DE809142C - Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk

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DE809142C
DE809142C DEP11670A DE809142DA DE809142C DE 809142 C DE809142 C DE 809142C DE P11670 A DEP11670 A DE P11670A DE 809142D A DE809142D A DE 809142DA DE 809142 C DE809142 C DE 809142C
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Germany
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frame
insole
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Expired
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DEP11670A
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Emil Lattemann
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B9/00Footwear characterised by the assembling of the individual parts
    • A43B9/04Welted footwear
    • A43B9/06Welted footwear stitched or nailed through

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk Beim sogenannten Rahmeneinstechverfahren wird die Brandsohle mit einer umgebogenen Rißlippe versehen, an der Schaft und Rahmen angenäht werden. Nach dem Vorschneiden, Hämmern und Überziehen mit Gemmstoffen der so geschaffenen Lippe wurde dann am Rahmen die Sohle angenäht.
  • Als die Mode leichtere Schuhausführung bevorzugte, wurden insbesondere für Herrenschuhe dünne Brandsohlen verwendet, bei denen die Lippe nicht durch Risse und Gemmen erzielt wurde, sondern indem ein dicker Nahtbandstreifen auf die Sohle aufgesteppt wurde, der eine Lippe bildete, an die wiederum der Rahmen mit dem Schaft eingestochen wurde.
  • Diese Herstellungsart besitzt den Nachteil, das,. da dieses dicke Nahtband auf beiden Seiten gute Webekanten hat, um nicht zu fransen und abzureißen, sich die Einstechnadel oft in der dicken Webekaqte verfing und den Stich, der das Nahtband mit der Brandsohle verband, lockerte oder gar zerriß. Die Haltbarkeit der nach diesem Verfahren hergestellten Schuhe war sehr fragwürdig.
  • Andererseits sind Schuhe bekannt, die auf maschinenmäßig zwiegenähteArt hergestellt werden. Hierbei wird eine dicke Lederbrandsohle mit dem angehefteten überstehenden Schafteinschlag, der nach außen umgebogen wird, mittels einer Einstechnaht vernäht, die sich durch Schaftoberteil und Fleisch der starken Lederbrandsohle bzw. der aufgestellten Rißlippe zieht.
  • An diesen so gebildeten Schaft wird dann eine Laufsohle genäht. Zwar wird bei diesem sogenannten zwiegenähten Schuh eine Wasserdichtigkeit erreicht; es bestehen aber zwei wesentliche Nachteile, und zwar: r. bei der Reparatur ist es sehr schwer, den Schuh einfachsohlig zu besohlen, es sei denn-, daß er wieder genäht wird. Eine holzgenagelte Sohle dagegen findet nur einen Halt an der verbleibenden ersten Sohle oder an der Zwischensohle und gefährdet die Einstechstiche. 2. Die Ausballmasse dieses Schuhes ist sehr dünn und deshalb der Lauf der Ballenpartien sehr hart, wodurch der Spreizfuß gefördert wird..
  • Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, einen nach dem zwiegenähten Einstechverfahren im wesentlichen hergestellten Schuh zu schaffen, bei dem es möglich ist, nicht nur eine dünne Lederbrandsohle, sondern auch als Brandsohle eine Werkstoffsohle, insbesondere aus Lederersatz, Kunststoff o. dgl., zu verwenden, was bei dem bisherigen Verfahren unmöglich war. Dabei erreicht die neue Herstellungsart auch eine mehrfache Repariermöglichkeit. Es wird somit nicht nur ein Zwienähverfahren erreicht, das Ersatz oder Verbesserung des von Hand hergestellten zwiegenähten Schuhes oder des maschinenzwiegenähten Schuhes darstellt, sondern es wird insbesondere eine Möglichkeit geschaffen, ähnlich dem Sandalencharakter, einen futterlosen Rindlederschuh herzustellen, der strapazierfähig ist und der sich auf zwei Arten sehr gut reparieren läßt. Schließlich kann nach dem neuen Verfahren auch ein sogenannter Detorsionsschuh hergestellt erden, bei dem unter der Kleinzehenpartie ein Detorsionskeil vorgesehen ist, so daß gegebenenfalls in Verbindung mit einem unter dem Sustentaculum tali angeordneten, den Knickfuß beeinflussenden Stützkörper die gewünschte Fußabwicklung in drei Gehphasen erreicht wird.
  • Die Erfindung besteht darin, daß unter der dünnen Lederbrandsohle bzw. einer aus Lederersatz, Kunststoff oder anderen Werkstoffen bestehenden Brandsohle am Rand ein keilförmig zugeschärfter Rahmen aus Rahmenleder angenäht wird, an dessen nach unten abgebördelter dickerer, eine Lippe bildender Kante der Schaft angenäht ist, worauf, gegebenenfalls unter Anwendung eines außen aufgelegten Rahmens, die Laufsohle befestigt wird.
  • Durch die Anwendung des keilförmig zugeschärften Rahmens aus Rahmenleder zur Befestigung von Schaft und Rahmen wird der Nachteil des bisherigen Rahmeneinstechverfahrens, das eine Brandsohle von hochwertigem Leder verlangt, beseitigt.
  • Die Erfindung schafft einen Rahmenschuh, der die aufgezeigten Mängel nicht besitzt, der von hochwertigem Material unabhängig ist und der nach allen Arten, also sowohl durch Nähen, Nageln sowie thermoplastische Klebung, reparaturfähig ist. Insbesondere erreicht aber das neue Verfahren, daß der Leisten während der Herstellung im Schuh bleiben kann, was sich bei Verwendung von an sich geringerem Material für Oberleder und Bodenleder veredelnd auswirkt.
  • Die Erfindung verlangt keinerlei besondere Materialauslese, beginnend bei der Brandsohle, und erreicht die Herstellung des Schuhes mit jedem zur Verfügung stehenden Ledermaterial oder Werkstoff nach dem Rahmeneinstechverfahren. Dies wird in erster Linie durch die Verwendung eines Keilrahmens erreicht, der auf eine beispielsweise Spaltbrandsohle genäht und zur Lippe aufgerichtet wird. Dieser Keilrahmen verhindert das Einhaken der Einstechnadel in den, Nähfaden, weil der keilfiirmige Verlauf der Rippe der Bahn, welche die Einstechnadel nimmt, nicht entgegensteht.
  • Die Erfindung setzt also lediglich voraus, daß für den keilförmigen Einstechrahmen hochwertiges Material, insbesondere Leder, verwandt wird. An diesem hängt dann der ganze Schuh, d. h. also Schaft und Laufsohle sowie gegebenenfalls Zwischensohle. Wenn diese durch den Keileinstechrahmen gebildete Einstechlippe aus 3 bis 4 °/o gefettetem Material besteht, wird sie derart elastisch, daß sie nach dem Einstechen nach innen oder außen einschließlich angenähten Rahmen und Schafteinschlag umgelegt «-orden kann, ohne daß sie brechen könnte oder sonst von ihrer Haltbarkeit etwas einbüßte. Dadurch hat dieser so hergestellte Rahmenschuh einen Schafteinschlag, der für die Reparatur genau wie beim :\lackey-Schuh zur Verfügung steht.
  • Weitere Erfindungsmerkmale bestehen darin, daß die vom Keilrahmen gebildete Lippe und der mit Einstechnalit daran befestigte Schaft oder Rahmen nach innen odtr außen fast waagerecht umgelegt und hier gegebenenfalls durch einen Keder verstärkt werden, wobei die Einstechnaht Lippe, Schaft und Rahmen erfaßt, worauf. die Laufsohle angedoppelt wird.
  • Neu und vorteilhaft ist ferner, daß zum Zwecke der Schaffung eines Detorsionsschuhes der an sich bekannte, unter dem Kleinzehenballen liegende Detorsionskeil unter der Brandsohle zwischen dieser und dem Keilrahmen angeordnet und mit letzterem zusammen vernäht ist.
  • Die Erfindung erzielt ferner die Herstellung von Keilabsatzschuhen, bei denen es möglich ist, eine im Vorfuß gegliederte Sohle anzuwenden, die mit einem Überzug versehen wird, der unter der gegliederten Sohle mit der Laufsohle verbunden wird.
  • Die bisher bekanntgewordenen Ausführungen der Keilabsatzschuhe weisen an Stelle eines hohen (Louis XV) Absatzschuhes eine wesentliche Erhöliung der gesamten Sohle bis zu einer Fersenerhöhung bis zu 12 cm auf. Dies ist im wesentlichen ein Verschönerungsmittel für Damen, welche größer wirken möchten. Bei diesem Keilabsatzschuh bestanden die Sohlen aus Kork oder Holz, die am hinteren Teil keinen geschlossenen Schaft, sondern an dessen Stelle nur einen Riemen aufwiesen, um ein Absetzen der Ferse von der starren Sohle beim ;Abrollen des Fußes zti ermöglichen. Demgegenüber wird nach der neuen Ausführungsform durch die Anwendung einer Gliedersohle eine elastische Vordersohle erreicht und ferner erzielt, daß der Schaft hinten geschlossen ausgeführt werden kann.
  • Die Erfindung läßt sich in verschiedener Weise ausführen. In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele schematisch veranschaulicht, die nachstehend beschrieben sind.
  • In Fig. i ist gezeigt, daß unter der dünnen Lederbrandsohle bzw. einer aus Lederersatz, Kunststoff oder anderen Werkstoffen bestehenden Brandsohle i am Rand ein nach Sohlenmitte keilförmig zugeschärfter Rahmen 2 aus Rahmenleder, wie dieses
    auch beispielsweise in Fig.2 deutlich ersichtlich
    ist, mittels der Steppnaht 3 angenäht wird. Die
    üul3ere dicke Kante dieses also aus hochwertigem
    Material bestehenden Keilrahmens wird nach unten
    umgebogen und bildet eine Lippe 4. An dieser wird
    der Schaft 3 gegebenenfalls gleichzeitig mit einem
    außen aufgelegten Rahmen 6 durch eine Einstech-
    iialit 7 angenäht. An Lippe und Rahmen wird dann
    die mit einer Rißlippe 8 versehene Laufsohle 9 mit-
    tels der Naht io angedoppelt. Der Raum zwischen
    Brandsohle i und Laufsohle 9 ist in bekannter Weise
    mit Ausballniasse i i ausgefüllt. Um diesen Schuh
    -zugleich als Detorsionsschuh auszubilden, ist der an
    sich bekannte, unter dem Kleinzehenballen liegende
    Detorsionskeil 12 erfindungsgemäß unter der Brand-
    sohle zwischen dieser und dem Rahmen 2 angeord-
    net und mit letzterem zusammen durch die Naht 3
    angcnälit.
    111 Fig. 2, 3 und 4 ist eine andere Ausführungs-
    form des neuen Einstechverfahrens geschildert.
    \\'älirencl bei Fig. i der Rahmen 6 und Schaft nach
    außen umgelüirdelr werden, um hier die Laufsohle 9
    zu befestigen, Nverden bei der Ausführung nach
    1'i1;. 2 bis 4 die vorn Keilrahmen gebildete Lippe 4
    und der finit Einstechnaht befestigte Schaft 5 sowie
    kahnien 6 nach innen fast waagerecht umgelegt (s.
    hig. 0 und durch einen zwischengelegten Keder
    13 verst;irkt. 1)ie I:instechnaht 7 erfaßt hierbei eben-
    falls Keilrahmenlippe .1, Schaft 5 und Rahmen 6,
    worauf die Laufsohle 9 am Rahmen und gegebenen-
    falls Keder 13 mittels der Naht io angedoppelt
    wird.
    -Auch bei dieser Ausführungsform liegt der De-
    torsionskeil 12 zwischen Brandsohle i und an-
    genähtem Keilrahmen 2.
    111 hig. 5 und 6 (Fig. 6 ist ein Schnitt nach Linie
    \"I-\'1 der Abb. 5) ist die Herstellung eines Keil-
    absatzschrilies nach der Erfindung veranschaulicht.
    I Tierbei wird eine im Vorfuß durch Glieder 14
    unterteilte dicke Sohle 15, die also eine wesentliche
    Erh<ihung des ganzen Schuhes, insbesondere des
    1hsatzes bis zu 12 ein, darstellt, angewandt. In be-
    kannter \\'eise kann diese Sohle aus Holz, Kork
    oller anderem Material bestehen.
    Zur Befestigung dieser Sohle 14, 15 wird an der
    dünnen Brandsohle i, an der nach dem oben ge-
    schilderten \"erfahren der eingestochene Schaft 5
    finit dem nach innen umgebogenen, eine Lippe 4 bil-
    denden Keilrahmen 2 angenäht ist, zugleich der aus
    rlickerem Leder bestehende Überzug 16 der Glieder-
    sohle mit eingestochen. Dieser Lederüberzug wird
    nach unten Tiber eine zweite dünne, ebenfalls mit
    l@eilrahmen 2, 4 versehene Brandsohle 17 ange-
    zwic kt und eingestochen. Ilier wird wiederum ein
    kalimen (i mit eingestochen, an dem die Laufsohle
    15 durch 1 >oppel befestigt ist. Es wird sowohl ober-
    halb der Gliedersohle Ausballmasse ii vorgesehen
    als auch der Raum zwischen Laufsohle 18 und
    innerer I'randsohle 17 mit Ausballmasse i9 ausge-
    füllt. Auch bei diesem System läßt sich gegebenen-
    falls ähnlich @vie bei den Fig. i bis 4 ein Detorsions-
    heil 12 unter der oberen Brandsohle ii anwenden.
    Dadurch, daß die Sohle gegliedert, also elastisch
    ist, ist es möglich, das Schaftleder 5 auch hinten an der Ferse hochzuziehen und den Keilabsatzschuh mit einem an der Ferse geschlossenen Schaft zu versehen.
  • Bei der Erfindung, beispielsweise nach Fig. i, wäre es möglich, gegebenenfalls eine Zwischensohle zwischen Brandsohle und Laufsohle, die aus Werkstoff bestehen kann, vorzusehen. Um die Reparatur des Schuhes günstiger zu gestalten, ist zu empfehlen, zwei Doppelnähte anzubringen, also gewissermaßen einen dreigenähten Schuh herzustellen, bei welchem Rahmen mit umgelegter Schaftkante oder umgelegte Schaftkante allein mit der Zwischensohle zunächst gedoppelt werden, während die dritte Naht dann Rahmen und Schaft oder Rahmen mit Zwischensohle und Laufsohle verbindet.
  • Es ist schließlich möglich, auch den Rahmen bei der vorliegenden Erfindung selbst aus Kunststoff oder anderem Werkstoff, beispielsweise Polyvenylchlorid, herzustellen, so daß lediglich Schaft und der die Lippe bildende Keilrahmen aus Leder bestehen. Beim Abtrennen der ersten Laufsohle kann gegebenenfalls auch eine sehr gute Reparatur durch thermoplastische Klebung ermöglicht werden. Es ist aber auch möglich, den Schuh bei der Reparatur zu nageln oder neu zu nähen.
  • Dadurch, daß bei der Herstellung des Schuhes, wie in Fig. 2 bis 4 dargestellt, die Kanten der Lippe nicht wie bisher geschnitten werden müssen, wobei bisher ein Glatthämmern dieser Schnittstelle notwendig war, wird die Herstellung wesentlich vereinfacht. Rahmen, Schafteinschlag und durch den Keilraum gebildete Lippe werden beim Erfindungsgegenstand nicht beschnitten, sondern einfach nach innen umgebogen, so daß der Rahmen mit der Lippe, wie in der Zeichnung dargestellt, fast waagerecht nach innen steht. Durch das Umschlagen wird ein Raum geschaffen, der das Einbringen einer Ausballmasse etwa in der. Höhe wie beim Goodyear-Schuh ermöglicht.
  • Der Vorteil dieser Herstellungsart liegt dabei darin, daß die Brandsohle beliebig dünn genommen werden kann, da lediglich die Lederkeillippe den wesentlichen Haltbarkeitsfaktor des ganzen Schuhes bildet. Dieser so umgelegte Rahmen (Rahmen, Schafteinschlag und Lippe) ergibt besonders dann, wenn die Brandsohle aus Werkstoff besteht, eine Stütze für Holznagelreparaturen. Andererseits kann dieser Schuh einfachsohlig bei abgetragenem Rahmen nicht nur durch Holznagelung, sondern auch durch thermoplastische Klebung repariert werden, ohne daß beim Nageln durch Zerschlagen des Einstechfadens der Zusammenhalt zwischen Schaft und Brandsohle verlorengeht. Durch die Andoppelung eines Keders wird eine Verstärkung des Sohlenbildes erreicht und mit verhältnismäßig geringen Kosten vermittelt.
  • Insbesondere wird gleichzeitig die Verstärkung der Ausbgllmasse und somit die weichere Bettung des Fußes erreicht.
  • Durch die dünne Brandsohle ist gegenüber dem Goodvear-Scliuh, der eine hochwertige Brandsohle verlangt, die Flexibilität des Schuhes eine größere. Es kann das gleiche Verfahren angewandt, der Leisten aber während des ganzen Prozesses im Schuh belassen werden, wodurch das Aussehen des Schuhes wesentlich begünstigt wird.
  • Stellt man nur, wie in Fig. i dargestellt, einen sogenannten zwiegenähten Schuh her, so ist es möglich, auch einen futterlosen Schuh nach Art einer Rindledersandale herzustellen, Während die Sandale bisher nur aus Brandsohle und Laufsohle gebildet wurde und zu einer starken Deformierung des Fußes und Fußschmerzen führte, wird durch die günstigere Bettungsmöglichkeit nach der vorliegenden Erfindung eine hohe Flexibilität des Schuhes und eine wesentlich günstigere Fußstütze beim Gehen erreicht. Schließlich wird gegenüber der bekannten Sandale der Vorteil erzielt, daß sich der Schuh leichter reparieren läßt.
  • Bei Anwendung des neuen Verfahrens bei Keilabsatzschuhen wird ebenfalls eine günstigere Fußbettung erzielt, insbesondere aber eine günstigere Fußabwicklung erreicht und schließlich verhütet, daß zwischen die gegliederte Sohle Schmutz eindringen kann. Während bisher die Keilsohle lediglich durch thermoplastische Klebung an der Brandsohle befestigt wurde, worauf die Laufsohle in Form einer dünnen Gummi- oder Ledersohle ebenfalls aufgeklebt oder getäkst wurde, wird durch die Erfindung insbesondere die Verwendung einer ganz dünnen Brandsohle erreicht, und zwar in Verbindung mit einer Gliedersohle, die ein Abrollen des Fußes auf der 5 bis 12 cm dicken Sohle sichert und schließlich die Anwendung eines an der Ferse ganz geschlossenen Schaftes ermöglicht. Dadurch wird es der Trägerin möglich, auf einem Schuh mit dicker Sohle normal zu gehen und trotzdem größer zu wirken.
  • Während in der Zeichnung in Fig. i -bis 4 dargestellt ist, daß der keilförmig zugeschärfte Rahmen 2 mit seiner zugeschärften Kante nach Sohlenmitte angeordnet ist, ist es möglich, diesen keilförmig zugeschärften Rahmen mit seinem dünner verlaufenden, also keilförmigen Teil 2 auch umgekehrt anzuordnen, d. h. daß der dünnere Teil des keilförmigen Rahmens 2 bündig mit der Brandsohlenkante liegt, der dickere Teil also nach der Innenseite der Brandsohle stehenbleibt. Bei einer solchen Ausführung wird die Einstechnadel von außen gegen den einzustechenden Rahmen 6 angesetzt und schlägt durch Rahmenschaft und die aufgerichtete Lippe 4 des keilförmigen Rahmens. Eine solche Ausführung hat den Vorteil, daß der dünne Auslauf des keilförmigen Rahmens die Brandsohlenkante verstärkt, was bei Anwendung einer Werkstoffbrandsohle materialmäßig eine wesentliche Verbesserung darstellt. Weiter besteht der Vorteil, daß das Umlegen der keilförmigen Lippe nach Fig.3 und 4 leichter ist. Auch dient bei einer solchen Anordnung die umgebogene Lippe 4 bei der Reparatur noch besser als Widerlager für durchdringende Holzspeile, Nägel, Täkse o. dgl.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk nach Art des Rahmeneinstechverfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß unter der dünnen Lederbrandsohle bzw. einer aus Lederersatz, Kunststoff oder anderen Werkstoffen bestehenden Brandsohle am Rand ein keilförmig zugeschärfter Rahmen aus Rahmenleder angenäht wird, an dessen nach unten abgebördelter dickerer, eine Lippe bildender Kante der Schaft angenäht wird, worauf, gegebenenfalls unter Anwendung eines außen aufgelegten Rahmens, die Laufsohle befestigt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Keilrahmen gebildete Lippe und der mit Einstechnaht befestigte Schaft sowie Rahmen nach innen oder außen fast waagerecht umgelegt und gegebenenfalls durch einen Keder verstärkt werden, wobei die Einstechnaht Keilrahmen, Lippe, Schaft und Rahmen erfaßt, worauf die Laufsohle am Rahmen und gegebenenfalls Keder angedoppelt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der an sich bekannte, unter dem Kleinzehenballen liegende Detorsionskeil unter der Brandsohle zwischen dieser und dem Keilrahmen angeordnet und mit letzterem zusammen vernäht wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Herstellung von Keilabsatzschuhen eine im Vorfuß gegliederte Sohle mit einem an der dünnen Brandsohle eingestochenen Überzug versehen wird, der unter der gegliederten Sohle mit der Laufsohle verbunden wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Herstellung von Keilabsatzschuhen an dem mit eingestochenem Schaft vorgesehenen, nach innen oder außen umgebogenen Keilrahmen der dünnen Brandsohle der aus dem dickeren Leder bestehende Überzug der Gliedersohle eingestochen wird, dann nach unten über eine zweite dünne, mit Keilrahmen versehene Brandsohle angezwickt und eingestochen wird, die wiederum mit einem Rahmen eingestochen wird, an dem die Laufsohle durch Doppeln befestigt ist.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei .dem Keilabsatzschuh mit im Vorfuß gegliederter Sohle nach Anspruch 4 auch ein an der Ferse geschlossener Schaft befestigt wird.
DEP11670A 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk Expired DE809142C (de)

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DE (1) DE809142C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2832975A (en) * 1955-12-06 1958-05-06 United Shoe Machinery Corp Method of making flat rib welt shoes
DE1136241B (de) * 1958-03-22 1962-09-06 United Shoe Machinery Corp Verfahren zum Herstellen von Rahmenschuhen und nach diesem hergestellte Rahmenschuhe
US3298116A (en) * 1963-07-03 1967-01-17 Barker And Sons Ltd A Footwear

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