leg

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von wasserdichtem Schuhwerk. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von völlig wasserdichtem Schuhwerk, das zwischen Sohle und Oberleder überhaupt keine Fugen enthält, so daB ein Eindringen von Wasser an den Stellen, die beim normalen Gebrauch des Schuhwerks mit der Nässe in Berührung kommen, praktisch vollkommen ausgeschlossen ist. Durch das neue Verfahren wird ferner ein Schuhwerk erzeugt, das innen vollkommen glatt ist, da keine durchgehenden Nähte oder Nägel vorhanden sind.
  • Es ist bereits bekannt, Schuhwerk dadurch herzustellen, daB eine aus Sohlleder gewalkte Galosche über den auf den Leisten gezwickten Schaft gezogen und einerseits mit dem Oberleder, andererseits mit Sohle und Absatz verbunden ist. Dabei erfolgt die Herstellung des Schuhwerks sonst in der üblichen Weise, und es entsteht dabei ein Erzeugnis, das gerade wegen der Herstellung der Galosche aus Sohlleder beim Tragen nicht befriedigt, sondern Beschwerden verursachen muß.
  • Es ist weiter Schuhwerk bekannt, das aus einem geschlossenen Unterteil aus Gummi besteht, mit dem der Lederoberteil durch Nähen verbunden ist und das in üblicher Weise Sohle und Absatz aus Leder oder Gummi enthält. Dieses Schuhwerk wird sonst in der üblichen Weise erzeugt. Schließlich sind auch noch sogenannte Mokassins, d. h. sohlenlose Schuhe hergestellt worden, deren ganzer Unterteil aus einem einzigen Stück Leder erzeugt wird. Dadurch entstehen sowohl an der Spitze als auch an der Ferse zahlreiche Falten, die das äußere Ansehen des Schuhwerks verschlechtern und auch die Haltbarkeit herabsetzen.
  • Das neue Verfahren geht einen grundsätzlich anderen Weg. Es wird nicht zunächst ein ganzer Schaft hergestellt, sondern es werden Vorder-und Hinterteil des Schaftes für sich erzeugt und im geeigneten Augenblick verbunden. Eine eigentliche Brandsohle ist überhaupt nicht mehr nötig.
  • Zur Herstellung des neuen Schuhwerks wird zunächst ein Vorderteil erzeugt, indem ganz entgegen dem üblichen Verfahren ein Stück Oberleder von unten auf den Leisten aufgewalkt wird. Nachdem es so die gewünschte Form erhalten hat, wird die Oberseite des Vorderteiles aufgenäht. In an sich bekannter Weise werden die beim Nähen aufeinanderliegenden Teile angeschärft. Der Schafthinterteil wird so für sich erzeugt, indem die beiden Teile aus dem Leder ausgeschnitten und miteinander vernäht werden. Der so gewonnene Schafthinterteil, mit dem die i Lasche verbunden sein kann, wird dann mit dem Vorderteil vernäht. Auf diese Weise ist ein auf der ganzen vorderen Sohlenhälfte bereits vollkommen geschlossener Schuh entstanden, der nur noch an der Absatzstelle offen ist. In diesen Schuh wird nunmehr der Leisten eingebracht, an der Absatzstelle ein harter Fleck, zweckmäßig aus Sohlleder, eingelegt und dann aufgezwickt. Der dadurch entstandene, vollkommen geschlossene Schuh wird nun in üblicher Weise mit Außensohle- und Absatz versehen und der Schuh dadurch vollendet.
  • Auf beiliegender Zeichnung ist eine Beispielsweise Ausführungsform der für die Durchführung des Verfahrens nötigen Einzelteile dargestellt, und zwar zeigt Abb. = die Herstellung des offenen Vorderteiles bzw. das Aufzwicken von unten, Abb. 2 einen Schnitt der Abb. i nach der Linie A-B, Abb. 3 die schaubildliche Darstellung des mit dem Oberteil versehenen Vorderteiles, Abb. 4 eine schaubildliche Darstellung des mit dem Schafthinterteil verbundenen Vorderteils -nach Abb. 3 im Leisten, Abb. 5 Seitenansicht des fertigen Schuhwerks. i ist ein Lederteil, der von unten auf den Leisten ,-q aufgezwickt wird und auf diesen Leisten so lange bleibt, bis er die ihm gegebene Form behält. Nachdem dies geschehen ist, wird der Leisten entfernt und der Oberteil 3 aufgenäht. Auf diese Weise entsteht ein pantoffelähnliches Gebilde. Die Unterseite 4 des Teiles i bildet die Brandsohle für den fertigen Schuh, so daß diese aus weichem Leder besteht, während bisher für die Brandsohle ausschließlich starres Leder verwandt wurde. Mit diesem Teil nach Abb. 3 wird dann der Hinterteil 5 des Schaftes in bekannter Weise vernäht. Der so entstandene Schuh kommt dann auf den Leisten und wird mit einem starren Absatzfleck 6 versehen und in üblicher Weise aufgezwickt. Hierauf wird Außensohle 8 und Absatz 7 in der üblichen Weise angebracht.
  • Das neue Schuhwerk ist vollkommen wasserdicht, viel haltbarer als das übliche sonstige Schuhwerk, ermöglicht einen leichten und angenehmen Gang und eignet sich deshalb besonders für große Touren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von wasserdichtem Schuhwerk, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorderteil des Schaftes durch Aufzwicken eines entsprechenden Lederstückes auf den Leisten von unten und durch Vernähen der so entstandenen Hohlform mit einem Oberteil erzeugt, dieser Vorderteil dann mit dem getrennt hergestellten Schafthinterteil .vernäht, in den so entstandenen fertigen Schaft der Leiste eingeführt, zum vollkommenen Abschluß nach unten ein Ab- satzfleck eingelegt, die freie Stelle aufgezwickt und das Ganze dann ohne Anwendung von Ausballmasse mit der Außensohle und dem Absatz versehen wird.
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