DE645141C - Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk

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DE645141C
DE645141C DEA76075D DEA0076075D DE645141C DE 645141 C DE645141 C DE 645141C DE A76075 D DEA76075 D DE A76075D DE A0076075 D DEA0076075 D DE A0076075D DE 645141 C DE645141 C DE 645141C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B13/00Soles; Sole-and-heel integral units
    • A43B13/28Soles; Sole-and-heel integral units characterised by their attachment, also attachment of combined soles and heels
    • A43B13/32Soles; Sole-and-heel integral units characterised by their attachment, also attachment of combined soles and heels by adhesives

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk Die Erfindung betrifft die Herstellung eines Schuhes, bei welchem der Schaft mit einem auswärts gerichtet bleibendem Rand über einen Leisten gezwickt, mit der Lippe einer Brandsohle oder dem Rand sonst eines an Leisten anheftbaren Verstärkungsteiles verbunden wird und diese verbundenen Randteile dann an einer Laufsohle unter Verwendung eines übergreifenden Deckschutzes für den auswärts gerichteten Schaftrand befestigt" werden.
  • Es ist bereits ein Schuh bekannt, bei welchem der nach auswärts gerichtete Schaftrand von einer nach innen gerichteten Lippe der Sohle umgriffen wird. Bei diesem bekannten Schuh erfolgt --die Befestigung der Sohle am Schaftrand durch eine Naht. Das bedingt, daß der Schaftrand ein gewisses Breitemaß nicht unterschreiten darf, weil die Nahtlöcher, die Gefahr ihres Ausreißens, die gelegentlichen Abweichungen der Naht von der geraden Linie usw. eben ein gewisses Mindestmaß an Schaftrandbreite erfordern. Diese verhältnismäßig große Schaftrandbreite ist nun aber ein Hindernis für die Einführung des Schaftrandes unter die Sohlenlippe, weil hierzu' der Schaftrand um seine eigene Breite zur Schuhachse hin nach innen gedrängt werden muß. Das ist bei einem verhältnismäßig nachgiebigen Schaftrand noch mäglich, läßt sich aber bei einem durch einen Verstärkungsteil versteiften Schaftrand nicht mehr durchführen, weil dann der Schaftrand nicht genügend nachgiebig ist.
  • Diesem Mangel wird nach der Erfindung dadurch abgeholfen, daß der von der Verbindungsstelle mit seinem Verstärkungsteil ab kurz und leicht beweglich gehaltene Schaftrand in die durch eine an sich bekannte Innenlippe oder eine Vertiefung der Laufsohle vorbestimmte Lage gebracht und dort, von der Laufsohle umgriffen, mit dieser unter Preßdruck verklebt wird. Die Kombinierung der Klebverbindung zwischen Schaft und Laufsohle mit der Befestigung des ersteren an der Laufsohle in einer durch Rißlippe oder ägl. an dieser vorbestimmten Lage führt zu einer neuen Wirkung. Die gesicherte Lage des Schaftrandes auf der Sohle (seitliches Ausweichen ist nicht mehr zu; befürchten) und die Möglichkeit, sowohl die untere als auch die obere Seite des Schaftrandes zu Haftzwecken heranzuziehen, gestatten nämlich, mit einem sehr kurzen und darum leicht beweglichen Schaftrand auszukommen. Das hat den Vorzug, daß der Schaftrand trotz seiner Versteifung durch ein Verstärkungselement recht gut unter die Lippe der Laufsohle gebracht werden kann, ohne daß der Schaft gewaltsam aus der Form gebracht und dadurch unansehnlich wird. Es entsteht aber noch der weitere Vorteil, daß Schaftmaterial gespart wird; denn der Schaftrand kann von vorn= herein knapper bemessen sein als bei den bekannten Schuhherstellungsverfahren.
  • Es ist nun auch schon ein Schuh bekannt, bei dem der auswärts gerichtete Schaftrand durch Kleben mit der Laufsohle verbunden ist. Es ist aber bei diesem bekannten Schuh der Rand des Schaftes nicht unter die Lippe der Laufsohle geschoben, sondern bloß auf der glatten Sohlenfläche befestigt, so daß wegen der Möglichkeit seitlicher Verschiebungen auch hier ein ziemlich breiter Schaftrand für die Klebverbindung benötigt wird. Die durch die Erfindung erzielten obenerwähnten Vorteile treten eben nur dann ein, wenn die an sieh bekannte Klebverbindung mit der ebenfalls für sich bekannten Sicherung des Schaftrandes mittels Umgreifens durch den Laufsohlenrand kombiniert wird. Dieses Kombinieren ist andererseits für den Fachmann aber nicht naheliegend, weil dieser, von der üblichen Verarbeitungs-Schaftrandbreite ausgehend, bei verstärkten Schafträndern auf einen zu großen Widerstand der letzteren beim Einführen derselben in die umgreifenden Teile der Sohle treuen muß.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung durch Anwendungsbeispiele bildlich erläutert, bei deren Beschreibung auch weitere Einzelheiten der Erfindung dargelegt sind. Es zeigen: Fig. i und 2 Grundrisse (Fig. i einen Teilgrundriß) verschiedener Formen einer Laufsohle, Fig. 3 einen Teilschnitt nach Linie 3-3 der Fig. 1, Fig.4 eine schaubildliche Ansicht (teilweise geschnitten) der Randpartie einer Brandsohle, Fig. 5 ähnlich Fig.4 eine Randpartie, jedoch der Befestigung des Schaftes an der B randsohl l ippe, Fig. 6 einen Teilschnitt, der die Laufsohle und den eingeleisteten Schuh in Nachbarstellung, bereit zur Befestigung der Laufsohle, erkennen läßt, Fig.7 einen Teilschnitt des Schuhes beim Aufkleben der Laufsohle, Fig.8 einen Teilschnitt des Schuhes im fertigen Zustand, der die gegenseitige Lage von Brandsohle, Schaft, Laufsohle und einer die beiden Sohlen verbindenden Naht erkennen läßt, Fig.9 einen Teilschnitt durch eine abgeänderte Form der Brandsohle, Fig. 1o ein Teilscbaubild der Spitze eines Schuhes erfindungsmäßiger Gestaltung mit vorstehendem Sohlenrand, Fig. i i einen Schnitt ähnlich Fig. 3, jedoch von einer andern Ausführungsform, Fig. 12 einen Schnitt ähnlich Fig. 8, jedoch finit Verwendung einer Laufsohle nach Fig. i i, Fig. 13 die schaubildliche Ansicht einer .Vorderpartie einer Brandsohle von anderer Form, Fig. 14 eine Ansicht entsprechend Fig. 13 mit einer stellenweise angeordneten Verstär- kungseinlage, Fig. 15 und 16 Schnitte nach den Linien I5-15 und 16-i6 der Fig. 13 und 14, Fig. 17 und 18 Schnitte ähnlich Fig. 8 und 12, jedoch unter Verwendung einer Brand- sohle nach Fig. 13 und 14, Fig. i9 einen Teilschnitt der Randpartie einer Brandsohle anderer Form, Fig. 20 und 21 Schnitte ähnlich Fig. i9 mit Einzeichnung des an die Brandsohle ange- nähten Schaftes vor und nach dem Aus- putzen, , Fig. 22 die schaubildliche Ansicht eines be- sonderen Laufsohllippenstückes für das Übergreifen von Schaft und Brandsohle, Fig. 23 einen Schnitt entsprechend Fig. 12, aber unter Anwendung der Konstruktion nach Fig.22. Fig. 24 einen Schnitt ähnlich Fig. 23, aber in anderer Ausführungsform, Fig. 25 eine schaubildliche Ansicht (mit abgehobenen Teilen) zur Versinnbildlichung der Herstellung eines Randbandes (Rahmens) nach Fig. 22 und 23, Fig.26 einen Schnitt ähnlich Fig. 3 und., jedoch in anderer Ausführungsform, Fig. 27 den Grundriß einer für die Auf- nahme eines Schaftes bestimmten Rippe, die vorübergehend mit einem Leisten und dauernd rillt einem Gelenkstück verbunden ist, Fig. 28 einen Teilschnitt nach Linie 28-38 der Fig.27. Fig. 29 einen Schnitt ähnlich Fig. 28, aber mit aufgeleistetem und an der Rippe befestig- tem Schaft.
  • Fig. 3o einen Schnitt entsprechend Fig.29, jedoch mit ausgeputztem Schaft und für die Befestigung vorbereiteter Sohle, Fig. 31 einen Schnitt entsprechend Fig..3o, aber mit bereits befestigter Sohle und in der , Presse befindlich gedacht, Fig. 32 eine etwas schematische schaubild- liche Ansicht eines Leistens mit an ihm vor- übergehend befestigtem Brandsohl- bzw. Po- sitionsstück in Verbindung mit einem Gelenkstück und einem Schaftbefestigungsglied, wobei Gelenkstück utld Befestigungsglied dazu bestimmt sind, an dem Brandsohl- bzw. Positionsstück angebracht zu werden, Fig. 33 einen ebenfalls etwas schematischen Schnitt durch die Längsachse des , Schuhes und Leistens bei Verwendung der Konstruk- tion nach Fig.32, wobei der Leisten samt vorübergehend befestigter Brandsohle- bzw. Positionsstück der Deutlichkeit halber etwas aus dem Schuh herausgeschwenkt dargestellt ist, Fig. 34 einen Teilschnitt durch die Zehenpartie eines Schuhes mit einem am Schaftbefestigungsglied dauernd befestigten Sockenfutter (der Leisten gestrichelt in etwas herausgeschobenem Zustand eingezeichnet), Fig. 35 und 36 Schnitte ähnlich Fig. 29 und 30, jedoch einer anderen Ausführungsform, Fig. 37 und 38 Teilschnitte mit etwas Ähnlichkeit gegenüber den Schaftteilen nach Fig. 30 und 36, jedoch nach einer weiteren Ausführungsform, Fig. 39 eine schaubildliche Teilansicht eines aufgeleisteten Schuhes von noch, anderer Konstruktion.
  • In Fig. q. ist mit r eine Brandsohle bezeichnet, die gegebenenfalls mit einer Verstärkungseinlage 2 aus Leinwand o. dgl. versehen sein kann, wie dies allgemein üblich ist. Wie ersichtlich, ist diese Brandsohle an der Kante bei 3 zur Bildung einer rund um den Rand herum an der unteren Fläche laufenden Lippe 4. eingeschnitten. Diese Brandsohle kann, wie üblich, auf den Leisten aufgenagelt werden, worauf dann die Schaftmaterialien (Außenstoff 5 und Futter 6, vgl. Fig. 5) aufgeleistet, darüber gezogen und an der Lippe 4. befestigt werden können, beispielsweise mittels einer Reihe von Befestigungsstellen (nach der Zeichnung mit der Einstechnaht 7). Die Lippe 4. und die Ränder der Schaftmaterialien werden so ausgeputzt (vgl. Fig.6), daß die Schaftmaterialien außen unter der Einstechnaht etwas vorstehen und einen nach außen weisenden Flansch 8 bilden; durch eine Bewegung des Ausputzmessers im Pfeilsinn wird diese Formgebung unterstützt. Da die Befestigung des Schaftes der Kante der Brandsohle näher liegt als bei den meisten bekannten Konstruktionen, kann beim Schaftzuschnitt die Zugabe für das Aufleisten geringer sein, woraus sich eine Materialersparnis ergibt.
  • In den Fig. 5 und 6 ist die Kette der Einstechnaht als an der Innenfläche der Brandsohllippe liegend angenommen, und diese Anordnung wird vorzugsweise zu verwenden sein, weil hierbei die beim fertigen Schuh gegen Sicht abzudeckende Fadenmenge geringer ist. Gewisse Gattungen von Nähmaschinen sind für diese Nahtanordnung brauchbar, wenngleich bei den üblichen Arten von Einstechnähten die Kette an der Außenseite der Schaftmaterialien gebildet wird.
  • Wenn man mit der gewöhnlichen Art von Einstechmaschinen so nähen will, daß die Kette an der Innenseite zu liegen kommt, kann die Brandsohle nach Fig.9 mit einer Randlippe g gebildet sein, die unter der normalen Außenlinie 1o der Brandsohle hinausragt. Nach dem Zusammennähen der Teile wird die vorstehende Lippe g durch Ausputzen entfernt, und der eingeleistete Schuh sieht dann wie in Fig.6 aus. An welcher Seite indessen auch immer die Kette liegt, gehen die Stiche im wesentlichen quer zur Faserrichtung durch die Lippe, ob nun die Brandsohle aus Leder oder aus (z. B. nach Art der Papiererzeugung) zusatnmengefilzten Faserstoffen besteht; es werden also die Stiche selbst bei leichten Zuschnitten festgehalten.
  • In Fig. r und 2 sind zwei Formen von Laufsohlen dargestellt, die zur Ausführung der Erfindung geeignet sind. In der Ausführungsform nach Fig. r ist ;lie Laufsohle 12 an ihrer Oberseite entlang dem Rande des Vorderteiles zur Bildung einer Lippe 15 eingeschnitten, die nach Fig. 3 hochgewendet ist. Die Laufsohle nach Fig.2 ist die gleiche wie nach Fig. z mit dem Unterschied, daß der Einschnitt auch über den Gelenkteil der Sohle geführt ist statt bloß über die Vorderpartie.
  • Die Lippe 15 kann hochgewendet werden, um dem eingeleisteten Schuhoberteil die Sohle leichter darbieten zu können (vgl. Fig.6), wobei der ausgeputzte Teil der Lippe .I sowie die Ränder der Schaftmaterialien der Lippe r 5 gegenüberstehen. Der eine oder beide Teile werden mit Dauerklebstoff von der Außenkante der Einstechnaht 7 hinein bis zu der gewünschten Entfernung von der Lippe 4 bestrichen und dann vorzugsweise, solange der Klebstoff noch weich ist, zusammengebracht und nach Fig.7 unter schwerem Preßdruck gehalten. Diese Pressung kann in üblicher Weise erfolgen, z. B. mit einem Preßluftkissen2o, und vorzugsweise wird dabei so vorgegangen, daß der Randteil der Laufsohle nach oben gebogen wird; hierdurch legt sich die Lippe 15 auf den nach außen gedrückten Rand der Schaftmaterialien 5, 6 und der Lippe .I, zugleich auch auf die an der äußeren Fläche liegenden Fadenstücke der Einstechnaht, und alle diese Teile werden gut aufeinandergepreßt.
  • Dieses Klebverfahren erspart die bei der Herstellung der meisten Arten von geklebten Schuhen bestehende Notwendigkeit, auf die vorher mit Klebstoffaufstrich versehenen und getrockneten, einander gegenüberstehenden Flächen der zu verbindenden Teile . ein Lösungsmittel zur Anwendung bringen zu müssen; eine weitere Annehmlichkeit der erfindungsmäßigen Schuhkonstruktion ist, daß die Lippe der Laufsohle und die mit ihr zusammenwirkenden Teile des eingeleisteten Schuhoberteils beim Zusammenbau genügend biegsam sind, so daß ein genaues Zusammenpassen in richtiger gegenseitigerLage gewährleistet erscheint.
  • Es kann wünschenswert sein, bei Ausführung der Einstechnaht eine Nadel von verhältnismäßig erheblicher Stärke zu verwenden, so daß der Klebstoff in die Nahtlöcher gerät, dort in das Fadenmaterial eindringt und die verschiedenen Teile desselben zusammen- sowie mit den Lochwänden verklebt. Statt einer Einstechnaht kann man selbstverständlich gewünschtenfalles Klammern oder andere gleichwertige Befestigungsmittel verwenden, wiewohl wegen des guten. Haftens des Klebstoffes an der Naht diese in der Regel vorzuziehen sein wird. ' Wenn der Klebstoff erstarrt und die Pressung wieder aufgehoben ist, kann die Schuhsohle geebnet werden, so daß der Laufsohlenrand wieder in eine im wesentlichen ebene Form gelangt; darauffolgend wird sie dem üblichen Ausputzen und Verschönern unterzogen. Der Schuh ist dann in der Verfassung nach Fig. 8; die Lippe 15 ist wieder flach zurückgewendet und übergreift die unter der Einstechnaht nach außen vorstehenden Schaftmaterialien. Auf diese Weise werden diese Teile fest zusammengehalten und die Stiche der Einstechnaht der Sicht vollkommen entzogen. Die einander gegenüberstehenden Flächen der Lauf- und Brandsohle sind in unmittelbarer Berührung, so daß keine Ausballung benötigt wird, und die geklebten Teile des Schuhes liegen außerhalb der unmittelbar durch den Fuß berührten Fläche. Wo andererseits eine direkte Berührung von Leinwand mit einem Sohlenteil möglich ist, kann ein Stück weichen, dünnen Stoffes, z. B. Flanell, zwischengeschaltet werden, um ein Knarren beim Gehen- zu verhüten. Da an der Innnenfläche der Brandsohle keine Naht- oder Nagellöcher auftreten, kann man gewünschtenfalles das sonst nötige Sockenfutter weglassen, oder es kann, wie später noch erwähnt, die Brandsohle selbst in bezug auf Dünnheit und Stoffbeschaffenheit als Sockenfutter dienen. Besonders wo der Klebstoff nicht zum Eindringen in die Nadellöcher gebracht wird, hat der erfindungsmäßige Schuh die Lüftungseigenschaften des gewöhnlichen genähten Schuhes, da auf der Einstechnaht-Stichlinie kein Klebstoff liegt. Hierdurch wird einer der oft bei bekannten geklebten Schuhen beobachteten Nachteile vermieden, daß sie wegen des Mangels einer Ventilation schweißtreibend auf die Füße einwirken. Dank dem Übergreifen der Laufsohle über den eingeleisteten Schuh ist auch die genaue Ausrichtung der Laufsohle erleichtert, da durch das Übergreifen die Stellung der Laufsohle festgelegt ist und diese deshalb nicht seitlich verz,choben zur Befestigung kommen kann, eine allgemein' bekannte Schwierigkeit' bei -der Herstellung anderer Arten von geklebten Schuhen. Das schließliche Einebnen ' der Schuhsohle nimmt dem Klebstoff die Steif- heit, ohne jedoch die Verbindung zu schwär chen, so daß die Sohle eines erfindungsmäßigen Schuhes biegsamer ist als jene von bekannten geklebten Schuhen.
  • Der fertige Schuh kann gegebenenfalls nach Fig. io einen vorstehenden Rand 21 haben; der entsprechend hergerichtet ist, um den' Eindruck eines Rahmenschuhes oder eines üblichen Mehrfachsohlenschuhes zu er- wecken, und er kann mit einer Reihe von Stichen oder Scheinstichen versehen sein,, oder es kann der obere Rand des vorstehenden Teiles gerändelt oder anderweitig verzieh sein. Solche Verschönerungen können durchgeführt werden, nachdem die Außensohle be- festigt worden ist, da der Übergriff der Lauf-' sohle über die anderen Teile eine derartige Sicherung bildet, daß kein Schaden für diese Verbindung zu befürchten ist. Dies ist beim Herstellen von bekannten geklebten Schuhen nicht durchführbar. Beim erfindungsmäßigen Schuh hingegen wirken solche Arbeitsgänge nur noch weiter sichernd auf die genaue Lage der Laufsohlenlippe und haben zu; Folge, daß. das Biegen der Laufsohlenränder in der Presse nach Fig. 7 von geringerer Be- deutung wird. Selbstverständlich kann man dieses Biegen ganz vermeiden, wenn man eine Stütze für die obere Fläche des Laufsohlen- randes nach Fig. 31 vorsieht, um den Druck des auf die Außensohle wirkenden Pre& gliedes abzufangen. Gewünschtenfalls kann zur Vortäuschung von durchgehenden Stichen ein falscher Rahmen an der oberen Fläche der Außensohle aufgesetzt werden.
  • Eine weitere Konstruktion mit vorstehen- dem Rand ist in Fig. i i und 12 dargestellt Ein falscher Rahmen 25 ist durch die Naht 28 mit der Lippe 26 der Laufsohle 27 zusammengenäht, die vorzugsweise dünner gor, wählt ist als die Lippe 15 in Fig 3. - Diese Naht kann auf einer Ketten- oder Doppellsteppstichmaschine erzeugt werden; bei Ver- wendung von Kettenstich wird die Kette vor- zugsweise an die innere Fläche der Lippe :z6 gelegt. Die Laufsohle mit dem falschen'Rähmen wird dann auf dem eingeleisteten Schuh ebenso befestigt, wie früher besctuieb$n; Lippe und Rahmen werden schließlich ent- sprechend Fig. 12 flach gemacht, so* daß die Stichlinie 28 an der Oberseite des Rähmens die Laufsohlennaht eines Rahmenschuhes vor. täuscht. Die Naht kann gewünschtenfalli auch im Rahmen versenkt sein, wie dies für Rahmenschuhe allgemein bekannt ist, und die obere Fläche des Rahmens kann dann anders weitig verziert und verschönert werden, utg eineRahmenschuhkonstruktion vorzutäuschen. Diese Ausführungsform der Erfindung kann auch der Randverdickung wegen angewandt werden.
  • DieKonstruktionen nach Fig. 13 bis 18 sind insbesondere dann geeignet, wenn Wert auf die Biegsamkeit der Sohle gelegt wird. Ein verhältnismäßig dünnes Brandsohlenstück 30 ist zwecks Bildung der oberen und unteren Lippe 31, 32 (Fig. 13 bis 16) am Rande eingekehlt; der mittlere (innere) Teil der Vorderpartie ist bei 33 herausgeschnitten, so daß nur ein Randstreifen 34 übrigbleibt. Der innere Rand dieses Streifens wird an der Unterseite bei 35 ausgeschärft (Fig. i5); dann wird Klebstoff auf diese Unterseite gestrichen und das Stück auf eine Verstärkungseinlage 36 (Fig. 14 und 16) geklebt, die aus Leinwand o. dgl. bestehen kann. Die Verstärkungseinlage wird vor oder nach dem Aufkleben beschnitten, gegebenenfalls so, daß sie unter der Kante des Teiles 34-3o vorsteht und mit der Lippe 32 einen Aufnahmeteil für die Stiche der Einstechnaht bildet, so wie in Fig. g der Teil g. Die so vorbereitete Brandsohle wird in der gleichen Weise verwendet, wie früher beschrieben; die aufgeleisteten Schaftmaterialien werden durch die Naht 37 mit der Stichaufnahmelippe der Innensohle verbunden, und danach werden die Teile ausgeputzt. Dann .wird die Laufsohle mit ihrer Lippe 15 unter Anwendung von Klebstoff aufgelegt mit Übergreifen der Laufsohle über den Schuh in der Weise nach Fig. 17 oder 18. Fig. 17 zeigt keinen falschen Rahmen, entspricht also Fig. 8; Fig. 18 zeigt einen falschen Rahmen 25 entsprechend Fig. z z.
  • Der beschnittene Rand der Schaftmaterialien, die Lippenpartie der Brandsohle und die Fläche der Laufsohle an der Einschnittstelle sowie auch der Faden der Einstechnaht bieten für die Klebstoffannahme Flächen, die nicht besonders aufgerauht zu werden brauchen, während ein solches Aufrauhen beim Kleben gewöhnlicher Schuhe sich für die äußeren Flächen der Schaftmaterialien als nötig erwiesen hat, weil sonst keine genügende Haftung erzielt werden kann. Man kann auch beim erfindungsmäßigen Schuh, wenn es gewünscht wird, den Schaft am Rande aufrauhen; es hängt aber die gute Verbindung zwischen dem eingeleisteten Schuhoberteil und der Laufsohle nicht davon ab.
  • Dieser guten Verbindung wegen kann man auch den Nähfaden mit Klebstoff vorbehandeln, indem man ihn z. B. durch flüssigen Klebstoff durchzieht, erhärten läßt und dann kurz vor dem Nähen durch eine Klebstofflösung durchzieht, die sich in dem üblichen Wachstopf einer Nähmaschine für gewachsten Faden befindet. An Stelle oder in Ergänzung des Klebens kann die Befestigung der Außensohle durch Nähte 39 vorgesehen sein, wie in Fig. 8 gezeigt.
  • Es ist auch möglich, eine Brandsohle mit einer Stichaufnahmelippe ähnlich derjenigen zu verwenden, die für gewöhnlich. bei Rahmenschuhen benutzt wird. Fig. rg zeigt eine solche Brandsohle mit Doppellippe 4o, die durch Innen- und Außeneinschneiden der Brandsohle entlang ihrem Rand hergestellt ist und an ihrer Innenseite eine Verstärkung üblicher Art durch eire Gewebeschicht 41 aufweist. Fig. 2o zeigt eine einfache Lippe 42, hergestellt durch Inneneinschneiden der Brandsohle und gleicherweise durch eine Gewebeschicht 4i verstärkt. Bei jeder dieser Konstruktionen bewirkt das Ausputzen, wenn es in der Pfeilrichtung vorgenommen wird (Fig.2r), ein genügendes Auswärtsschieben der Teile (vgl. Bezugszeichen 43) unter die Außenseite der Einstechnaht, um der Laufsohle die Möglichkeit des früher beschriebenen Übergreifens zu geben. Im übrigen kann erfindungsmäßig jede Brandsohlen- und Schaftverbindung verwendet werden, sofern sie am unteren Ende breiter ist als oben, damit die Laufsohle übergreifen kann.
  • Es kann gelegentlich wünschenswert sein, zunächst den übergreifenden' Teil der Laufsohle als besonderen Teil herzustellen und ihn dann später an der Laufsohle zu befestigen vor oder nach deren Ansetzen an den Schuh. Dieser besondere Teil kann ein vom Rand der Laufsohle 45 weggeschnittener Streifen 46 sein, wie aus Fig. 25 ersichtlich. Nach Entfernung dieses Randstreifens kann der Laufsohlenrand weiter verdünnt werden (vgl. 47 in Fig. 22). Dieser Randstreifen von analogem Querschnitt kann nach Bedarf mit einer Naht 48 verziert werden, oder er kann durch eine Naht So (Fig. 26) mit der Laufsohle verbunden werden, bevor diese an den Schuhoberteil angesetzt wird, und seine innere Kante 51 kann gehoben werden, um das Einschieben der zugehörigen untergreifenden Schuhpartie zu erleichtern. Die Naht 5o kann eine Kettenstich- oder eine Steppstichnaht sein, und sie kann sowohl auf der unteren Fläche der Sohle als auch auf der oberen Fläche des Streifens verziert sein. Gewünschtenfalls kann der besondere Streifen auch gerade geschnitten und, vorübergehend befestigt, in Hochkantlage um den Rand der Laufsohle herumgelegt werden, wie z. B. Streifen 55 in Fig. 24; sein oberer Teil 56 wird über die Laufsohle übergeschoben und geklebt, nachdem die Sohle an den Schuh angesetzt ist. Der andere, außerhalb des Randes der Laufsohle sich erstreckende Streifenteil kann später nach der Linie a-a durch Ausputzen entfernt werden, so daß bloß der Teil 56 verbleibt, der das Schaftende übergreift und die Einstechnaht unsichtbar macht, ähnlich wie die mit der Sohle aus einem Stück bestehende Lippe 15 in Fig. B.
  • Dieses Hauptverfahren der Befestigung einer Laufsohle kann auch mit Vorteil bei Schuhen der Einsohlengattung angewendet werden, d. h. bei Schuhen ohne eigentliche Brandsohle. Konstruktionen dieser Art sind in Fig.27 bis 39 dargestellt. In Fig.27 bis 30 sieht man die Sohlenfläche eines Leistens 6o, an welchem entlang seinem Rande vorübergehend eine Stichaufnahmelippe 6t befestigt ist. Dieses Element 61 kann mit Kautschukklebstoff unmittelbar am Leisten befestigt und zusätzlich in Abständen noch durch Nägel 62 gesichert sein. Die Lippe wird durch ein Paar von winkelförmigen Streifen 63 und 64 gebildet, die, miteinander verbunden, eine flanschartige Lippe 65 zur Aufnahme der Naht bilden. Die Flanschteile 66 und 67 sind zur Befestigung am Leisten bestimmt. Die Lippe kann andererseits so lang gemacht werden, daß die Schaftmaterialien an ihr befestigt werden können und daß sie am Leisten eine genügende Stützung haben, um die vorübergeltendeBefestigung leicht ausführbar und sicher zu gestalten. Hinter der Teillinie des Leistens kann der Streifen 61 dauernd an der unteren Fläche des Gelenkstückes 68 befestigt sein. Letzteres kann nach üblicher Konstruktion einen eigentlichen Gelenkteil ti8o und einen Fersenteil 69 haben. Die Schaftmaterialien werden in gewöhnlicher Weise aufgeleistet und durch eine Naht 7o an dem Teil 65 befestigt, worauf die Ränder ausgeputzt werden; wenn vorübergehend Leistennägel verwendet werden, so werden diese vor dem Ansetzen der Sohle eingeschlagen. Diese Sohle, die der Laufsohle der vorher beschriebenen Konstruktionen entspricht, ist mit 75 (Fig. 3o) bezeichnet, und vorzugsweise ist sie am Rand mit einer Vertiefung 76 versehen, um einen mittleren, etwas dickeren Teil 77 zu bilden, dem in gewissem Grade die Funktion der Brandsohle bei den früher beschriebenen Doppelsohlenschulien zufällt, und der die Neigung hat, die Randteile des Schaftes und der Nählippe nach auswärts zu drängen, wohin sie im fertigen Schuh gehören. Am äußeren Teil dieser Randvertiefung 76 besitzt die Sohle die einwärts gerichtete Lippe 78, die in der Form durch den darunter befindlichen Hohlraum bestimmt ist und mit der Sohle aus einem Stück besteht. Sie kann aber auch jede der hier dargestellten Formen aufweisen und ein gesondertes, nachträglich anzubringendes Eletnent bilden.
  • Fig. 30 und 31 erläutern eine etwas andere Art der Behandlung der Teile, um eine übergreifende Verbindung zwischen dem aufgeleisteten Schuhoberteil und derSohle 75 herzustellen, die aber auch bei Vorhandensein einer Brandsohle anwendbar ist. Nach dieser Me- thode wird der ausgeputzte Schaft abwärts anstatt auswärts gewendet und der ganze Rand der Sohle über die Länge der Lippe 78, gegebenenfalls im angewärmten Zustand, von der gestrichelten Linie bis zur voll ausgezogenen Linie (Fig. 3o) nach unten gedrückt. Die Teile werden so zusammengebracht und dann unter Pressung die Sohle bis zur waagerechten Lage oder etwas darüber hinaus. zu- rückgebogen; hierdurch wird der ausgeputzte Schaftrand in die Sohlenvertiefung und die Lippe 78 über den Schaftrand bzw. dessen äußere Fläche und die Außenseite der Einstechnaht gedrängt (Fig.3i). Die genaue Durchführung dieses Verfahrens wird durch eine amboßartige Stütze gefördert, die sich auf die Oberseite des Sohlenrandes legt und gegen die die Sohle gepreßt wird. (Die Sohle 75 kann in der vorbeschriebenen Weise auch bei Vorhandensein einer Brandsohle angesetzt werden.) Die Teile werden nun der Pressung ausgesetzt. Der Flansch 66 wird an die Sohle 75 geklebt. Hierbei können, bevor die Sohle angesetzt wird, die nach auswärts stehenden Schaftrandteile mit Klebstoff vorbehandelt und erhärten gelassen werden, wo- durch diese Teile versteift werden. Sobald die Teile genügend befestigt sind, wird der Leisten entfernt, wobei sich die Lippe 61 vom Leisten löst und der Schuh sich in der Form nach Fig. 31 darstellt; der Teil 61 liegt einer- seits am Schaftrand an, und andererseits ist er an die Sohle 75 geklebt. Die Flanschen 66 und 67 des Teils 61 sind alles, was man im Schuh auf der Sohlenfläche liegend sehen kann; der auswärts gewendete Schaftrand ist in untergreifender Verbindung mit der Sohle. Alle Teile sind fest gesichert. Der Flansch67 hält den Schaft auch nach Entfernung des Leistens, als ob dieser noch im Schuh wäre, und hilft mit, die Stichreihe der Einstechnaht abzudecken. Am Gelenk- und Fersenteil des Schuhes ist das Gelenkstück verblieben, so daB diese Teile des Schuhes verstärkt sind, wäh- rend der Vorderteil nur eine einfache Sohle aufweist. Wenn der Streifen 61 mit Kautschukklebstoff an dem Leisten befestigt und die Sohle mit Pyroxylinklebstoff angeklebt wird, so wirken die Dämpfe des Pyroxylin-Lösungsmittels auf den Kautschuk ein, W,1>-durch dieser schnell seine Klebkraft verliert und die Lösung des Leistens vom Streifen 61 stark erleichtert wird.
  • In Fällen, in denen man es für untunlich hält, den Teil 61 unmittelbar an der Leistenfläche zu befestigen, kann diese Be- festigung nach Fig. 32 und 33 mittelbar unter Benutzung eines Brandsohlenteiles bzw. Positionsstückes 85 erfolgen. Wie dort ersichtlich, ist dieser Brandsohlenteil nur in der Vorderpartie angeordnet, da gewöhnlich die Verwendung eines im Schuh verbleibenden Gelenkstückes 68 gewünscht wird und deshalb die Erstreckung dieses Brandsohlenteiles auch nach hinten keinen Wert hätte. Dieser Teil kann durch Nägel 86 dauernd am Leisten befestigt sein; nach der Befestigung der Sohle 75 am Schaft entsprechend den Fig. 27 bis 31 wird der Leisten mit dem Brandsohlenteil 85 vom Schuh entfernt, und es bleiben die beiden Teile des Schaftbefestigungsstreifens 61 sowie das Gelenkstück 68 an der Sohle sitzend zurück.
  • Statt ein vorübergehend als Brandsohle wirkendes Stück in der beschriebenen Weise zu verwenden, kann man vorsehen, daß der Schaftsicherungsstreifen für dauernd mit einem verhältnismäßig dünnen Sockenfutter o. dgl. verbunden ist. Eine solche Konstruktion ist in Fig. 34 dargestellt, wo ein dünnes, als Sockenfutter dienendes Gewebestück 9o. das die Form einer Brandsohle hat, vorübergehend am Sohlenteil eines Leistens befestigt ist und, auf sich befestigt, die Schaftaufnahmelippe 61 o. dgl. trägt. Der Schuhoberteil wird in der früher beschriebenen Weise eingeleistet und die Sohle an ihm befestigt; wird dann der Leisten entfernt, so bleibt der Teil 9o im Schuh zurück und dient als Sockenfutter.
  • Statt dem nach auswärts gerichteten Schaftrand des eingeleisteten Schuhoberteils eine die Sohle untergreifende Form zu geben, kann man einen solchen Untergreifteil, wie Fig. 35 bis 38 zeigen, auch in anderer Weise herstellen, und dieses Verfahren ist unabhängig davon anwendbar, ob eine Brandsohle in der Vorderpartie des fertigen Schuhes vorhanden ist oder nicht. Nach Fig. 35 geht die Einstechnaht ioo, welche den Schaft an dem Sohlenbefestigungsglied ioi befestigt, auch durch einen dünnen schmalen Streifen io2 (Zusatzstreifen), der außen an dem Außenteil 103 des Schaftes befestigt ist; nach dem Ausputzen der Einstechnaht wird die obere Kante dieses Streifens io2 durch Überfahren mit einem geeigneten Werkzeug, das zwischen Streifen und Schaft geschoben wird, nach auswärts gewendet, so daß der Streifen in die Lage io4 (Fig. 36) gelangt und nun zum Untergreifen der Lippe 78 geeignet ist. Der Streifen io2 bzw. 104 kommt über die Stichlinie zu liegen und verdeckt sie ganz; selbst wenn die Lippe 67 nicht genau richtig an ihrem Platze liegen sollte, kann im fertigen Schuh nichts von der Einstechnaht zu sehen sein.
  • Fig. 37 und 38 lassen eine Konstruktion erkennen, in der die Einstechnaht selbst zur Bildung des auswärts gerichteten Teiles für die untergreifende Verbindung mit der Sohle benutzt wird. In diesem Falle wird die Naht i io zweckmäßig mit der Fadenbindung (Kette) auf der Außenseite angeordnet, so daß sich bei i i i eine verhältnismäßig erhebliche Fadenmasse ansammelt, und der Faden ist auch kräftiger zu wählen als bei den bisher dargestellten Bauarten. Diese Fadenmasse kann an ihrer oberen Fläche niedergedrückt werden, wodurch sie die Gestalt nach 112 in Fig. 38 erhält, und man kann durch Befeuchten dieses Teils mit Klebstoff oder Klebstofflösung das Fadenmaterial etwas erweichen, damit die Bildung dieses auswärts gerichteten Befestigungsmittels erleichtert wird. Der Teil 112 ist dann zum Untergreifen unter die nach innen gewendete Lippe an der Oberseite der Laufsohle verwendbar.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines Schuhes, bei welchem der Schaft mit einem auswärts gerichtet bleibenden Rand über einen Leisten gezwickt, mit der Lippe einer Brandsohle oder dem Rand sonst eines an Leisten anheftbaren Verstärkungsteiles verbunden wird und diese verbundenen Randteile dann an einer Laufsohle unter Verwendung eines übergreifenden Deckschutzes für den auswärts gerichteten Schaftrand befestigt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Verbindungsstelle mit seinem Verstärkungsteil (i, 3o, 63, 64) ab kurz und leicht beweglich gehaltene Schaftrand in die durch eine an sich bekannte Innenlippe (15) oder eine Vertiefung (76) der Laufsohle (12, 75) vorbestimmte Lage gebracht und dort, von der Laufsohle umgriffen, mit dieser unter Preßdruck verklebt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der außen liegende Teil des Fadenmaterials (111, 112) der den Schaftrand mit seinem Verstärkungsteil verbindenden Naht als von der Sohle umgriffene Gegenlippe ausgenutzt ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in bekannter Weise die Fadenverriegelung bzw. die Kette der Naht (i io) an die Außenseite des Schaftrandes gelegt ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3 unter Verwendung einer Brandsohle mit einem um die Vorderpartie herumgehenden Randstreifen, dadurch gekennzeichnet, daß der Randstreifen (34) durch Ausschneiden des inneren Teiles (33) der Brandsohle (30) gebildet und die innere Kante des Randstreifens (bei 35) zugeschärft ist, wobei gegebenenfalls der Ausschnittraum durch eine Verstärkungseinlage (36) überbrückt ist.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, das beim Ausputzen des Schaftrandes das Ausputzwerkzeug von innen nach außen bewegt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Ansetzen der Laufsohle (45) an den aufgeleisteten Schuh ein Randstreifen (46) der Laufsohle weggeschnitten und dieser Randstreifen dann zusammen mit der gegebenenfalls am Rande durch weiteres Beschneiden verdünnten Laufsohle am Schaft ($) befestigt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i bis 5, da- durch gekennzeichnet, daß um den Rand der Laufsohle ein Randstreifen (55) hoch- kant befestigt und der obere Teil dieses Streifens nach innen gewendet wird, um eine Übergreifungslippe (56) zu bilden. B. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der nicht zur Bildung der Übergreifungslippe verwendete 'teil. des Randstreifens (55) nachträglich durch einen Ausputzvorgang entfernt wird. g. Verfahren nach Anspruch i bis 8, da- durch gekennzeichnet, daß während der Klebepressung die Ränder der Laufsohle in bekannter Weise etwas konkav zum Schaft gebogen gehalten werden.
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